• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.
    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc...
    Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.
    (Dieser Hinweiß kann oben rechts, für die Sitzung, ausgeblendet werden)

Hi, ich hab mal eine Frage zum Thema Gegenvorschläge, ...

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

gnom123

Neu hier...
Mitglied seit
2 Jan 2009
Beiträge
357
Bewertungen
2
:icon_daumen: Und jetzt fehlen noch die Erfahrungswerte der User, die nicht einmal einen Gegenvorschlag abgeben wollen.

LG :icon_smile:
War bei mir folgendermassen:

-kein Gegenvorschlag
-habe meiner SB damals gesagt was ich zu beanstanden habe.Das wurde dann schriftlich festhalten(war unter anderem was mit Praktium)
-VA mit AGH drin
-Widerspruch ohne Begründung,war noch 2008 daher automatisch aufschiebende Wirkung
-Zwei Wochen nach Widerspruch sollte Ich die AGH antreten,nicht gemacht.
-Anhörung wegen Nichtantritt
-Ignoriert

Ergebnis:
Bis heute kein Widerspruchsbescheid,keine Sanktion wegen Nichtantritt der AGH da Widerspruch aufschiebende Wirkung entfaltet hat.

Wäre heute in etwa dasselbe Ergebnis nur das ich heute den Widerspruch näher begründen würde zwecks EA für aufschiebende Wirkung beim SG
 
E

ExitUser

Gast
War bei mir folgendermassen:

-kein Gegenvorschlag
-habe meiner SB damals gesagt was ich zu beanstanden habe.Das wurde dann schriftlich festhalten(war unter anderem was mit Praktium)
-VA mit AGH drin
-Widerspruch ohne Begründung,war noch 2008 daher automatisch aufschiebende Wirkung
-Zwei Wochen nach Widerspruch sollte Ich die AGH antreten,nicht gemacht.
-Anhörung wegen Nichtantritt
-Ignoriert

Ergebnis:
Bis heute kein Widerspruchsbescheid,keine Sanktion wegen Nichtantritt der AGH da Widerspruch aufschiebende Wirkung entfaltet hat.

Wäre heute in etwa dasselbe Ergebnis nur das ich heute den Widerspruch näher begründen würde zwecks EA für aufschiebende Wirkung beim SG
:icon_daumen: Das entspricht ja der Vorgehensweise, wie sie mir und einigen anderen Usern vorschwebt.
Mich würde dabei noch interessieren, WIE du den Widerspruch heute begründen würdest.
Und habe ich dich richtig verstanden? Du hast die Anhörung ignoriert? Oder worauf bezog sich das?

LG :icon_smile:
 

Dora

Neu hier...
Mitglied seit
12 Feb 2007
Beiträge
873
Bewertungen
9
Man kann als Begründung, warum man die EGV nicht akzeptiert neben den konkreten Inhalten (sofern überhaupt vorhanden) auch die Verfassungswidrigkeit nennen.

Also: Mensch erklärt, dass mensch nicht bereit ist als mögliche "Rechts"-folgen zu unterschreiben, dass mensch akzeptiert, dass gegen das Sozialstaatsprinzip und Grundrechte aus der Verfassung verstosssen wird und mensch deshalb z. B. nicht zustimmen kann, dass ihm als Folge sein lebensnotwendiges Existenzminimum um bis zu 100% gekürzt werden können soll. Denn das wäre keine "Rechts"-folge sondern die Folge von verfassungs- und Grundrechtswidrigen Unrecht. Dem muss niemand zustimmen.

Und kein Mensch wird dies tun - ausser es läge der strafbewehrte Tatbestand der versuchten Nötigung oder Erpressung vor. (Oder er hätte seine 7 Sinne nicht beisammen - was aber auf niemanden zutrifft. )

Mal ehrlich: Es gibt so viele Gründe eine EGV abzulehnen und selbst Befürworter der Praxis der "Gegenvorschläge" räumen dies (Verfassungs- und Rechtswidrigkeit der EGV und von "Hartz IV") ein.
Wozu also Streit?
Und wozu Gegenvorschläge? Spart euch die Mühe.

Kommt die EGV (die ein öffentlich rechtlicher Vertag ist!) also trotz fehlender Zustimmung eurerseits (ein Gegenvorschlag wäre übrigens streng genommen eine Teilzustimmung hinsichtlich der möglichen Unrechtsfolgen) dennoch als VA ist dieser nicht sanktionierbar und wirkungslos.
.
 
E

ExitUser

Gast
Man kann als Begründung, warum man die EGV nicht akzeptiert neben den konkreten Inhalten (sofern überhaupt vorhanden) auch die Verfassungswidrigkeit nennen.

Mal ehrlich: Es gibt so viele Gründe eine EGV abzulehnen und selbst Befürworter der Praxis der "Gegenvorschläge" räumen dies (Verfassungs- und Rechtswidrigkeit der EGV und von "Hartz IV") ein.
Wozu also Streit?
Und wozu Gegenvorschläge? Spart euch die Mühe.
Moin, Dora!
Und genau darüber bemühen wir uns hier zu reden.
In irgendeinem anderen Thread hast du einen schönen Link gehabt, der auf eine Pdf(?)-Datei verwies, wo ein schönes Standartschreiben aufgesetzt war, welches ihr in euer Ini benutzt. Ich kann das einfach nicht finden.
Könntest du das bitte noch mal reinsetzen?

Ich würde es auch schön finden, wenn du uns noch ein, zwei Beispiele aus deiner Praxis bringen würdest, wo ihr mit eurer (deiner) Strategie die EGV verhindert habt.
Das würde die Diskussion sicher voranbringen. Denn mir liegt sehr viel daran, andere Wege zu gehen, als die der Gegenvorschläge, die für mich eine indirekte Akzeptanz der EGV sind.
Und irgendwie ist das bisher in diesem Forum zu kurz gekommen.

LG :icon_smile:
 

Martin Behrsing

Teammitglied
Redaktion
Mitglied seit
16 Jun 2005
Beiträge
22.327
Bewertungen
4.170
Du scheinst es immer noch nicht begriffen haben. Da wo wir (die Verantwortlichen vom elo-forum aktiv mit eingreifen) ist es nie zu einer EGV gekommen, weil sie eben für die ARGE unannehmbar war, oder alles wurde von den Gerichten gekippt. Aber nicht wegen den Inhalten, sondern weil die Behörden sinnlose VAs erlassen haben.
Ein öffentlich-rechtlicher Vertrag (auch wenn hier ungleichmäßig verteilt) ist erstmal an sich nicht verfassungswidrig. Genau daran ist bisher auch alles bei Gerichten gescheitert, wenn man genau mit diesen Sachen kommt. Wenn dies so wäre, könnte theoretisch niemals ein Privatmensch ein Vertrag mit einer Behörde wegen einer Anmietung eines Grundstücks zur Betreibung eines Lokals etc. machen. Auch hier gibt es die Subordination in vielen Fällen. Allerdings wird in den meisten Fällen etwas gleichberechtigtes abgeschlossen.
Wir haben dies mit den vorhandenen Mustertexten (von anderen), die stammen übrigens zum Teil auch mit von uns!!! versucht und mussten feststellen, genau hier ist der Weg verbaut. Also haben wir uns hingesetzt und einen quasi unannehmbaren Gegenvorschlag ausgearbeitet. Viele Verfahren sind bis zu den LSGs gegangen und immer wieder festgestellt, dass die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs bei VAs nicht beachtet wurde, wenn ein VA kam. Jetzt ist leider die Rechtslage erstmal so, dass die aufschiebende Wirkung per Verordnung fallen gelassen wurde. Es gibt zwar einige Gerichte, die dies nicht so sehen, aber wiederum muss der Weg durch die Instanzen genagen werden.
Ich frage mich allerdings, ob wir diesen Weg wirklich noch lange gehen sollen, denn ist abzusehen, dass dann wieder was Neues kommt.
Warum fängst Du z.B. nicht auch an endlich Widerstand und Gegenwehr zu organisieren. Der Gerichtsweg sollte immer nur unser zweites oder besser viertes Standbein sein. Alles andere muss forciert werden und das ist mühsam und erfordert Kraft und nochmals Kraft. Und eventuell werden wir selbst davon nicht profitieren. Aber sei es drum, dann tun es halt unsere Kinder oder die jüngere Generation. Und dafür hätte es sich dann gelohnt.

Glaube mir, wir machen dies seit 2004 und haben schon damals eine 80-Seitige Verfassungsbeschwerde ausgearbeitet, die genau alle diese Punkte, die Du und Hamburgeryin jetzt wieder ausgrabt, auf den Weg gebracht. Was war – BAG, BSG, LSD, Europäische Menschrechtskommission sahen hier keine Verstöße. Eventuell gibt es eine im moment eine Chance wegen den Ein-Euro.Jobs. Aber nicht weil die in Deutschland sind, sondern weil es ähnliche Modelle in den Niederlanden gibt, die dann aber ein wenig anders gestaltet sind.

[FONT=&quot]Hartz IV zu kippen geht m. E. nicht über den Gerichtsweg, sondern nur durch Widerstand, der deutlich sichtbar ist. Und da liegt es an uns und nur an uns. Wer aber nicht bereit ist, gewisse Grenzen legal durch zivilen Ungehorsam zu überschreiten, wird nichts verändern. Ziviler Ungehorsam bedeutet nicht sich strafrechtlich zu verhalten, aber Repressionen müsstn einkalkuliert werden. Aber es scheint ja besser zu sein, sich woanders lautstark wegen angeblicher Sperrungen bei uns zu beschweren und dann noch nicht mal zu zugeben, dass man sich geirrt hatte. Man war niemals gesperrt. Aber so ist das halt. [/FONT]

Man kann als Begründung, warum man die EGV nicht akzeptiert neben den konkreten Inhalten (sofern überhaupt vorhanden) auch die Verfassungswidrigkeit nennen.

Also: Mensch erklärt, dass mensch nicht bereit ist als mögliche "Rechts"-folgen zu unterschreiben, dass mensch akzeptiert, dass gegen das Sozialstaatsprinzip und Grundrechte aus der Verfassung verstosssen wird und mensch deshalb z. B. nicht zustimmen kann, dass ihm als Folge sein lebensnotwendiges Existenzminimum um bis zu 100% gekürzt werden können soll. Denn das wäre keine "Rechts"-folge sondern die Folge von verfassungs- und Grundrechtswidrigen Unrecht. Dem muss niemand zustimmen.

Und kein Mensch wird dies tun - ausser es läge der strafbewehrte Tatbestand der versuchten Nötigung oder Erpressung vor. (Oder er hätte seine 7 Sinne nicht beisammen - was aber auf niemanden zutrifft. )

Mal ehrlich: Es gibt so viele Gründe eine EGV abzulehnen und selbst Befürworter der Praxis der "Gegenvorschläge" räumen dies (Verfassungs- und Rechtswidrigkeit der EGV und von "Hartz IV") ein.
Wozu also Streit?
Und wozu Gegenvorschläge? Spart euch die Mühe.

Kommt die EGV (die ein öffentlich rechtlicher Vertag ist!) also trotz fehlender Zustimmung eurerseits (ein Gegenvorschlag wäre übrigens streng genommen eine Teilzustimmung hinsichtlich der möglichen Unrechtsfolgen) dennoch als VA ist dieser nicht sanktionierbar und wirkungslos.
.
 

rheinlaenderin

Neu hier...
Mitglied seit
29 Jun 2008
Beiträge
393
Bewertungen
4
Du scheinst es immer noch nicht begriffen haben. Da wo wir (die Verantwortlichen vom elo-forum aktiv mit eingreifen) ist es nie zu einer EGV gekommen, weil sie eben für die ARGE unannehmbar war, oder alles wurde von den Gerichten gekippt. Aber nicht wegen den Inhalten, sondern weil die Behörden sinnlose VAs erlassen haben.
Ein öffentlich-rechtlicher Vertrag (auch wenn hier ungleichmäßig verteilt) ist erstmal an sich nicht verfassungswidrig. Genau daran ist bisher auch alles bei Gerichten gescheitert, wenn man genau mit diesen Sachen kommt. Wenn dies so wäre, könnte theoretisch niemals ein Privatmensch ein Vertrag mit einer Behörde wegen einer Anmietung eines Grundstücks zur Betreibung eines Lokals etc. machen. Auch hier gibt es die Subordination in vielen Fällen. Allerdings wird in den meisten Fällen etwas gleichberechtigtes abgeschlossen.
Wir haben dies mit den vorhandenen Mustertexten (von anderen), die stammen übrigens zum Teil auch mit von uns!!! versucht und mussten feststellen, genau hier ist der Weg verbaut. Also haben wir uns hingesetzt und einen quasi unannehmbaren Gegenvorschlag ausgearbeitet. Viele Verfahren sind bis zu den LSGs gegangen und immer wieder festgestellt, dass die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs bei VAs nicht beachtet wurde, wenn ein VA kam. Jetzt ist leider die Rechtslage erstmal so, dass die aufschiebende Wirkung per Verordnung fallen gelassen wurde. Es gibt zwar einige Gerichte, die dies nicht so sehen, aber wiederum muss der Weg durch die Instanzen genagen werden.
Ich frage mich allerdings, ob wir diesen Weg wirklich noch lange gehen sollen, denn ist abzusehen, dass dann wieder was Neues kommt.
Warum fängst Du z.B. nicht auch an endlich Widerstand und Gegenwehr zu organisieren. Der Gerichtsweg sollte immer nur unser zweites oder besser viertes Standbein sein. Alles andere muss forciert werden und das ist mühsam und erfordert Kraft und nochmals Kraft. Und eventuell werden wir selbst davon nicht profitieren. Aber sei es drum, dann tun es halt unsere Kinder oder die jüngere Generation. Und dafür hätte es sich dann gelohnt.

Glaube mir, wir machen dies seit 2004 und haben schon damals eine 80-Seitige Verfassungsbeschwerde ausgearbeitet, die genau alle diese Punkte, die Du und Hamburgeryin jetzt wieder ausgrabt, auf den Weg gebracht. Was war – BAG, BSG, LSD, Europäische Menschrechtskommission sahen hier keine Verstöße. Eventuell gibt es eine im moment eine Chance wegen den Ein-Euro.Jobs. Aber nicht weil die in Deutschland sind, sondern weil es ähnliche Modelle in den Niederlanden gibt, die dann aber ein wenig anders gestaltet sind.

[FONT=&quot]Hartz IV zu kippen geht m. E. nicht über den Gerichtsweg, sondern nur durch Widerstand, der deutlich sichtbar ist. Und da liegt es an uns und nur an uns. Wer aber nicht bereit ist, gewisse Grenzen legal durch zivilen Ungehorsam zu überschreiten, wird nichts verändern. Ziviler Ungehorsam bedeutet nicht sich strafrechtlich zu verhalten, aber Repressionen müsstn einkalkuliert werden. Aber es scheint ja besser zu sein, sich woanders lautstark wegen angeblicher Sperrungen bei uns zu beschweren und dann noch nicht mal zu zugeben, dass man sich geirrt hatte. Man war niemals gesperrt. Aber so ist das halt. [/FONT]
Danke Martin, Du hast das auf den Punkt gebracht. Jeder von uns kann sich seiner Stärken und Kapazitäten bewusst werden, und wenn die eingesetzt werden, kommt viel zusammen.
 

Dora

Neu hier...
Mitglied seit
12 Feb 2007
Beiträge
873
Bewertungen
9
Vieles nur schwer Nachvollziehbares und Unverständliches, was du da schreibst. Zu den Gründen eures Scheiterns kann ich nichts sagen, weil ich gar nicht weiß, mit was ihr denen gekommen seid. Auch habe ich nie geschrieben, dass ein oder genauer gesagt, jeder öffentlich-rechtlicher Vertrag an sich vetrafassungswidrig sei. Bei der EGV sind es der Inhalt und die möglichen Folgen, die Rechts- und Verfassungswidrig sind.

Also haben wir uns hingesetzt und einen quasi unannehmbaren Gegenvorschlag ausgearbeitet.
Für wen hälst du die Unterwerfungsklausel am Schluss eures "Muster-Gegenvorschlags" für "unannehmbar"? Für die ARGE oder für den Elo?

Auch was du danach noch schreibst ist für mich schwer zu verstehen. Wer hat was festgestellt? Warum konnte die aufschiebende Wirkung nicht beachtet werden. Deinenen Ausführungen kann ich nur schwer folgen.

Ich frage mich allerdings, ob wir diesen Weg wirklich noch lange gehen sollen, denn ist abzusehen, dass dann wieder was Neues kommt.
Meinst du mit "diesen Weg" die Gegenvorschläge?

Warum fängst Du z.B. nicht auch an endlich Widerstand und Gegenwehr zu organisieren.
Wir organisieren erfolreichen Widerstand und Gegenwehr tagtäglich in den ARGEn. Schon seit Zeiten der alten Sozialhilfe bis heute unter "Hartz IV". Von uns geht keiner allein und niemand hat je eine EGV unterzeichnet und das stets ohne dass dies irgendwelche (negativen) Folgen gehabt hätte. (Les mal # 7 in http://www.elo-forum.org/eingliederungsvereinbarung/38842-heute-egv-bekommen-datum-22-04-2009-a.html)


Der Gerichtsweg sollte immer nur unser zweites oder besser viertes Standbein sein. Alles andere muss forciert werden und das ist mühsam und erfordert Kraft und nochmals Kraft. Und eventuell werden wir selbst davon nicht profitieren. Aber sei es drum, dann tun es halt unsere Kinder oder die jüngere Generation. Und dafür hätte es sich dann gelohnt.
Das magst du so sehen. Nach dem Grundgesetz (Art. 19) ist der Rechtsweg auszuschöpfen bevor nach Art. 20 Widerstandgeleistet werden darf. Und ich wiederhole mich ungern, aber es ist hier im Forum anscheinend unvermeidbar:
Wir machen beides: Wir haben bei den "agenturschluss!"-Aktionen mitgemacht, gehen auf Demonstrationen und haben seit 2004 Klagen gegen Hartz IV laufen haben EGVen gekippt, unser Mitstreiter z. B. in Nordhessen ARCA-Soziales Netzwerk hat den Beschluss des LSG Hessen vom 29.10.2008 erwirkt, den Beschluss des SG Kassel, dass der Beistand dort aus drei Personen bestehen darf, usw. Das alles hat vielen Inis weiter geholfen. Mehr als manche Latsch-Demo wie zuletzt in Frankfurt, bei der wir auch mit etlichen Leuten waren.
Bei uns ist jeder Tag ein "Zahltag", denn wir leisten fast täglich Beistand und erfolgreich Widerstand.

Da bei uns niemand Interesse an einer politischen Karriere hat, sind für uns politische Aktionen aber eher nachrangig und die tägliche Rechtsdurchsetzung und erfolgreiche Gegenwehr stehen im Vordergrund. Wir vertrauen zunächst nur auf uns, unsere täglich gelebte Solidarität, unsere Sachkunde und rechtliche Gegenwehr.

[FONT=&quot]Wer aber nicht bereit ist, gewisse Grenzen legal durch zivilen Ungehorsam zu überschreiten, wird nichts verändern.[/FONT]
[FONT=&quot]Schwer zu verstehen. Da werden von euch "unanehmbare Gegevorschläge" mit einer Unterwerfungslkausel erarbeitet und gleichzeitig proklamierst du zivilen Ungehorsam.

[/FONT]
[FONT=&quot] Ziviler Ungehorsam bedeutet nicht sich strafrechtlich zu verhalten, aber Repressionen müsstn einkalkuliert werden.[/FONT]
[FONT=&quot]Wir setzen uns und unsere Mitglieder nicht Repressionen aus sondern verhindern diese. Und das recht wirksam, Tag für Tag.


[/FONT]
[FONT=&quot] Aber es scheint ja besser zu sein, sich woanders lautstark wegen angeblicher Sperrungen bei uns zu beschweren und dann noch nicht mal zu zugeben, dass man sich geirrt hatte. Man war niemals gesperrt. Aber so ist das halt. [/FONT]
Also: Ich bin Dora und nicht grottenolm und habe mich nicht anderswo beschwert sondern euch direkt gebeten, das abzustellen, damit ich hier wieder meine Meuinung schreiben kann.

Zur Hilfe für Elos gehört für mich auch, dass sie Recht von Unrecht unterscheiden können. Da das LSG Hessen in seinem Beschluss feststellt, dass entgegen der Darstellung unserer Regierung die Regelsätze für Erwachsene und Kinder verfassungswidrig zustande gekommen sind und auch bezüglich der Höhe Grundrechte aus der Verfassung verletzen, erklären wir z. B. den Elos auch warum das so ist und dass sie und die Öffentlichkeit deshalb von unserer Regierung von Anfang belogen und betrogen wurden. Auch ist offensichtlich, dass genau das unter den Teppich gehalten wird von Regierung, Medien, Parteien, Gewerkschaften und Verbänden. Unserer Meinung nach braucht es aber das Wissen über Verfassungsgemäße Rechte und demokratische Prinzipien.
Nur wer seine Rechte kennt weiß die auch zu verteidigen.
Auch ist die Armut der Eltern untrennbar mit der Armut der Kinder zu sehen und umgekehrt.
Dass ihr euch selbst auf die Schulter klopft - von mir aus. Mir geht es um die Sache.

Und - wenn auch nur mal nebenbei - ob bei 70 Millionen Wahlberechtigten oder wie viele es genau sein mögen 6.000 gesammelte Unterschriften mehr Eindruck auf die Regierung gemacht haben als die Blamage der Urteile des LSG Hessen (die Rgierung hat belogen und betrogen) und des BSG, das um den Beschluss des LSG Hessen nicht herum kam und über die in allen Nachrichten der ARD und des ZDF und den Medien usw. berichtet wurde, dazu kann sich jeder selbst (s)eine Antwort geben.
.
 
E

ExitUser

Gast
Ich frage mich allerdings, ob wir diesen Weg wirklich noch lange gehen sollen, denn ist abzusehen, dass dann wieder was Neues kommt.
Nur mal so, was ich mir bei diesem Satz denke.

Anpassen an die neuen "Verhältnisse", die ARGEn schlafen ja nicht und lesen mit, also werden auch die EGVs "angepasst". Dann vielleicht noch ein Überlegen neuer Wege usw.

Wer aber welche Vorschläge bei sich selbst anwendet, sollte auch jedem selbst überlassen sein.

Das Zusammenstellen verschiedener Vorschläge ist immer besser und wer Hilfe sucht, sollte dann auch eine Auswahl haben.

Was ich meine, es gibt jetzt eigentlich zwei Wege, die vom Elo und die von Dora, was daran so schlecht sein soll, weis ich nicht, aber es ist schon eine kleine Auswahl.:icon_smile:
 
E

ExitUser

Gast
Hi,

es ist weder eine Erkenntnis noch eine Meinung.Es sind schlicht und ergreifend Fakten. Und diese Fakten liefern die entsprechenden User selber mit dem was sie hier posten. Wer diesen Thread also aufmerksam verfolgt weiss was gemeint ist:cool:

Wenn man nur halb soviel Zeit dafür aufbringen würde eine Alternative auszuarbeiten anstatt sinnlos an diese Anfeindungen zu verschwenden wäre man schon einen Schritt weiter.

Die Tatsache, dass man sich lieber auf das Anfeinden beschränkt zeigt somit, dass eine echte Hilfe garnicht beabsichtigt ist was natürlich für die vielen Hilfesuchenden schade ist. Aber leider ist das derzeit der IST-Zustand.

Gruss

Paolo

Dem kann ich nur zustimmen !
 

gnom123

Neu hier...
Mitglied seit
2 Jan 2009
Beiträge
357
Bewertungen
2
:icon_daumen: Das entspricht ja der Vorgehensweise, wie sie mir und einigen anderen Usern vorschwebt.
Mich würde dabei noch interessieren, WIE du den Widerspruch heute begründen würdest.
Und habe ich dich richtig verstanden? Du hast die Anhörung ignoriert? Oder worauf bezog sich das?

LG :icon_smile:
Die Anhörung bezog sich auf den Nichtantritt der AGH.Hatte vergessen zu schreiben das ich,als das Schreiben(war ein Vermittlungsvorschlag,stand so in dem VA drin) für die AGH kam,daraufhin gleich geantwortet habe warum ich sie nicht antretete.

Hatte der ARGE geschrieben,das mein Widerspruch aufschiebende Wirkung entfaltet und ich deswegen die AGH nicht antrete.Desweiteren hatte ich dieses hessische Urteil angeführt,das besagt das aus einer EGV per VA nicht sanktioniert werden darf.

Heute würde ich als Begründung warum ich die EGV nicht unterschreibe als erstes mal üblichen Sachen anführen wie Ortsabwesenheit,Meldepflicht usw.Dann diesen neuen Abschnitt am Schluss"Sollte Aufgrund...usw..."ihr wisst schon,das ich damit nicht einverstanden bin.

Wenn ne AGH drin steht,schauen ob man die Zusätzlichkeit und Bestimmtheit bemängeln kann.
Das mit der Verfassungswidrigkeit ist auch ein guter Gedanke.Wobei ich das das als alleiniger Grund nicht so zieht,da man die ARGEn mit direkt greifbaren Sachen sprich SGB angreifen muss.
 
E

ExitUser

Gast
Ich habe heute Morgen ein Schreiben von meiner Arge erhalten.
Ein Arbeitsvermittler möchte mit mir über meine berufliche Situation sprechen, und teilt mir im selben Atemzug mit, dass er eine EGV :icon_smile: abzuschließen gedenkt. Na, dann.....

LG
 

gnom123

Neu hier...
Mitglied seit
2 Jan 2009
Beiträge
357
Bewertungen
2
Ich habe heute Morgen ein Schreiben von meiner Arge erhalten.
Ein Arbeitsvermittler möchte mit mir über meine berufliche Situation sprechen, und teilt mir im selben Atemzug mit, dass er eine EGV :icon_smile: abzuschließen gedenkt. Na, dann.....

LG
Bin mal gespannt was sie dir für ne Sauerei andrehen wollen.:biggrin:
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
Thematiker*in
Mitglied seit
2 Jul 2008
Beiträge
12.851
Bewertungen
6.300
Ich habe heute Morgen ein Schreiben von meiner Arge erhalten.
Ein Arbeitsvermittler möchte mit mir über meine berufliche Situation sprechen, und teilt mir im selben Atemzug mit, dass er eine EGV :icon_smile: abzuschließen gedenkt. Na, dann.....

LG
Hi,

das ist natürlich :icon_kotz: Aber somit haben wir doch jetzt einen Versuch die "andere" Vorgehensweise unter Echtzeitbedingungen zu testen und können somit nun Erfahrungswerte sammeln mit dem nichtunterzeichnen der EGV wie du bereits in deinem post #104 geschrieben hast.

Viel Erfolg!

Gruss

Paolo
 
E

ExitUser

Gast
Hi,
das ist natürlich :icon_kotz: Aber somit haben wir doch jetzt einen Versuch die "andere" Vorgehensweise unter Echtzeitbedingungen zu testen und können somit nun Erfahrungswerte sammeln mit dem nichtunterzeichnen der EGV wie du bereits in deinem post #104 geschrieben hast.
Jepp! So sieht es aus, und ich hoffe auf rege Unterstützung eurerseits und von Dora - die ja damit bereits sehr gute Erfahrungen gemacht hat.
Ich bin just dabei mir einen Beistand zu organisieren - und denke bereits über den Kauf eines Diktiergeräts nach (jaaaaaaa, ich weiß, Aufnahmen sind ohne Zustimmung nicht gestattet - aber ich habe für gesprochenes ein sehr schlechtes Gedächtnis, kein Witz)
gnom123
Bin mal gespannt was sie dir für ne Sauerei andrehen wollen.:biggrin:
Ansonsten bin ich fidel und in guter Stimmung, und frage mich, was mir der AV andrehen will. Jedenfalls werde ich die EGV mitnehmen, und dann in aller Ruhe beantworten.
Kleine Nachfrage: Gibt es da einen nennenswerten Unterschied wischen AV, FM, PaPnase oder SB? - Für mich sind das alles Argeschergen, aber gibt es da tatsächlich wesentliche Differenzierungen?

LG :icon_smile:
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
Thematiker*in
Mitglied seit
2 Jul 2008
Beiträge
12.851
Bewertungen
6.300
Jepp! So sieht es aus, und ich hoffe auf rege Unterstützung eurerseits und von Dora - die ja damit bereits sehr gute Erfahrungen gemacht hat.

Die Profis hier werden dir sicherlich helfen.

Ich bin just dabei mir einen Beistand zu organisieren - und denke bereits über den Kauf eines Diktiergeräts nach (jaaaaaaa, ich weiß, Aufnahmen sind ohne Zustimmung nicht gestattet - aber ich habe für gesprochenes ein sehr schlechtes Gedächtnis, kein Witz)

Das ist ein zweischneidiges Schwert. Das weißt du ja. Man könnte auch ein Gedächtnisprotokoll anfertigen. Wenn du ja einen Beistand organisierst könnte der das nieder schreiben und dir gegen zeichnen. Schau mal hier:
http://www.elo-forum.org/off-topic/35461-dokumentenvorlage-%FC-gespr%E4chsprotokoll.html#post370170

Diktiergeräte könne auch MP3-Player sein. Die meisten haben diese Funktion ab Werk. Aber wie gesagt. Ist eine zweischneidige Sache.

Ansonsten bin ich fidel und in guter Stimmung, und frage mich, was mir der AV andrehen will. Jedenfalls werde ich die EGV mitnehmen, und dann in aller Ruhe beantworten.

Genau!

Kleine Nachfrage: Gibt es da einen nennenswerten Unterschied wischen AV, FM, PaPnase oder SB? - Für mich sind das alles Argeschergen, aber gibt es da tatsächlich wesentliche Differenzierungen?

Soweit ich weiss sieht es so aus:

AV = Für die die uneingeschränkt vermittelbar sind.
FM/PaP = Für die die nicht uneingeschränkt vermittelbar sind, weil z.B. behindert o. ä.
SB = Sind meistens die Sachbearbeiter in der Leistungsabteilung. Kommt aber auf die Größe und die Organisationsstruktur der ARGE an.


LG :icon_smile:
Gruss

Paolo
 
E

ExitUser

Gast
AV = Für die die uneingeschränkt vermittelbar sind.
FM/PaP = Für die die nicht uneingeschränkt vermittelbar sind, weil z.B. behindert o. ä.
SB = Sind meistens die Sachbearbeiter in der Leistungsabteilung. Kommt aber auf die Größe und die Organisationsstruktur der ARGE an.
Ich bin nicht uneingeschränkt vermittelbar. Ich habe einen GdB von z.Zt. 30% und mein Antrag auf Erhöhung liegt dem Versorgungsamt vor.
Desweiteren gibt es ein Attest meiner Kardiologin, dass ich nur sehr leichte Arbeit machen darf. (Beide Unterlagen liegen der Arge vor!)
Na, da kann ich ja wohl gespannt sein, was das nun wird.....

LG :icon_smile:
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben Unten