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Stef86

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#1
Hi Leute!

Hab mal ne Frage an alle.
Mir wurde heute beim Agentur-Termin gesagt das ich von jetzt an im Pc als bundesweit einsetzbar gelte.
Gibt es da irgendwelche Rechte, die es mir möglich machen nicht alles mögliche annehmen zu müssen??

Hoffe es kann mir jemand weiterhelfen.

( So ein Besuch beim Arbeitsamt zerrt immer total an mir. Man kommt sich so ausgeliefert vor. Kannst dich bewerben wie du willst, wennst nichts findest endet es nur damit das die Agentur dir lächerliche Vermittlungsvorschläge macht und du nur noch den Kopf schütteln kannst. Aber was will man machen, man muss sich ja bewerben und wennst Pech hast musst auch noch hingehen. Ich bin nicht arbeitsfaul! Schreibe monatlich zwischen 10 und 20 Bewerbungen. Aber ich will nunmal nicht mein schönes Bayern verlassen :) )
 

B. Trueger

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#3
Wenn ich das lese, kommen mir an dieser Bemerkung leichte Zweifel. Was stört Dich daran, außerhalb Deines Bundeslandes zu arbeiten?

Vielleicht, weil er kein Wanderarbeiter sein will und dahingehend Prioritäten setzt. Ein Jahresvertrag in Hessen, einer in Thüringen, einer in Hamburg? Oder was soll das nachher werden?

Sind wir nun schon zu den Nomaden zurückentwickelt? Und die Thüringer Elos gehen dann nach Bayern, die Hamburger nach Thüringen usw. Ne is klar.
 

Kalkulator

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#4
Bundesweit einsetzbar heißt noch lange nicht, dass man bundesweit sehnsüchtig auf deine Arbeitskraft wartet. Sieh es locker, woanders gibt es auch genug Arbeitslose. Oder hast Du eine spezielle Ausbildung?
 

Hexe45

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#5
Wenn ich das lese, kommen mir an dieser Bemerkung leichte Zweifel. Was stört Dich daran, außerhalb Deines Bundeslandes zu arbeiten?
Behalte mal deine Zweifel lieber für dich. Er lebt in Bayern( niedrigste Arbeitslosenquote) und nicht im Vogtland--also erst denken bevor du hier Menschen verunglimpfst.
 

galigula

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#6
Umzüge in Wohnorte ausserhalb des zumutbaren Pendelbereichs sind für ALG II Empfänger"in der Regel zumutbar",es sei denn ein wichtiger Grund steht dem entgegen.
Ein wichtiger Grund kann sich insbesondere aus familieren Bindungen ergeben.
Die besondere Lage von Ehe-und Lebenspartnern,Kindern,pflegebedürftigen Angehörigen usw. kann einen Umzug unzumutbar machen.Ebenso das Alter,der Gesundheitszustand oder ortsgebundene Aktivitäten(Ehrenamt)
Quelle : Leitfaden ALG II / Sozialhilfe
 

ethos07

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#8
Den wichtigen Grund kann ich hier bisher nicht erkennen. Aus seinem Bundesland nicht wegziehen zu wollen, nun, das dürfte schwer werden als einziger Grund.
Na, was bist denn du für einer ... :icon_neutral:
- Wir sind hier ein Selbsthilfeforum für Alg2-Empfänger und nicht für willfährige Schafe oder ARGe-Hilfsscherffis..

Es hat noch jeder ein menschliches Recht, nicht wie ein flüchtendes Reptil in der Gegend herumgescheucht zu werden, sonder in seiner angewurzelten Umgebung zu bleiben.
Zumal es mittelerweile auch so idiotische Maßnahmen gibt, die nur das Umziehen ihrer Erwerbslosen an sich , von einer Ecke Deutschlands in die andere als lukratives Geschäft
entdeckt haben...ohne dass es dort dann mehr als nur eine kurzfristig inszenierte Zeitarbeitsstelle gäbe....
 

kleine

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#10
Also, ich habe nie Vermittlungsvorschläge für ein anderes Bundesland bekommen. Nichtmal für Hamburg. Kann es sein, dass du dir da einen zu großen Kopf machst?
 
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#11
nicht wie ein flüchtendes Reptil in der Gegend herumgescheucht zu werden, sonder in seiner angewurzelten Umgebung zu bleiben.
Offensichtlich willst Du mich falsch verstehen, deshalb nochmal: ich bin nicht der Meinung, dass jemand herumgescheucht werden muss, es geht darum, dass der TE auch mal auf die Idee kommt, sich außerhalb des angestammten Erfahrungsbereichs zu bewerben. Und in seinem Bundesland bleiben zu wollen, ist nach den Regeln nun mal nicht vorgesehen. Im übrigen wird eins mit Sicherheit passieren: wenn er das nicht irgendwann selbst tut (und damit die Möglichkeit wahrt, einen Job nach eigenem Geschmack zu bekommen), dann wird vielleicht irgendwann die Arbeitsverwaltung auf die Idee kommen, ihm einen Job vorzusetzen. Und dann ist es vorbei mit eigenem Geschmack.
 
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#12
Mit wachsendem Fortschritt innerhalb bestimmter Themen wird es für einige Teilnehmer immer schwerer, bei der Sache zu bleiben. Dann greifen sie lieber Personen an. Geht allerdings völlig daneben, dieser Versuch, allein schon deshalb, weil mich hier niemand kennt. Auch Du nicht.
...ein besserer Arbeitsloser. Zumindest hält er sich für einen solchen.
Falsch. Mittlerweile kein Arbeitsloser mehr. Und weißt Du warum? Weil ich trotz meines Alters von fast 60 noch auf die Idee gekommen bin, mich außerhalb Deutschlands zu bewerben (und dort angenommen zu werden).
Jemand, der springt, wenn ihm jemand sagt, er soll springen.
Wenn ich so ein Typ wäre, dann wäre in meinem Leben sicher das Eine oder Andere einfacher gewesen. War es aber nicht.
 

Kalkulator

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#13
Zumal es mittelerweile auch so idiotische Maßnahmen gibt, die nur das Umziehen ihrer Erwerbslosen an sich , von einer Ecke Deutschlands in die andere als lukratives Geschäft
entdeckt haben..
Kenn ich, Teilprojekt "Mobilität für Ü50", da lernt man wieder, dass man sich auch mit Bus und Bahn fortbewegen kann.:icon_kotz:
 

Hexe45

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#14
Offensichtlich willst Du mich falsch verstehen, deshalb nochmal: ich bin nicht der Meinung, dass jemand herumgescheucht werden muss, es geht darum, dass der TE auch mal auf die Idee kommt, sich außerhalb des angestammten Erfahrungsbereichs zu bewerben. Und in seinem Bundesland bleiben zu wollen, ist nach den Regeln nun mal nicht vorgesehen. Im übrigen wird eins mit Sicherheit passieren: wenn er das nicht irgendwann selbst tut (und damit die Möglichkeit wahrt, einen Job nach eigenem Geschmack zu bekommen), dann wird vielleicht irgendwann die Arbeitsverwaltung auf die Idee kommen, ihm einen Job vorzusetzen. Und dann ist es vorbei mit eigenem Geschmack.
Das liest sich schon anders als dein erstes Post. Dennoch, in Bayern siehts in der Regel mit Jobs besser aus als anderswo.
Wär ich betroffen, ich würde nur bei einem guten Angebot in ein anderes Bundesland ziehen bzw weiter weg ziehen.
Aber nicht für einen Leihjob von Bayern nach Hamburg.
Und ein Gefühl sagt mir das ein SB vielleicht so etwas vorhat.

Umzug muß Sinn machen und meines Erachtens sollte man niemand zwingen, daß liegt nicht jedem.
Ich bin in meinem Leben viel umgezogen, mir machte es nicht viel aus. Aber jetzt möchte ich es ehrlich gesagt auch nicht mehr. Wär ich arbeitslos, ich würde nur bei einer sehr guten Alternative umziehen.
LG
Hexe
 
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#15
Also, ich habe nie Vermittlungsvorschläge für ein anderes Bundesland bekommen. Nichtmal für Hamburg.
Die sind ja noch nicht mal in der Lage, Dir Vermittlungsvorschläge für ein Nachbarland von Deutschland zu schicken, wenn Du ausdrücklich darum bittest. Bei mir war es so, dass ich mich ausdrücklich auf die Liste für Holland habe setzen lassen, und da sind dann mal drei bis vier Vorschläge gekommen, und dann haben sie die Lust oder die Enerige oder beides verloren.
Kann es sein, dass du dir da einen zu großen Kopf machst?
ich würde mir überhaupt keinen Kopf machen. lohnt sich nicht. Stattdessen die eigene Trägheit mal überwinden und für sich selbst einfach ausprobieren, was möglich ist. So weit weg von Bayern ist z. B. Österreich nicht. Und Deutsch wird da auch noch gesprochen.
 

Til Gung

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#16
Hochverklärter ExArbeitsloser, bist du schon mal auf die Idee gekommen, dass es nicht sinnvoll sei kann, dass jemand von Bayern an die Küste zu einer ZAF für 5 Monate vermittelt wird und dann nach Hessen?

Dort warten nämlich auch haufenweise Arbeitslose mit der gleichen Qualifikation. Aber die müssen dann nach Bayern, damit die Bilanz stimmt.

Meinst du eigentlich, dass du die Berechtigung hast andere als arbeitsscheu hinzustellen?

Bist du die heimliche Ethikkommission des ELO Forums, dann verzeih wenn ich die Weisheit deiner Worte anzweifle.

Ansonsten stelle ich fest dass du er erste in diesem Thread bist der persönlich wurde.

Zitat:
Zitat von Stef86

Ich bin nicht arbeitsfaul

leichte Zweifel. Was stört Dich daran, außerhalb Deines Bundeslandes zu arbeiten?
 
E

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#17
Den wichtigen Grund kann ich hier bisher nicht erkennen. Aus seinem Bundesland nicht wegziehen zu wollen, nun, das dürfte schwer werden als einziger Grund.
Dann bist du blind.

Ich würde den Teufel tun, mein soziales Umfeld zu verlassen. Kannst du garantieren, dass, wenn der Schreiber in ein anderes Bundesland zieht, er dort die Probezeit übersteht und nicht schon wieder arbeitslos wird? Dann müsste er nach deiner Logik schon wieder in ein anderes Bundesland ziehen, sein neues, soziales Umfeld wieder aufgeben u.s.w.

Ein wichtiger Grund, um in seinem Bundesland zu bleiben ist das familiäre und das soziale Umfeld.

Davon einmal abgesehen wüsste ich nicht, dass eine Umzugspflicht in ein anderes Bundesland für Erwerbslose besteht.
 
E

ExitUser

Gast
#18
Wenn ich das lese, kommen mir an dieser Bemerkung leichte Zweifel. Was stört Dich daran, außerhalb Deines Bundeslandes zu arbeiten?
Was hat das nicht umziehen wollen mit Faulheit zu tun? Dreister geht es ja wohl kaum oder warum werden wieder solche Klischees bedient. Nicht zu fassen ...
 
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#19
Das ist schon der Knackpunkt. Daher sollte man sich auch gut überlegen, wie man seine Arbeit macht, damit nicht so was wie "ständiges Umziehen" passiert. Und in der Tat ist es immer besser, das familliäre Umfeld zu verlassen und nur noch mal hin und wieder zu Besuch bzw. zur Pflege zu kommen.
Ich bin so ein Fall. Ich bekomme einfach keine Stellen, weil ich mich nicht weiter als 75 Kilometer mit meinen Bewerbungen "wage".
 
E

ExitUser

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#20
Das liest sich schon anders als dein erstes Post. Dennoch, in Bayern siehts in der Regel mit Jobs besser aus als anderswo.
Wär ich betroffen, ich würde nur bei einem guten Angebot in ein anderes Bundesland ziehen bzw weiter weg ziehen.
Aber nicht für einen Leihjob von Bayern nach Hamburg.
Und ein Gefühl sagt mir das ein SB vielleicht so etwas vorhat.

Umzug muß Sinn machen und meines Erachtens sollte man niemand zwingen, daß liegt nicht jedem.
Ich bin in meinem Leben viel umgezogen, mir machte es nicht viel aus. Aber jetzt möchte ich es ehrlich gesagt auch nicht mehr. Wär ich arbeitslos, ich würde nur bei einer sehr guten Alternative umziehen.
LG
Hexe
wer hat Dir denn dieses Märchen erzählt?
 

catwoman666666

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#21
Ist gar nicht so einfach mit der bundesweiten Mobilität. Fahrten zu Vorstellungsgesprächen müssen übernommen werden. Eine Zusage zu den Reisekosten ist zwingend vor Reiseantritt zu gewähren.
Eine Unterkunft muß gefunden und bezahlt werden. Wochenendenheimfahrten sind zu übernehmen. Und wenn die Probezeit überstanden ist und ein unbefristeter Arbeitsvertrag winkt, muß ein Umzug mit sämtlichen dazugehörigen Kosten übernommen werden. Und wenn das Gehalt nicht stimmt, muß trotz allem noch aufgestockt werden.
 
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#22
Ist gar nicht so einfach mit der bundesweiten Mobilität.
Stimmt. Und deshalb wird das nicht so oft passieren, wie der TE für sich selbst befürchtet. Trotzdem bleibe ich dabei: umgucken schadet nicht, und die Beweglichkeit, (zumindest) als Alleinstehender sein gewohntes Umfeld zu verlassen, die muss man heute einfach erwarten können. Denn es gibt ja schließlich eine Mitwirkungspflicht.
 
E

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#23
Hi Leute!

Hab mal ne Frage an alle.
Mir wurde heute beim Agentur-Termin gesagt das ich von jetzt an im Pc als bundesweit einsetzbar gelte.
Gibt es da irgendwelche Rechte, die es mir möglich machen nicht alles mögliche annehmen zu müssen??

Hoffe es kann mir jemand weiterhelfen.

( So ein Besuch beim Arbeitsamt zerrt immer total an mir. Man kommt sich so ausgeliefert vor. Kannst dich bewerben wie du willst, wennst nichts findest endet es nur damit das die Agentur dir lächerliche Vermittlungsvorschläge macht und du nur noch den Kopf schütteln kannst. Aber was will man machen, man muss sich ja bewerben und wennst Pech hast musst auch noch hingehen. Ich bin nicht arbeitsfaul! Schreibe monatlich zwischen 10 und 20 Bewerbungen. Aber ich will nunmal nicht mein schönes Bayern verlassen :) )
Ich würde dann im konkreten Fall noch einmal genau übelegen, ob es auch wirklich Sinn macht oder ob du dir einen Ortswechsel überhaupt vorstellen kannst, aber es ist ja wohl nicht so, dass jetzt auf einmal massenweise Angebote aus anderen Bundesländern auf dich einprasseln. Zwingen kann einen so leicht keiner, sein Umfeld zu wechseln.
 

ShankyTMW

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#24
Das liest sich schon anders als dein erstes Post. Dennoch, in Bayern siehts in der Regel mit Jobs besser aus als anderswo.
Das ist nur die öffentliche Statistik. In wirklich keit gehts hier ganz anders zu.
Wär ich betroffen, ich würde nur bei einem guten Angebot in ein anderes Bundesland ziehen bzw weiter weg ziehen.
Aber nicht für einen Leihjob von Bayern nach Hamburg. Und ein Gefühl sagt mir das ein SB vielleicht so etwas vorhat.
DAs muß er gar nicht. Bayern ist laut meinem Bauchgefühl, aber ich Denk auch von der Statistik her gerade das Bundesland mit den meisten Leiharbeitsfirmen überhazupt. Die meisten davon sogar noch nach Christlichen AMP Tarif, die sogar Bundesweit agieren.

Die Finanz- und Wirtschaftskreise hat allerdings hier besonders gut gewütet, so mancher ist davon in die Arbeitslosigkeit getrieben worden um von dn SBs/FMs der BA/ARGEn weiter in diverse Kurse gesteckt zu werden um wenigstens die Statistik nicht ganz so grausam ausschauen zu lassen. Erst jetzt kommt die ein oder andere Leihbude wieder aus den Löchern gekrochen und die Zeitungen sind neben Bürojobs nur noch gefüllt mit 400 EUR Jobs. Also so weit her ist es mit den Stellen hier wirklich nicht.

Umzug muß Sinn machen und meines Erachtens sollte man niemand zwingen, daß liegt nicht jedem.
Ja, genau das. Ganz zu schweigen davon das ein Umzug auch Geld koatet das Du asl ALG2 Empfänger udn Arbeiter in einer Leihbude gar nciht zur Verfügung hast. Klar, beantragen kann mans natürlich beim Amt. Aber ob das reicht? Und dann kommt noch der Knackpunkt mit Familie/Freunde/Bindungen die man dann so aufgeben muß.

...Wär ich arbeitslos, ich würde nur bei einer sehr guten Alternative umziehen.
Genau das - aber nciht um von Leihbude zu Leihbude zu ziehen. Das macht keinen Sinn.
 

catwoman666666

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#26
Ja, genau das. Ganz zu schweigen davon das ein Umzug auch Geld koatet das Du asl ALG2 Empfänger udn Arbeiter in einer Leihbude gar nciht zur Verfügung hast. Klar, beantragen kann mans natürlich beim Amt.
Keine Bewilligung - kein Umzug
 

Merkur

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#27
Wenn Arbeitslose ständig von Bundesland zu Bundesland umziehen müssen nur weil man den neuen Job mal so wieder 1 bis 2 Jahre hat und wieder umziehen muss so macht der Staat mehr minus als wenn sie bei H4 was zu legen und die Leute in ruh lassen.
 
E

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#28
...So weit weg von Bayern ist z. B. Österreich nicht...
Warum wurde der Mensch sesshaft?

[...] Musste der Urmensch vergangener Zeiten seine Lager je nach Bedingungen wie Klima und Nahrungsangebot wechseln und umherziehen, wurden viele Steinzeitmenschen nun sesshaft. Sie begannen sogar, Nahrungsvorräte anzulegen. Diese Entwicklung, aus der eine neue Kultur entstand, wird auch "Neolithische Revolution" genannt.

Die Menschen bauten Hütten und später auch Steinhäuser. Es entstanden nach und nach Siedlungen, in denen sie in immer größeren Gruppen zusammenlebten. Gemeinsam arbeiteten die Menschen daran, ihren Lebensraum zu vergrößern, bessere Bedingungen zu schaffen, Probleme zu bewältigen und neue Techniken zu entwickeln. [...] Der Mensch strebte nach einem immer besseren und reicheren Leben.
Sesshaftigkeit und Zivilisation:cool:
 

Stef86

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#30
Wenn ich das lese, kommen mir an dieser Bemerkung leichte Zweifel. Was stört Dich daran, außerhalb Deines Bundeslandes zu arbeiten?
Was mich daran stört?
Einer hier hat es richtig geschrieben, mein soziales Umfeld zu verlassen kommt für mich nicht in Frage.
Kanns verstehen wenn man weit abgelegend wohnt mit ner Einwohnerzahl von 5 oder so. Dann weiß man aber selber das das wohl unvermeidlich ist.
Aber, es ist nun mal so das manche Menschen ihre Familie um sich brauchen, sei es Mutter, Vater usw. Das wird vielleicht häufig als zu sensibel empfunden oder so benannt, aber das ist doch bei der ganzen Diskussion auch das Problem, weil der persönliche Fall oft total egal ist. Du bist ledig, gesund, also was bist du dann. Ein Spielball der da rumgeschossen wird. Man ist eine Nummer unter vielen. Und wenn ich höre das einen dann jemand als arbeitsscheu bezeichnet könnt ich ausrasten!!:icon_neutral:, wer gibt einem das Recht dazu über wen zu urteilen, bloß weil ihm seine Beweggründe nicht passen. (ausser man sagt direkt ne, ich hab keinen Bock.) Bin gelernter Einzelhandelskaufmann, Fachbereich Tonträger. Hier in meinem Gebiet gibts da nicht viel Angebote, und wenn doch, dann minijobs. Wo ich mir wieder denk was soll da den von aufbauen im Leben!?
Aber ok, das war genug:icon_smile:. Ich dank allen für ihre Beiträge und Meinungen. Und denen die mir arbeitsscheue unterstellen, man sollte erst den Menschen kennen bevor man über ihn Urteilt. Hey, ihr würdet gut ins Arbeitsamt passen. Bewirbt euch! Arbeitslose sind faul!, mit der Meinung habt ihr ne chance!:icon_kotz:
 

gerda52

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#31
arbeitslos47533 sagte :
Denn es gibt ja schließlich eine Mitwirkungspflicht.
Wobei? Beim Grundgesetzabbau? Auf welcher Seite stehst Du eigentlich?

 
E

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#32
Nun ja Gerda,

diese Mitwirkungspflicht gibt es und wir können sie jetzt nicht wegdiskutieren oder gar löschen.

Es kommt letztlich darauf an, wie damit umgegangen wird.
 
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#33
Wo ist bitte der Sinn dahinter, arbeitslose Personen quer durch das Bundesgebiet zu vermitteln, wenn sie nicht gerade eine Qualifikation haben die eher selten ist.
Man wird für einen Job als Bürokraft, Verkäuferin, oder Klempner ja wohl eine adäquat qualifizierte arbeitslose Person vor Ort für die Stelle finden...

Es gibt auch in München mit dem so hochgelobten Arbeitmarkt durchaus genug Leute die auch da kaum einen Job finden. Muss man jetzt Leute aus Münster, Plattlingen und sonstwoher dazu nötigen hier herzuziehen weil hier eine Stelle frei ist?????????????
 
E

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#34
Ich erkenne den Sinn ja auch nicht. :icon_smile:

Nur leider ist dies so :icon_neutral: und wir können ad hoc nicht das SGB komplett kippen, sondern zur Zeit nur versuchen damit umzugehen.
 

gerda52

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#35
Canigou sagte :
Nun ja Gerda,

diese Mitwirkungspflicht gibt es und wir können sie jetzt nicht wegdiskutieren oder gar löschen.

Meine Antwort bezog sich nicht auf den gelöschten Beitrag, sondern auf #21. Die Mitwirkungspflicht hört da auf, wo Grundrechte verletzt werden. Einen moralischen Zeigefinger sowie Nachgeplapper von Mainstream brauchen wir hier nicht.

Es gibt genügend Menschen, die es für sich vollkommen in Ordnung finden, sich Deutschland-, Euroapa- oder auch Weltweit zu bewerben. Muss man daraus das Maß aller Dinge machen? Nicht jeder ist für ein Nomadenleben geboren und das ist auch gut so.

Es kommt letztlich darauf an, wie damit umgegangen wird.
:icon_klatsch:
 

ela1953

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#36
Kenn ich, Teilprojekt "Mobilität für Ü50", da lernt man wieder, dass man sich auch mit Bus und Bahn fortbewegen kann.:icon_kotz:
Kenn ich von einer Bekannten. Weil sie kein Auto hat und alles mit dem Bus macht, wurde sie und noch eine ü 50jährigen "an die Hand" genommen.

Mit Betreuer durfte sie mit dem Zug fahren. Sie sah es locker, denn sonst von ALG II hätte sie sich die Zugfahrt nicht leisten können.
 
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#39
Und was den gelöschten Beitrag angeht: hat der bei Dir einen Nerv getroffen, oder warum musstest Du den löschen? Meinungsvielfalt könnt Ihr hier stellenweise anscheinend nur schwer ertragen, oder zumindest nur in eine Richtung. In die andere Richtung dürfen es auch schon mal Dreckschweine und anderes Getier sein, das findet dann allerorten Beifall.
 
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#41
Ich werde das blöde Gefühl nicht los, Du glaubst den Unsinn wirklich, den Du hier vorträgst. Na gut, jedem Tierchen sein Pläsirchen, und dir dann eben Deinen Glauben, dass das Grundgesetz Deine Meinung unterstützt. Das Nächste, was Du dann rausfindest, ist wahrscheinlich das grundgesetzlich verbriefte Recht auf rot-blau gestreifte Socken am Samstagnachmittag um 17.24.
 

gerda52

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#42
Und was den gelöschten Beitrag angeht: hat der bei Dir einen Nerv getroffen, oder warum musstest Du den löschen? Meinungsvielfalt könnt Ihr hier stellenweise anscheinend nur schwer ertragen, oder zumindest nur in eine Richtung.

Und Dir fällt es offensichtlich schwer, andere Meinungen zu akzeptieren. Das beweist Du damit, dass Du immer wieder nachlegst. Du gehs in keinster Weise auf Gegenargumente ein, hast nur den Willen, zu bekehren.

In die andere Richtung dürfen es auch schon mal Dreckschweine und anderes Getier sein, das findet dann allerorten Beifall.
Da bist Du bei mir an der falschen Adresse.
 

FAR2009

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#43
Ein altes Sprichwort sagt:
Dreimal umgezogen ist einmal abgebrannt.


@arbeitslos47533

Nicht alles, das menschliche Grund-Bedürfnisse und Grund-Rechte ausmacht, ist auch zwingend im Grundgesetz verankert.


Friedrich Martin von Bodenstedt
Wohl oft fand ich, was Aug' und Herz ergötzte, doch nie, was meine Heimat mir ersetzte!
 

gerda52

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#44
Das Nächste, was Du dann rausfindest, ist wahrscheinlich das grundgesetzlich verbriefte Recht auf rot-blau gestreifte Socken am Samstagnachmittag um 17.24.
Ein sehr gutes Beispiel. :biggrin: Wer sollte mir das Tragen der Socken denn streitig machen?
 

gerda52

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#46
canigou sagte :
Dann lese noch einmal Deinen Beitrag #31.
Meinst Du, weil ich nur den letzten Satz des Beitrags zitiert habe? Dieses Schlusswort war das einzig Störende am ganzen Beitrag. :icon_twisted:

Natürlich weiß ich, dass ich gewisse Mitwirkungspflichten habe und die entsprechenden Passagen im SGB sind mir auch bekannt. Das heißt aber nicht, dass ich deshalb sämtl. persönlichen Ziele über Bord werfen lasse, nur damit die Agentur vor Ort ihre Statistik verbessern kann. Und gegen Scheinbewerbungen habe ich immer noch etwas, das lässt sich wahrscheinlich auch nicht mehr ausmerzen. :icon_pause:
 

behinderte

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#49
@ arbeitslos 47533
ich weiß nicht, wes geistes kind du bist, aber das was ich bisher von dir lesen konnte, au weia, aa oder jc befehle mir zu springen und ich frage maximal noch wie weit oder hoch. wer so willfähig ist wie du, deutscher michel eben.

ich glaube du bist ein TROLL, echt betroffene würden solchen unsinn, wie du ihn von dir gibst niemals posten.

sorry, liebes forum, daß mußte ich loswerden.

behinderte
 

Mischa

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#50
Was mich daran stört?
Einer hier hat es richtig geschrieben, mein soziales Umfeld zu verlassen kommt für mich nicht in Frage.
Kanns verstehen wenn man weit abgelegend wohnt mit ner Einwohnerzahl von 5 oder so. Dann weiß man aber selber das das wohl unvermeidlich ist.
Aber, es ist nun mal so das manche Menschen ihre Familie um sich brauchen, sei es Mutter, Vater usw. Das wird vielleicht häufig als zu sensibel empfunden oder so benannt, aber das ist doch bei der ganzen Diskussion auch das Problem, weil der persönliche Fall oft total egal ist. Du bist ledig, gesund, also was bist du dann. Ein Spielball der da rumgeschossen wird. Man ist eine Nummer unter vielen. Und wenn ich höre das einen dann jemand als arbeitsscheu bezeichnet könnt ich ausrasten!!:icon_neutral:, wer gibt einem das Recht dazu über wen zu urteilen, bloß weil ihm seine Beweggründe nicht passen. (ausser man sagt direkt ne, ich hab keinen Bock.) Bin gelernter Einzelhandelskaufmann, Fachbereich Tonträger. Hier in meinem Gebiet gibts da nicht viel Angebote, und wenn doch, dann minijobs. Wo ich mir wieder denk was soll da den von aufbauen im Leben!?
Aber ok, das war genug:icon_smile:. Ich dank allen für ihre Beiträge und Meinungen. Und denen die mir arbeitsscheue unterstellen, man sollte erst den Menschen kennen bevor man über ihn Urteilt. Hey, ihr würdet gut ins Arbeitsamt passen. Bewirbt euch! Arbeitslose sind faul!, mit der Meinung habt ihr ne chance!:icon_kotz:
Hallo Stef,

also ich glaube nicht, dass Du mit diesem Beruf all zu viele Angebote bekommst, egal wo. Ich meine, die meisten Leute kaufen ihre Musik doch nicht mehr als CD etc. im Geschäft.

Vielleicht solltest Du Dich lieber nach einem anderen Beruf umschauen. (Ist 86 Dein Geburtsdatum?)

Grüße

M.
 
E

ExitUser

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#52
also ich glaube nicht, dass Du mit diesem Beruf all zu viele Angebote bekommst, egal wo. Ich meine, die meisten Leute kaufen ihre Musik doch nicht mehr als CD etc. im Geschäft.
Ich verstehe diese Diskussion nicht. Das ist doch nicht der Punkt. Der Punkt ist der, ob eine ARGE oder Jobcenter oder was auch immer, auf Grund eines Gesetzes jemanden zum Umzug in ein anderes Bundesland oder in eine andere Stadt zwingen darf oder nicht. Und wenn sie es darf, ob dieses Gesetz nicht mit dem GG kollidiert.

Es ist nicht hinnehmbar, dass Familien getrennt werden, dass ein Freund von seiner Freundin getrennt wird, dass Kinder aus den Schulen und ihrem dortigen Umfeld gerissen werden etc.

Dem TE kann ich nur anraten, einen Anwalt für Sozialrecht oder eine Sozialberatung aufzusuchen.
 

Kalkulator

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#53
Nun übertreibt die Angelegenheit nicht.

Was heißt hier zum Umzug zwingen?

Dazu müsste erst mal ein Arbeitgeber gefunden werden, der unbedingt einen Arbeitnehmer von ganz weit weg händeringend einstellen will.

Arbeitgeber wollen motivierte Arbeitnehmer vor Ort, ohne großen Aufwand.
 

Til Gung

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#54
Ich verstehe diese Diskussion nicht. Das ist doch nicht der Punkt. Der Punkt ist der, ob eine ARGE oder Jobcenter oder was auch immer, auf Grund eines Gesetzes jemanden zum Umzug in ein anderes Bundesland oder in eine andere Stadt zwingen darf oder nicht. Und wenn sie es darf, ob dieses Gesetz nicht mit dem GG kollidiert.

Es ist nicht hinnehmbar, dass Familien getrennt werden, dass ein Freund von seiner Freundin getrennt wird, dass Kinder aus den Schulen und ihrem dortigen Umfeld gerissen werden etc.

Dem TE kann ich nur anraten, einen Anwalt für Sozialrecht oder eine Sozialberatung aufzusuchen.
Lies dir die Weisungen zum §10 SGB II durch, wenn du meinst das kollidiert mit dem Grundgesetz, dann kämpfe dich vor das Verfassungsgericht.

Aber hetze nicht andere in einen sinnlosen Prozess. Solche Dinge bügelt man mit Intelligenz aus, und nicht mit dumpfen Aktionismus.
 
E

ExitUser

Gast
#55
Gibt es da irgendwelche Rechte, die es mir möglich machen nicht alles mögliche annehmen zu müssen??
Hier wäre, was in der Diskussion leider unterging, ein Blick in die Zumutbarkeitsregelung nicht verkehrt. Und da heißt es:

SGB II § 10 Zumutbarkeit

(1) Dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ist jede Arbeit zumutbar, es sei denn, dass

1.er zu der bestimmten Arbeit körperlich, geistig oder seelisch nicht in der Lage ist,

2.die Ausübung der Arbeit ihm die künftige Ausübung seiner bisherigen überwiegenden Arbeit wesentlich erschweren würde, weil die bisherige Tätigkeit besondere körperliche Anforderungen stellt,

3.die Ausübung der Arbeit die Erziehung seines Kindes oder des Kindes seines Partners gefährden würde; die Erziehung eines Kindes, das das dritte Lebensjahr vollendet hat, ist in der Regel nicht gefährdet, soweit seine Betreuung in einer Tageseinrichtung oder in Tagespflege im Sinne der Vorschriften des Achten Buches oder auf sonstige Weise sichergestellt ist; die zuständigen kommunalen Träger sollen darauf hinwirken, dass erwerbsfähigen Erziehenden vorrangig ein Platz zur Tagesbetreuung des Kindes angeboten wird,

4.die Ausübung der Arbeit mit der Pflege eines Angehörigen nicht vereinbar wäre und die Pflege nicht auf andere Weise sichergestellt werden kann,

5.der Ausübung der Arbeit ein sonstiger wichtiger Grund entgegensteht.

(2) Eine Arbeit ist nicht allein deshalb unzumutbar, weil

1.sie nicht einer früheren beruflichen Tätigkeit des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen entspricht, für die er ausgebildet ist oder die er ausgeübt hat,

2.sie im Hinblick auf die Ausbildung des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen als geringerwertig anzusehen ist,

3.der Beschäftigungsort vom Wohnort des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen weiter entfernt ist als ein früherer Beschäftigungs- oder Ausbildungsort,

4.die Arbeitsbedingungen ungünstiger sind als bei den bisherigen Beschäftigungen des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen,

5.sie mit der Beendigung einer Erwerbstätigkeit verbunden ist, es sei denn, es liegen begründete Anhaltspunkte vor, dass durch die bisherige Tätigkeit künftig die Hilfebedürftigkeit beendet werden kann.

(3) Die Absätze 1 und 2 gelten für die Teilnahme an Maßnahmen zur Eingliederung in Arbeit entsprechend.
Das Wichtige habe ich einmal Rot markiert.

Dennoch denke ich, dass jemand nicht in eine andere Stadt oder ein anderes Bundesland gezwungen werden kann oder darf. Hier sollte aber ein RA oder eine Sozialberatung Hilfe geben können.
 

Til Gung

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#56
@Sparks, lies dir doch wie von mir empfohlen die Weisungen dazu durch, dann wirst du feststellen, dass man durchaus Möglichkeiten hat das Ganze ohne großes Brimborium zu umgehen.
 

gerda52

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#58
Speedport sagte :
Man sollte versuchen, auch das Recht auf täglichen Sonnenschein ins GG festschreiben zu lassen.
Das wäre für die Freizeitgestaltung ähnlich hilfreich.
Der Vergleich hinkt genauso wie der mit den Socken.

Mir reicht das Wissen um gewisse Grundrechte aus, um mich a) nicht wie Treibgut zu fühlen und b) somit meine Interessen als auch das, was geht oder nicht geht, angemessen zu vertreten.

Um wieder zum Threadthema zurückzukommen sollte besser die von Mischa aufgezeigte Alternative aufgegriffen und weiter vorangetrieben werden, anstatt über besseres Wetter zu diskutieren.

Denn eins ist auch klar; Grundrechte sollte niemand passiv nur eben mal so einfordern, der eigene Einsatz ist schon angesagt.
 

sun2007

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#60
Hallo Stef86,

haben die Dich schon schriftlich, rechtsverbindlich, umfassend und konkret über das Vermittlungsbudget informiert und zwar in der Form vom konkreten Zusagen der Gelder, auch als Vorschuss?

Problematisch ist ja, dass die JC auf der einen Seite im gegebenen Fall von Dir die Fahrt zum Vorstellungsgespräch fordern, die Gelder dafür aber nicht unbedingt locker machen und das dann jedes Mal noch einen Extra-Kampf bedeutet. Ebenso die Kosten für Umzug und mögliche doppelte Miete (Kündigungsfrist etc.) - was ist wenn Du zurückmusst vor/nach Ablauf der Probezeit, wer zahlt dann den zweiten Umzug etc. etc.

Vielleicht hilft das:

Sehr geehrte/r __________

Ich beantrage, dass Sie mir sämtliche für mich relevanten Informationen über Ihre Leistungen aus dem Vermittlungsbudget, von mir beantragt am xxxxxx, schriftlich zukommen lassen. Diese Informationen müssen konkrete Leistungen benennen, konkrete Zahlen nennen, auf meine persönliche Situation bezogen sein und zugesagt werden (keine so genannten „Kann-Leistungen“). Ich weise darauf hin, dass ich vom Existenzminimum lebe und daher nicht in der Lage bin, Fahrten zu Bewerbungsgesprächen außerhalb [Deine Stadt] im Voraus auszulegen (oder andere Leistungen aus dem Vermittlungsbudget). Solche Leistungen müssen mir von Ihnen fest zugesagt und im Voraus auf mein Konto überwiesen werden. Sollte hierfür ein Antrag-Vordruck notwendig sein, senden Sie ihn mir bitte unverzüglich zu, so dass es zu keinen unnötigen Zeitverzögerungen kommt. (Bei einem Antrag auf einen Antrag würde zuviel Zeit vergehen und dies würde die Realisierung eines Vorstellungsgespräches in Gefahr bringen.) Ich weise darauf hin, dass ich mich nur dann außerhalb [Deine Stadt/Dein Kreis] bewerben kann, wenn ich eine solche feste Zusage von Ihnen im Voraus bekomme. Andernfalls würde ich ein geplatztes Bewerbungsgespräch riskieren, was meine Chancen für eine spätere Bewerbung beim selben Arbeitgeber erheblich einschränken würde. Ich habe ein berechtigtes Interesse daran, so etwas nicht zu riskieren. Des weiteren sind mir sämtliche anderen Leistungen aus dem Vermittlungsbudget gut übersichtlich und gut verständlich auf meine persönlichen Verhältnisse abgestimmt mitzuteilen (zum Beispiel wie sieht es aus mit Kosten für doppelte Haushaltsführung und weitere auf meine persönlichen Verhältnisse abgestimmten Leistungen) auch diese benötige ich dringend und im Voraus mit konkreten Beträgen als feste Zusagen (keine „Kann-Leistungen“) von Ihnen um eine Zusage meinerseits für eine Stelle in einer weiter entfernten Stadt nicht zu riskieren. Die hierfür notwendigen Informationen liegen Ihnen vor. Ich bestehe auf einer schriftlichen Antwort nach § 15 SGB I i. V. m. § 33, Abs. 2 SGB X.

Mit freundlichen Grüßen
Natürlich vorher/zeitgleich formlos einen Antrag auf Leistungen aus dem Vermittlungsbudget stellen.

Gruß

Sun
 

burki

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#61
Hi,
mei, hier wird mal wieder aus einer Mücke ein Elephant (ich bin halt auch nicht mehr so jung...) gemacht.
Wie schon erwähnt wurde, ist es gerade bei "einfachen Jobs" eher so, dass der Arbeitgeber sein Personal eher aus der näheren Umgebung zusammensucht (oder gleich die Billigstkraft aus dem Ausland rekrutiert).

Ansonst gibt es eigentlich (wenn man einen Job haben möchte) nur zwei Möglichkeiten:
(i) man passt sich den regionalen Gegebenheiten an (ich habe auch sehr lange nach einem passenden Job gesucht, da ich nicht jeden Tag in den Münchner Norden pendeln wollte), d.h. ändert seine Ansprüche und nimmt evtl. auch ein deutlich geringeres Gehalt in Kauf
oder
(ii) sucht ausschlieslich in seinem Traumjob und bleibt dabei bei der Orts/Landeswahl flexibel.

Persönlich sehe ich übrigens (ii) durchaus als eine Chance für einen soliden Neuanfang (bin vor 14 Jahren so z.B. nach Oberbayern gekommen), doch das muss jeder selbst wissen.
Andererseits darf man sich bei (i) dann auch nicht beschweren, dass man keinen oder nur einen sehr unbefriedigenden Job erhalten hat.
Gruss
Burkhardt
 

sun2007

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#62
Leider zeigen zahlreiche Erfahrungsberichte:

Es ist schon wichtig, das mit den Kosten im Vorfeld genau zu klären - und selbst dann muss man öfter als gedacht immer noch kämpfen. Mir persönlich ist es schon so gegangen, dass ich selbst die selbstverständlichsten, zugesagten Kann-Leistungen jetzt über Anwalt versuchen muss, reinzuholen.

Daher würde ich, wenn es um so kostenintensive Dinge wie Umzug und ggf. Umzug zurück während/nach Probezeit, doppelter Miete, etc. - es kommen sicher viele weitere Kosten hinzu - sowas alles vorab verbindlich geklärt haben wollen.

Was ist denn auch dabei? Die Arge soll doch ruhig mal erklären, was sie bereit ist zu fördern komplementär zu dem was sie fordert. Wo ist das Problem, dies schrifltich zuzusagen und als Vorschuss zu gewähren? Wenn der LE hinterher den Klageweg beschreitet ist es auf alle Fälle teurer für die.

Gruß

Sun
 

gerda52

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#63
@ burki

Das Dumme an der bundesweiten Einsetzbarkeit im SGB II , einmal im Bewerberangebot aufgenommen, ist, dass der erlernte Beruf beim Nachweis von Bewerbungsbemühungen für die Arge erst gar nicht von Interesse ist. Sie kann also wahllos Helferstellen ohne besondere Anforderungen als Stellenangebote mit RFB unterbreiten und damit die Sanktionsgefahren erhöhen.
 
E

ExitUser

Gast
#64
Leider zeigen zahlreiche Erfahrungsberichte:

Es ist schon wichtig, das mit den Kosten im Vorfeld genau zu klären - und selbst dann muss man öfter als gedacht immer noch kämpfen. Mir persönlich ist es schon so gegangen, dass ich selbst die selbstverständlichsten, zugesagten Kann-Leistungen jetzt über Anwalt versuchen muss, reinzuholen.

Daher würde ich, wenn es um so kostenintensive Dinge wie Umzug und ggf. Umzug zurück während/nach Probezeit, doppelter Miete, etc. - es kommen sicher viele weitere Kosten hinzu - sowas alles vorab verbindlich geklärt haben wollen.

Was ist denn auch dabei? Die Arge soll doch ruhig mal erklären, was sie bereit ist zu fördern komplementär zu dem was sie fordert. Wo ist das Problem, dies schrifltich zuzusagen und als Vorschuss zu gewähren? Wenn der LE hinterher den Klageweg beschreitet ist es auf alle Fälle teurer für die. Gruß Sun
Ein Blick in die Arbeitshilfen der BA lohnt sich immer wieder, so weiß man zumindest, worauf man sich vorbereiten muss:

Auszug aus der AH zur EinV der BA
[…] Im Hinblick auf die vertragliche Bindungswirkung sind Zusagen für Fördermöglichkeiten mit finanziellen Auswirkungen erst dann zu treffen, wenn diese unter Berücksichtigung der Haushaltsmittel auch realisierbar sind. […]

Der zuständige Träger kann im Rahmen der EinV bspw. in Aussicht stellen, den Erlass eines Verwaltungsaktes z. B. in Form einer Zuweisung zu einer Eingliederungsmaßnahme zu einem späteren Zeitpunkt vorzunehmen. Wird die Bewilligung als solche im Vertrag bereits unmittelbar aufgenommen, ist von einer Zusicherung nach § 34 SGB X auszugehen, von der sich der Träger nur unter engen Voraussetzungen wieder lösen kann. […]
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
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