Hilfe der Tafeln ist falsch

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Ahasveru

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Hilfe der Tafeln ist falsch




Freiburg - Der Deutsche Caritasverband in Freiburg hat die Arbeit der Tafelbewegung in Deutschland scharf kritisiert.

"Die Ausgabe von Lebensmitteln allein ist nicht geeignet, die individuellen oder strukturellen Ursachen von Armut zu bekämpfen", heißt es in einem aktuellen Beschluss des Caritasvorstandes, der unserer Zeitung vorliegt. Tafeln sind gemeinnützige Organisationen, die qualitativ einwandfreie Lebensmittel, die von Händlern und Läden nicht mehr verwendet werden, sammeln und in Ausgabestellen an Bedürftige verteilen.

Weiter zum Text:
 

Bienchen

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Zitat:

"Die Tafeln versuchten, die Armut zu lindern, nicht aber ihre Ursachen zu bekämpfen. "

Dieser Aussage kann ich mich auch anschließen. Jedoch ist niemand in der Lage die Ursachen zu bekämpfen. Ein sich untereinander-helfen ist auch völlig in Ordnung. Nur kann ich nicht die Menschen verhungern lassen, bis sich mal eine Veränderung zeigt.

Die jetzt kommenden Veränderungen werden alles noch schlimmer machen.
Es wird nicht nur 1 Jahr bergab gehen., sondern noch ein 2. Jahr und vielleicht auch noch ein 3. Jahr. So schnell wie man den Karren in den Dreck gefahren hat, bekommt man ihn nicht wieder raus.

Jetzt stehen auch einige Reiche mit dem Rücken zur Wand und werden alles tun, ihren wohlstand zu halten und noch zu verbessern. Da ist ihnen jedes Mittel recht und die Unterstützung des Staates ist ihnen auch sicher. Schließlich gilt es wieterhin die Arbeitslosigkeit in der Statistik so gering wie möglich ansteigen zu lassen. Es wird bald "Arbeitsgelegenheiten" ohne Lohn oder Aufwandsentschädigung geben. Wer dann nicht hin geht, wird eingebuchtet. Nur davon kann sich auch kein Mensch Essen kaufen. Wohl dem, der wenigstens noch ein Dach über dem Kopf hat!

Armes reiches Deutschland !!!!!!!!!!
 
E

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Die Problematik geht noch weiter. Man kann das ALG II noch weiter kürzen und stattdessen Bezugsscheine und nicht nur für Lebensmittel ausgeben. Sobald Deutschland flächendeckend mit Tafeln bestückt ist, kann man dies machen und noch mehr Geld sparen.
 

Drueckebergerin

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Und die sogenannten " gGmbH " werden noch reicher, weil sie die Kopfprämie komplett einsacken können und nicht mehr den 1 OY-Jobbern einen Teil davon als Aufwandsentschädigung auszahlen müssen.....
 
E

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Das beste wäre rektale Zwangsernährung. Einlauf von Lafontaine und Ypsi mit Assistent Gysi. Natürlich nur auf Antrag.
 

HajoDF

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AW: Caritas: Hilfe der Tafeln ist falsch

Das merkt die Caritas immerhin jetzt schon?!
Offensichtlich schwimmen ihnen langsam "die Felle" (sprich Lebensmittelspenden) weg, da die Tafel inzwischen auch bei den European Foodbanks kräftig mitmischt.
la-bora - Aktuelles
 

Jenie

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AW: Caritas: Hilfe der Tafeln ist falsch

gr.... das wissen wir doch schon lange das man dem Bürger hier etwas aufzwingt was nicht gut ist.

aber die Caritas sollte mal vor ihrer eigenen türe zwecks ein euro jobber kehren... die wuseln doch genauso in dem falschen system mit.
 

ethos07

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AW: Caritas: Hilfe der Tafeln ist falsch

.... da es nun eben schon - in echt! - ganze Lehrstühle/ganze Schwerpunkte an Unis gibt, die sich ein neues Fachgebiet 'Vertafelung' zurecht gelegt haben, muss nun eben jede Institution, die was auf sozial macht, dazu ihren Senf abgeben.

Sind eigentlich die Tafeln ein so herausragend zentraler Punkt der Erwerbslosen-Ökonomie, dass sich so ein Hype dazu rechtfertigt?

Aber ev. kommt dadurch ja doch mal eine etwas kritischere Sicht zur Lebensabsicherung bei Erwerbslosigkeit insgesamt zustande?


- oder auch gerade nicht ? á la "Als richtiger Mensch wirst du nie erwerbslos, das sind nur immer irdenwie andere. Da forscht du dann düber, wie andere über Insekten...und untersuchst so etwas Merkwürdiges wie 'die Vertafelung Deutschlands'.

(Zuerst dachte ich, es handele sich bei "Vertafelung" um eine neue Architektur-Mode ;-) )
 

ethos07

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AW: Caritas: Hilfe der Tafeln ist falsch


nun ja - vielleicht besser 1 Einsicht als gar keine.
Aber die Überwindung der Armut & der Verlust sinnvoller Tätigkeitsperspektiven im eigenen Leben wird doch mit den Träger-Behelfs-Jobs (wie sie die Caritas in Hülle u. Fülle streut) noch viel nachhaltiger behindert als mit der punktuellen Alimentation.
 
E

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AW: Caritas: Hilfe der Tafeln ist falsch

Ich setze niemals Kirche mit Glaube gleich. Dies ist in nicht wenigen Fällen, so meine Meinung, gar nicht vereinbar.

Da sich jedoch immer wieder gerade die Kirche und ihren angeschlossenen Institutionen berufen fühlt, in sich selbst die Verkörperung der Lehre Jesu Christi zu sehen, möchte ich behaupten dass sie dann ja das einfachste Instrument überhaupt in der Hand haben, die Armut zu bekämpfen:

1. Psalm 82, Vers 3

Verteidigt die Armen und die Waisenkinder, verschafft Wehrlosen und Unterdrückten ihr Recht!

2. Sprüche 17, Vers 5

Wenn du die Armen verspottest, beleidigst du ihren Schöpfer; über das Unglück anderer freut sich niemand ungestraft.

und letztlich Markus 10, Vers 21:

»Eines fehlt dir: Geh, verkauf alles, was du hast, und gib das Geld den Armen, so wirst du bei Gott einen unverlierbaren Besitz haben. Und dann komm und folge mir!«

Tja, würde dies den wohlhabenden und reichen "Schäfchen" der Kirche mal richtig erklärt, vielleicht täte sich dann so manches Herz auf und wir hätten einige Kämpfer an unserer Seite? Aber leider ist ja meines Erachtens Kirche nicht gleich zu setzen mit Glauben.
 

Emma13

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AW: Caritas: Hilfe der Tafeln ist falsch

Ich setze niemals Kirche mit Glaube gleich. Dies ist in nicht wenigen Fällen, so meine Meinung, gar nicht vereinbar.

Da sich jedoch immer wieder gerade die Kirche und ihren angeschlossenen Institutionen berufen fühlt, in sich selbst die Verkörperung der Lehre Jesu Christi zu sehen, möchte ich behaupten dass sie dann ja das einfachste Instrument überhaupt in der Hand haben, die Armut zu bekämpfen:

1. Psalm 82, Vers 3



2. Sprüche 17, Vers 5



und letztlich Markus 10, Vers 21:



Tja, würde dies den wohlhabenden und reichen "Schäfchen" der Kirche mal richtig erklärt, vielleicht täte sich dann so manches Herz auf und wir hätten einige Kämpfer an unserer Seite? Aber leider ist ja meines Erachtens Kirche nicht gleich zu setzen mit Glauben.

:icon_daumen: - Grüße - Emma
 

Bienchen

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AW: Caritas: Hilfe der Tafeln ist falsch

Diese Thema gibt es 2 x !!!!!
 

Faust

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AW: Caritas: Hilfe der Tafeln ist falsch

Die Tafeln gehören abgeschafft.
Schon der erste Kommentar zum Artikel macht mich sehr betroffen. Fremdenhass und das Treten auf die noch Schwächeren:

Zitat Lesermeinungen:

14.12.2008 14:15
Autor: Internetcafe

Also wenn ich sehe wie Migrantenüberzogen Stuttgart
mittlerweile ist wird ein schlecht.
Und durch Hartz4 läßt es sich
ja prima leben.

Die Jobcenter sind die Versager
ich habe dort mal als Hausmeister arbeiten müssen und so einiges mitgekriegt (Schwaben halt ) :)
Also Bewerbungen werden überhaupt nicht
überprüft so lassen sich Fehler problemlos
"einschmuggeln" statt das "center" mal die ein oder andere -nach der Kontrolle"-wegschikt um auch sicher zu gehen das
diese ohne Fettflecke und Knicke
ankommt...nix.
Es ist auch eine Schande das diese
schmarotzer alles in den .....geblasen kriegen.
In Baden Würtemberg gibt es GENUG arbeit.
Es ist halt einfacher davonzulaufen als man denkt.
Und dann noch sie mit Lebensmitteln fast Gratis zu versorgen ist echt der Gipfel.
Die Menschen in Afrika haben es nötiger
als die übersättigten Hartzis ind Stuttgart.
Man sieht es in den Statd teilen leider schon überall nur rumlungern und Schmarotzen.
Echt krass was aus der einst schönen Stadt geworden ist..

Leider keine Einzelmeinung mehr.
Erlebt bei Plus-Markt:
Kasse, lange Schlange, jemand fragte, ob eine neue Kasse aufgemacht werden kann...
Antwort der Kassiererin: Du bekommst Hartz IV, du hast ja wohl Zeit zu warten...!

Ja, Divide et Impera klappt ja prima.

Kapitalismus: Jeder gegen jeden,der Schwächere unterliegt.

Faust !
 

Kaleika

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AW: Caritas: Hilfe der Tafeln ist falsch

Im Laufe der letzten Monate habe ich persönlich auch meine Meinung in diese Richtung verändert, weil ich verstanden habe, dass es nicht mehr einfach nur darum gehen darf, unmittelbare Not zu lindern, sondern dass die Politik nicht aus der Verantwortung genommen werden darf, die Grundsicherung dahingehend zu verändern, dass die Hilfebedürftigen keine Bittsteller in Schlangen und Bezugsscheinen werden, sondern die notwendigen Mittel dazu erhalten müssen, um ebenso normal einkaufen zu können, wie andere Bürger auch!

Es muss endlich aufhören, dass Erwerbslose wegen ihrer Situation individuell an den Pranger gestellt werden, anstatt das gesellschaftliche Problem zu realisieren, dass es nun nicht mehr Arbeit für alle geben kann und wird!

Kaleika
 

Jenie

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Leider keine Einzelmeinung mehr.
Erlebt bei Plus-Markt:
Kasse, lange Schlange, jemand fragte, ob eine neue Kasse aufgemacht werden kann...
Antwort der Kassiererin: Du bekommst Hartz IV, du hast ja wohl Zeit zu warten...!

??? Woher weis sie das den... sie nimmt sich das recht so zu sprechen??? ich glaube ich hätte ihr rechts und Links eine hinter die Löffeln gehauen
 

Jenie

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AW: Caritas: Hilfe der Tafeln ist falsch

Im Laufe der letzten Monate habe ich persönlich auch meine Meinung in diese Richtung verändert, weil ich verstanden habe, dass es nicht mehr einfach nur darum gehen darf, unmittelbare Not zu lindern, sondern dass die Politik nicht aus der Verantwortung genommen werden darf, die Grundsicherung dahingehend zu verändern, dass die Hilfebedürftigen keine Bittsteller in Schlangen und Bezugsscheinen werden, sondern die notwendigen Mittel dazu erhalten müssen, um ebenso normal einkaufen zu können, wie andere Bürger auch!

Es muss endlich aufhören, dass Erwerbslose wegen ihrer Situation individuell an den Pranger gestellt werden, anstatt das gesellschaftliche Problem zu realisieren, dass es nun nicht mehr Arbeit für alle geben kann und wird!

Kaleika

Schade das die Menschen das immer noch nicht begriffen haben. Aber du hast recht es muss aufhören und zwar schleunigst.
 
E

ExitUser

Gast
Allerdings ist aus dem Blickwinkel betrachtet auch die Hilfe der Initiativen falsch, denn so wird verhindert, daß die betroffenen Menschen die tatsächliche Brutalität dieser verbrecherischen Gesetze zu spüren bekommen und so keinen Grund sehen aktiv dagegen vorzugehen. Einige tausend aktiver Helfer blockieren mit gutem Willen die verändernde Macht von Millionen.

Nur zu oft habe ich zu hören bekommen, daß man selbst ja nichts unternehmen könne und es würde ja Leute wie mich geben, die das erledigen. Das kann es nun wirklich nicht sein. Für mich selbst kann ich nur sagen, daß meine Kräfte ziemlich am Ende sind und ich wohl noch einen Sommer wie den letzten nicht mehr überleben werde. Und wer unterstützt die Aktiven dort, wo sie selbst nicht mehr können?

Es ist schwer hier ein sinnvolles Gleichgewicht zu finden. Aber viele versuchen es nicht einmal.
 
R

Rounddancer

Gast
Das Problem ist halt, daß zwar eine Mehrheit merkt, daß es vielen schlecht geht,- aber die weitüberwiegende Zahl dieser befragten Menschen sagt auch, daß sie selbst gut klar- und auskommen, persönlich zufrieden sind.
Diese Mehrheit hat noch auskömmliche Arbeitsplätze, und die meisten Rentner und Pensionäre haben gute Renten, die in den Grenzbereichen haben sich arrangiert.
"Glücklich ist, wer vergißt, was halt nicht zu ändern ist ..." (aus: Die Fledermaus)

Trotzdem, daß es nominal viel zuviele sind, die keine Arbeit, prekäre Arbeit, miese Rente zu erwarten haben,- aufs ganze Volk gesehen sind sie, sind wir eine Minderheit. Und viele haben sich auch damit arrangiert.
"Glücklich ist, wer vergißt, ..."

Aber ohne Mehrheit ist alles nichts.

Klar, daß die Obrigkeit vieles dazu tut, daß auch diese Minderheit noch diversifiziert wird.
So hat man die langen Schlangen in den Arbeitsämtern fast überall abgeschafft,- Bestellpraxis eingeführt. Kein Effekt mehr, den Nachbarn, den alten Kollegen, ja, den Bekannten oder gar Verwandten mehr in der Schlange zu treffen. Keine Chance mehr, mal im vollen Wartezimmer zu sagen: "Leute, mal herhören: "Laßt uns beraten, den Kampf gegen die Mächtigen vorbereiten dann und da da und dort ...".
Nein, zu Arbeitsamt und Jobcenter schlüpft man heute diskret, mit hochgezogenem Mantelkragen hinein, wie sonst in den Sexshop, ins Dominastudio oder Bordell, just in time.

So gesehen sind die "Tafeln" noch einer der wenigen Punkte, wo arme Menschen noch zusammentreffen, Schlange stehen, warten müssen.
Doch auch da hofft jeder, daß wenn er drankommt, noch ein paar gute Sachen da sind ...
 

Rote Socke

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So gesehen sind die "Tafeln" noch einer der wenigen Punkte, wo arme Menschen noch zusammentreffen, Schlange stehen, warten müssen.
Doch auch da hofft jeder, daß wenn er drankommt, noch ein paar gute Sachen da sind ...

Ich möchte noch ein wenig vertiefen.
Diese Menschen die da stehen sagen dann noch:

Ich/wir können doch eh nix machen.
Ich bin froh das es sowas wie die Tafel gibt.
Und, die Hand, die einem füttert beißt man nicht.
:icon_eek:
 
R

Rounddancer

Gast
Ist nur menschlich. Wie auch schon Bert Brecht in seiner Drei-Groschen-Oper formulierte: "Erst kommt das Fressen, dann die Moral!"
 
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