Hilfe beim verstehen der Mietobergrenze Tabelle (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Sahnetorte

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Hallo ihr lieben ich verstehe die Tabellen nicht bzw. sind sie unvollständig.

Beim JC Stadt Kassel werden viele Abkürzungen ohne Erklärung benutzt.
Bei der unteren Tabelle die erste Spalte, von oben nach Unten:

(Ich schaffe es nicht einen funktionierebden Link zu posten, von "Mietobergrenze Stadt Kassel")
Bitte Googlen

Gebäudefläche in qm2 (Wohnung oder Gebäude?)
Gas 100-250
251-500 (Das ist doch niemals die Wohnungsfläche?

Dann die Spalte rechts daneben.
kwh/qm2/a (was heist "a"?)
Worauf bezieht sich die 241, wie kommt sie zu stande?

Dann die dritte Spalte rechts:
1PHH (Personen Haushalt?)
14460
Wieder eine Zahl die ich nicht verstehe.

Und dann das PDF vom LANDKREIS Kassel:


Da stehen keine Heizkosten? Wie hoch sind die Heizkosten der jeweiligen Stadteile?

Die jeweiligen Jobcenter Mitarbeiter sind nie zu erreichen, es ist die Hölle...

Vielen Dank <3
 
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avrschmitz

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Steht alles in der PDF-Datei, die ich durch googeln gefunden habe.

1) PHH Die Haushaltsgröße bestimmt sich nach der Anzahl der Personen im Haushalt (PHH). Bei der Berechnung der Ansprüche nach dem SGB II wird jeder hilfebedürftigen Person ein der oben genannten Haushaltsgröße entsprechender “Pro-Kopf-Mietanteil“ zugeordnet.
2) Wohnfläche Rechtsgrundlage: Hessische Richtlinie zur Sozialen Wohnraumförderung 3) GM = Grundmiete, BKO = Betriebskosten
Die 100 - 250 in der ersten Zeile ist die Gebäudefläche in qm. Also mathematisch ausdrückt die Mantelfläche des Gebäudes.

kwh/m2/a ist der Jahresbedarf Energie in kWh pro qm. A steht für Anno.

Die 14460 stehen bei 2 PHH. Bei einem 2 Personenhaushalt und einer Gebäudefläche von 100 - 250qm ist der Grenzwert der Energiekosten 14460 kWh pro Jahr.

Hier der Link zur PDF
 

OldieButGoldie

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Beim JC Stadt Kassel werden viele Abkürzungen ohne Erklärung benutzt.
1) PHH=Die Haushaltsgröße bestimmt sich nach der Anzahl der Personen im Haushalt (PHH). Bei der Berechnung der Ansprüche nach dem SGB II wird jeder
hilfebedürftigen Person ein der oben genannten Haushaltsgröße entsprechender “Pro-Kopf-Mietanteil“ zugeordnet.
2) Wohnfläche= Rechtsgrundlage: Hessische Richtlinie zur Sozialen Wohnraumförderung
3) GM = Grundmiete, BKO = Betriebskosten
Gebäudefläche in qm2 (Wohnung oder Gebäude?)
Gas 100-250 251-500 (Das ist doch niemals die Wohnungsfläche?
Das sind die Flächen aus dem Heizspiegel. Je nach Fläche des Gebäudes gelten andere Verbräuche. Diese sind hier in KwH angegeben, per Anno/ p.a. = pro Jahr.

Z. B. Gebäude100-250 qm, Gas, 1 Person = 241 kWh/qm/p.a.
50 qm stehen 1 Person zu, Verbrauch darf sein 50 qm * 241 kWh = 12050 kWh Verbrauch im Jahr werden anerkannt. = 12050/12Monate = 1004 kWh pro Monat.
Kostet die kWH z. B. 0,10 Cent, wären das 12050 * 0,1 € = 1205 € pro Jahr und 100,40 € pro Monat.
Statt der kWh kann man aber auch die Kosten in Spalte "erhöht" aus dem Heizspiegel nehmen.
Heizspiegel für Deutschland Da ist erklärt, wie man das berechnet.

Die angmessene Miete wird immer als Bruttokaltmiete (BKM) angegeben. Also Kaltmiete + kalte Nebenkosten. HK müssen separat errechnet werden und werden dann der Bruttokaltmiete drauf geschlagen. Dann erhält man die Gesamtangemessenheit der Wohnung. Die darf nicht überschritten werden. Allerdings kann man eine höhere BKM mit geringeren HK ausgleichen und umgekehrt.
Als angemessene HK werden die HK aber immer nur für die angemessene Wohnfläche, also 50 qm berechnet, rechnerisch anerkannt und zu Grunde gelegt, auch wenn man eine Wohnung mit 55 qm hat.

Z. B. für Gas in einem Gebäude bis 250 qm 1 PHH
393 € BKM + 12050 kWh Gasverbrauch.
Oder z. B. lt. Heizspiegel für ein Gebäude Baujahr bis 1977 = https://www.heizspiegel.de/fileadmin/hs/heizspiegel_2018/Heizspiegel-Deutschland-2018-Baujahr-bis-1977.pdf

Spalte Erhöht bei Gas bis 250 qm Gebäudefläche = 19,20 €/qm/p.a

50 qm Wohnung * 19,20 € = 960 € pro Jahr Heizkosten / 12 = 80 € monatlich.

Angemessene Miete
393 BKM + angemessene HK 80 € = 473 € Warmmiete.
Sind die HK höher, muss man Gründe finden und nachweisen, dass die trotzdem angemessen sind. Z. B. erhöhter Wärmebedarf Säuglinge, kranke Menschen; schlechte oder keine Isolation, miese Fenster, Dachwohnung, EG-Wohnung, viele Außenwände....
 

Sahnetorte

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Danke für die Antworten. Wie rechne ich denn die erlaubten monatlichen Heizkosten aus? (Grundmiete + Bko sind 393€ bei 1 phh) <- sind da schon Nebenkosten drin?
Und wie viel darf noch drauf an Heizkosten?

Ps: Hab die Abkürzungs Legende übersehen, entschuldigung.
 

ZynHH

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Danke für die Antworten. Wie rechne ich denn die erlaubten monatlichen Heizkosten aus? (Grundmiete + Bko sind 393€ bei 1 phh) <- sind da schon Nebenkosten drin?
Und wie viel darf noch drauf an Heizkosten?

Ps: Hab die Abkürzungs Legende übersehen, entschuldigung.
Lies den vorhergehenden post nochmal
 

Sahnetorte

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OldieButGoldie

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Schau dir einfach den Heizspiegel an. Da sind 4 Spalten -> niedrig, mittel, erhöht, zu hoch. Werte aus Spalte erhöht gilt laut BSG-Urteil noch als angemessen.
In unserem Beispiel wären das bei Gas bis 250 qm 19,20 € oder 282 kWh pro Jahr pro qm Wohnfläche.
Im Heizspiegel weichen die Werte also von der Tabelle der Stadt ab. Dort sind es 282, statt 241 kWh.
Liegt ein regionaler Heizspiegel vor, was selten ist, sind die Werte von dem maßgebend. Ansonsten gilt der Bundesweite.
 

Sahnetorte

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Schau dir einfach den Heizspiegel an. Da sind 4 Spalten -> niedrig, mittel, erhöht, zu hoch. Werte aus Spalte erhöht gilt laut BSG-Urteil noch als angemessen.
In unserem Beispiel wären das bei Gas bis 250 qm 19,20 € oder 282 kWh pro Jahr pro qm Wohnfläche.
Im Heizspiegel weichen die Werte also von der Tabelle der Stadt ab. Dort sind es 282, statt 241 kWh.
Liegt ein regionaler Heizspiegel vor, was selten ist, sind die Werte von dem maßgebend. Ansonsten gilt der Bundesweite.
Was meinst du mit regionaler Heizspiegel? Der von der "Stadt/Region" errechnete oder der vom "Jc Stadt" errechnete?
 

Sahnetorte

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Und was ist, wenn ein Regionaler Heizspiegel vorliegt und die Wohnung die ich finde darunter liegt, aber das Jobcenter nicht einverstanden ist weil die Wohnung über dem JC Heizspiegel liegt?
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Schau dir einfach den Heizspiegel an. Da sind 4 Spalten -> niedrig, mittel, erhöht, zu hoch. Werte aus Spalte erhöht gilt laut BSG-Urteil noch als angemessen.
In unserem Beispiel wären das bei Gas bis 250 qm 19,20 € oder 282 kWh pro Jahr pro qm Wohnfläche.
Im Heizspiegel weichen die Werte also von der Tabelle der Stadt ab. Dort sind es 282, statt 241 kWh.
Liegt ein regionaler Heizspiegel vor, was selten ist, sind die Werte von dem maßgebend. Ansonsten gilt der Bundesweite.
Ich habe mir die ganze Seite durchgelesen und den Rechner benuzt, sehe aber nirgebds diese Spalten. Niedrig, Mittel etc.

Anmerkung: Ahhhh, das eine ist eine Website, das andere ein Pdf...
 
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OldieButGoldie

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Du sollt in dem Link schauen https://www.heizspiegel.de/fileadmin/hs/heizspiegel_2018/Heizspiegel-Deutschland-2018-Baujahr-bis-1977.pdf
Sorry, dass ich das jetzt sage. Bitte lies dir alles mal aufmerksam und langsam durch und lasse es auf dich wirken, statt im Minutentakt zu fragen.

Siehe oben #5. Besser kann ich es leider nicht erklären.
Sind die HK höher, muss man Gründe finden und nachweisen, dass die trotzdem angemessen sind. Z. B. erhöhter Wärmebedarf Säuglinge, kranke Menschen; schlechte oder keine Isolation, miese Fenster, Dachwohnung, EG-Wohnung, viele Außenwände....


Ist die Warmmiete höher als die abstrakt angemessene (zustehende 50 qm * angemessene HK + angemessene BKM für 50 qm) Warmmiete, muss man Gründe finden warum sie trotzdem angemessen ist.
Entweder weil die BKM falsch ermittelt und unralistisch ist (schlüssiges Konzept falsch, auf aktuellem Wohnungsmarkt zu dem Preis nicht angeboten)
UND/ODER
auf Grund des Zustandes des Gebäudes (Isolation) oder persönliche Umstände (Krank, Baby) höhere HK noch angemessen sind.




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