Hilfe angst vor obdachlosigkeit. Wichtig!!! (1 Betrachter)

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Lokboy29

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Hatte hier schon mal geschrieben aber das Thema vielleicht total falsch angefangen. Zur Situation Ich 29 Jahre alt lebe noch bei meiner Mutter. Habe einen Teilzeitjob mit 450 € Brutto bekomme noch 365€ vom amt dazu wovon 135 € anteilig mietkosten sind.

Nun zum Problem

Da das Haus in dem wir leben unzumutbar ist genauso wie die wohnung zieht meine mutter zum 01.05.10 aus. Da sie schon 75 jahre alt ist und gesundheitlich nicht mehr so fit kümmert sich meine Schwester ( mit der ich zerstritten bin um den Umzug). Als ich erfahren habe das ich nicht mitziehen kann bin ich zu meiner Arge (Leipzig) habe das problem geschildert und auch einen antrag auf umzug gestellt mit der begründung das meine mutter zum 01.05.10 aus der Wohnung auszieht und ich bis dahin auch eine neue wohnung bräuchte. Ich stehe weder auf dem Mietvertrag der Wohnung noch möchte ich dort weiter wohnen ( da mietzustände unzumutbar).

Paar Tage später erhielt ich einen Brief von der Arge das Sie die Wohnraumskündigung meiner Mutter brauchen die ich aber nicht habe und auch nicht bekomme da meine Schwester sich Querstellt.
Sie meinte zu mir die Wohnung wird erst gekündigt und zwar fristlos wenn meine mutter schon in der neuen wohnung lebt.

Ich also mit dieser Info wieder zur Arge das dort alles so erzählt und da erhielt ich nur die antwort ohne Wohnraumkündigung können sie gar nichts machen und ich solle doch beim vermieter wegen der kündigung nachfragen.

Nach einigen weiteren wegen z.b. Leipziger Erwerbslosen Zentrum was aber auch nicht so wirklich eine Hilfe war habe ich am Donnerstag ( war der frühstmögliche termin) :icon_neutral: bei der Zuständigen Bearbeiterin einen Termin. der mir aber bestimmt auch nichts bringen wird da ich schon am Telefon als ich nach einem termin fragte sehr unfreundlich behandelt wurde. So nach der art sie wissen doch was wir brauchen was wollen sie da jetzt noch.

Ich bin total verzweifelt und weiß nicht was ich machen soll da wenn nichts passiert ich ab 01.05.10 Obdachlos bin .

Oder ich melde mich bei meiner Freundin an da möchte der Vermieter aber auch die Zustimmung der Arge.

Ich weiß nicht was ich noch machen kann das die Arge dem Umzug zustimmt ohne dieser Wohnraumskündigung meiner Mutter.

Und wenn ich mir selber eine Wohnung suche ohne Zustimmung der Arge übernehmen sie ja nur die jetzigen mietkosten also 135€ und damit findet man ja keine eigene Wohnung und die Differenz selbst aufbringen schaffe ich auch nicht.

Was für Gründe kann ich noch für einen Umzug bringen ???

Das die Wohnung in einem Unzumutbaren Wohnzustand ist feuchtigkeit, dach undicht, Wasser seit 5 Wochen abgestellt, Wohnung nicht wirklich beheizbar kann ich auch nur maximal mit fotos belegen da meine schwester ja sämtliche Unterlagen meiner Mutter hatt und ich ja nichts von ihr bekomme.

An den Vermieter selbst wenden bringt auch nichts da ich ja nicht auf dem Mietvertrag stehe und er dank meiner schwester auch nicht sehr gut auf uns zu sprechen ist.

Wie weiße ich nun also der Arge nach das der Umzug dringend und zwingend ist???

Danke schon mal für sämtliche Hilfe.
 
E

ExitUser

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Hallo Lokboy29
Leider schreibst Du etwas sehr unüberschaubar. Nun,was im Kopf stattfindet ist aber auch manchmal schwer in Worte zu fassen. Besonders dann, wenn eh schon aussichtslose Situationen vorliegen.
Nun zum eigentlichen Thema:
Eine Obdachlosigkeit gibt es in diesem unseren Land nicht. Auch ich halte dies für absoluten Blödsinn, aber so ist es leider.
Du bist schlicht von Wohnungslosigkeit -so wird es korrekt bezeichnet- bedroht.
Diese ist, da gibt es keine zwei Meinungen, laut der Bestimmungen des SGB zu verhindern.
Rein theoretisch könnte man Dich bei bestehender Wohnungslosigkeit tatsächlich in irgendwelchen Herbergen unterbringen (wollen).
Du bist 29 Jahre alt und hast Anspruch auf eine -Eigene und angemessene- Unterkunft. Du bist über 25 und hast somit keinen verminderten Bedarf zu befürchten.
Kurz gesagt darf man Dich nicht an Mutti´s Brust binden, weil dies billiger ist.
Ein Zwang, die Kündigung einer so oder so unangemessenen Wohnung vorlegen zu müssen, halte ich für eine Schikane. Würdest Du dieses Haus alleine bewohnen, so würde man Dir den Umzug in eine angemessene Unterkunft innerhalb einer bestimmten Frist vorgeben.
Mache es dir so einfach wie möglich und besorge dir über das Amtsgericht einen "Berechtigungsschein auf Beratungshilfe durch einen Anwalt"! Damit kannst Du einen Anwalt deiner Wahl aufsuchen und deine Situation darlegen.
Sobald ein Anwalt über eine Beratung hinausgehend tätig werden muss, er wird es dir sicherlich rechtzeitig sagen, kannst Du ggf. Prozeßkostenhilfe beantragen. Dein Anteil für den Anwalt beträgt maximal 10,00Euro, die der Anwalt dir sogar erlassen kann.
Bewege dich zum Anwalt, aber nur mit dem benannten "Beratungshilfeschein"!
Ich behaupte schon jetzt: "Da kommst du heile raus".
 

TMN4

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Wieso ist seit 5 Wochen schon das Wasser abgestellt? Da stimmt doch was nicht.

Ich hab leider zu wenig Ahnung von der ganzen Materie um dir einen guten Ratschlag zu geben. Aber wenn du noch die 10 Euro hast um in einen Anwalt zu investieren, dann solltest du das auch tun.

Ich wünsch dir viel Glück. Hälst uns auf dem Laufenden?
 

hans wurst

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Hallo

Landessozialgericht Berlin-Brandenburg L 25 AS 35/10 B ER

Denn maßgeblich ist allein, dass der – hier alsbald drohende - tatsächliche Verlust der Unterkunft den Umzug erforderlich macht. Die Umstände, die zum Verlust der Unterkunft geführt haben bzw. führen, spielen dabei keine Rolle.

Landessozialgericht Berlin-Brandenburg L 32 AS 612/09 B ER

Die Angriffe der Beschwerde greifen nicht durch: Die Notwendigkeit eines Umzuges im Sinne des § 22 Abs. 2 S. 2 SGB II ist hinreichend dargelegt worden. Ein Umzug ist erforderlich, wenn der Wunsch nach einer eigenen Wohnung ein plausibler, nachvollziehbarer und verständlicher Grund darstellt, der auch einen Nichthilfeempfänger leiten lassen würde (so bereits Beschluss des Senats vom 27. September 2007 - L 32 B 1912/07 - unter Bezugnahme auf Berlit in LPK-SGB II § 22 Rdnr. 76 und SG Lüneburg, Beschluss vom 19. August 2005 - S 24 AS 472/05 ER -).
Abgesehen davon hast du einen Anspruch auf eine eigene Wohnung, ein verweis auf die elterliche Wohnung und das verlangen besondere Auszugsgründe ist nur bei U25 zulässig.
 
E

ExitUser

Gast
Hallo
also
Du beantragst bei der ARGE
1.eine allgemeine Notwendigkeitsbescheinigung für einen Umzug (ggf mit erneuter Begründung warum du auf Wohnungssuche bist

2. Läßt Dir zusätzlich eine Mietbescheinigung geben (viele Kopien machen)

Wie sieht es mit dem Wohnberechtigunggschein aus? Hast Du schon einen? Hast Du die Schufa-Auskunft parat?

3. Geh zu potentiellen neuen Vermietern und lass Dir (falls angemessen) diese Mietbescheinigung ausfüllen (das ist erste einmal nur ein Mietangebot) Nie direkt einen Mietvertrag unterschreiben

4. die Angemessenheit läßt Du von der ARGE überprüfen und wenn die Angemessenheit positiv ausfällt und unter der Option das der Vermieter dem Mietvertrag auch zustimmt stellst Du bei der ARGE einen Antrag auf Mietübernahme und Abtretungserklärung für die Kaution etc.... Dann kannst Du den Mietvertrag unterzeichnen und
die ARGE die die Übernahem unterzeichnet hat übernimmt die Kosten.
So kenne ich das aus meiner Umgebung....

Evt würde ich dem Teamleiter Deine 'Situation schriftlich noch einmal mitteilen ggf an dass (falls es dass gibt) KUNDENREAKTIONSMANAGEMENT mich wenden. Mit diesem habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht.

Vielleicht hilft Dir das ja ein bißken
Schönen Tag noch
 

Lokboy29

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Steht mir den so ein Berechtigungsschein auf beratungshilfe überhaupt zu da ich ca.5000€ erspartes habe das ich in die neue Wohnung investieren will da ich bis jetzt noch nicht viel besitze außer den paar Sachen in meinem Zimmer.

Das Wasser ist schon seit 5 Wochen vom Vermieter abgestellt da alle Rohre im Haus komplett eingefroren waren und bis jetzt hatt er es nicht wieder angestellt. Vermute mal das er es nicht kann da bestimmt viele Rohre durch den Frost kaputt gegangen sind.
Wie gesagt das Haus ist in einem desolaten Zustand wir sind die letzten Mieter die dort noch leben.

Wenn ich mir einfach so eine neue Wohnung suche und die Arge erst im nachhinein darüber informiere steht doch überall das sie nur die jetzigen Mietkosten weiter tragen das wären in meinem Fall 135€.

Landessozialgericht Berlin-Brandenburg L 25 AS 35/10 B ER

Denn maßgeblich ist allein, dass der – hier alsbald drohende - tatsächliche Verlust der Unterkunft den Umzug erforderlich macht. Die Umstände, die zum Verlust der Unterkunft geführt haben bzw. führen, spielen dabei keine Rolle.

Ja aber wie weiße ich den alsbald drohenden tatsächlichen Verlust der Unterkunft nach ohne diese Wohnraumkündigung meiner Mutter????

Wenn ich erneut einen Antrag auf Notwendigkeitsbescheinigung für einen Umzug stelle was für gründe soll ich den da angeben???? Wenn ich den alten Grund angebe wollen sie doch sofort wieder die Wohnraumkündigung meiner Mutter. Ich weiß langsam echt nicht mehr weiter und leider habe ich nicht soviel ahnung wie ihr von der ganzen sache. Und erschwerend kommt ja noch hinzu das mir die Zeit davon läuft bis zum 01.05 ist ja nicht mehr allzu lange hin. Und in irgendwelche Herbergen möchte ich auf keinen Fall untergebracht werden.
 

TMN4

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Holla, 5000€ Erspartes? Da kann ich nun wirklich nichts zu sagen, wer weiss, ob das nicht auch relevant ist.
 

Lokboy29

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Bei was relevant???? Ich darf ja haben 29x150€ +750€ für einmalige Anschaffungen also 5100 € oder nicht???
 

hans wurst

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Wenn ich erneut einen Antrag auf Notwendigkeitsbescheinigung für einen Umzug stelle was für gründe soll ich den da angeben???? Wenn ich den alten Grund angebe wollen sie doch sofort wieder die Wohnraumkündigung meiner Mutter.
Du hast schon mal einen Antrag auf Anerkennung der Notwendig- und Erforderlichkeit des Umzugs gestellt, dieser wurde dir Schriftlich abgelehnt, dann lege soweit noch möglich Widerspruch dagegen ein (Begründung siehe Urteile), danach beantragst du eine EA beim SG.

Begründen tust du die EA nicht nur mit der Kündigung deiner Mutter, sondern in erster Linie mit deinem Rechtsanspruch auf eine eigene Wohnung.

Landessozialgericht Berlin-Brandenburg L 32 AS 612/09 B ER

Die Angriffe der Beschwerde greifen nicht durch: Die Notwendigkeit eines Umzuges im Sinne des § 22 Abs. 2 S. 2 SGB II ist hinreichend dargelegt worden. Ein Umzug ist erforderlich, wenn der Wunsch nach einer eigenen Wohnung ein plausibler, nachvollziehbarer und verständlicher Grund darstellt, der auch einen Nichthilfeempfänger leiten lassen würde (so bereits Beschluss des Senats vom 27. September 2007 - L 32 B 1912/07 - unter Bezugnahme auf Berlit in LPK-SGB II § 22 Rdnr. 76 und SG Lüneburg, Beschluss vom 19. August 2005 - S 24 AS 472/05 ER -).
Hierbei muss es auch entsprechende Entscheidungen des LSG deines Bundeslandes geben.

Lese dir gegebenenfalls hier mal alles durch https://www.elo-forum.org/kosten-unterkunft/43921-alg-ii-wegen-geringverdienst-auszug-elternhaus-25-tipps-infos-fragen.html
 

Lokboy29

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Die haben mir noch gar nichts schriftlich abgelehnt sie bearbeiten es ohne die Wohnraumkündigung meiner mutter einfach nicht weiter.
Wo kann ich nachschauen wegen den entsprechende Entscheidungen des LSG meines Bundeslandes??? Wie formuliere ich die Begründungen ausreichend und plausibel am besten vielleicht mit paragraphen??? Tut mir leid aber ich habe von der ganzen sache leider null ahnung danke für eure geduld. Ich habe einfach nur Wahnsinnige angst das ich auf der Straße liege.
 
G

gast_

Gast
Du hast schon mal einen Antrag auf Anerkennung der Notwendig- und Erforderlichkeit des Umzugs gestellt, dieser wurde dir Schriftlich abgelehnt, dann lege soweit noch möglich Widerspruch dagegen ein (Begründung siehe Urteile), danach beantragst du eine EA beim SG.

Begründen tust du die EA nicht nur mit der Kündigung deiner Mutter, sondern in erster Linie mit deinem Rechtsanspruch auf eine eigene Wohnung.
...und der Mängeln der jetzigen Unterkunft, würde ich ergänzen.

Mach alles schriftlich, laß dir auf einer Kopie deines Schreibens an die ARGE die Abgabe bestätigen und setz denen eine Frist von 10 Tagen für die Antwort!
 

hans wurst

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Hallo
Die haben mir noch gar nichts schriftlich abgelehnt sie bearbeiten es ohne die Wohnraumkündigung meiner mutter einfach nicht weiter.

Dann reiche hier nochmal eine Stellungnahme nach und verweise auf dein Anspruch der eigenen Wohnung und der Mängeln der jetzigen Unterkunft, sowie Urteile einfügen.

Wo kann ich nachschauen wegen den entsprechende Entscheidungen des LSG meines Bundeslandes???

Eigentlich hier SGB BRD habe da auf die schnelle aber nichts brauchbares gefunden.


Wie formuliere ich die Begründungen ausreichend und plausibel am besten vielleicht mit paragraphen??? Tut mir leid aber ich habe von der ganzen sache leider null ahnung danke für eure geduld. Ich habe einfach nur Wahnsinnige angst das ich auf der Straße liege.

Suche parallel dazu eine passende Wohnung.
 

Lokboy29

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Die Mängel kann ich aber auch nur per Fotos nachweisen da ich nichts schriftlich habe.
Ich habe auch keine ahnung wie ich die Stellungnahme Formulieren soll woher bekomme ich die Urteile zum Einfügen??? Es tut mir leid das ich bei dem Thema so Dumm bin aber ich bin da leider nicht so wortgewandt und kenne mich auch mit den Urteilen und Paragraphen überhaupt nicht aus. Gibt es da nicht irgendwo ein Musterschreiben was man auf seine Bedürfnisse abändern kann??? Danke für eure liebe nette Hilfe.
 

hans wurst

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Hallo
Die Mängel kann ich aber auch nur per Fotos nachweisen da ich nichts schriftlich habe.

Du zählst die Mängel nur auf, hat die Arge Zweifel, kann Sie anhand einer Ortsbesichtigung die Richtigkeit feststellen.

Ich habe auch keine ahnung wie ich die Stellungnahme Formulieren soll woher bekomme ich die Urteile zum Einfügen???

Die von mir zitierten Urteile einfügen.

Es tut mir leid das ich bei dem Thema so Dumm bin aber ich bin da leider nicht so wortgewandt und kenne mich auch mit den Urteilen und Paragraphen überhaupt nicht aus. Gibt es da nicht irgendwo ein Musterschreiben was man auf seine Bedürfnisse abändern kann??? Danke für eure liebe nette Hilfe.

Da muss man nix besonderes/wortgewandtes schreiben.
 

Lokboy29

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Ok danke für Deine Hilfe werde mich am Sonntag an das Schreiben machen würde es dann gerne hier einstellen könntest du da bitte nochmal drüber schauen und mir vielleicht sagen ob es da was zum ändern oder einfügen gibt oder zu verbessern. Ein Musterschreiben was man als anregung nehmen kann gibt es nicht zufällig irgendwo??? Ich bin euch sehr dankbar für eure Hilfe
 

Lokboy29

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Antrag auf Zustimmung zum Umzug

Sehr geehrte Frau


hiermit beantrage ich die Zusicherung des kommunalen Trägers zu den Aufwendungen für eine neue Unterkunft. Mein Antrag auf Zustimmung zum Umzug bezieht sich auf private Gründe und in der Wohnsituation begründete Umstände.

Meine privaten Gründe sind in der angespannten Situation zu meiner Mutter zu sehen.
Zur Zeit bewohne ich 29. Jahre noch mit meiner Mutter 75. Jahre eine Wohnung.
Eine ungestörte Privatsphäre in dem mir zu stehenden Wohnbereich ist bis jetzt nicht möglich.
In letzter Zeit kommt es immer häufiger zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen meiner Mutter und mir. Durch ihren ausgeprägten Kontrollzwang leidet mein privates, soziales und Beziehungsleben darunter. Mein privates und soziales Leben leidet wie folgt darunter: Soziale Kontakte werden mir nicht in meinem Wohnbereich erlaubt(Bekannte und Freunde dürfen mich nicht besuchen, wenn doch stört meine Mutter mit ihre ständigen Anwesenheit in meinem Wohnbereich.)
Desweiteren kontrolliert Sie das Verlassen und Erscheinen meines Wohnbereiches sagen ihr diese Zeiten nicht zu kommt es wiederum zu verbalen Auseinandersetzungen.
Ein normales Beziehungs-/ Liebesleben wie es für einen 29. jährigen Mann angemessen wäre ist in dieser Situation unmöglich. Bis heute ist es mir unter den gegebenen Voraussetzungen nicht möglich
länger anhaltende Beziehungen zum anderen Geschlecht aufzubauen.
Jetzt will ich in einer eigenen Wohnung mein eigenständiges/ selbständiges Leben verwirklichen.
Dies kann ich jedoch nicht wenn ich weiterhin bei bzw. mit meiner Mutter zusammen wohne.

Durch diese detaillierten Aufzählungen können Sie sehen wie ernst und dringend ich eine eigene Wohnung brauche, dies müsste ich ihnen aber eigentlich gar nicht so ausführlich schildern da ich auch ohne diese Begründungen Anspruch auf eine eigene Wohnung habe. Da ein Verweis auf die elterliche Wohnung und das verlangen auf besondere Auszugsgründe nur bei U25 zulässig ist. Dies trifft aber in meinem Fall nicht zu.

Ob ein Umzug erforderlich ist, bestimmt sich danach, ob für ihn ein plausibler, nachvollziehbarer und
verständlicher Grund vorliegt, von dem sich auch ein Nichthilfeempfänger leiten lassen würde (SG Lüneburg
19.8.2005 - S 24 AS 472/05 ER; OVG HB 24.11.2008 - S2 B 558/08). Dies ist in Fallkonstellationen der Fall
(s.a. Frank in GK-SGB II § 22 Rn 58), in denen der Umzug


▪durch den Wunsch nach einer eigenen Wohnung veranlasst ist, von dem sich auch ein
Nichthilfeempfänger leiten lassen würde (z.B. Umzug aus einem Studentenwohnheim in eine eigene
Wohnung [LSG BE-BB 30.11.2007 - 32 B 1912/07 AS ER - ZFSH/SGB 2008, 93] oder Erreichen des 25.
Lebensjahres, mit dem ohne besondere zusätzliche Gründe der Wunsch anzuerkennen ist, aus dem
Elternhaus auszuziehen [LSG MV 22.7.2008 - L 10 B 203/08]),

Hinzu kommen die in der Wohnsituation begründeten Umstände über die der Vermieter mehrmalig telefonisch sowie einmalig schriftlich in Kenntnis gesetzt wurden ist.

Die Mängel der Wohnung und meines Wohnbereiches wären wie folgt:

-sämtliche Fenster der Wohnung undicht
- mein Wohnbereich gar nicht beheizbar da Ofen seit längerer Zeit nicht funktionstüchtig ist
-andere Wohnbereiche wie z.b. Bad und Küche nur gering oder gar nicht beheizbar
-regenwasser dringt von der Decke in die Wohnung da das Dach undicht ist
-aufgrund der nässe ablösen von Tapete und Farbe
-seit Anfang Januar hat Vermieter Wasser abgestellt da im Haus wahrscheinlich die kompletten Wasserrohre zugefroren waren
-daraus folgt das ich seitdem weder Wäsche waschen, Toilettengänge, Körperpflege sowie Nahrungszubereitung nur sehr eingeschränkt oder gar nicht vollziehen kann

Nach telefonischem und schriftlichem in Kenntnis setzen des Vermieters erfolgte jedoch keine Reaktion, die diese Ursachen hätten beheben können. Stattdessen wurden Telefongespräche unterbrochen oder sogar verweigert. Eine Vernünftige Verhandlungsbasis ist mit dem Vermieter nicht möglich. Über die Zustände meines Wohnbereiches so wie der mit genutzten Räume ( Bad, Küche) können sie sich gern ein Bild bei einer Ortsbesichtigung machen.

Ob ein Umzug erforderlich ist, bestimmt sich danach, ob für ihn ein plausibler, nachvollziehbarer und
verständlicher Grund vorliegt, von dem sich auch ein Nichthilfeempfänger leiten lassen würde (SG Lüneburg
19.8.2005 - S 24 AS 472/05 ER; OVG HB 24.11.2008 - S2 B 558/08). Dies ist in Fallkonstellationen der Fall
(s.a. Frank in GK-SGB II § 22 Rn 58), in denen der Umzug

▪durch die bisherige Unterkunft der Unterkunftsbedarf der Bedarfsgemeinschaft nicht (mehr) hinreichend
gedeckt werden kann, z.B. wegen baulicher Mängel (OVG NI 18.6.1985 - 4 B 199/84 - FEVS 36, 332
[Feuchtigkeit]; LSG BE-BB 21.7.2008 - L 26 B 807/08 AS ER

oder einer Summierung unterwertiger
Wohnverhältnisse (SG Berlin 4.11.2005 - S 37 AS 10013/05 ER)

▪ die sanitären Verhältnisse unzumutbar schlecht sind (SG Berlin vom 4.11.2005 - S 37 AS 10013/05
ER; SG Dortmund vom 22.12.2005 - S 31 AS 562/05 ER);

Aufgrund der seit Monaten angespannten Situation zwischen meiner Mutter und mir sowie der geschilderten Wohnungsmängel bezieht meine Mutter ab 01.05.2010 eine alters- und bedarfsgerechte Zwei- Zimmerwohnung von 45qm.

Aus diesen Gründen fordert mich meine Mutter auf den von mir genutzten Wohnraum sowie die Wohnung bis spätestens 30.04.2010 geräumt zu verlassen.

Ob ein Umzug erforderlich ist, bestimmt sich danach, ob für ihn ein plausibler, nachvollziehbarer und
verständlicher Grund vorliegt, von dem sich auch ein Nichthilfeempfänger leiten lassen würde (SG Lüneburg
19.8.2005 - S 24 AS 472/05 ER; OVG HB 24.11.2008 - S2 B 558/08). Dies ist in Fallkonstellationen der Fall
(s.a. Frank in GK-SGB II § 22 Rn 58), in denen der Umzug

der bisherige Hauptmieter die Wohnung kündigt und der bisherige Untermieter kein eigenes
Nutzungsrecht mehr an der Wohnung hat (SG Dortmund 20.10.2008 - S 31 AS 282/07)

Da der Grundsatz gilt unfreiwillige Obdachlosigkeit zu vermeiden solange sie nicht selbst herbeigeführt ist was in meinem Fall nicht der Fall ist und
durch alles hier aufgezählte ist es dringend notwendig meinen Antrag auf Umzug und auf eine eigene Wohnung mit einer maximalen Gesamtmiete von 279 Euro schnellstmöglich zu bearbeiten.


Mit frdl. Grüßen
 

hans wurst

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Ob ein Umzug erforderlich ist, bestimmt sich danach, ob für ihn ein plausibler, nachvollziehbarer und
verständlicher Grund vorliegt, von dem sich auch ein Nichthilfeempfänger leiten lassen würde (SG Lüneburg
19.8.2005 - S 24 AS 472/05 ER; OVG HB 24.11.2008 - S2 B 558/08; LSG Hamburg, Az.: L 5 B 18/08 PKH AS (S 31 AS 152/07); LSG BE-BB L 32 AS 612/09 B ER; Berlit in LPK-SGB II, 3. Auflage 2009, § 22 Rn. 84; vgl. ebenso Hessisches LSG, Beschluss vom 19. März 2009 - L 7 AS 53/09 B ER - Rdnr. 19 unter Bezugnahme auf die Beispiele in der amtlichen Begründung der Neuregelung des § 22 Abs. 1 Satz 2 SGB II = BT Drs. 16/1410 Seite 23 zu Nr. 21). Dies ist in Fallkonstellationen der Fall
(s.a. Frank in GK-SGB II § 22 Rn 58), in denen der Umzug durch den Wunsch nach einer eigenen Wohnung veranlasst ist, von dem sich auch ein
Nichthilfeempfänger leiten lassen würde (z.B. Umzug aus einem Studentenwohnheim in eine eigene
Wohnung [LSG BE-BB 30.11.2007 - 32 B 1912/07 AS ER - ZFSH/SGB 2008, 93] oder Erreichen des 25.
Lebensjahres, mit dem ohne besondere zusätzliche Gründe der Wunsch anzuerkennen ist, aus dem
Elternhaus auszuziehen
[LSG MV 22.7.2008 - L 10 B 203/08])
Hallo

als weitere Anregung; kannst auch hier nochmal nachlesen: https://www.elo-forum.org/unterkunft/51866-lsg-bb-erforderlichkeit-umzuges-schlecht-isolierter-wohnung.html, https://www.elo-forum.org/unterkunft/52168-lsg-hh-erforderlichkeit-umzuges-22-abs-satz-sgb-ii.html

Dies und der schlechte Zustand der Wohnung, sollten vor Gericht (soweit erforderlich) deine wichtigsten Argumente sein, dann brauchste dich über deine Mutter nicht ärgern.

Am besten Montag bei der Arge gegen Empfangsbestätigung abgeben, lass dir die angemessenen KDU von deiner Arge am besten schriftlich bestätigen. Umgehend eine geeignete Wohnung suchen.
 

Lokboy29

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Danke euch beiden allso ist es soweit in ordnung??? Hatt mich heute auch den halben Sonntag gekostet weil ich im Verfassen von Briefen an Ämter überhaupt nicht gut bin.
Ja gebe es morgen bei der Arge gegen Empfangsbestätigung ab und lasse mir alles schriftlich bestätigen. Und am Donnerstag habe ich bei der Bearbeiterin persönlich einen termin da bekommt sie das alles auch nochmal von mir persönlich ausgehändigt natürlich auch nur gegen Empfangsbestätigung. werde zu dem termin auch nicht alleine gehen sondern mir eine unabhängige person mitnehmen und mir ein gesprächsprotokoll geben lassen.
 
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