Hilfe - ALG II und Krankenversicherung...

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vitos77

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Hallo,

ich hoffe, hier kann mir jemand ein wenig helfen. Ich lebe getrennt von meiner Frau und unsere Scheidung steht unmittelbar bevor. NACH der Scheidung wird ein notarieller Ehevertrag greifen, welcher Unterhaltszahlungen ausschließt. Unsere Scheidung erwarten wir für Januar 2006. Nun zu unserem Problem. Meine Frau hat einen Antrag auf ALG II gestellt. Sie lebt mit ihrer Tochter alleine. Es handelt sich nicht um meine Tochter und es gibt für mich auch keine Unterhaltsverpflichtung gegenüber diesem Kind. Sie bekommt vom Kindesvater für dieses Kind auch keinen Unterhalt, da dieser unebkannt im Ausland lebt. Unterhaltsvorschuss vom Jugendamt bekommt sie ebenfalls nicht mehr, da sie diesen in der Vergangenheit bereits 6 Jahre lang bekommen hatte. Nun hat das Arbeitsamt meine Frau angeschreiben und nachgefragt, ob sie von mir Unterhalt bezieht.

Ich befinde mich in der Wohlverhaltensperiode der privaten Insolvenz (noch bis 2010). Ich bin berufstätig und bekomme nach Abzug des Treuhänderanteils in Höhe von 110 Euro monatlich einen Betrag von € 1375 netto ausgezahlt. Von diesem Geld muss ich neben den Kosten für Miete, Strom, Wasser etc. auch Kindesunterhalt in Höhe von € 315,-- monatlich für einen unehelichen Sohn zahlen (dieser Sohn steht in keinem verwandschaftlichen Verhältnis zu meiner von mir getrennt lebenden Ehefrau, er stammt aus einer vorehelichen Beziehung). Wenn ich also von meinem Gehalt (1375,--) die Kosten für den Unterhalt (315,--) abziehe, bleiben mir monatlich € 1.060,-- für Miete etc. - wenn ich alles bezahlt habe, bleiben mir noch € 250,-- zum leben. Meine Frau ist nun vollkommen verzweifelt und nur noch am weinen, weil sie befürchtet, dass ihr Antrag auf ALG II abgelehnt wird, damit ich Unterhalt zahle - ich kann doch aber gar nicht zahlen - kann man mir von dem wenigen was ich habe noch etwas nehmen, um an meine Frau Unterhalt zu zahlen - und falls ja, wieviel? Wie gesagt greift nach der Scheidung ohnehin der notarielle Ehevertrag, welcher nachehelichen Unterhalt vollständig ausschließt.

Eine weitere Frage, welche meine Frau total fertig macht, ist die Sache mit der Krankenversicherung. Das Arbeitsamt hat ihr bis zur endgültigen Klärung empfohlen, sich mit ihrer Krankenvers. (BKK-Mobiloil) in Verbindung zu setzen, wegen einer "freiwilligen Weiterversicherung" für sich und ihre Tochter. Was bedeutet diese freiwillige Weiterversicherung? Da entstehen doch bestimmt Kosten und wer soll die zahlen, wenn Sie zur Zeit noch kein ALG II bekommt? Ihre Tochter befindet sich zur Zeit in kieferorthopädischer Behandlung, im Januar steht wahrscheinlich noch eine Operation an - wie soll das bloß alles gehen? Sie ist nicht bei mir mitversichert, da sie in der Vergangenheit während unserer Trennung selbst berufstätig war und sich somit selbst in der GKV versichert hatte.

Ich bin ganz ehrlich gesagt auch total fertig wegen dieser Sache und bitte euch dringend um Hilfe.

Viele Grüße

Vitos
 

narssner

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freiwilllig muß sei

Die freiwilllige Krankenversicherung sollte deshalb sein, weil jemand erst rückwirkend ab Bewilligung des Antrages auf Arbeitslosengeld zwei krankenversichert ist. Mit der Krankenkase schriftlich vereinbaren, daß ab Bewilligung die selbst bezahlten Beiträge zurückgezahlt werden.
Wer das bezahlt, notfalls von Dritten über Darlehensvertrag leihen. Am besten, der Dritte zahlt selbst die Beiträge bei der Krankenkasse ein und bekommt diese später auch direkt zurück.
Arbeitsämter versuchen sonst gerne, solche Rückzahlungen einem als Einkommen anzurechnen.
Wird die freiwillige Krankenversicherung nicht gemacht, steht man nach vier Wochen schwebend ohne Krankenversicherungsschutz. Und das kann böse werden.
Einen freundlichen Gruß
narssner
 

vitos77

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Hallo,

vielen Dank für deine Antwort und den Tipp mit dem Darlehen - leider gibt es jedoch wirklich niemanden, der da ein Darlehen zur Verfügung stellen würde - mein Gott, die können doch eine alleinstehende Frau mit Kind nicht ohne Krankenversicherung dastehen lassen. Bestünde denn vielleicht die Möglichkeit, dass sie solange wir noch nicht geschieden sind wieder bei mir mitversichert wird, oder hätte das dann irgendwelche negativen Auswirkungen auf ihren ALG II Antrag oder auf unsere bevorstehende Scheidung?

Grüße

Vitos
 
E

ExitUser

Gast
Ein nachehelicher Ehegattenunterhaltsanspruch besteht grundsätzlich dann, wenn
a. wegen der Betreuung minderjähriger Kinder eine eigene Erwerbstätigkeit dem anderen Ehegatten nicht zuzumuten ist beziehungsweise nur eine Teilzeittätigkeit geschuldet und ausgeübt wird oder
b. wegen Krankheit die eigene Unterhaltssicherung durch Berufstätigkeit nicht gegeben ist und nicht verlangt werden kann oder
c. wegen Alters eine Erwerbstätigkeit nicht ausgeübt werden kann oder
d. der andere Ehegatte in Folge von Arbeitslosigkeit trotz hinreichender Bemühungen keine angemessene Erwerbstätigkeit erlangen kann oder
e. wegen erheblich divergierender Einkommensverhältnisse sogenannte Aufstockungsehegattenunterhaltsansprüche bestehen.

https://www.boeckenhoff.de/main_frame_f_recht.htm

Klarheit bei Eheverträgen

https://hsnews.akzentix.de/news_show.php?id=6

Wenn deine EX bedürftig ist kann sie SGB II beantragen und damit ist sie auch Krankenversichert.
 
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