Heizöl....viele Fragen (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

unterchef

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Liebe Leidensgenossen :)

die neue Heizperiode steht vor der Tür, und ein neuer Sachbearbeiter macht uns das Leben schwer.
Wir ( Mutter,Vater 3 Kinder) leben zur Miete in einem älteren Häuschen (130m²), müssen dafür selbst Heizöl kaufen.
Unser Vermieter ist ein über 80 jähriger Mann, der hält sich da schon immer komplett raus.
Die letzten beiden Jahre wurden uns von der alten SBin immer 1575 Liter Heizöl für das gesamte Jahr/Heizperiode genehmigt, und nach Vorlage der Rechnung an uns überwiesen.
Der neue SB hat uns trotz Antrages auf Heizöl jetzt 10 Ster (hier in Bayern für RM) Holz bewilligt.
Zudem will er direkt an den Lieferanten überweisen.
Ich habe ihm den Fehler gleich schriftlich mitgeteilt, warte da noch auf eine Antwort.
Meine Fragen richten sich auf die Menge. Wir brauchen bei sparsamster Heizweise 2500 Liter im Jahr. Die letzten beiden Jahre haben wir die 1575 Liter aktzeptiert, aus Angst bei Widerspruch noch weniger zu bekommen.
Jetzt sind alle drei Kinder in der Schule und wir bringen buchstäblich keinen Cent mehr auf die Seite.
Uns stehen 105m² Wohnraum zu, die restlichen die das Haus hat könnten auch ungenutzt bleiben. Für 5 Personen 1575l erscheint mir einfach im Vergleich zu wenig.
Zudem kommt jetzt dazu das der Lieferant direkt bezahlt werden soll. Das macht der hier in der Gegend einmal mit, und danach heissts Ware gegen Bares.
Uns schnürts den Hals zu beim Gedanken as es kälter wird.Vieleicht weiß jemand was Konkretes zu den Berechnungsgrundlagen oder hat Vergleichswerte für 5 Personen.

Liebe Grüße und vielen Dank!:icon_smile:
 

unterchef

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da ist unser Landkreis (Mühldorf) leider nicht dabei.
Bei den Nachbarlandkreisen sind keine Zahlen zum Heizöl dabei, nur der übliche Satz von der Übernahme der tatsächlichen Kosten.
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Unterchef,

Kannst du schriftlich machen, weil ich denke bei 2000 Liter ist es auch eine Frage
wie willst du das vorfinanzieren?

Am besten Kostenvoranschlag miteinreichen.

Bundessozialgericht - B 14 AS 15/09 R - Urteil vom 19.10.2010

2. Der Anspruch auf Heizkosten gemäß § 22 Abs.. 1 Satz 1 SGB II besteht zunächst jeweils in Höhe der konkret individuell geltend gemachten Aufwendungen. Eine Pauschalierung ist unzulässig. Nur wenn die Heizkosten über einem aus einem bundesweiten oder kommunalen Heizspiegel zu ermittelnden Grenzbetrag liegen, sind sie im Regelfall nicht mehr als angemessen zu betrachten. Zitat Ende

Bundessozialgericht B 7b AS 40/06 R

Nach § 22 Abs 1 Satz 1 SGB II werden Leistungen für Unterkunft und Heizung in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht, soweit diese angemessen sind. Unter § 22 Abs 1 SGB II fallen jedoch nicht nur laufende Kosten, sondern auch einmalige Kosten, die beispielsweise für die Beschaffung von Heizmaterial anfallen.

Für diese Auslegung spricht insbesondere der Wortlaut von § 22 Abs 1 Satz 1 SGB II, der unterschiedslos von "tatsächlichen Aufwendungen" für Unterkunft und Heizung spricht. Insbesondere der Begriff "tatsächlich" lässt eine einmalige Übernahme zu, wenn die Kosten angefallen sind.

Unter § 22 Abs 1 SGB II fallen demnach auch einmalige Leistungen zur Beschaffung von Heizmaterial. Bei der Beschaffung von Heizmaterial (zB Heizöl oder Holz) handelt es sich um Aufwendungen, die einen zukünftigen Heizbedarf decken sollen.

Der Bedarf für Heizmittel entsteht erst dann, wenn für den Bewilligungszeitraum (§ 41 SGB II) kein Brennmaterial mehr vorhanden ist. Die tatsächlichen Aufwendungen entstehen aber erst in der Folge der Lieferung von Heizmaterial. Es besteht daher im Regelfall keine Verpflichtung der Beklagten, vor der Lieferung eine Kostenübernahmeerklärung abzugeben.

Etwas anderes könnte indes dann gelten, wenn der Heizmittellieferant nur bereit wäre, gegen sofortige Barzahlung zu liefern. In diesem Fall wäre eine Kostenübernahmeerklärung bzw eine "vorherige" Leistung der Beklagten zulässig.Zitat Ende


https://www.elo-forum.org/allgemeine-fragen/51136-harter-winter-2010-zusaetzliche-heizkosten.html

Und in dem Link kannst du auch noch nachlesen!

https://www.elo-forum.org/allgemein...kohle-anspruch-selbstgenutztem-eigenheim.html

Mach alles schriftlich und persönliche Abgabe, Bestätigung auf der Kopie vom JC,
also Stempel und Unterschrift!

Gruß Seepferdchen:icon_pause:
 

unterchef

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Ich brauche 2500 Liter mindestens im Jahr, von warm im Haus kann da aber keine Rede sein.
Wie sollte ich da dann vorgehen? Ich möchte mit 3 Kindern nicht eine Aufforderung zum Umzug bekommen.
Uns wurde die Miete ohnehin auf das amtliche Minimum von 478.- Euro gekürzt (für 5 Personen, 105m² in Oberbayern).
 
S

Swastika

Gast
Ich brauche 2500 Liter mindestens im Jahr, von warm im Haus kann da aber keine Rede sein.
Wie sollte ich da dann vorgehen? Ich möchte mit 3 Kindern nicht eine Aufforderung zum Umzug bekommen.
Uns wurde die Miete ohnehin auf das amtliche Minimum von 478.- Euro gekürzt (für 5 Personen, 105m² in Oberbayern).
Schon mal daran gedacht, auf Holzfeuerung umzusteigen? Ist kostengünstiger, umweltfreundlicher und die Wohnung/das Haus sind auch immer schön warm; es sei denn die Fenster sind alt und die Dämmung schlecht. Dann nützt das natürlich nichts.
 

Seepferdchen 2010

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Du hast alle Links gelesen?

Du reichst alles schriftlich ein!

Gehört euer Ort nicht zu München?
 

unterchef

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Holzfeuerung inkl. Warmwasser müsste ja die ganze Heizung erneuert werden.
Macht der Vermieter nicht, und ich kanns leider auch nicht machen.
Mühldorf am Inn ist eigener Landkreis östlich von München.
Die Links habe ich durch, habe auch vorher schon die Suchfunktion benutzt, nur frag ich mich immer was kommt oder kommen kann wenn ich denen auf die Füße trete...
 

unterchef

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Wie oben geschrieben sind wir Mieter....das alles bezieht sich sich auf Eigentum.
 

Seepferdchen 2010

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unterchef

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Vieleicht weiß jemand ob das so passt. Mich habens damals klein gekriegt und ich hab die 1575 Liter akzeptiert und selber draufgezahlt. Das können wir ab jetzt nicht mehr.
 
S

Swastika

Gast
Vieleicht weiß jemand ob das so passt. Mich habens damals klein gekriegt und ich hab die 1575 Liter aktzeptiert und selber draufgezahlt. Das können wir ab jetzt nicht mehr.
Ich denke, es ist für euch an der Zeit, einen RA mit ins Boot zu holen. Hier muss Klarheit und vor allem Rechtssicherheit geschaffen werden.
 

Seepferdchen 2010

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Dein Anhang da lässt sich die 3 pdf-Datei nicht öffnen!

Denke auch das hier mal ein RA das sich ansehen sollte!
 

unterchef

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die Anhänge sollten eigentlich funktionieren. Wenn noch jemand Probleme hat bitte melden.
Anwalt wollte ich eigentlich vermeiden. Schaut dann schon stark nach Kriegserklärung aus.
 
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