Hilfe bei Mehrbedarfsablehnung

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

laurabln

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
18 Juli 2009
Beiträge
2
Bewertungen
0
Hallo,
ich bin seit 1995 HIV-Positiv und habe jedes Jahr meinen Mehrbedarf genehmigt bekommen. Dieses Jahr sagte mir das Grundsicherungsamt (Grundsicherung wegen Arbeitsunfähigkeit) das ich kein Mehrbedarf bekomme. Der Folgeantrag wurde abgelehnt. Ich würde gerne Wiederspruch einlegen. Nur weiß ich leider nicht genau was ich schreiben soll. Vielleicht gibt es jemandem der in der gleichen Situation ist und mir vielleicht unter den Armen greifen könnte.
LG Laura
 
E

ExitUser

Gast
HIV/Aids gehört seit Oktober 2008 (Empfehlungen des DV) u.a. zu den verzehrenden (konsumierenden) Erkrankungen.
Es gibt dafür den Mehrbedarf in Höhe von 10% des Regelsatzes (hier SGB II) nur noch, wenn die Krankheit mit erheblichen körperlichen Auswirkungen verbunden ist.
Also, lasse dir das vom Arzt entsprechend attestieren.

In der ärztlichen Bescheinigung für ALG II heißt das, "der BMI ist unter 18,5 gefallen und/oder es ist ein schneller, krankheitsbedingter Gewichtsverlust von über 5% im Vergleich zu den vorausgegangenen drei Monaten zu verzeichnen (nicht bei willkürlicher Abnahme bei Übergewicht)."

Das Attest könnte/sollte auch aussagen, dass aus den und den Gründen eine besonders vitaminreiche usw. Kost erforderlich ist.

(5) Für Kranke, Genesende, behinderte Menschen oder von einer Krankheit oder von einer Behinderung bedrohte Menschen, die einer kostenaufwändigen Ernährung bedürfen, wird ein Mehrbedarf in angemessener Höhe anerkannt.
§ 30 SGB XII - Mehrbedarf
 

laurabln

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
18 Juli 2009
Beiträge
2
Bewertungen
0
Hallo,
vielen Dank für Eure Antworten.Ich hänge Euch mal das Schreiben vom Grundsicherungsamt an. Ich würde da gerne Widerspruch einlegen gegen.Nur weiß ich nicht wie man sowas schreiben soll. Es gibt ja einiges wodrauf man achten sollte.Wäre Lieb wenn jemand mir ein paar Stichpunkte geben könnte.
Lg Laura

Ihrem Antrag auf Weitergewährung eines Mehrbedarfs wegen kostenaufwändiger Ernahrung nach dem Vierten Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII) wird nicht entsprochen.
Einen Anspruch auf diesen Mehrbedarf gemaß § 30 Abs. 5 SGB XII haben nur Kranke, Genesende, Behinderte oder von einer Krankheit oder Behinderung bedrohte, die einer kostenaufwändigeren Ernährung bedürfen.
Gemäß des mir vorliegenden Attestes vom 15.06.2009 besteht bei Ihnen folgendes Krankheitsbild
- HIV-lnfektion/AIDS
Gemäß den neuen Empfehlungen des Deutschen Vereins ist bei der genannten Erkrankung mit einem BMI von 22 eine Krankenkost nicht erforderlich bzw. die erforderliche Kost nicht aufwändiger oder kostenintensiver als normale Kost.
Gegen diesen Bescheid ist der Widerspruch zulässig. Er ist innerhalb eines Monats nach Zustellung dieses Bescheides schriftlich oder zur Niederschrift bei der oben bezeichneten Dienststelle — nicht jedoch bei der zentralen Widerspruchsstelle — zu erheben. Es wird darauf hingewiesen, dass bei schriftlicher Einlegung des Widerspruchs die Widerspruchsfrist nur dann gewahrt ist, wenn der Widerspruch innerhalb dieser Frist eingegangen ist.
Mit freundlichen Grüßen
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
20 Juni 2005
Beiträge
23.655
Bewertungen
17.054
Hab jetzt nicht so recht eine Idee, was Du schreiben könntest. Fakt ist doch aber, wenn Du diese Ernährung nicht mehr erhältst, wird Dein Gewicht sinken, eventuell über diese ominösen 5% des Körpergewichts. Ist doch hirnrissig. Man streicht das Geld. Der Hilfeempfänger nimmt an Gewicht ab, dann kann man ihm wieder das Geld bewilligen. Hält er aufgrund der Ernährung sein Gewicht, streicht man ihm das wieder. :icon_neutral:

Mir steht das Theater mit dem Zuschlag eventuell wegen meiner Krabserkrankung auch bevor
 

Muzel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Dezember 2008
Beiträge
12.880
Bewertungen
2.048
Vielleicht solltest du mit deinem HA sprechen und ihn bitten, deinen Grundumsatz zu bestimmen. Das geht beispielsweise mit der Spirometrie. Wenn dein Grundumsatz erhöht ist, ist auch dein Nahrungsbedarf erhöht und damit hättest du eine gute Widerspruchsbegründung.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten