HG + Vermögen meines Vaters

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Cristiane

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Hallo!

Das Thema wurde ja schon disskutiert, aber ich habe dennoch eine Frage.

Ich habe heute einen Antrag auf ALG II gestellt. Da ich nun 25 Jahre alt geworden bin und bei meinem Vater lebe, bilde ich meine eigene Bedarfsgemeinschaft und mit meinem Vater eine Haushaltsgemeinschaft.

Nächste Woche muss ich zu einer Informationswoche, wo ich den Antrag auch ausfülle. Die Sachbearbeiterin hat mir gesagt, dass ich das Vermögen meines Vaters angeben muss, Rente, Sparbuch ect.
Ich stelle mir nun die Frage, wozu ich das machen muss??
Mein Vater ist dazu auch gar nicht bereit. Da das Kindergeld nun mit meinem 25. Geburstag wegfällt, ist er für mich auch nicht mehr Unterhaltspflichtig. Er würde bloß die Miete für mich übernehmen und alle Nebenkosten. Verpflegung ect. würde ich selbst finanzieren.
Ich habe kein Einkommen und bin nicht einmal krankenversichert, benötige also dringend ALG II.

Die SB wollte sogar wissen, warum ich denn noch bei meinem Vater leben möchte und warum ich keine eigene Wohnung in Erwägung ziehe. :confused: Das klang so, als fände sie es besser, wenn sie noch mehr Kosten ausgeben müssten. Das ergibt doch keinen Sinn.
Ich sagte nur, dass mein Vater jetzt über 70 und schwerbehindert ist und ich gerne bei ihm wohnen bleiben möchte.
Die Frau war eh unfreundlich, und ich hatte das Gefühl, als wollte die mich runterputzen.

Jedenfalls bin ich nicht dazu bereit, das Vermögen meines Vaters bei dieser Informationswoche preiszugeben. Würde da eine schriftliche Widerlegung ausreichen?
https://www.erwerbslosenforum.de/antrag/wihg.pdf

Würde mich wirklich sehr über eure hilfreichen Antworten freuen!
 

Mario Nette

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Ob ihr überhaupt eine Haushaltsgemeinschaft (HG) bildet, ist noch zu prüfen. Vielleicht seid ihr ja nur eine Wohngemeinschaft (WG)? Das wäre zumindest auch wesentlich einfacher ...

Hast du einen Untermietvertrag mit deinem Vater? Wenn nicht, wäre es durchaus sinnvoll, einen zu machen. Denn das ist ein Argument mehr, was für eine WG spräche. Warum will er denn Wohnkosten für dich tragen - hat er's so dicke? :biggrin: Wenn es eine WG ist, muss dein Vater auch absolut keine Auskünfte mitteilen.

"Die SB wollte sogar wissen, warum ich denn noch bei meinem Vater leben möchte und warum ich keine eigene Wohnung in Erwägung ziehe." - super, eine gute Idee der SB. Lasse dir von deinem Vater ein Schriftstück geben, dass er dich nicht länger beherbergen will. Dann beantragst du gleich noch bei der ARGE, umziehen zu dürfen, suchst dir eine dem Angemessenheitsrahmen der ARGE (bitte hier im Forum unter Angabe des Ortes erfragen oder die ARGE fragen) entsprechende Wohnung, beantragst - so denn notwendig - Umzugskosten, Übernahme der Kaution etc. und hast somit dein eigenes Castle. OK, aber ich verstehe natürlich deine Beweggründe, zuhause zu bleiben.

Musst oder willst du auch zu dieser Ausfüllveranstaltung?

Mario Nette
 

Cristiane

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Mein Vater würde in der 3 Zimmerwohnung auch bleiben, wenn er da alleine leben würde. Von daher übernimmt er für mich auf die Mietkosten. Und wie schon gesagt, möchte ich erstmal nicht ausziehen, das würde ich erst aus beruflichen Gründen tun.

Wegen diesem Untermietvertrag... Ich weiß gar nicht, ob das unser Vermieter erlaubt. Da müsste ich erst einmal nachsehen.
Inwiefern unterscheidet sich die HG mit der WG? Heißt das, dass ich da "Miete" zahlen müsste?

Wäsche waschen, Haushalt führen - das machen wir alles gemeinsam bzw. ich erledige das, da mein Vater in seinem Alter dazu nicht mehr so rüstig ist. Bei der Verpflegung trennen sich unsere Wege.

Ja, ich muss leider zu diesem Informationstag... und alle Unterlagen mit bringen.
 

Mario Nette

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Ihr solltet über einen Untermietvertrag nachdenken, egal ob HG oder WG. Ihr habt dann effektiv mehr Geld in der Tasche, ob ihr nun zusammen oder getrennt wirtschaftet. Ob ein Untermietverhältnis möglich ist, kann man manchmal aus dem Hauptmietvertrag ablesen oder man fragt das einfach beim Vermieter nach (schriftliche Antwort wäre sinnvoll).

Mario Nette
 

Cristiane

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Ja, darüber haben wir heute auch gesprochen und sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir einen Untermietervertrag machen. Im Mietvertrag steht, dass der Vermieter dazu erstmal zustimmen muss. Aber ich denke, dass es da keine Probleme geben wird.
 

ela1953

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Wenn du dir eine eigene Wohnung nimmst, ist das ganze Verfahren viel einfacher.

Deshalb sicher der Tipp deiner SB. Der war gut von ihr, denn es gibt auch 30jährige, die nicht zu Hause ausziehen dürfen.

Wenn ihr zusammenbleibt, dann wird die Arge zunächst eine Haushaltsgemeinschaft annehmen.

Daher wollen die den Einkommensnachweis deines Vaters. Denn ein HG_Mitglied hat dann nur einen Freibetrag von 2 x 359 Euro und den Anteil an den KdU. Denn du hast Anspruch auf die Hälfte der Miete (wenn du nur mit deinem Vater zusammen wohnst)

Hat dein Vater mehr Einkommen, wird von ihm erwartet, dass er davon die Hälfte an dich weiter gibt.

Viele Argen haben auch strenge Maßstäbe bei einer Wohngemeinschaft.
Das geht über getrennte Fächer im Kühlschrank über doppelte Zahnpasta, Waschpulver usw.

Es soll sogar schon geprüft worden sein, ob man auch nur seine Wäsche in der Maschine hat.

Von Vorteil wäre eine Wohnung im gleichen Haus. Du könntest sogar eine Erstausstattung beantragen.
 

Cristiane

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Es ist sicher einfacher, wenn ich eine eigene Wohnung nehme, aber das will ich, wie gesagt, erstmal nicht!

Wenn ich mit meinem Vater einen Untermietvertrag mache, was kommt dann auf ihn zu?

Es war ja bisher immer so, dass mein Vater von dem Kindergeld meine Verpflegung finanziert hat. Da dies nun wegfällt, müsste ich selbst dafür aufkommen.
Essen tun wir sowieso getrennt, da ich Vegi bin und er nicht. Aber das interessiert eh keinen. :icon_smile:
Im Bad hat eh jeder sein eigenes Fach.
 

Mario Nette

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Ihr müsst zuerst euren Vermieter fragen und die Auskunft möglichst schriftlich erbitten. Der Untermietvertrag stellt für deinen Vater, gerade wenn ihr ein vernünftiges Verhältnis zueinander pflegt, überhaupt kein Problem dar. Er wird einmal aufgesetzt - Musterschreiben im Netz -, von beiden unterschrieben und das war's. Sollte dein Vater durch die Untervermietung Gewinn erwirtschaften, könnte es sein, dass dies Einfluss auf die Steuer hat. Aber man muss ja keinen Gewinn erwirtschaften.

Mario Nette
 
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