Hilfe beim ALG 2 Bescheid

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sepp2008

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Hallo,
ich bin neu hier im Forum und hätte gleich mal eine Frage.
Die Situation ist folgende:
Ich wohne mit meiner Freundin in einer 2 Zimmer Wohnungund bezahlen hierfür monatlich 269 Euro Warmmiete. Meine Freundin ist schwanger und bekommt im Oktober unser Kind. Ich arbeite und bekomme 1300 Euro brutto Festgehalt. Da meine Freundin kein eigenes Einkommen hat, hat sie ALG 2 beantragt.
Wir haben jetzt den Bescheid bekommen und darin wird unsere Miete nicht komplett angerechnet und mein Einkommen wird mit 1000 netto berechnet, obwohl ich monatlich nur ca 982 Euro bekomme.

Einkommen:
Mein Lohn: 1300 Euro brutto ; 982,31 Euro netto Festgehalt
184 Euro Kindergeld für meine Freundin

Ausgaben:
Miete warm: 269,65 Euro
Strom: 36 Euro
KFZ-Haftpflicht vierteljährig: 247,61 Euro
Weg zu meiner Arbeit: 13 km einfach, an 5 Tagen die Woche

Ich hoffe das sind alle wichtigen Angaben.

Könnte mir jemand erklären, weshalb die Miete nicht komplett angerechnet wird und weshalb ein höheres netto Einkommen angerechnet wird, als ich tatsächlich bekomme?
Ich habe den Berechnungsbogen angehängt.

Ich wäre dankbar und würde mich freuen, wenn mir jemand helfen könnte.
 

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Hartzeola

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Hallo und willkommen hier,

Einkommen:
Mein Lohn: 1300 Euro brutto ; 982,31 Euro netto Festgehalt
184 Euro Kindergeld für meine Freundin

Ausgaben:
Miete warm: 269,65 Euro
Strom: 36 Euro
KFZ-Haftpflicht vierteljährig: 247,61 Euro
Weg zu meiner Arbeit: 13 km einfach, an 5 Tagen die Woche
Stromkosten werden nicht übernommen.

Freibetrag

30
15,33
82,53 Kfz-V.
49,40 13 x 0,2 x 19
200
--------
377,26

Anrechnenbares Einkommen:

605,05 (982,31-377,26)


Im Bescheid 599,33, Fahrtkosten(?) auf 60 € Pauschaliert
154 Anrechn. KiG
------------------------
753,33

Bedarf

690 (2 x345)
+ 58,65 Sw. Mehrbedarf
+ 269,65 Miete

--------------
1018,30

ALG II

1018,30
-753,33
-----------
264,97


Plus evtl WW ca 17 €

Ohne Gewähr.
 

sepp2008

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Hallo,
erstmal danke für die Antworten.
Nein eine 3. Person wohnt nicht bei uns.

Nach Ihrer Berechnung müsste sie ca 100 Euro mehr bekommen.
Wie sollten wir uns jetzt am besten verhalten?
Wiederspruch einlegen? Gegen was genau und wie sollte man das formulieren?

Da das alles absolutes Neuland für uns ist, hoffe ich das uns nochmal jemand helfen könnte.

Danke im Vorraus
 

EMRK

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Hallo,
erstmal danke für die Antworten.
Nein eine 3. Person wohnt nicht bei uns.

Nach Ihrer Berechnung müsste sie ca 100 Euro mehr bekommen.
Wie sollten wir uns jetzt am besten verhalten?
Widerspruch einlegen? Gegen was genau und wie sollte man das formulieren?

Da das alles absolutes Neuland für uns ist, hoffe ich das uns nochmal jemand helfen könnte.

Danke im voraus

Vereinbart einen Termin bei der Leistungsabteilung und laßt euch den Bescheid erklären. Alternativ könnt ihr auch die Hilfe eines/einer Arbeitslosenvereins/initiative in Anspruch nehmen.

PS: Inzwischen gibt es in fast jedem JC eine Ombudsstelle. Auch dort könnt ihr den Bescheid prüfen lassen.
 

Hartzeola

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Nach Ihrer Berechnung müsste sie ca 100 Euro mehr bekommen.
Wie sollten wir uns jetzt am besten verhalten?
Widerspruch einlegen? Gegen was genau und wie sollte man das formulieren?

Dein Bescheid ist vorläufig.

Gem. §40 SGB II kannst Du einen neuen Bescheid beantragen, steht auf S. 2 oben.

Der Bescheid ist für 1 Monat, wegen Familienerweiterung. Sobald Du Einkommensbescheinigung für September (wieviel Deinem Konto im diesen Monat zufliesst)) vorlegst, soll ein neuer (entgültiger) Bescheid erlassen werden.
 

Cha

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Helga hat mit ihrer Frage ganz recht.

Wenn nur 2/3 der Miete berücksichtigt werden, ist auch der vorläufige Bescheid falsch.
Nirgendwo ist im Bescheid erkennbar, warum nicht die vollen Kosten der Unterkunft berücksichtigt werden.

Ich vermute einfach mal, dass in den Daten des JC noch eine weitere Person im Haushalt gespeichert ist, so dass die Kosten der Unterkunft automatisch gedrittelt werden.

Bei den anderen Berechnungen und dem Einkommen sieht der Bescheid ordentlich aus.

Viele Grüsse

Cha
 

feder

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Als Mutter des Fragenden hole ich diesen Thread nochmal hoch.

Wir haben damals versucht, mit der SB in der Leistungsabteilung zu reden.

Die Dame hat uns deutlich zu verstehen gegeben, was sie von ALG II-Beziehern hält, schließlich sei sie alleinerziehend und würde neben ihrer Arbeit im Jobcenter noch einen Zweitjob ausüben und hat uns zur Widerspruchsstelle geschickt.

Hallo? Mein Sohn arbeitet von Mo-Fr von 7.00 bis 17.00 Uhr, Sa. von 7.00 bis 12.00 Uhr körperlich schwer. Wann soll er noch einen Zweitjob ausüben?

Wir haben also Widerspruch eingereicht, in dem wir verlangt haben, dass die tatsächliche Miete berücksichtigt wird(das JC ist wirklich von drei Bewohnern ausgegangen, wie die dritte Person dazukam, konnte man uns nicht mitteilen)
und haben auch verlangt, den tatsächlichen Gehaltseingang zu berücksichtigen.

Kurz darauf kam ein Änderungsbescheid: Miete mit zwei Personen, allerdings immer noch mit aufgerundetem Gehalt.

Das haben wir erstmal so stehen lassen, in dem Glauben, dass auf den Widerspruch selbst eine Reaktion erfolgen müsste!?

Nun ist das Kind geboren, ich rief gerade bei der "netten" SB in der Leistungstelle an, um dies mitzuteilen(Geburtsurkunden sind noch nicht ausgestellt) und geriet gleich wieder mit der Dame aneinander.

Sie sagte, wenn für das Kind Kindergeld und Elterngeld beantragt wird, wird voraussichtlich kein Bedarf für ALG II mehr bestehen, worauf ich mir wagte, höflich auf das Zuflussprinzip hinzuweisen, da die Bewilligung erfahrungsgemäß eine Weile dauert. Reaktion: Ich bräuchte ihr nicht zu sagen, wie sie ihre Arbeit zu machen habe.

Nun erhielt mein Sohn eine Einladung nach § 59 SGB II in Verbindung mit § 309, Abs. 1SGB III Mit der Androhung von 10% Leistungskürzung bei Nichterscheinen. Termin liegt natürlich in der Arbeitszeit, sein Chef wird begeistert sein, die haben grad Hochkonjunktur.

Da sich bei mir inzwischen sofort die Stacheln aufstellen, wenn ich nur das Wort Jobcenter höre dachte ich erst, was wollen die kürzen, sein Einkommen müsste ja für ihn reichen und habe diesen Thread gesucht, um in dem von ihm hochgeladenen Bescheid zu sehen, ob er selbst Leistungen bekommt.

Puuhh, jetzt entschuldige ich mich erstmal für diesen Roman, und stelle meine Fragen.

*Im Bewilligungszeitraum hat nur mein Sohn Arbeitseinkommen erzielt, die Partnerin lediglich Kindergeld bekommen. Wieso wird bei ihr (war es Seite 8?) ein Einkommen von rund 400 € angerechnet?
(Im Lesen der Bescheide sind wir nicht so fit, das ist noch ziemliches Neuland:redface:)

*Muss mein Sohn diese "Einladung" befolgen oder reicht die Arbeit als Grund für ein Nichterscheinen aus?

*Muss auf den Widerspruch noch eine Reaktion erfolgen oder war der Änderungsbescheid die Reaktion darauf?(im Änderungsbescheid wird nirgendwo der Widerspruch erwähnt)

*Kann es passieren, dass zum nächsten ersten keine Zahlung vom JC kommt?

Ich bedanke mich erstmal bei allen, die bis hier durchgehalten haben und auch für die Beantwortung meiner Fragen

Mit frdl. Grüßen
feder
 

Jens2010

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Wir haben damals versucht, mit der SB in der Leistungsabteilung zu reden.
Menschlich verständlich, meistens aber erfolglos. Verursacht nur schlechte Stimmung. Merke: Mit dem JC spricht und telefoniert man nicht.

Kurz darauf kam ein Änderungsbescheid: Miete mit zwei Personen, allerdings immer noch mit aufgerundetem Gehalt. Das haben wir erstmal so stehen lassen, in dem Glauben, dass auf den Widerspruch selbst eine Reaktion erfolgen müsste!?
Der Änderungsbescheid ist die Reaktion auf den Widerspruch. Habt ihr auch widersprochen, dass das fiktive (=geschätzte) Gehalt so hoch angesetzt ist? Es steht ja im Bescheid, dass monatlich die Lohnabrechnung eingereicht werden sollen. Macht ihr das? Dein Sohn schrieb, er bekommt ein Festgehalt. Also IMMER gleich? Wie kommt dann das JC auf (Zitat Bescheid) "wechselnde Höhen" ?


Nun ist das Kind geboren, ich rief gerade bei der "netten" SB in der Leistungstelle an, um dies mitzuteilen(Geburtsurkunden sind noch nicht ausgestellt) und geriet gleich wieder mit der Dame aneinander.
Glückwunsch zur Geburt. Nun bist Du Oma! :icon_biggrin:
Mit dem Telefonieren...naja, das hatten wir ja schon.

*Im Bewilligungszeitraum hat nur mein Sohn Arbeitseinkommen erzielt, die Partnerin lediglich Kindergeld bekommen. Wieso wird bei ihr (war es Seite 8?) ein Einkommen von rund 400 € angerechnet?
(Im Lesen der Bescheide sind wir nicht so fit, das ist noch ziemliches Neuland:redface:)
Ich glaube, das Gesamteinkommen der beiden wurde prozentual auf beide verteilt, kann das sein? Also keine richtige Anrechnung, nur eine fiktive.

Wichtig ist noch: Ab dem Monat der Geburt Deines Enkelkindes hat Dein Sohn einen leicht erhöhten Absetzungsbetrag vom Einkommen. Bisher errechnete sich der Freibetrag so (1300 brutto/1000 netto?):

100 Euro Grundfreibetrag (§11b Abs. 2 Satz 1)
900 Euro x 20% = 180 Euro (§11b Abs. 3 Satz 1)
200 Euro x 10% = 20 Euro (§11b Abs. 3 Satz 2)
====
Summe Freibetrag 300 Euro (Absetzungsbetrag vom Einkommen)

Ab dem Geburtsmonat errechnete sich der Freibetrag so (1300 brutto/1000 netto?):
100 Euro Grundfreibetrag (§11b Abs. 2 Satz 1)
900 Euro x 20% = 180 Euro (§11b Abs. 3 Satz 1)
300 Euro x 10% = 30 Euro (§11b Abs. 3 Satz 3)
====
Summe Freibetrag 310 Euro (Absetzungsbetrag vom Einkommen)


Die sogenannte Erweiterung der Bemessungsgrundlage nach (§11b Abs. 3 Satz 3) wird bei Geburt des Kindes gerne mal vergessen.
 

feder

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Ja, wir haben auch wegen dem zu hoch angesetzten Gehalt widersprochen, eben, weil wir nicht wissen, warum ein schwankendes Gehalt angenommen wird. Das ist immer gleich, 1300 € brutto.

Der Arbeitgeber hat ja auch dieses Einkommensnachweisding ausgefüllt.

Lohnnachweise erhält er nicht, eben weil der gleichbleibend ist.

Sie sollen Kontoauszüge einschicken, auf denen der Gehaltseingang ersichtlich ist. Alles andere dürfen sie doch schwärzen?!

Nach allem, was ich bisher über Jobcenter gelesen habe und nachdem ich als Begleitung mit der SB mehrfach aneinander geraten bin gehe ich von Schikane aus.

Wie sonst kommt zum Beispiel die dritte Person da rein?

Wie ist das denn mit der Vorladung?

Da soll mit ihm über die berufliche Situation gesprochen werden, nachdem ich aber gilas Thread über Aufstockerschikane gelesen habe bin ich mir gar nicht so sicher, dass er da hin muss.
 

Jens2010

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Sie sollen Kontoauszüge einschicken, auf denen der Gehaltseingang ersichtlich ist. Alles andere dürfen sie doch schwärzen?!
Private Ausgaben ja. Einnahmen nicht. Wichtig ist nur, was der Leistungsberechnung dient.

Teilt doch der Rechtsbehelfsstelle mit, dass dem Widerspruch nicht vollständig abgeholfen wurde, weil die Sache mit dem Gehalt noch falsch ist. Ansonsten, wenn es zu blöd wird, ab zum Anwalt. Mit Beratungshilfe und Prozesskostenhilfe spart er manchen Stress.
 
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