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Heute Massnahme angetreten Ganzil

Rioboy2000

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Morgen.

Wollte euch mal vom ersten Tag meiner Zwangsmassnahme erzählen.

Beginn war um 9.00 Uhr.
Es waren so 18 Personen anwesend,fast jeder Platz gefüllt.Multikulturelles Teilnehmerfeld,einige haben fast kein Wort deutsch verstanden und mussten mehrmals wegen den simpelsten Dingen nachfragen .

Er hatte gleich zu Beginn ernsthaft gefragt wer freiwillig da sei,bzw. wer diese Massnahme machen wollte.
Ich war nicht überrascht keine Finger in der Luft zu sehen:)
Alleine diese Frage war schon realitätsfern!

Uns wurde kurz das Konzept vorgestellt,das ich eigentlich nicht näher beschreiben muss,da es in anderen Städten ja in etwa dasselbe sein dürfte.

Wir müssen 2 mal die Woche hin,jedoch an 2 verschiedenen Standorten bei uns in der Stadt.

Einmal Arbeitsvermittlung,einmal "Soziales"

Ziel soll es sein"die Menschen in Arbeit zu bringen",so der Dozent,und Vermittlungshemmnisse abzubauen.

Ich konnte mir das grinsen nicht verkneifen,als ich dabei auf einen ca. 60 jährigen,stark übergewichtigten Teilnehmer schaute,der alle 30 Minuten mal kurz aufstehen musste wegen Rückenschmerzen!!

Und wurde dann eine persöhnliche Terminliste übergeben,die wir quittieren mussten!
Ich habe xxx neben meinem Namen gesetzt.

Danach wurde noch der Punkt mit den Fartkosten abgearbeitet:Es gibt einen Gutschein für ein Monatsticket.
Also muss ich mich mit diesem Gutschein und meinem ALG2 Antrag bei dem Verkehrsbetrieb als Hartzer outen gehen. Prima:icon_frown:


Danach wurde man alphabetisch zu einem "Einzelgespräch" gebeten,um Unterschriften zu leisten.
Dieses "Einzelgespräch" bestand aus mir,und 3!! Dozenten und diente nur zur Unterschriftenabgabe.

Die Unterschriften habe ich verweigert.

Einmal eine Datenschutzklausel,mit gleichzeitiger Erklärung zum Antritt der Massnahme.Die Datenschutzklausel hatte noch nicht einmal ein Widerrufsrecht ,und einmal so einen Wisch womit man sich einverstanden erklärt das der MT bis 6 Monate noch den Arbeitgeber kontaktieren darf,sofern man eine Arbeit findet.

Beide Autogramme habe ich verweigert.

Natürlich durfte ich beide Zettel nicht mitnehmen,jedoch konnte ich den Datenschtzwisch schnell einstecken und gab ihn auch nicht mehr raus!:icon_hihi:

Es wurde ziemlich deutlich gesagt,das sie ohne die Datenschutzklausel nicht arbeiten könnten und die Sache dem Jobcenter melden müssten und mit Sanktionen rechnen muss.

Ich verwiess ihn auf § 240 StGB in Verbindung mit Art.2 Abs.1 GG und schaute danach in ein sehr überraschtes Gesicht:icon_lol:

Wir verblieben so,das ich am Montag dann den anderen Termin wahrnehmen soll,und ich ja dann unterschreiben könne.


Nach der Unterschriftenabgabe war die Veranstaltung für alle Teilnehmer beendet.
Ging also zum Glück schnell rum.


Nur bin ich mir ziemlich sicher,das ich diese NICHT unterschreiben werden,denn ich bin mir ziemlich sicher das die ohne einer Widerrufsbelehrung rechtswidrig sein müsste?!

Zudem sollen ja auch "Gesundheitsfragen" und andere "Vermittlungshemmnisse"erörtert werden,die aber einem privaten Unternehmen mal GAR nichts anzugehen haben!


Am Montag werde ich dann wohl da aufkreuzen und mir das mal weiter anhören.Mal sehen wie die reagieren,wenn ich nicht gewillt bin das zu unterschreiben!

Die Dozenten waren zwar recht freundlich,aber manchmal hat der Teufel ja auch ein anderes Gewand:)

Selbst wenn man denen gute Absichten unterstellen würde,kommt aber sowieso dabei nur eine raus:"Vermittlung in Leihbuden,oder in andere prekäre Beschäftigungsverhältnisse."

Wirklich Sinn macht es daher nicht,zudem man ja nicht freiwillig dort sitzt!
 

noillusions

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Wie haben die reagiert als. du die Dinger nicht mehr hergegeben hast?

ich frage mich da ob man diese einzel Bearbeitungen der Teilnehmer hin nehmen muss?die können einem ja alles anhängen am ende.
hat da wer Ideen wie man das unterbinden kann?wenn man nur unterschrieben Soll dann können die das austeilen und fertig.
 

Rioboy2000

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Wie haben die reagiert als. du die Dinger nicht mehr hergegeben hast?
Er sagte halt nur,das es ihm egal ist ob ich das unterschreibe oder nicht.Sollte ich nicht unterschreiben muss er das melden!

Soll er doch melden.Ich kann mir kaum vorstellen,das es Datenweitergabe über meinen Gesundheitszustand ,oder anderen Dingen,wie zB. Schulden ect.,für einen potenziellen Arbeitgeber wichtig ist.

Sowas klärt man selber mit dem potientiellen AG,aber nicht mit einem MT.
 
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