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[Hilfe[ 100% Sanktion was tun ?

Sabbi88

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#1
Hallo,

Ich bin Sabbi und bin 24 Jahre.
Ich habe September eine Maßname bekommen (Bewerbungstraining u.a) die ich auch vorher per Eingliederungsvereinbarung unterschrieben hatte.
So ich war dar und konnte es nicht fassen. Denn genau solche Maßnamen hatte ich jetzt zum 3x mal gehabt. So nach ein paar Tage verließ mich der mut da noch hinzugehen...auch Private Probleme kamen dazu!. Nach ca. 1 Monat kam ein Anhörungsschreiben...welches ich beantwortete. Jetzt vor ein paar Tagen kam ein Beschluss. 100% Sanktion bis auf die Miete. Ich hatte davor noch nie gegen etwas Verstoßen. 176€ Lebensmittelgutscheine bekomme ich jetzt. Naja sein wir alle mal erlich, ich brauche mehr für Essen+Trinken+Hygiene.

Was kann ich jetzt machen ?
habe ja noch Abzüge wie z.b 30€ Strom,30€ Dispokredit etc.

habe eigene Wohnung und bin 24 Jahre.
 

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Lilastern

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#2
Du hast eine EGV unterschrieben. Dir muss bewußt sein, dass man einer Maßnahme nicht einfach so ohne Entschuldigung AU-Bescheinigung fernbleiben kann.

Und dass man private Gründe hatte, das interessiert den SB vom Jobcenter überhaupt nicht.

Du hast jeden deine Pflichten verstoßen, also musst du schauen, wie du über die Runden kommst.

Du kann versuchen einen Beratungsschein beim Amtsgericht holen und dir dann einen Anwalt nehmen.

Ob du Krankenversichert in dieser Zeit bist, wo die Sanktion läuft, solltest du unbedingt abklären.
 

hanni

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#3
Krankenversichert ist sie, da sie Lebensmittelgutscheine erhalten hat.
 

gelibeh

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#4
Du kann versuchen einen Beratungsschein beim Amtsgericht holen und dir dann einen Anwalt nehmen.
Mach das ganz dringend. Oft sind schon bei der Zuweisung in solche Maßnahmen Fehler gemacht worden und was das nutzen soll noch ein viertes Mal eine ähnliche Maßnahme zu machen, erschließt sich mir nicht.
Und für die Zukunft, man unterschreibt nie ungeprüft sofort eine EGV.
 

Seepferdchen

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#5
Mal eine ganz andere Frage, du führst private Probleme an und danach wird auch der RA fragen kannst du da einen gewichtigen Grund benennen?

Gelibeh hat schon recht ein Bewerbungstrainig zum vierten Mal ist nicht das Non-Plus-Ultra, aber hier hättest du schon im Vorfeld einhaken müßen und hier liegt das "Übel".

:icon_pause:
 

Holler2008

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#6
Jetzt vor ein paar Tagen kam ein Beschluss. 100% Sanktion bis auf die Miete. Ich hatte davor noch nie gegen etwas Verstoßen.
Da das klingt, als wüstest du nicht wieso und als ob du mit 30% gerechnet hast. Das wird an deinem jungen alter Liegen weil du unter 25 bist.
 

Sabbi88

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#7
Mal eine ganz andere Frage, du führst private Probleme an und danach wird auch der RA fragen kannst du da einen gewichtigen Grund benennen?
Mehr als Depressionen nicht.
 

gelibeh

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#8
Depressionen sind aber ein wichtiger Grund. Das muss allerdings von einem Arzt bestätigt werden. Mach das mit dem Beratungshilfeschein!
 

Sabbi88

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#9
Depressionen sind aber ein wichtiger Grund
hatte ich bei der Anhörung angegeben, laut dem Beschluss "kein Grund". Kann man ja auch nachlesen habs hochgeladen.
 

Seepferdchen

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#10
Mehr als Depressionen nicht.
Ja, darum habe ich noch mal nachgefragt und wenn du in Behandlung bist und noch ein Attestschreiben dazu bekommst, dann sehe ich gute Chancen diese Sanktion weg zu bekommen.

:icon_pause:
 

Rechtsverdreher

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#11
Was kann ich jetzt machen ?
habe ja noch Abzüge wie z.b 30€ Strom,30€ Dispokredit etc.

habe eigene Wohnung und bin 24 Jahre.
1. Widerspruch einlegen.

2. Zum Sozialgericht gehen und eine einstweilige Anordnung beantragen.
Gründe lassen sich leicht in der von Dir unterzeichneten Eingliederungsvereinbarung (er)finden. Z. B.:

- Das sich das Jobcenter zu nichts verpflichtet hat innerhalb der Eingliederungsvereinbarung (ist in 99,9% der Fälle so).
=> Keine Leistung ohne Gegenleistung.

- Du hast diese Art von Massnahme bereits 3x absolviert => Schikaneverbot BGB.

- Nach dem Gesetz stehen Dir mindestens 70% des Regelsatzes in Form ergänzender Leistungen zu. Nach dem BVerfG sogar 100% des Regelsatzes, sofern kein Nebeneinkommen bzw. Ansparvermögen vorhanden ist.

- Keine Fahrtkostenübernahme innerhalb der Eingliederungsvereinbarung (falls es so ist).

Das nächste mal keine Eingliederungsvereinbarung unterzeichnen.

Tipp: Sanktionsbescheide o. ä., welche den Hilfeempfänger nicht nachweislich erreicht haben entfalten bei diesem keine Rechtskraft.
So weit ich gelesen habe, können solche Fehler auch nicht mehr im nachhinein geheilt werden, weil es besonders schwerwiegende Verwaltungsakte sind.
Nochmal auf deutsch: Falls das/die Schreiben in irgendeinem Lokus verschwunden sind, dann muss die Sanktion aufgehoben werden.

Fachanwalt für Sozialrecht (Adressen — Tacheles Adressdatenbank).
 
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