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Arco

Gast
habe mal im Diskussionsforum der Sozialämter (Argen) einen interessanten Beitrag/Aufsatz eines Sachbearbeiters über die Lage am Arbeitsmarkt und die Zusammenlegung von Sozialhilfeamt und AA gefunden.

Kann man sich ja mal zu Gemüte führen, einige von denen bekommen auch mit wie es läuft.....

Hallo

ist es denn wirklich so, dass man alles hätte lassen können wie es war und was bedeutet das. Das Sozialamt zahlt das Geld und die BA vermittelt in Arbeit?

Fakt war aber doch, dass es fast in jedem größeren Sozialamt eine eigenständige "Arbeitsvermittlung" gab. Warum eigentlich? Ich will den Kollegen des Arbeitsamtes nicht unrecht tun? Die konnten genauso wenig hexen wie die Sozialämter und sie konnten sich ihre Leistungsempfänger auch nicht aussuchen.

Fakt ist aber, dass die Kommunen nicht ohne Erfolg blieben in ihren Bemühungen. Das hing viel damit zusammen, dass es andere Zumutbarkeitsgrenzen gab. Und Fakt ist, ich denke , das hat nun der letzte kommunale Mitarbeiter gemerkt, dass die Mitarbeiter der BA an einer Zentrale hängen. Einer Zentrale, die übermächtig ist, keine Kritik duldet, alles vorgibt und jegliche Eigeninitiative unterdrückt hat. Und wenn die Zentrale mal entscheidet, dass es ein Programm 50 + gibt, das bevorzugt zu bedienen ist, dann wird blind gefolgt. Auch wenn ich wenig alte Menschen, dafür aber viele Ausländer habe.

Es hat aber jede Kommune, jede Region ihre eigenen Probleme und Problemfelder. Es hat sogar jeder Stadtteil sein eigenes Problem. Hier gibt es Stadtteile mit sehr vielen Russen und solche, wo überwiegend Türken leben. Es gibt Stadtteile mit vielen Familien und Stadtteile, in denen eine hoher Anteil an Singleshaushalten zu finden ist. Und die Standartmaßnahmen der BA haben nur wenig gebracht. Wir haben jetzt aktuell ca. 13000 BG, davon ein großer Teil mit Migrationshintergrund. Diese Personen erhielten oftmals Standartsprachkurse der BA, danach sprachen sie nicht deutsch. Wir haben einen eigene Kurs aufgelegt und Sozialhilfeempfänger, wenn nötig mit Zwang, in diese Kurse gebracht. Auch in Zusammenarbeit mit einem Bildungsträger. Und als der Arbeitsmarkt für Helfer noch existierte, haben wir diese Ausländer mit gutem Erfolg in Arbeit vermittelt. Ich könnte viele Beispiele aufzählen, wo sich der Zentralismus der BA negativ auswirkt. Können sie sich auch an solche Äußerungen erinnern, wie ich sie erlebt habe? Wenn man das neue Recht und das neue Konstrukt (ARGE) als Chance begriffen hat, wie oft bekam man dann zu hören "da kommt bestimmt was von oben", sollte heißen, macht euch keinen Kopf, das wird schon noch alles vorgeschrieben. Und wennn dann was kam, mag es noch so schlecht sein, wie oft habe ich gehört "das kommt aber von oben" sollte heißen, was von oben kommt, wird nicht kritisiert.

Ich will das nicht weiter vertiefen, aber ich glaube, dass die starke Beteiligung der Kommunen durchaus gerechtfertigt ist, auch wenn wir nicht zaubern können. Aber ich merke hier ganz deutlich, dass ein anderer frischer Wind weht. Dass man noch keine großen Erfolge sieht, liegt am Arbeitsmarkt. Machen wir uns nichts vor, ohne Arbeitsmarkt vermittelt keiner was, weder Agentur noch Kommune. Aber die Kommunen erhoffen sich viel. Sonst würde nicht dieses enorme Engagement betrieben. Es hängt natürlich auch von der Ausgangssituation ab. Aber die meisten Kommunen haben nicht nur das Personal in die ARGEn eingebracht, das sie für die Erledigung des kommunalen Anteils benötigen würden. Hier sind es etwas mehr als das Fünffache. Dabei handelt es sich nicht nur um "überflüssige" Mitarbeiter, es wurde extra extern angestellt. Und warum? Weil die Kommune ihren Kommunalen Einfluß in der Arbeitsvermittlung sehen will. Wir haben hier von der ARGE initierte Großprojekte angestossen, die es so noch nicht gab, jedenfalls haben wir nichts davon bemerkt. Wir wissen nicht, ob es funktioniert, aber eine Chance ist da und wenn man es nicht versucht, wird man es nicht erfahren. Alleine dieses Großprojekt zu verstehen und in all seinen Facetten und Möglichkeiten zu durchblicken ist schwer, ich weiß darüber viel zu wenig als dass ich effektiv damit arbeiten könnte. Wie soll man so etwas nebenher machen?

Um nochmal aufs Ausgangsproblem zurück zu kommen. Eine Zusammenlegung von Alhi und Sozialhilfe einschließlich der Arbeitsvermittlung, und die vielzitierte Leistung aus einer Hand muss doch nicht bedeuten, dass das in einem Mitarbeiter vereinigt ist. Wenn ich eine Klinikum errichte, damit die Patienten nicht mehr an 10 verschiedene Orte müssen, dann macht doch auch nicht ein Arzt alles. Aber ich habe kurze Wege, egal ob ich zum Röntgen gehe oder operiert werde. Und alles ist aufeinander abgestimmt. Ist das nicht auch eine Leistung aus einer Hand?

Der Schreiber kommt glaube ich aus Augsburg
 

Acacia

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Weil die Kommune ihren Kommunalen Einfluß in der Arbeitsvermittlung sehen will. Wir haben hier von der ARGE initierte Großprojekte angestossen


:klatsch: TOLL!!!!!

Nur schade wenn man an Zeitarbeitsfirmen geschickt wird,oder in massnamhem gesteckt wird,wo man hinterher genauso dasteht wie vorher!!warum konnte das nicht Die BA übernehmen,die anderen verdienen sich dumm und dämlich,und man selbst wird hin und her geschickt und bleibt auf der strecke!!!
Schön,wenn das mal einer auf den punkt bringt,aber ich glaube nicht das da ein recht frischer wind weht,die lage ist nach wie vor die gleiche,und die wird sich auch net ändern,die probleme die wir haben,sind nicht erst seit hartz4 da(vor allem Ausländerintegration)das alles ist schon seit jahren auf der strecke geblieben,und nun versucht man aus dem was nun ist irgendwas zu machen!
 

Luigi Vampa

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Der Mann ist voll in der Gehirnwäsche drin die in diesem System betrieben wird. Jeden tag hört und liest man vom Stellenabbau 1500 da 1300 dort.
Der glaubt doch allen Ernstes daß die handlnger des Kapitals die mit dem Ausland drohen auf die Kommunen hören. Das wäre dasselbe wie wenn ein Löwe sich von einer Spitzmaus verjagen lässt. Im übrigen sind es die Kommunen die einen Arbeitsplatz nahc dem anderen abbauen und durch 1 Eurojobs ersetzen. Das ist Fact und keine verleumdung. :kotz:
 

donnervogel

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@Barney: den Punkt mit dem MAE´s meine ich gar nicht. Ich meine das Gefasel von "Gehirnwäsche des Systems" und "Handlanger des kapitals"....
 

Arania

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@donnervogel; abgesehen davon ob ich in anderen Dingen mit Deinen Aussagen hier übereinstimme an die politisch motivierten Aussprüche musst Du Dich schon gewöhnen, das ist Alltagssprache in dem Bereich ;)
 

donnervogel

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@Arania: inhaltlich war´s auch nicht auf Dich bezogen - dass "@Arania" sollte nur zeigen, dass ich mich auf Deinen vorhergehenden Eintrag beziehe.
 
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