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Hier gibt es (angeblich) noch offene Stellen

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Rounddancer

Forumnutzer/in

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30 Aug 2006
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#2
Oh weh, wenn ich diese Zahlen von scheinbar offenen Stellen so lese, dann denke ich, das sind Potemkinsche Dörfer.

Denn, nur zum Beispiel:

1. Installateure, ich kenne einige,- die kriegen keinen Job. Sie sind halt über 50 Jahre alt.

2. Gastronomie, die da angebotenen Jobs als Bedienung sind in aller Regel reine Aushilfsjobs,- d.h. Chef erwartet, daß Ober/Bedienung unbezahlt daheim am Telefon sitzt, und wenn unerwartet mehr Gäste als geplant kommen, soll man/frau schnell innert drei Minuten da sein, die bedienen, abkassieren, - und wieder gehen, Verdienst: 10,6 Prozent Bedienungsgeld und mit Glück evtl. Trinkgeld vom Gast,- das war's. Und Wirte? Gesucht werden in der Regel Franchisenehmer,- und evtl. auch Pächter. Aber: Erwerbslose Leute, die sowas gerne machen möchten, haben in der Regel kein Geld, Kredite kriegen sie auch nicht. Und wer Geld hat, der guckt danach, das zu behalten und nicht einem Franchisegeber, gar ohne Gebietsschutz in den Rachen zu werfen.

3. Auch vakante IT-Leute kenne ich, die keiner einstellt. Ihr Nachteil: Sie sind 40plus.

4. Elektriker? Da schwankt die Auftragslage so sehr, daß in der einen Woche mal die dreifache Menge Leute gebraucht würden,- und in der folgenden Woche muß man bis zu achtzig, neunzig Prozent des Betriebes auf Kurzarbeit setzen.

5. Ingenieure. Selbst vakante Ingenieure gibts eine stattliche Anzahl, nur sind die halt 45 plus, oder Frau und nur halbtags, sowie im Homeoffice einsetzbar,- und werden nicht eingestellt.

6. Kaufleute? Braucht heute kaum jemand mehr. Sitzen auf der Straße, egal in welchem Alter, da der Handel fast nur noch Minijobber einstellt.
 

ofra

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#3
Danke Heinz für diese klare Einschätzung. :icon_daumen:
 
E

ExitUser

Gast
#4
Oh weh, wenn ich diese Zahlen von scheinbar offenen Stellen so lese, dann denke ich, das sind Potemkinsche Dörfer.

Denn, nur zum Beispiel:

1. Installateure, ich kenne einige,- die kriegen keinen Job. Sind sind halt über 50 Jahre alt.

2. Gastronomie, die da angebotenen Jobs als Bedienung sind in aller Regel reine Aushilfsjobs,- d.h. Chef erwartet, daß Ober/Bedienung unbezahlt daheim am Telefon sitzt, und wenn unerwartet mehr Gäste als geplant kommen, soll man/frau schnell innert drei Minuten da sein, die bedienen, abkassieren, - und wieder gehen, Verdienst: 10,6 Prozent Bedienungsgeld und mit Glück evtl. Trinkgeld vom Gast,- das war's. Und Wirte? Gesucht werden in der Regel Franchisenehmer,- und evtl. auch Pächter. Aber: Erwerbslose Leute, die sowas gerne machen möchten, haben in der Regel kein Geld, Kredite kriegen sie auch nicht. Und wer Geld hat, der guckt danach, das zu behalten und nicht einem Franchisegeber, gar ohne Gebietsschutz in den Rachen zu werfen.

3. Auch vakante IT-Leute kenne ich, die keiner einstellt. Ihr Nachteil: Sie sind 40plus.

4. Elektriker? Da schwankt die Auftragslage so sehr, daß in der einen Woche mal die dreifache Menge Leute gebraucht würden,- und in der folgenden Woche muß man bis zu achtzig, neunzig Prozent des Betriebes auf Kurzarbeit setzen.

5. Ingenieure. Selbst vakante Ingenieure gibts eine stattliche Anzahl, nur sind die halt 45 plus, oder Frau und nur halbtags, sowie im Homeoffice einsetzbar,- und werden nicht eingestellt.

6. Kaufleute? Braucht heute kaum jemand mehr. Sitzen auf der Straße, egal in welchem Alter, da der Handel fast nur noch Minijobber einstellt.
Dazu kommt noch, das besonders Hartzis keine Aussicht auf solche Stellen haben, da sie a.) über ein Jahr nicht mehr in ihrem erlernten Beruf gearbeitet haben und b.) durch viele Sinnlosmaßnahmen und dem nicht mehr vorhandenen Berufsschutz auch keinen Anschluss mehr in ihrem Beruf haben.

Hartz IV, die Politik und die Unternehmen, die Hartz IV mit unterstützen und unterstützt haben, sind also selbst daran Schuld, das viele Stellen nicht mehr besetzt wurden/werden und durch diese "Arbeitsmarktreform" ein riesiges Heer an Hilfsarbeitern entstanden ist. Gleichzeitig jammern die noch, das "Facharbeiter" fehlen.
 
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