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Hilfe! Haus unbewohnbar, aber wohin? Wer zahlt?

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#1
Wir brauchen dringend Eure Hilfe!

Folgender Sachverhalt liegt zugrunde:

Wir sind am 01.01.09 in als 3 Köpfige Berdarfsgemeinschaft (alle erwachsen) in ein Haus auf dem Land gezogen (Niedersachsen). Nach einem Monat allerdings haben wir, wenn wir ausserhalb des Hauses waren, einen merkwürdigen, fauligen Geruch an unseren Textilien bemerkt und wurden seltsam oft krank bzw. hatten starke körperlich Beschwerden! Wir haben dann Schimmel in unserem Mietshaus gefunden, allerdings nur in der Küche, also engagierten wir dann einen Baubiologen, der uns behilflich war diese Ursache und die Wirkung dieses Schimmels, mittels Gutachten, zu bestimmen. Es kam dann auch dabei heraus, das wir einen sehr Lungenschädlichen Pilz in unserer Küche beherbergen. Dies war auch schon alles. Der faulige geruch an unserer Kleidung war damit nicht erklärbar. Ich habe dann selbst recherchiert und festgestellt, das wir in einem Okal-Fertighaus von Baujahr 1980/81 wohnen! Soweit so gut......

Die Wände dieser Häuser bestehen im wesentlichen aus einem Holzständerwerk (Grundgerüst), Spanplatten und Rigipsplatten. Die Aussenfassade besteht aus einer Plattenverkleidung. Bei intensiverere Recherche im Internet, bin ich auf hunderte betroffene gestoßen...

Lange Rede kurzer Sinn, unser Haus ist von oben bis unten mit Holzschutzmitteln belastet (Gutachten des Baubiologen liegt vor).
Außerdem ist die Aussenfassade asbesthaltig!

Wir sind täglich, sehr hohen Dosen von Lindan, PCP, Formaldehyd und den daraus entstehenden Chloranisolen (zersetzen z.B. PCP und verursachen den unentfernbaren Geruch in der Kleidung) ausgesetzt. Diese Machen uns sehr krank (die Liste der Symptome ist in der Länge hier gar nicht wiedergebbar).

Wir sind jetzt nach erhalt dieses Gutachtens gezwungen sofort fristlos zu kündigen, da wir uns (laut Gerichtsurteilen) in dem Haus nicht länger aufhalten dürfen (Aufgrund Schadenersatz). Unsere Möbel und der sonstige Hausrat inkl. Kleidung müssen wahrscheinlich komplett entsorgt werden! Wir haben also nichts mehr!

Der Vermieter hat sich jetzt beim Amt ohne Angaben von Gründen gemeldet und dort zur Auskunft gegeben, dass er seine Miete nicht erhält. (Wir haben sie natürlich auch schon bei dem Schimmelbefall erst um 70% und jetzt natürlich um 100% gekürzt). Daraufhin, habe ich in Erfahrung gebracht, das unser Geld vom Amt für den nächsten Monat gesperrt wurde! (Nachweislich, können wir aber den Beweis erbringen, dass die Mietzahlungen des Amtes, alle an ihn weitergegeben wurden, da das Amt nicht die volle Miete trägt, sondern nur einen Teil!) Dem Amt wollten wir es aber erst melden, nachdem sich der Verdacht auch bestätigt hat........ Und jetzt sitzen wir in der Zwickmühle.

:icon_question:Meine Fragen hierzu lauten:

Was sollen wir jetzt tun? Zahlt das Amt uns aufgrund der hohen Belastung eine Ersatzunterkunft? Evtl. möblierte Ferienwohnung? Muss das Amt uns einen Kredit gewähren, damit wir uns selbst helfen können? Ist die Sperre des Amtes überhaupt berechtigt?


Bitte, bitte, helft uns.
 

Volker

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#2
Wir brauchen dringend Eure Hilfe!

Folgender Sachverhalt liegt zugrunde:

Wir sind am 01.01.09 in als 3 Köpfige Berdarfsgemeinschaft (alle erwachsen) in ein Haus auf dem Land gezogen (Niedersachsen). Nach einem Monat allerdings haben wir, wenn wir ausserhalb des Hauses waren, einen merkwürdigen, fauligen Geruch an unseren Textilien bemerkt und wurden seltsam oft krank bzw. hatten starke körperlich Beschwerden! Wir haben dann Schimmel in unserem Mietshaus gefunden, allerdings nur in der Küche, also engagierten wir dann einen Baubiologen, der uns behilflich war diese Ursache und die Wirkung dieses Schimmels, mittels Gutachten, zu bestimmen. Es kam dann auch dabei heraus, das wir einen sehr Lungenschädlichen Pilz in unserer Küche beherbergen. Dies war auch schon alles. Der faulige geruch an unserer Kleidung war damit nicht erklärbar. Ich habe dann selbst recherchiert und festgestellt, das wir in einem Okal-Fertighaus von Baujahr 1980/81 wohnen! Soweit so gut......
Ihr schreibt das sofort auf, mit allen schlimmern Sachen und ab zur Age und Umzug beantragen. Dann Wohnung suchen gehen. Mit der Arge am besten immer in Kontakt bleiben und auf genehmigung hoffen. Alles schriftlich, vor allem die Umzugszusage. Neuen Mietvertrag, aber nicht gleich unterschreiben, sondern mit dem Mietvertrag zum Amt und die übernahme der KDU, holen.

Das ganze aber nie alleine und vor allem nicht über Umzug diskutuiren, sondern das ist für euch fest. Es geht darum, das die ARGE den Umzug auch als nötig ansieht. Macht ruhig eine Liste mit euren Bemühungen zur neuen WG finden.

Volker

Wenn
 

Carinaa

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#3
Wie das Amt sich auf Grund des "nicht meldens" der Mietminderung verhält, kann ich dir nicht sagen.
Normalerweise ist es aber z.B. bei Schimmel so, dass du auf Kosten der ARGE umziehen kannst. Du kannst es ja entsprechend nachweisen, dass du umziehen MUSST. Die Kosten für den verloren gegangen Hausrat, könnte eventuell auch die ARGE im Sinne einer Erstaustattung übernehmen, dass wäre z.b. im Falle eines Wohnungsbrandes auch der Fall.

Hilft dir vielleicht nicht 100%ig, aber du hast schon einmal einen Anfang.
 

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#4
Vielen Dank schonmal an Euch beide! Das hilft zumindestens schon eine ganze Ecke weiter.

Mit der Erstausstattung über das Amt bin ich mir aber nicht ganz sicher, denn der Vermieter sollte den Zeitwert unseres gesamten Haushaltes schon ersetzen. Dies wird wahrscheinlich aber nur über ein Gericht durchzusetzen sein?
 

Mario Nette

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#5
Ich nehme auch an, dass die ARGE den Vermieter in die Pflichten nehmen wollen wird, denke jedoch, dass die ARGE so clever sein sollte, euch dann doch zumindest bis zur Klärung der Mieter-Vermieter-Geschichte ein Darlehen für die Beschaffung neuer Möbel, Kleidungsstücke etc. zu gewähren, das je nach Ausgang entweder rückgezahlt werden muss oder umgewandelt wird in Erstausstattungsgeld (bzw. tilgungsfreies Darlehen).

Mario Nette
 

Til Gung

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#6
Ich fürchte ganz so einfach ist das Ganze nicht. Die ARGE ist erst mal außen vor, es handelt sich um ein privatrechtliches Schuldverhältnis zwischen Mieter und Vermieter.

Da hilft nur eins, Anwalt. Alles andere birgt die Gefahr Fehler zu machen. Es müssen Mängelrügen geschrieben werden, Aufforderungen der Mängelbeseitigung usw. Bei der Gelegenheit kann der Anwalt der ARGE auch Dampf wegen der angedrohten Leistungseinstellung machen. Aber um den Schaden geregelt zu bekommen muss ein Jurist ran.
 

Volker

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#7
Den letzten Teil hab ich was übersehen.

Hat die ARGE wegen den Sperre eine Anhörung anberaumt?

Erklärt das ihr die Bestätigung des Verdachts abgewartet hat.

Wohin ist denn die Mietminderung hingegangen?

Die ARGE ist kein AMT sondern ein Nichts, und gar nicht.
Rechtlicher Status völlig ungeklärt.

Volker :icon_mued:
 
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#8
Hallo Reason :icon_smile:

Was sollen wir jetzt tun?
User/in Til Gung hat Dir schon den richtigen Ratschlag gegeben.

Ich fürchte ganz so einfach ist das Ganze nicht. Die ARGE ist erst mal außen vor, es handelt sich um ein privatrechtliches Schuldverhältnis zwischen Mieter und Vermieter.

Da hilft nur eins, Anwalt. Alles andere birgt die Gefahr Fehler zu machen. Es müssen Mängelrügen geschrieben werden, Aufforderungen der Mängelbeseitigung usw. Bei der Gelegenheit kann der Anwalt der ARGE auch Dampf wegen der angedrohten Leistungseinstellung machen. Aber um den Schaden geregelt zu bekommen muss ein Jurist ran.
 
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#9
Ja. Und wenn es nicht mit dem Kredit geht, bitte erwirke einen gerichtlichen Herausgabeanspruch dieses Kredits. So bissig, wie sich die Arges meistens geben, so schnell ziehen sie den Schwanz ein, wenn ein gewiefter Richter vor ihnen steht.
 

Reason

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#10
Hallo,

ich danke Euch Allen. Ihr habt uns wirklich ein großes Stück weitergeholfen.

Wir werden jetzt als erstes einen Anwalt aufsuchen, das mit der ARGE klären wir so und der Tipp mit dem Kredit (gerichtlicher Herausgabeanspruch) wird dann notfalls in Anspruch genommen.

Wir halten Euch, die Wochen über, auf dem laufenden.
 
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