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Heute Termin Inga gehabt- neue EGV

dieEvi

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Hallo zusammen,

heute hatte ich meinen Termin bei Inga. Beistand hatte ich dabei.

Im Grunde ist nicht viel passiert.
- die SB hat mich über Inga aufgeklärt (weniger Kunden, mehr Zeit..bla bla)
- ich wurde darauf aufmerksam gemacht, daß Inga freiwillig ist und ich entscheiden kann ob ich nun von ihr betreut werden möchte oder bei meiner alten SB bleiben will.
- Wir haben nach Stellen geschaut was nur zur Folge hatte, daß die SB feststellte, daß ich mich bereits auf alles beworben habe was so möglich war.
- Sie hat mich über Zuschüsse aufgeklärt.

Im Grunde war das Gespräch sehr nett und ich kann mir vorstellen, daß die gute Frau dem ein oder anderen Arbeitslosen echt ne Hilfe sein kann. Für mich selber habe ich da jetzt keine Vorteile sehen können. Allein die vermehrte Zeit die sie für mich hat ist für mich kein Argument mich in INGAS Hände zu begeben...

AUSSERDEM händigte sie mir am Ende ein "Gesprächsprotokoll" aus....so nannte sie es.
In den Händen hielt ich eine EGV....darauf sagte ich, daß es kein Protokoll ist sondern ein Vertrag und diesen müsste ich erstmal prüfen. Fand sie auch nicht schlimm. Sie guckte dann aber sparsam als ich fragte was sie denn zu der neuen EGV veranlasst da ich ja eine gültige habe.
Auch ihr Argument, daß sie ja nun eine andere SB sei zog nicht, denn ich sagte ihr gleich, daß die EGV ja mit der Agentur und nicht ihr persönlich geschlossen wird...

Nun ja....ich sagte ihr, daß ich mich bis Freitag entscheide ob ich bei dem Projekt mitmache oder nicht.....
Einen Termin zur Unterschrift der EGv setzte sie nicht....

Ehrlich gesagt bin ich der Meinung, daß ich dem INGA-Projekt nicht beitreten möchte aber ich würde gerne mal wissen was hier von der neuen EGV gehalten wird. Wäre die aufgrund der laschen RFB überhaupt "relevant"?

Ich danke Euch für Eure Meinung
 

desmona

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...nimm bitte deinen Anhang wieder raus...er ist nicht anonym
 

dieEvi

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...ich habe schon gemeldet...der Admin wird sicher helfen:wink:
Danke, habe es eben gerade gefunden wo die Anhänge zu verwalten sind.

Was genau war denn nicht anonym? Ist doch alles geschwärzt gewesen oder habe ich was überlesen?
 

dieEvi

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Hiho

der Kontext in dem sonst so sachlichen Gespräch bei dem aus einem Gesprächsprotokoll eine EGV wird, wäre schon ein ObAcht! für mich.
Das habe ich auch gedacht...

Die alte (2 Wochen alte) EGV ist gültig bis OKTOBER nächsten Jahres ..
um genau zu sein eine Woche länger als ich ALG 1 bekomme...:icon_lol:
 

desmona

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Danke, habe es eben gerade gefunden wo die Anhänge zu verwalten sind.

Was genau war denn nicht anonym? Ist doch alles geschwärzt gewesen oder habe ich was überlesen?
...dein Name...deine volle Adresse und auch Name der SB...
 

Doppeloma

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Hallo dieEvi,

AUSSERDEM händigte sie mir am Ende ein "Gesprächsprotokoll" aus....so nannte sie es.
Was denn bereits eine "nette Lüge" war in dem netten Gespräch ... die wusste doch sehr genau was sie dir da gibt ... :icon_dampf:

In den Händen hielt ich eine EGV....darauf sagte ich, daß es kein Protokoll ist sondern ein Vertrag und diesen müsste ich erstmal prüfen. Fand sie auch nicht
schlimm. Sie guckte dann aber sparsam als ich fragte was sie denn zu der neuen
EGV veranlasst da ich ja eine gültige habe.
Wie lange ist die gültig, die dir bereits vorliegt ???
Mag man ja im ALGI alles ein wenig "lockerer" sehen (wollen) aber ein Vertrag mit festem Ablaufdatum wird auch dort nicht einfach "ungültig" weil man einen neuen Vertrag abschließt ... darum werden diese EGV auch meist gar nicht zeitlich begrenzt ... so kann man nach "Gutsherren-Art" jederzeit beschließen, dass eine neue "vertragliche Vereinbarung" nötig sei ...

§ 37 SGB III Potenzialanalyse und Eingliederungsvereinbarung

Die "RFB" im ALG I sind deswegen so "dürftig", weil es für eine EGV keine wirklichen Sperrtatbestände gibt, die sind für das SGB III abschließend im § 159 erfasst und können auch nicht mit einer (unterschriebenen) EGV anders ausgelegt werden ... :icon_evil:

§ 159 SGB III Ruhen bei Sperrzeit

Auch ihr Argument, daß sie ja nun eine andere SB sei zog nicht, denn ich sagte ihr gleich, daß die EGV ja mit der Agentur und nicht ihr persönlich geschlossen
wird...

Nun ja....ich sagte ihr, daß ich mich bis Freitag entscheide ob
ich bei dem Projekt mitmache oder nicht.....
Einen Termin zur Unterschrift der EGv setzte sie nicht....
Was aber nichts daran ändert, dass ihr deine Argumente gegen diese (neue) EGV grundsätzlich schon am "A***" vorbei gegangen sind ... :icon_hihi:

Ehrlich gesagt bin ich der Meinung, daß ich dem INGA-Projekt nicht beitreten
möchte aber ich würde gerne mal wissen was hier von der neuen EGV gehalten wird.
Wäre die aufgrund der laschen RFB überhaupt "relevant"?
Wenn du den Kram unterschreibst, dann ist das auch "relevant", sofern Verfehlungen gemäß § 159 SGB III geahndet werden können ... das betrifft hauptsächlich die festgelegten Bewerbungen aber natürlich nicht die Teilnahme an einer "angeblich" freiwilligen Maßnahme (oder was immer dieses INGA auch darstellen soll ) ...

Was man dir da so "bietet" ist teils nicht zulässig und andererseits wird dir NICHTS wirklich zugesagt (einklagbar) also wieder nur einseitiges FORDERN (an dich) ohne FÖRDERN (von der AfA) als Gegenleistung ...

So "unverbindlich" kann man das auf Antrag auch alles schon ohne EGV aus dem Vermittlungsbudget bekommen (oder eben nicht) ...

Als was du dich konkret bewerben wirst ist letztlich deine eigene Angelegenheit und unterliegt zudem der Zumutbarkeit nach § 140 SGB III ...

§ 140 SGB III Zumutbare Beschäftigungen

Du bekommst noch kein Hartz 4, dass du dich auch auf Hilfsjobs bewerben musst mit einem Facharbeiter - Abschluss ... ansonsten ist es dir allerdings freigestellt auch für andere Tätigkeiten (die du dir zutrauen würdest) Bewerbungen zu tätigen und wenn das dann weiter weg ist hat man die Kosten für ein Vorstellungsgespräch auch zu übernehmen ...

Für Praktika darfst du dich also auch (ohne Bezahlung) anbieten, aber es muss eine Aussicht auf eine Einstellung geben ... wie sollst du das bitte beweisen können ... die AG versprechen alle viel (besonders jetzt in der Vorweihnachtszeit) um kostenlose Arbeitskräfte für einige Tage zu bekommen ... :icon_neutral:

Was stellt sie sich vor unter Bewerbungen "Als" (ja als was denn bitte ?) im "allgemeinen Bürowesen" ... es gibt genug gelernte Bürokräfte die auch arbeitslos sind ...:icon_kinn:

Es gibt keinen Grund einen solchen Vertrag zu unterschreiben ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

dieEvi

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Vielen Dank für diese umfassende Antwort.
Das hilft mir weiter diese neue EGV im "richtigen Licht" zu sehen.

Meine alte EGV ist gültig bis Oktober 2016 ... bis über das Ende meiner Bezugszeit hinaus...
 

Schweinebacke

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Alleine deshalb:

[...]
Eine Bewerbungskostenunterstützung ist derzeit nicht erforderlich.
[...]
Ich versuche wöchentlich mindestens 2 Bewerbungen zu erstellen...
[...]
würde ich die EGV schon nicht akzeptieren. Damit verpflichtest Du dich, minds. 8 Bewerbungen = tatsächliche Bewerbungen, nicht nur Bewerbungsbemühungen, nachzuweisen, ohne dafür die Kosten erstattet zu bekommen - sprich Du sollst die 8 Bewerbungen aus deinem Regelsatz bestreiten. :popcorn:

Was rauchen die bei Euch im Mobcenter?, gibts das auch auf Rezept? :icon_mrgreen:
 

gelibeh

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Was rauchen die bei Euch im Mobcenter?, gibts das auch auf Rezept?
Ist ALG1, nicht Jobcenter.
Wenn man sich die Rechtsfolgenbelehrung mal anschaut,sieht man, dass einem keine Rechtsfolgen drohen, wenn man sich nicht an die EGV hält. Das könnte bei einem folgenden Verwaltungsakt aber ganz anders aussehen. Bekommst Du den nicht gekippt, dann musst Du Dich daran halten. Ist also Deine Entscheidung. Ich würde das Ding unterschreiben.
Was man dir da so "bietet" ist teils nicht zulässig und andererseits wird dir NICHTS wirklich zugesagt (einklagbar) also wieder nur einseitiges FORDERN (an dich) ohne FÖRDERN (von der AfA) als Gegenleistung ...
Wegen der RFB ist hier auch nichts mit fordern.


Bitte bei ALG1-EGVs zuerst immer auf die RFB schauen. Sieht die so aus, wie in diesem Fall, dann muss man sich über die Inhalte gar keinen Kopf machen. Diese EGVs spekulieren immer auf die Rechtsunkenntnis der Leistungsbezieher.
 
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