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Helfer der Fürther Tafel zunehmend unter Druck

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Mario Nette

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#1
Hier im Elo-Forum wurde es immer wieder betont, was passiert, wenn die Löhne sinken und die Menge der Bedürftigen steigt. Nun stellt auch die Fürther Tafel öffentlich eine ganze Menge Dinge fest bzw. klar (und steuert gegen, nicht ohne nicht zu vergessen, Schwarze Peter durch die Gegend zu werfen):


Helfer der Fürther Tafel zunehmend unter Druck
Hohe Ansprüche und strenge Auswahlkriterien sorgen für dicke Luft

FÜRTH - Mit der Bedürftigkeit wächst der Druck auf mildtätige Einrichtungen. Die Fürther Tafel kämpft zunehmend mit massiven Forderungen, die sie kaum erfüllen kann.

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Mario Nette
 

Falke

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#2
Auszug daraus::..

Zu den Problemen, mit denen die Tafel zu kämpfen hat, gehört der Rückgang der Lebensmittelspenden. Viele Supermärkte verkaufen alte Frischware kurz vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums lieber, als sie zu verschenken.

Aber füher waren die Supermärkte froh dafür, da sie die Entsorgungskosten gespart hatten. Na ja es ändert sich halt alles ....


Gruss
Falke
 

hergau

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#3
Ich ersönlich halte nichts von der Tafel.
Die Gründe dafür dürften bekannt sein.
 

Ela

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#4
Ich ersönlich halte nichts von der Tafel.
Die Gründe dafür dürften bekannt sein.

dem kann ich mich nur anschliessen

dann geh ich lieber heimlich Flaschen sammeln.
Heimlich deshalb...Big Brother is watching, oder so ...

es könnte bei Harz4 angerechnet werden... in was für eine Welt leben wir ????
 

mathias74

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#5
Auszug daraus ...
Richtig wütend werden kann die Tafel-Chefin, wenn sie feststellen muss, dass ausgegebene Lebensmittel in der nächsten Mülltonne landen.

Wieso stellen sich dann solche Leute dort an, vielleicht sollte die Tafel demnächts 100.- Euro ausgeben, mal schauen ob die dann auch im Müll landen

Einer allein Erziehenden mit drei Kindern werden 1.820 Euro zugestanden. Cieplik: «Es gibt viele Familienväter, die nicht so viel heimbringen.»

Für solche Leute ist die Tafel nicht gegründet worden, wer 1.820 Euro bekommt braucht die Tafel nicht
 

Kalkulator

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#6
Wieso stellen sich dann solche Leute dort an, vielleicht sollte die Tafel demnächts 100.- Euro ausgeben, mal schauen ob die dann auch im Müll landen

Weil die Lebensmittel "zugeteilt" werden, also sind möglicherweise Lebensmittel dabei, die man vielleicht nicht ißt.

Die Fürther Tafel maßt sich also an, die Bedürftigkeit der ALG2-Empfänger nach eigenen Kriterien festzulegen. Wer ne größere Wohnung hat, darf sich beim Abfallzuteilen nicht anstellen.:icon_kotz:
 

Mario Nette

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#7
[/COLOR]Einer allein Erziehenden mit drei Kindern werden 1.820 Euro zugestanden. Cieplik: «Es gibt viele Familienväter, die nicht so viel heimbringen.»

Für solche Leute ist die Tafel nicht gegründet worden, wer 1.820 Euro bekommt braucht die Tafel nicht
Ich vermute, entweder ich oder du hat da eine unterschiedliche Auffassung. Ich lese das so, dass also jede Alleinerziehende mit drei Kindern bis zu 1.820 € "Einkommen" haben kann, ohne dass sie die Berechtigung verliert, bei der Tafel Hilfe bekommen zu können.

Mario Nette
 

holly8

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#8
Die Fürther Tafel maßt sich also an, die Bedürftigkeit der ALG2-Empfänger nach eigenen Kriterien festzulegen. Wer ne größere Wohnung hat, darf sich beim Abfallzuteilen nicht anstellen.:icon_kotz:
Hast du falsch verstanden. Die Fürther Tafel macht das an Einkommensgrenzen fest.
 
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#9
Richtig wütend werden kann die Tafel-Chefin, wenn sie feststellen muss, dass ausgegebene Lebensmittel in der nächsten Mülltonne landen.
Wütend wurde ich, als ich feststellen musste, welch ungeniesbaren Frass man mir mal in die Tüte packte.

Hinzu komme die irrige Annahme, es gebe einen Rechtsanspruch auf Unterstützung durch die Tafel. Die Vereinsvorsitzende stellt klar: «Wir helfen ja gerne, aber wir können nicht alle Unbill der Welt auffangen.»
Erst dafür sorgen, dass man ihren Laden in Anspruch nehmen muss, dann jammern, dass es nicht mehr reicht.
 

Linchen0307

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#10
1820 Euro für eine Alleinerziehende... machen wir mal ne Rechnung auf.

620 Eruo Miete (wäre hier schon eine Ringeltaube)
120 Euro Strom (keine Utopie bei 4 Personen)
50 Euro Versicherungen (allein Haftpflicht und Hausrat ist ein MUSS mit Kindern)
30 -40 Euro Tel. & I-Net (variiert je nach Anbieter)
20 Euro Schulbedarf (bei drei Kindern schnell erreicht)

Jetzt sind wir schon bei 840- 850 Euro und haben noch nichts zu beissen für Mutter und Kinder.
Übrig haben wir ca. 970 Euro.
Hiervon muss Bekleidung angeschafft werden, Kinder brauchen alle nasenlang neue Kleidung und Schuhe.
Setzen wir hierfür noch einmal einen Betrag von 50 Euro an, haben wir noch 920 Euro.
Für 4 Personen, hiervon drei schulpflichtige Kinder ist das weiß Gott nicht viel.
Wenn die Mutter sich jetzt noch ein Auto erlaubt, sind das auch noch mal montl. ca. 50 Euro, je nach Prozente.
Immer noch preiswerter auf den Monat gerechnet, als öffentl. Verkehrmittel.
Legen wir noch einmal 40Euro montl. Tanken dazu, was bleibt....

Ein Familienvater mit gleichem Gehalt und nur 2 Kinder plus Ehefrau bekommt zusätzlich Kindergeld, kann Wohngeld beantragen, die Ehefrau macht eventuell noch einen 400 Euro Job, da kommen locker ein paar Flocken mehr raus.
Hat der Familienvater weniger Gehalt als besagte 1820 Euro, so dass er auch mit Wohngeld, Kindergeld und Kinderzuschlag unterhalb dieser 1820 Euro liegt, gilt er als sogenannter Aufstocker und hätte auch dann mehr, da die Ehefrau mehr Anspruch hat als ein Kind.
Ich hoffe, ich habe nun niemanden überfordert.

Zum Schluss noch ein Wort: Solange Menschen für einen Appel und ein Ei arbeiten, sich ausbeuten lassen, solange wird sich in diesem Lande nichts ändern.
 
E

ExitUser

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#11
Bin zwar nicht aus "fött" aber heute beim einkaufen ist mit ein großes Plakat aufgefallen, auf dem stand....

"Kaufen Sie eins mehr und spenden sie es den Tafeln"

Daneben so eine Art Einkaufzettel und davon sollte man (zum vollen Preis) möglichst ein oder mehrere Artikel dazu keufen und es dann in einen Behälter für die (örtliche) Tafel spenden.

Noch dreister gehts ja wohl nicht.

:icon_eek:
 
E

ExitUser

Gast
#12
Letztlich machen die Tafeln, wie ich vor einiger Zeit auch schon dargelegt habe, Menschen zu Müllschluckern. Ich kenne es nicht anders, als das weit über 90% dessen, was die Tafeln ausgeben, bereits schon verdorben ist, dazu gehört übrigens auch Fleisch, oder nach einem Tag schon nicht mehr genießbar ist.

Die Gefahr ist, dass die Politik auf die Idee kommen könnte, dass das, was von der Tafel ausgegeben wird, auf die Regelleistung angerechnet wird. Man muss sich einmal vorstellen, dass die Regierung damit den Bedürftigen quasi vorschreibt, was sie zu essen haben, und dieses dann auch noch bezahlen müssen.
 

Falke

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#13
Die Gefahr ist, dass die Politik auf die Idee kommen könnte, dass das, was von der Tafel ausgegeben wird, auf die Regelleistung angerechnet wird. Man muss sich einmal vorstellen, dass die Regierung damit den Bedürftigen quasi vorschreibt, was sie zu essen haben, und dieses dann auch noch bezahlen müssen.
Das wird nicht kommen, glaube mir. Eher macht die Politik uns auf andere Art und Weise platt ....

Gruss
Falke
 

roterhusar

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#14
«Wir helfen ja gerne, aber wir können nicht alle Unbill der Welt auffangen.»

Ich denke die halten sich für Gott.

Muss man sich mal vorstellen, "alle Unbill der Welt auffangen".

Die Heuschrecken halten ihre Porreestangen und Zuccinis auf mal zurück, weil sie gemerkt haben, dass es sich rechnet und die reden von Unbill auffangen.
 

left

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#15
Zum Schluss noch ein Wort: Solange Menschen für einen Appel und ein Ei arbeiten, sich ausbeuten lassen, solange wird sich in diesem Lande nichts ändern.
Sancho sagte :
Kaufen Sie eins mehr und spenden sie es den Tafeln"
Daneben so eine Art Einkaufzettel und davon sollte man (zum vollen Preis) möglichst ein oder mehrere Artikel dazu keufen und es dann in einen Behälter für die (örtliche) Tafel spenden.
Noch dreister gehts ja wohl nicht.
:icon_eek:
Auf den Punkt gebracht. Genau so ist es! Leider.
 

Rounddancer

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#16
Auch die anderen "Tafeln" haben das Problem, daß sie mehr Waren ausgeben sollten, weil Armut und Nachfrage steigen,- aber wenn dann eine ganze Ladenkette merkt, daß ihre Kunden sich auf die um 30-50% reduzierten Artikel auch dann stürzen, wenn diese noch im Laden sind,- und der Ladenkette natürlich lieber ist, wenn die Kunden für die reduzierte Ware Geld in der Ladenkasse klingeln lassen,- statt auf die Spendenbescheinigungen der "Tafeln" zu bauen. Sprich: Wenn auch auf diese Weise keine Ware mehr teuer übern Müll entsorgt werden muß, - dann reizt das andere Ladenketten zur Nachahmung,- und sorgt für immer leerere Regale bei den "Tafeln".

Daß nun "Tafeln" hergehen, und, wie schon die Tierasyle und Tierschutzvereine nach der Kasse Spendenboxen aufstellen,- und die Läden in ihren Flyern auf diese hinweisen, ist da nur konsequent und nebenbei ein Weg der Verkaufsförderung für den jeweiligen Laden.

In der ganzen Diskussion über die "Tafeln" haben ja nicht wenige hier gesagt, daß sie es besser fänden, die Läden reduzierten ihre kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum noch nicht verkauften Artikel um 30 oder mehr Prozent,- statt für diese dann noch Tage später und in öfter noch fragwürdigerem Zustand (-und wer weiß, ob beim Aussortieren, dem Transport und im "Tafel"-Laden selbst die ggf. nötige Kühlkette, bzw. Tiefkühlkette gewahrt war?) in einem Tafelladen vorzufinden, oder gar zugeteilt zu bekommen.

Wenn eine "Tafel" zuteilt, dann aus dem Grund, aus dem z.B. die meisten Markthändler mit Magenbrot, gebrannten Mandeln, etc. sich standhaft weigern, in Plastiktüten vorzupacken. Denn nur die Papiertüte bietet ihnen die Chance, auch den "Kudder", den Bruch, die Splitter und Krümel los-, und verkauft zu bekommen.

Genauer: Bei einer Zuteilung kriegen die "Tafeln" zwar weniger Geld rein, weil sie ganze Tüten für nen Euro oder zwei abgeben,- aber sie können auch das Zeug reinpacken, was, würden sie es dem "Kunden" selbst aussuchen lassen, -und der nur nähme, was er kennt, bzw. was noch einigermaßen ordentlich aussieht, liegenbliebe und dann von den "Tafeln" teuer entsorgt werden müßte.

Gerade bei Obst und Gemüse gibt es viel, mit dem der ungeübte Gemüse-, und Obstesser nichts anfangen kann, das bleibt oft darum schon im Supermarkt liegen. Ich kenne das von mir selbst, daß ich (und das als gelernter Lebensmittelkaufmann!) die Sachen, die ich nicht kenne, und nicht zuzubereiten weiß (Mango, Papaya, Granatäpfel, Ingwer, und vieles andere mehr), liegenlasse.
Und dann landet das bei den "Läden",- die mit Zuteilung stopfen es einfach mit in die Tüten rein,- sie hoffen, daß die Leute was damit anfangen, es sich, ihren Kindern und dem Opa, der nicht mehr beißen kann, aufzwingen können ("Du ißt jetzt das, Du kriegst nichts anderes, kriegst ne Tracht Prügel und mußt ohne Essen ins Bett!", etc. ). Diese "Läden" haben so zwar das Unverkäufliche los, - dürfen sich aber nicht beschweren, wenn die "Kunden" Defektes, Unzumutbares und ihnen Unbekanntes in den Müll oder auf den Kompost werfen.

Manche dieser "Läden" haben, statt darüber zu mosern, etwas gelernt: Sie bieten gratis Kochkurse an,- wo interessierte "Kunden" lernen können, bislang ungewohnte Lebensmittel zu wohlschmeckenden Sachen zu verarbeiten. Sind m.W. aber noch wenige, weil viele "Läden"-Helfer da selbst keine Kenntnisse haben, geschweige denn Zeit dazu verbleibt.

Die "Läden", die wie die hier in unserer Region die "Kunden" in den Laden und die Waren aussuchen lassen, haben in der Regeln etwas höhere Einnahmen durch "Kunden", müssen halt ihre Abfälle teuer entsorgen, da die auch im Regal liegenleiben.
Dafür haben dann die "Kunden" nicht so volle Mülltonnen, und sie können auch mal in den "Laden" kommen, um einen Kuchen zu suchen, wenn sie ihre Oma besuchen wollen, etc. Und sind so zufriedener.
 
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#17
In der ganzen Diskussion über die "Tafeln" haben ja nicht wenige hier gesagt, daß sie es besser fänden, die Läden reduzierten ihre kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum noch nicht verkauften Artikel um 30 oder mehr Prozent, ......
Preisreduzierung ist mir tausendmal lieber als zur Tafel rennen.
Dann kann ich kaufen, was ich will :icon_smile:

Durch reduzierte Preise komm ich oft an Lebensmittel, die ich mir sonst niemals kaufen könnte, weil zu teuer.
 
E

ExitUser

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#18
@Rounddancer
Die "Läden", die wie die hier in unserer Region die "Kunden" in den Laden und die Waren aussuchen lassen, haben in der Regeln etwas höhere Einnahmen durch "Kunden", müssen halt ihre Abfälle teuer entsorgen, da die auch im Regal liegenleiben.
Dafür haben dann die "Kunden" nicht so volle Mülltonnen, und sie können auch mal in den "Laden" kommen, um einen Kuchen zu suchen, wenn sie ihre Oma besuchen wollen, etc. Und sind so zufriedener.
Ja nee, is klar und so verständlich...:icon_twisted:
 

Arania

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#19
Bin zwar nicht aus "fött" aber heute beim einkaufen ist mit ein großes Plakat aufgefallen, auf dem stand....

"Kaufen Sie eins mehr und spenden sie es den Tafeln"

Daneben so eine Art Einkaufzettel und davon sollte man (zum vollen Preis) möglichst ein oder mehrere Artikel dazu keufen und es dann in einen Behälter für die (örtliche) Tafel spenden.

Noch dreister gehts ja wohl nicht.

:icon_eek:
Das gibt es bei uns schon seit Jahren, auch schon vor ALG II
 

Arania

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#21
Wo ist der Unterschied wenn man Geschenke kauft und sie zum Weihnachtsbasar für die Leute gibt, die sich keine leisten können, wo ist überhaupt der Unterschied ? Wenn man spendet bringt das immer einem anderen Gewinn


Ist also spenden an sich verwerflich? Wenn ich für Greenpeace, Attac oder Brot für die Welt spende, irgendjemand hat immer Gewinn damit gemacht?
Soll man deshalb gar nicht mehr spenden?

Dann verhungern halt noch ein paar Millionen mehr, was soll's? So kann man es auch sehen
 
E

ExitUser

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#22
Wo ist der Unterschied wenn man Geschenke kauft und sie zum Weihnachtsbasar für die Leute gibt, die sich keine leisten können, wo ist überhaupt der Unterschied ? Wenn man spendet bringt das immer einem anderen Gewinn


Ist also spenden an sich verwerflich? Wenn ich für Greenpeace, Attac oder Brot für die Welt spende, irgendjemand hat immer Gewinn damit gemacht?
Soll man deshalb gar nicht mehr spenden?

Dann verhungern halt noch ein paar Millionen mehr, was soll's? So kann man es auch sehen
Ich habe bei mir zumindest keine großen Plakate gesehen, auf der Werbung gemacht wird, um Weihnachtsgeschenke für Bedürftige zu kaufen und zu verschenken. Da waren es meistens kleine Schilder mit der Aufschrift "Spenden für Bedürftige". Auf dem Essenspenden-Plakat (ca. 2 x 3 Meter) stand auch groß "Tafel e. V." drauf und ein großer Zettel mit "benötigten" Lebensmitteln.

Wer etwas spenden will, kann und sollte es auch, aber ohne das man gleich am Eingang mit dieser "Werbung" (der Name der Supermarkt-Kette war genauso groß drauf) konfrontiert wird.

Spenden hat etwas mit Freiwilligkeit und Nächstenliebe ( zumindest der Rest, der in dieser Gesellschaft noch vorhanden ist) zu tun, nicht mit Profiten.
 

Arania

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#23
Nun ob an der Tür für die Tafel für Greenpeace oder für die Caritas steht, es geht ums Spenden

Und das halte ich erstmal für eine gute Sache, man müsste es zwar nicht an die grosse Glocke hängen, aber wenn man in Deutschland nicht mit prominenten Namen oder Marken wirbt geht es nicht ohne

Unser Verein war damals auch auf Spenden angewiesen und ich habe dafür die Werbetrommel gerührt, den Menschen, denen das zu gute kam war es egal, ob ich dafür mal in der Zeitung stand

Ausser den Kirchen wird es sonst niemandem gelingen ohne Werbung Spenden zu bekommen, das ELO bittet ja auch gross um Spenden, was ich auch für völlig legitim halte, nur sollte man es dann auch allen zugestehn
 

Eilig

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#24
Bin zwar nicht aus "fött" aber heute beim einkaufen ist mit ein großes Plakat aufgefallen, auf dem stand....

"Kaufen Sie eins mehr und spenden sie es den Tafeln"

Daneben so eine Art Einkaufzettel und davon sollte man (zum vollen Preis) möglichst ein oder mehrere Artikel dazu keufen und es dann in einen Behälter für die (örtliche) Tafel spenden.

Noch dreister gehts ja wohl nicht.

:icon_eek:
Nicht nur so, auch anders kommt den Tafeln viel zu.Z. B. REWE hatte doch die Tafel-Woche. Da wurde doch von allen was man kaufte, den Tafeln Lebensmittel in gleichen Wert überlassen. In vielen Supermärkten stehen auch Mitarbeiter der Tafeln und sprechen die Kunden na. Das was man Ihnen nach dem Einkauf gibt, sacken die auch ein. Viele Lebensmittelgeschäfte geben auch viele Lebensmittel ab. So schlecht kann es auch nicht sein.

Hier bei uns, werden den Tafeln jährlich tausende von Weihnachtskisten gespendet, die dann kurz vor Weihnachten abgeholt werden können.
Dies ist von den Spendern immer sehr schön und liebevoll gestaltet, damit es auch ein schönes Weihnachtsfest ist.


Es scheint von Tafel zu Tafel sehr unterschiedlich zu sein, solche Aussagen und solches Handeln habe ich noch nie gehört.
 
E

ExitUser

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#25
Nicht nur so, auch anders kommt den Tafeln viel zu.Z. B. REWE hatte doch die Tafel-Woche. Da wurde doch von allen was man kaufte, den Tafeln Lebensmittel in gleichen Wert überlassen. In vielen Supermärkten stehen auch Mitarbeiter der Tafeln und sprechen die Kunden na. Das was man Ihnen nach dem Einkauf gibt, sacken die auch ein. Viele Lebensmittelgeschäfte geben auch viele Lebensmittel ab. So schlecht kann es auch nicht sein.

Hier bei uns, werden den Tafeln jährlich tausende von Weihnachtskisten gespendet, die dann kurz vor Weihnachten abgeholt werden können.
Dies ist von den Spendern immer sehr schön und liebevoll gestaltet, damit es auch ein schönes Weihnachtsfest ist.


Es scheint von Tafel zu Tafel sehr unterschiedlich zu sein, solche Aussagen und solches Handeln habe ich noch nie gehört.
Das Plakat und die Aufschrift ist bei dem hiesigen REWE- Markt zu lesen.
 

Fridoline

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#26
Bin zwar nicht aus "fött" aber heute beim einkaufen ist mit ein großes Plakat aufgefallen, auf dem stand....

"Kaufen Sie eins mehr und spenden sie es den Tafeln"

Daneben so eine Art Einkaufzettel und davon sollte man (zum vollen Preis) möglichst ein oder mehrere Artikel dazu keufen und es dann in einen Behälter für die (örtliche) Tafel spenden.

Noch dreister gehts ja wohl nicht.

:icon_eek:

Doch es geht noch schlimmer ! :eek:

Ich war kürzlich in einer Einkaufspassage und da standen 4 Jungs, ca. 12-13 Jahre, verteilten Flyer für eine Tafel und es stand auch eine Kiste auf dem Boden, wo auch noch um Sachspenden gebettelt wurde.
Die Sachspenden kamen sehr gelegen, denn es wurde sich gleich aus der Kiste bedient und genascht.
Wer nichts spendete, wurde mit abfälligen Bemerkungen geschockt.

Supermärkte machen mit diesen Aufrufen höhere Umsätze.
Das hat nichts mit Hilfe oder Mitleid zu tun ! :icon_evil:
Nur Profitgier ! :icon_neutral:

Es ist einfach schlimm, wie die Armut zunehmend veröffentlicht und teilweise profitabel vermarktet wird.
 

Arania

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#27
Supermärkte machen mit diesen Aufrufen höhere Umsätze.
Das hat nichts mit Hilfe oder Mitleid zu tun
Die würden sie auch machen wenn es nicht direkt da stattfinden würde und wie gesagt, das ist keine Erfindung von Hartz IV, um Spenden gebeten wurde schon immer: auch für Tafeln, die erste fand in der Bibel statt, ( das ich das als Atheist sagen muss ist schon schlimm genug)
 

Fridoline

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#28
Die würden sie auch machen wenn es nicht direkt da stattfinden würde und wie gesagt, das ist keine Erfindung von Hartz IV, um Spenden gebeten wurde schon immer: auch für Tafeln, die erste fand in der Bibel statt, ( das ich das als Atheist sagen muss ist schon schlimm genug)
Stimmt, dass es keine Erfindung von Hartz IV ist !
Hartz IV hat aber den Kreis der Bedürftigen sehr ausgeweitet.
 
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