Heute vor 20 Jahren: Der Bundestag stimmt der Euro-Einführung zu (1 Betrachter)

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Wholesaler

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Es geschah am 23.04.1998 im deutschen Bundestag in Bonn. Soll der Euro eingeführt werden oder nicht? 575 Abgeordnete stimmten dafür, nur 35 Abgeordnete votierten mit Nein, und zwar 27 Angehörige der PDS-Gruppe, drei Abgeordnete der CDU/CSU-Fraktion, vier der SPD-Fraktion sowie ein Mitglied der FDP. Außerdem gab es fünf Enthaltungen.

Kritiker wurden wie so oft mundtot. Darunter auch Gregor Gysi.

In einer brillanten Rede wies er schonungslos auf die Risiken hin, die mit der Euro-Einführung verbunden sind.

Er sollte in ALLEN Punkten recht behalten:

https://www.youtube.com/watch?v=ZKPgcU-36ng

Noch verhängnisvoller war dann drei Jahre später die Aufnahme Griechenlands in den Euro. Skeptikern wurde auch dieses Mal ein Maulkorb verpasst. Die Euro-Einführung war einmal mehr ein Beweis dafür, dass die Politik ausschließlich Interessen der Wirtschaft verfolgt. Noch schlimmer ist, dass der "kleine Mann" bei solch bedeutenden Entscheidungen noch nicht einmal gefragt wird, da es auf Bundesebene keine Volksentscheide gibt. Auch das bemängelte Gysi damals vollkommen zu Recht. Für mich gehört dieser 23. April 1998 zu einem der schwärzesten Tage in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Getoppt wurde das Ganze noch am 14. März 2003. Da hat der Genosse der Bosse bekanntlich den deutsche Sozialstaat begraben. Kohl und Schröder haben sich wahrhaftig "verdient" gemacht und Mutti Merkel verkauft uns ihre Errungenschaften stets als alternativlos. Denk ich an des deutschen Volkes Zukunft in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht...
 
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Gast1

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Der Euro wurde meines Wissens zu Folge auch deswegen eingeführt, damit das wiedervereinigte Deutschland nicht wieder einen Weltkrieg anzettelt. Großbritannien und Frankreich hatten solche Ängste. Kann man diesen Ländern so was übel nehmen?

Wäre der Euro nicht eingeführt worden, wäre die DM vielleicht so stark, dass Deutschland seine Produkte weitaus schwieriger ins Ausland verkaufen könnte. Weswegen mehr Menschen in Deutschland arbeitslos wären als jetzt.

Problemländer wie Griechenland, Italien und Spanien drücken nämlich den Wert des Euro, weil ihre Wirtschaft schwächelt oder darniederlegt. Und deswegen profitiert Deutschland vom Euro, weil es nämlich somit günstig seine Produkte auf dem Weltmarkt anbieten kann.

Schwarz-Weiß-Malerei bringt einen im Punkto Euro nicht weiter.
 
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Gewerkschafter

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Denk ich an des deutschen Volkes Zukunft in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht...
Die gute alte DM Zeit. Wisst ihr auch noch wie es vor 20 Jahren war? Man hatte das doppelte Geld, zahlte aber nur die Hälfte. Die DM war in ganz Europa geachtet und hochangesehen. Was wohl der berühmte Dichter und Philosoph aus Düsseldorf über den Euro dichten würde? Leider können wir den berühmten Düsseldorfer nicht mehr befragen! Auf den kleinen Mann wird nie gehört, vielleicht wäre es bei ihm anders gewesen.
Kann man diesen Ländern so was übel nehmen?
Warum wollte den Großbritannien seinen Pfund behalten? Warum wollte den Großbritannien den Brexit? Kann man diese Sachverhalte den Briten übel nehmen?
@Gewerkschafter: Wer will den Euro heutzutage abschaffen:
Der Euro war und ist die falsche Wahl, was die AFD will, ist unwichtig. Die AFD wäre eine unbekannte und unbedeutende Partei geblieben wenn die Politik eine gute Politik betrieben hätte. Das hat sie aber nicht und deshalb gibt es leider solche Parteien! Wenn ich das Doppelte zahlen muss und ich nur die Hälfte in der Tasche habe dann fragt euch doch was ist besser Euro oder DM?

Und WER profitiert bitte vom Euro? Garantiert nicht der Ottonormalbürger,
Voll und ganz richtig. An die Zinsen habe ich gar nicht gedacht. Für das bisschen Armut welches wir uns erarbeiten und ansparen bekommen wir nicht mal Zinsen. So etwas gab es in den 90ziger Jahren auch nicht. Das ist mir wirklich ein schönes Europa.
 
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Gast1

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@Gewerkschafter: Wer will den Euro heutzutage abschaffen: Die AfD oder Die Linke?
 

Wholesaler

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@schlaraffenland: Der Euro wurde eingeführt als Gegenleistung Deutschlands, damit Frankreich der deutschen Einheit zustimmt. Schwarz-Weiß-Malerei bringt nicht weiter. Volkswirtschaftliche "Hätte-wäre-wenn und vielleicht-Szenarien" ebenso wenig. Fakt ist, dass die Währungsunion zu einer Haftungs- und Transferunion geworden ist, die es unter den nationalen Währungen definitiv nicht gab. Auch das erkannte Gregor Gysi damals richtig. Das Friedensargument entkräftete er mit dem Verweis auf den Jugoslawienkrieg ebenfalls. Und WER profitiert bitte vom Euro? Garantiert nicht der Ottonormalbürger, der teilweise schon Negativzinsen für seine Spareinlagen zahlen darf. Das ist ebenso eine negative Folge der Euroeinführung, die einzig und allein der Durchschnittsbürger tragen muss.
 

Fairina

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Nicht nur Gysi warnte davor. Auch ein anderer Politiker warnte - Lafontaine. Und wie sie recht behielten. Aber bis heute wird das geleugnet. Es war eine eiskalte Währungsreform zu Lasten der deutschen Bürger. Und ja, Deutschland wurde damit quasi enteignet. Die DM war so stark, das noch heute auf dem Balkon teilweise in DM gerechnet wird.

Auch hier wieder die eigentlich gute Idee einer gemeinsamen Währung der europäischen Staaten gegenüber dem Dollar die aufgrund von anderen Staateninteressen (Frankreich und Großbritannien sowie die inflationäre südeuropäischen Währungen) die verhunzt wurde weil Europa immer noch ein Vielvölkergebilde ist in der jeder versucht den größten Teil des Kuchens zu kriegen. Es wurde ja sogar darüber diskutiert, die DM als Leitwährung zu nehmen in Europa. Eben weil sie stabil war.
Der "große" Europäer (Kohl) hat Deutschland zugunsten Europas und der Amerikaner verkauft. Er hat wie so Vieles nicht überblickt was er da tat. Ein starkes Deutschland war gefährlich und durch diese Abwertung (Einführung des Euros) schwächte man D ganz gewaltig. Die deutsche Einheit war bereits für diese Staaten ein Angstpunkt. Und D schaffte es sogar nach der Stabilisierung der zerfallenden UDSSR auch die fehlerhafte Einheit, die so wie sie ausgeführt wurde, auf zu bringen. Das war zu viel und die Forderung nach einem Friedensvertrag tat ein Übriges. Also musste alles daran gesetzt werden D zu schwächen.

Die AfD hatte ursprünglich die Wiedereinführung der DM im Sinn und das hat ihr die ersten Stimmen eingebracht. Doch inzwischen ist sie zu einer braunen Horde verkommen von ideologischen und machtbesessene I.. die als Rattenfänger auftreten und sich ihre Klientel aus den unzufriedenen Bürgern zusammen sammeln, die nicht begreifen wollen oder können, daß mit dieser Partei der ganze Prozess seit dem Kaiserreich von vorne beginnt.

Ich finde die Idee einer gemeinsamen Währung immer noch gut. Die weg gefallenen Grenzen sind gut. Nach und nach zusammen zu wachsen ist gut. Aber die Macharten und unterschwelligen Eigennutzen der Staaten untereinander verhindern gute Lösungen. Kohl der sich ein Denkmal setzen wollte, war ein willfähriges Werkzeug.
 
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TazD

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Wenn ich das Doppelte zahlen muss und ich nur die Hälfte in der Tasche habe dann fragt euch doch was ist besser Euro oder DM?
Da hat der Stammtisch ja mal wieder ein herrliches Thema ausgegraben.

Mal als Anregung zum Nachdenken:
In den zehn letzten Jahren der D-Mark stiegen die Verbraucherpreise laut dem Statistischen Bundesamt um durchschnittlich 2,2 Prozent. In den ersten zehn Jahren nach der Euro-Bargeldeinführung am 1.1.2002 lag die Teuerung aber nur bei 1,6 Prozent. 2013 waren es 1,5 Prozent.
https://www.zeit.de/wirtschaft/2014-05/eu-mythen-check-kommission/seite-4
Ich sehe jetzt schon meinen Minus-Zähler losrennen. ;-)
 

Fairina

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Zwecklos darauf hinzuweisen wie die Realität war. Zwecklos auf zu zeigen, daß der Liter Milch 99 Pfennig (nicht die Billigmarken sondern eine bestimmte Marke) kostete und heute 99 Cent. Das ein Arbeitnehmer seine Familie mit 1500 - 2500 DM sehr gut unterhalten konnte. Das ein gemietetes Haus 900 DM und eine Wohnung 250 DM kostete, heute werden für die gleichen Objekte 1200 Euro bzw. 470 Euro verlangt.

Also bitte alle einstimmen in den Lobgesang: Der Euro ist gut, der Euro ist richtig, HartzIV ist gut, HartzIV ist richtig. Früher war alles schlechter und alles andere wäre Verrat an den letzten 20/25 Jahren.
 
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Gast1

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Fairina, schau mal hier:

Ingenieur: "Ich bezahle als Erstes mich selbst"

Robert, 32 Jahre, arbeitet als Ingenieur und verdient 3.325 Euro netto. Vor Kurzem hat er sich für 150.000 Euro zwei Wohnungen gekauft.
https://www.zeit.de/arbeit/2018-03/ingenieur-anlagenbau-einnahmen-ausgaben

Allerdings empfindet man das mit den Einkommen in Deutschland so:

92 Prozent der Deutschen halten die Einkommensunterschiede in ihrem Land für zu groß. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der EU-Kommission.
https://www.zeit.de/wirtschaft/2018...leichheit-deutschland-europaeische-kommission
 

Schikanierter

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Die gute alte DM Zeit. Wisst ihr auch noch wie es vor 20 Jahren war? Man hatte das doppelte Geld, zahlte aber nur die Hälfte.
Unwahres wird nicht dadurch wahr, dass man es ständig wiederholt.

Viele Deutsche haben die D-Mark als starke Währung in Erinnerung, als eine nationale Konstante, die sich auf dem internationalen Markt hervorragend behauptete. Allerdings haben sich die Wechselkurse der Mark höchst schwankend verhalten. 1983 etwa bekam man noch 2,5552 US-Dollar für eine D-Mark. 1989 waren es dann nur noch 1,8813 $ und 1998, zur herannahenden Ablösung durch den Euro, lediglich 1,7592 $. Natürlich sind die Ursachen hierfür komplex. Aber genau darum geht es ja. Die D-Mark war nicht die über Jahrzehnte bärenstark auftretende Währung. Ihr Wert sank von der Einführung an insgesamt um ein Viertel.

Quelle: https://www.kontofinder.de/blog/ueber-die-zukunft-des-euro-mythos-d-mark

Der Mythos der D-Mark als harter Währung begründete sich durch ihren geringen Wertverlust. Nach der Hyperinflation in den zwanziger Jahren und der Währungsreform 1948 mussten sich die Bundesbürger über Jahrzehnte keine Sorgen mehr um ihr Geld machen.

[...]

Dass eine stahlharte Währung besser ist als eine butterweiche, daran besteht kein Zweifel. Ob der Euro weniger Preisstabilität gebracht hat als die D-Mark, lässt sich allerdings nicht am Bier- und Joghurtpreis festmachen.

Die wahrgenommene Inflation war seit der Euro-Einführung fast immer deutlich höher als die tatsächliche. Im Jahr 2002, als die Euro- die D-Mark-Scheine in den Portemonnaies verdrängten, lag die tatsächliche Geldentwertung bei 1,5 %, die empfundene aber bei rund 12 %. Also dem Achtfachen.

Der gravierende Unterschied lässt sich erklären: Bei der gefühlten Inflation wird ein Warenkorb berücksichtigt, der vor allem aus häufig gekauften Artikeln besteht. Langfristige Anschaffungen wie Autos oder regelmäßige, hohe Ausgaben wie die Miete werden nicht berücksichtigt. Sie sind nur Bestandteil des offiziellen Warenkorbes.

Nach einer Analyse des Bundesverbands deutscher Banken lag die Inflation in Deutschland seit Einführung der Gemeinschaftswährung 1999 durchschnittlich bei gerade einmal 1,5 % pro Jahr. Das ist wenig - vor allem auch im Vergleich zu den fünf D-Mark-Jahrzehnten zuvor. Von 1949 bis 1998 lag der durchschnittliche Wertverlust des Geldes beim Doppelten, also rund 3 % pro Jahr.

Die deutlich höhere Rate zu D-Mark-Zeiten ergibt sich unter anderem, weil die Inflation in den siebziger Jahren extrem hoch war. Aber nicht nur deshalb. Selbst zwischen 1991 und 1998 betrug die Geldentwertung in der Bundesrepublik 0,9 bis 5,6 %. Im Durchschnitt waren es in den neunziger Jahren 2,5 %. Bislang ist der Euro damit deutlich stabiler als die D-Mark.

Auch den Vergleich mit der weltweiten Leitwährung Dollar muss die Gemeinschaftswährung nicht scheuen. In der Euro-Zone lag die Inflationsrate von 1999 bis 2009 bei durchschnittlich 2,1 %. Im selben Zeitraum waren es in den USA im Schnitt 2,5 %. So gering der Unterschied der beiden Zahlen erscheinen mag - sie bedeuten: Der Dollar hat binnen eines Jahrzehnts rund 20 % mehr an Kaufkraft eingebüßt als der Euro.

Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/stabile-waehrung-warum-der-euro-die-bessere-d-mark-ist-a-746738.html

Die Mark wäre - zum Beispiel als Währungsreserve - auf der ganzen Welt gefragt. Das würde sie sofort wieder extrem stark machen.

[...]

Auch, wenn viele nicht gerne darüber sprechen: Deutschland profitiert davon, dass der Euro im Ausland nicht so viel wert ist, wie es wohl die D-Mark wäre. Das macht deutsche Autos oder Maschinen billiger, als sie es sonst wären. Eine starke Mark würde die gleichen Produkte im Ausland teurer machen - und damit Arbeitsplätze gefährden. Der Exportweltmeister Deutschland müsste einen Exporteinbruch befürchten.

Quelle: https://faktenfinder.tagesschau.de/inland/deutsche-mark-zurueck-101.html

Zwecklos darauf hinzuweisen wie die Realität war. Zwecklos auf zu zeigen, daß der Liter Milch 99 Pfennig (nicht die Billigmarken sondern eine bestimmte Marke) kostete und heute 99 Cent.
Glaubst du allen Ernstes, dass der Liter Milch auch heute noch 99 Pfennig kosten würde?

Schon zu Zeiten der D-Mark sind die Preise kontinuierlich gestiegen (Stichwort Inflation).

Selbst zu D-Mark-Zeiten kam es zu Phasen heftigsten Geldwertverlustes. So verlor ein deutscher Vier-Personenhaushalt durch Inflation zwischen 1970 und 1993 fast 60 % seiner Kaufkraft. Nur in den letzten zehn Jahren der D-Mark (von Anfang 1992 bis Ende 2001) durften wir ein Zeitalter der Stabilität genießen: Die Kaufkraft eines durchschnittlichen Angestellten stieg um 332 D-Mark (170 Euro) – so eine Untersuchung des Ifo-Instituts.

Es ist doch Fakt, dass die Inflation in den 60er Jahren weitaus höher war als heute. Das waren aber auch die Zeiten, als die Meisterstunde eines Installateurs noch bei 2 D-Mark lagen. In den 10 Jahren EURO war die Inflation nicht annähernd so hoch wie in den 40 Jahren D-Mark davor. Ein BMW 1500 kostete 1963 8.950 D-Mark und 1973 BMW 1800 das Doppelte und niemand beschwerte sich über die Inflation. 1965 kostet der Liter Heizöl 9 Pfennig und ein Jahr später 13 Pfennig, entspricht einer Inflationsrate von fast 50 %.

Insofern ist es doch völlig schwachsinnig, die Preise von heute mit denen von vor 20 oder 30 Jahren zu vergleichen, und dabei noch die Inflation außer Acht zu lassen.

[...] Das ein gemietetes Haus 900 DM und eine Wohnung 250 DM kostete, heute werden für die gleichen Objekte 1200 Euro bzw. 470 Euro verlangt.
Siehe oben!

Also etwas mehr Objektivität bitte!
 

Maximus Decimus

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Ich habe es bei der Userin auch schon mit Beispielen probiert. Allersdings ist das total hoffnungslos. Gegen diese Verbitterung ihrerseits kommst du mit sachlichen Argumenten nicht weiter, denn was nicht sein darf, darf einfach nicht sein.
Jede Statistik die man vorbringt ist gefälscht und kann natürlich nicht der Wahrheit entsprechen, weil es ihr nicht passt.
Wenn man sie bittet, dass sie ihre Aussagen mit Quellen hinterlegen soll, passiert wie in einem anderen Thread nichts, ausser anschliessendes substanzloses Gequatsche und Ablenkung auf einen anderen Sachverhalt.
Manchmal täuscht die subjektive Wahrnehmung des Euros. Bei der DM hat man sich nie Gedanken drüber gemacht, wenn sich der Preis verdoppelte, aber beim Euro kann man das wunderbar feststellen. Das in knapp 20 Jahren das meiste teurer wird, ist vollkommen normal. Vergleicht man die DM Preise aus dem Jahr 2000 mit denen von 1980 wird man auch feststellen, dass es teurer geworden ist.
 
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ExitUser

Gast
Meine persönliche Erfahrung ist, daß sich im Grunde genommen gar nichts verändert hat.

Ich habe im Jahr 1998 einen VW Polo - Basismodell, fast keine Extras gekauft. Zum sagenhaften Preis von 28.000 DM.

Der Polo kostet heute - Basismodell - knapp 13.000 EUR. Und ist technisch viel, viel besser. Wo ist da die "gefühlte Inflation"?

TV, Laptops, Smartphones... alles ist heute wesentlich besser und teilweise zu einem Bruchteil des Preises von damals zu bekommen.

Kosten für Mobilfunk, Internet... super-preiswert verglichen mit den Preisen zu D-Mark-Zeiten!

Ich kann da eigentlich nicht meckern.
 

Bettelstudent

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Hallo Acedia,

kann es sein, das du da die falsche Spalte erwischt hast ? :) VW-Polo 1 Liter-Motor gab es ab 18.000 DM und die Spitzenvariante 40.000 DM.Genau wie heute von 12.750 € bis 25.000 €.Und das TV,Smartphones besser sind als vor über 20 Jahren stelle ich mal in Anführungszeichen,denn wie war das doch gleich mit Akkuproblemen und sowieso mit der eingebauten "Vernichtung" (geplante Obsolenz).Und die Kosten für Mobilfunk,Internet sind wahrlich nicht super besser,denn im Gegensatz zur DM-Zeit zahlst du wesentlich mehr dafür.1998 zahlte man bei derTelekom 27 DM für den Telefonanschluß, der übrigens 2002 auf 22,55 € umgestellt wurde, soviel also zum Thema mit dem TEURO wurde nix teurer.Und als Sozialhilfeempfänger bekamst du den Anschluß sogar kostenlos (wie auch noch einige andere Personengruppen).Heute zahlst du mindestens 20,95 € für einen Telefonanschluß,sofern du nicht wegen der Umstellung auf IP-Telefonie auch noch extra Telefon dazu brauchst.Das Internet konntes du 1998 noch von einem anderen Betreiber nach deiner Wahl dazu nehmen,heutzutage wirst du zum Bundle gezwungen und da liegen komischerweise alle Betreiber bei einem Preis (wenn du die Varaiante echte Flatrate für alles nimmst).Und was anderes ist nicht zu empfehlen, da bei "Volumen"-Tarifen nämlich immer die Aufzeichnung beim Provider maßgebend ist und du so schnell Überraschungen erleben kannst.
 
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ExitUser

Gast
Hallo Acedia,

kann es sein, das du da die falsche Spalte erwischt hast ? :) VW-Polo 1 Liter-Motor gab es ab 18.000 DM und die Spitzenvariante 40.000 DM.
Nö.

VW Polo damals mit 75 PS. Alles darunter ist doch ein Rollator.

:)

28.000 DM. Die Kopie des Vertrages habe ich noch. Die Extras waren elektrische Fensterheber und ein Radio. Nicht mal Sonderlackierung.

Telefon: ich habe zuletzt 15 EUR bei Vodafone für Telefon (1 Nummer) UND DSL-6000 bezahlt. Rate mal, was es vor 20 Jahren gab: Telefon und gar keine Internet-Flatrate. Oder höchstens ISDN-Flatrate.
 

Maximus Decimus

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Telefon: ich habe zuletzt 15 EUR bei Vodafone für Telefon (1 Nummer) UND DSL-6000 bezahlt. Rate mal, was es vor 20 Jahren gab: Telefon und gar keine Internet-Flatrate. Oder höchstens ISDN-Flatrate.
Es gab nie wirklich eine Analog/ISDN Flatrate. Im Jahr 1998 hatte damals Mobilcom die für 79 DM auf den Markt gebracht, aber jedoch kurze Zeit später sie wieder vom Markt genommen, weil es als Standleitung genutzt wurde. Dann folgte kurze Zeit später bei der Telekomm der XXL Sonntag, wo man kostenlos ins Internet kam. Im Jahr 2000 plus kamen die ersten DSL Anschlüsse auf den Markt. Das kostete damals 13 oder 17 Euro Grundgebühr und für den T-Online Tarif 30 Euro.
 

Wholesaler

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Auf Statistiken gebe ich nichts (mehr). Die dienen häufig dazu, die Massen zu beruhigen und sind bei näherer Betrachtung oft Blendwerk. Für mich ist das auch kein Stammtischgeschwätz, sondern vielmehr sind es subjektive Wahrnehmungen, die von Mensch zu Mensch verschieden sind.

Die Euro-Krise ist u. a. das Resultat daraus, dass es in den Teilnehmerstaaten keine einheitliche Wirtschafts- und Sozialpolitik gibt. Die Zeit war 1998 noch nicht reif. Außerdem hat man bei einigen Staaten nicht so genau hingeschaut, ob sie überhaupt die Kriterien erfüllen (Griechenland).

Reformen sollten eigentlich mit dem Ziel durchgeführt werden, dass sich für alle etwas verbessert. Es werden im Vorfeld immer die größten Hoffnungen und Versprechen gemacht und im Nachhinein erweist sich das alles als Fassade. Sowohl bei der Euro-Einführung als auch bei der Agenda 2010 ist es der Durchschnittsbürger, der die negativen Folgen (Niedrigzinsen, Negativzinsen, Lohndumping) zu tragen hat. Die oberen Zehntausend profitieren übermäßig von diesen Reformen, während das einfache Volk kaum oder nichts vom großen Kuchen abbekommt. Die Unzufriedenheit mit dem Euro wäre sicherlich um einiges kleiner, wenn es einen Volksentscheid gegeben hätte. Aber selbst wenn es möglich gewesen wäre, wäre es nicht dazu gekommen, weil sich die Mehrheit gegen den Euro ausgesprochen hätte. Das hat Kohl selbst gesagt. Lafontaine und Gysi werden von den Altparteien nicht selten als linke Spinner und Populisten hingestellt. Man muss die beiden nicht mögen, aber mit ihren Prognosen lagen sie oft richtig.
 
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Im Jahr 2000 plus kamen die ersten DSL Anschlüsse auf den Markt. Das kostete damals 13 oder 17 Euro Grundgebühr und für den T-Online Tarif 30 Euro.
Stimmt. Mich rief damals völlig unverhofft ein Telekom-Mitarbeiter an, der hören wollte, ob bei mir Interesse an einem DSL-Anschluss besteht. Der Ausbau sei gerade im Gang. Ich war heilfroh, endlich eine richtige Flatrate zu bekommen.
 

Bettelstudent

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Hallo Acedia,

erwischt beim Manipulieren nämlich :icon_mrgreen: Denn wenn du eine höherwertige Version als DM -Vergleich nimmst und dann den Preis der Basis-Version 2018 passt das ja nicht zusammen.Richtig, Internetflatrats gab es noch nicht, dafür konntest du 1998 aber wenn du clever warst für ganz umsonst in das Indernet (abgesehen von der einmaligen Anschaffung eines Modems) denn DSL gab es ja (für Privatleute) auch nicht.Denn damals buhlten ja zig-Firmen um Kunden und von allen bekamst du in jeder Computerzeitschrift CD mit Zugangsdaten und je nach Anbieter bis zu 3 Freimonaten.Immer schön rechtzeitig kündigen und den nächsten Anbieter nehmen,hach was waren das noch für herrliche Zeiten.
 
E

ExitUser

Gast
Denn damals buhlten ja zig-Firmen um Kunden und von allen bekamst du in jeder Computerzeitschrift CD mit Zugangsdaten und je nach Anbieter bis zu 3 Freimonaten.Immer schön rechtzeitig kündigen und den nächsten Anbieter nehmen,hach was waren das noch für herrliche Zeiten.
Der "kleinste" Polo heute hat 44 KW was 60 PS entspricht.
Und das Rumgefummel mit AOL-CDs für ein paar Wochen, bis der Account auslief... Ich bitte Dich. Hattest Du es damals so nötig?
 

Bettelstudent

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Hallo,

also Äpfel mit Birnen vergleichen :) AOL war nicht der einzige Anbieter und was für rumgefumel ? Einlegen und alles andere geht automatisch denn in der Beziehung waren die damals besser beim Programmieren.Und für 100 DM oder mehr im Monat NICHT zahlen hat sich das immer gelohnt,denn wenn du zurückdenkst,damals wurde noch nach Minuten abgerechnet und die 56 K Modems brauchten schon eine Weile.
 

Fairina

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Entschuldigt btte das ich es wagte die Miete für unser Reihenhaus und die Miete meiner Schwiegermutter für ihre Wohnung aus den 60iger Jahren und die einer Bekannten die in den gleichen Häusern beim gleichen Vermieter wohnt sooo falsch wieder zu geben. Natürlich muss eine 1 jeweils davor stehen damit eure verzerrten Wahrnehmungen wieder stimmen. Ach ja, unsere Telekom-ISDN-Flatrate in den Jahre 1998 - 2002 habe ich mir auch nur eingebildet und den Streit mit der Telekom als sie einfach auf Surftime 90 umschalteten wo wir gerade den Vertrag mit denen verlängert hatten und unser örtlicher Anbieter uns eine echte Flatrate anbot. Muss ich alles geträumt haben.

Und nun ist Schluss mit lustig. Vera... kann ich mich alleine. Glaubt an eure Wahrheiten wenn ihr euer Dasein nur so ertragen könnt.
 

Maximus Decimus

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Ach ja, unsere Telekom-ISDN-Flatrate in den Jahre 1998 - 2002 habe ich mir auch nur eingebildet und den Streit mit der Telekom als sie einfach auf Surftime 90 umschalteten wo wir gerade den Vertrag mit denen verlängert hatten und unser örtlicher Anbieter uns eine echte Flatrate anbot. Muss ich alles geträumt haben.
Welcher Tarif war das genau? Poste doch bitte mal einen Link dazu mit den damaligen Konditionen mit denen du eine Internet Flatrate hattest.
 
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