heute abend bei Panorama ARD: Covid 19: Höheres Risiko für Arme

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Das Coronavirus ist nicht der große Gleichmacher: Arme Menschen und prekär Beschäftigte sind deutlich häufiger betroffen. Doch es mangelt in den meisten Bundesländern an Daten und Lösungen, wie eine Umfrage von NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" (SZ) zeigt.
Befunde gibt es dazu vor allem aus den USA und Großbritannien: In einer Überblicksdarstellung aus dem September schreibt das Robert-Koch-Institut (RKI), dass "vor allem die Studien mit großer Fallzahl aus den USA und Großbritannien ein deutliches Bild zum Ausmaß der sozioökonomischen Ungleichheit" zeichneten. Demnach hätten "Menschen aus Regionen mit einem hohen Anteil an Personen mit niedrigem Einkommen ein erhöhtes Risiko für einen Krankenhausaufenthalt im Rahmen einer COVID-19 Erkrankung". In Deutschland hingegen werden diese Daten kaum erhoben, wie das RKI kritisch anmerkte.
"Soziale Merkmale einzelner gemeldetenr COVID-19-Fälle" seien aber nicht Bestandteil der Meldungen ans RKI. Daher wolle man auch "Routinedaten der Krankenkassen für sozial-epidemiologische Fragestellungen zum Covid-19-Geschehen" nutzen. Gegenwärtig ist aber keine der Untersuchungen abgeschlossen.
Dabei wurde festgestellt, dass das Risiko für Bezieher von Arbeitslosengeld, wegen Covid-19 ins Krankenhaus zu kommen, deutlich erhöht ist - bei ALG-II-Empfängern sogar fast doppelt so hoch.
Nur in zwei Stadtstaaten gibt es zumindest grobe Zahlen: Bremen und Berlin haben Daten über die soziökonomische Betroffenheit gesammelt.
In den anderen Bundesländern verweist man darauf, dass nur Daten wie Alter und Geschlecht erhoben werden, oder antwortete nicht auf die Anfrage.
In der Sendung kommt zur Sprache, dass die Menschen eher in "Wohnsilos" wohnen, nicht im Homeoffice sind und den ÖPNV benutzen, der teisl rappelvoll ist.


https://daserste.ndr.de/panorama/
 

grün_fink

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Hier die Tagesschau dazu:
Ich selbst meine, dass schon besonders gefährdete Gruppen benannt und geimpft wurden, bzw. demnächst werden.
Nur die Armen wurden wieder vergessen, und das ist wieder das übliche Problem.

Vielleicht erscheint ja bei den folgenden Links auch ein Videobeitrag dazu, die Sendung ist ja noch sehr frisch.

https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/panorama/videosextern/index.html

https://www.ardmediathek.de/ard/sendung/panorama/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLm5kci5kZS8xMjUy/

https://www.youtube.com/results?search_query=ard+panorama+ganze+sendung
 

NeoCortex

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Einfach hier klicken zum Video :)
 

Gretta

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Wer hätte das gedacht das das Virus so selektiv zubeisst... .
Man sollte die Lockdown Regeln dem Einkommen anpassen.
 

grün_fink

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Ah danke, dann ist das Video jetzt da.

Was mich wundert ist, dass Daten zur sozialen Lage schon so lange nicht erhoben wurden, Corona gibt es ja schon ein Jahr lang.
Es zeigt, dass man sich seitens der Politik nicht besonders für Armutsbeseitigung interessiert, und damit auch coronatechnisch sich Chancen nimmt als Gesellschaft.
 

grün_fink

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ergänzend zum Armuts- und Reichtumsbericht insbesondere der Abschnitt zu Gesundheit:
Das ist also schon länger bekannt.

Da kann man also von Glück und Pech zugleich sprechen, wenn man
einerseits fast den höchsten Bildungsabschluss hat,
andererseits aber dauernd in Armut lebt,
entweder Sozialhilfe bezieht,
oder aber im Fall von Integration in das Arbeitsleben von Ungelernten deren Risiken hat.
Seltsame Sache.
 

Birt1959

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grün_fink

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Nunja, die Zahlen, wieviel Leute armutsgefährdet sind, aber schon.
Vor allem wieviele Kinder in ALG II leben, das ist ein ewiger Skandal.
 

grün_fink

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Hier ein aktuelles Interview zum Thema aus Köln, vom DLF mit dem Leiter des Gesundheitsamts in Köln, Johannes Nießen
und mobile Impfteams

Es wird bezug genommen auf die Wohnsituation, die Möglichkeit sich aus dem Weg zu gehen privat und im Job, Verstehen der Regeln und Informationen (Deutschkenntnisse).
Das Infektionsgeschehen hat sich verändert: anfangs Urlaubsrückkehrer aus den vermögenderen Statdteilen, nun in den ärmeren Stadtteilen.
Streetwork scheint irgendwie nicht so richtig zu helfen. Man überlegt jetzt, mehr zu testen und zu impfen.

Nießen: Also wir kommen ja jetzt erst drauf zu sehen, dass besonders sozial benachteiligte Stadtteile besonders betroffen sind. Das war zu Beginn der Pandemie in Köln ganz anders, da waren linksrheinisch mehr betroffen als rechtsrheinisch. Da spielten andere Faktoren eine Rolle, was die Ausbreitung des Virus angeht, wie jetzt ein Skiurlaub in Ischgl, wo ich mich möglicherweise angesteckt habe.

Das ist ein Sozialfaktor, der uns erst im Laufe der Pandemie bekannt geworden ist, und wir haben es aber jetzt so erkannt, dass wir da massiv gegensteuern, testen und jetzt auch mobile Impfteams vor Ort. Das ist der Plan, den wir mit der Landesregierung noch abstimmen.

Dann möchte man jetzt testen, wie es in einem Hochinzidenz-Stadteil machbar ist mit Impfen vor Ort.
Der Neidfaktor wäre auch sehr hoch und zu beachten.
 

grün_fink

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Hier gibt es wieder einen interessanten Artikel zum Thema Impfen von Randgruppen.
Man muss nur geeignete Angebote machen.
 

grün_fink

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Was, kann da keiner aus dem Wohnsilo mehr zum Aldi oder so?
 

grün_fink

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Das ist echt heftig und mir kommt der Gedanke, dass die Bewohner dann dadurch echt benachteiligt werden. Wenn nicht jeder da drin krank ist, wäre das ja Sippenhaft. Wie wird denn das begründet? Mit mangelnder Sprachkenntnis und anderer Mentalität?
 

noillusions

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grün_fink

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ok, Massenquarantäne mit Freitestung.
Und das Rote Kreuz kümmert sich um Essen und Hunde.
Ob das so rechtens ist, erstmal alle einzusperren, würde ich etwas bezweifeln.
 

grün_fink

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maluki

Neu hier...
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Armut ist und bleibt das größte Gesundheitsrisiko.

Aktiv versteckte - dort, wo der Bock auch Gärtner ist (siehe die Elozahlen) - plus die sich selbst versteckende.

Ich fühle mich heute schon fast blendend, weil ich seit Wochen mal wieder eine ganze Nacht durchgeschlafen habe. Mit ohne alles, sprich keine wie auch immer gearteten Substanzen, nur Gänsewein. Im Süden Deutschlands kennt Ihr das Getränk, oder :)

Lockdowns hatte ich ja genutzt, um mich aktiv für den Arbeitsmarkt fit zu halten, auch wenn der mich ausgrenzt (Vernittlungshemmnis qua Geburtsurkunde; die Ungnade der frühen Geburt, früher hieß das mal anders, yeah, the times they are changing... sehr, sehr ungesund das). Das Ausmaß meiner Bewegungsaktivität zu Hause behalte ich jetzt lieber für mich. Nicht, dass ich sonst noch abgeholt und endgültig weggesperrt werde. Ich meine, auch nach Corona. Hatte vielleicht doch schon leicht pathologische Züge, was die tägliche Dauer angeht...

Noch ein OT: Kann bitte jemand von Euch so lieb sein, mir mal testweise eine Privatnachricht zu senden? Ich kann keine schicken. Habe das auch schon per Kontaktformular und Mail an redaktion@ kommuniziert. (Und keine Angst, das mit dem Aluhut im anderen Thread war nur ein Galgenspaß.)
 

Antik 63

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Hallo @maluki
Ein OT: Kann bitte jemand von Euch so lieb sein, mir mal testweise eine Privatnachricht zu senden? Ich kann keine schicken.
Nein,das geht noch gar nicht,weil,
Zuguterletzt wäre noch wichtig zu wissen, dass man Unterhaltungen/Konversationen erst beginnen oder beantworten kann, wenn man mindestens 15 Tage registriert ist und mindestens 15 Beiträge verfasst hat.Dies ist eine Maßnahme gegen Leecher und Spammer, die sich leider nicht vermeiden lässt.
Und Du hast auch noch keinen Briefkasten,weil,das steht auch im Link/Zitat.


Und es sollen ja auch alle Fragen im Forum gestellt werden und nicht über Unterhaltungen/PN ;) das Hilft den anderen Hilfesuchenden Usern nämlich nicht !

Habe das auch schon per Kontaktformular und Mail an redaktion@ kommuniziert.
Dann hättest Du vielleicht mal die Suchfunktion(oben rechts)nutzen sollen,dann hättest Du auch Antworten gefunden,wegen den Unterhaltungen/Privatnachrichten.
 
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