Heizkostenvorauszahlungen waren höher als der vom Jobcenter geleistete Abschlag

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Amalthea

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Hallo,

wir haben im letzten Abrechnungszeitraum jeden Monat etwas mehr an Heizkosten bezahlt, als das Jobcenter an Vorauszahlungen leistete.

In Zahlen sieht das so aus:

Das Jobcenter hat 1788 Euro gezahlt
Wir haben 1971 gezahlt
Die tatsächlichen Heizkosten betragen 1906,34

Inklusive eines weiteren von uns bezahlten Abschlags (ebenfalls aus eigener Tasche) beläuft sich das Guthaben auf 274,68 Euro laut Abrechnung des Anbieters.

Jetzt hat das Jobcenter dieses Guthaben komplett angerechnet und uns nur die neuen Abschläge für November und Dezember ausgezahlt.
Meiner Meinung nach ist das aber so nicht richtig.
Schließlich haben wir das Guthaben aus eigenen Mitteln angehäuft (weil wir eine eventuell vorzustreckende Nachzahlung verhindern wollten, Das JC braucht ja immer ewig um die Abrechnungen zu bearbeiten) und soweit ich das sehe und auch im Internet gelesen habe, steht uns dieses Geld auch zu.

Einen Widerspruch habe ich per Fax gesendet, inklusive meiner eigenen Berechnung.

Die Frage ist halt nur, haben wir wirklich einen Anspruch auf das Guthaben? Oder war es echt dumm, aus eigener Tasche mehr zu bezahlen?

Vielen Dank schon mal.
 
E

ExUser 1309

Gast
Fast 2000 EUR im Monat nur Heizkosten
Wie kommst du auf im Monat? Das ist die Jahresabrechnung. Nur davon erhält man zurück oder zahlt nach. Wenn ihr mehr Vorausgezahlt habt, wie das JC leistet, dürfte euch ein Differenzbetrag zustehen, nach meiner Meinung.
Das JC kann nur die von ihr geleistete Zahlung abziehen, nicht von Beträgen, die es gar nicht gezahlt hat. 1906.34-1788=118.34€ die das JC noch an euch bezahlen darf, den "anderen geleisteten Abschlag" darf es nicht berechnen, sofern ich mich nicht verrechnet habe. Müsstet ihr beantragen und Begründen, was ja bei solchen Rechnereien kein Problem ist, höchstens für die JC MA, das habe ich leider schon selber erlebt. Sobald die Zahlen dürfen, fällts rechnen schwer.

Die Vorauszahlung würde ich erhöhen lassen und um Zustellung der Erhöhung vom Anbieter bitten, dann höhere Vorauszahlung beantragen. Ich zahle nur zurück, weil höhere Leistungen gezahlt werden, als anfallen, ist mir immer noch lieber als nachher um die Nachzahlung beim JC kämpfen zu dürfen.
 

romeo1222

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Meiner Meinung steht euch dieses zu. Früher war es anders, aber mittlerweile ist es im Gesetz festgeschrieben und lässt sich meiner Meinung nach auch auf deinen Fall anwenden.

(3) Rückzahlungen und Guthaben, die dem Bedarf für Unterkunft und Heizung zuzuordnen sind, mindern die Aufwendungen für Unterkunft und Heizung nach dem Monat der Rückzahlung oder der Gutschrift; Rückzahlungen, die sich auf die Kosten für Haushaltsenergie oder nicht anerkannte Aufwendungen für Unterkunft und Heizung beziehen, bleiben außer Betracht.

§ 22 SGB II Bedarfe für Unterkunft und Heizung

P.S. Den Widerspruch würde ich noch händisch unterschrieben nachreichen, denn ein Widerspruch per Fax gilt nicht. Zwar müsste das JC euch informieren und eine Unterschrift einfordern, aber man weiß ja nie.
 

romeo1222

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Wie, ein Widerspruch per Fax gilt nicht? Habe ich schon oft so gemacht und gab noch nie Probleme.

Er braucht halt eine händische Unterschrift. Vielleicht geht es auch mit diesem neumodischen elektronischen Signaturen oder so, dieses weiß ich nicht. Aber dann hast du ein sehr kulantes JC, wenn die deine Widersprüche ohne eine original händische Unterschrift bearbeitet haben. Um die Frist zu wahren oder falls das JC einem keine Eingangsbestätigung gibt, ist es sicherlich nicht verkehrt zusätzlich ein qualifiziertes Fax zu schicken.
 

Couchhartzer

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Er braucht halt eine händische Unterschrift.
Ja und? Wo soll da das Problem sein?
Fax schreiben, zuvor eingescannte und als Datei abgelegte eigenhändige Unterschrift als Bild einfügen, Fax (bei welchem man eine qualifizierten Sendebericht bekommen kann) absenden und fertig ist de Laube.

Aber dann hast du ein sehr kulantes JC, wenn die deine Widersprüche ohne eine original händische Unterschrift bearbeitet haben.
Davon ist hier im von dir zitierten Beitrag doch deutlich erkennbar nicht einmal ansatzweise irgendwo etwas so beschrieben worden.
 
E

ExUser 2606

Gast
Ich hatte noch nie mit dem JC zu tun, habe abee schon viele Widersprüche für andere Sozialleistungsträger geschrieben. AfA, KK, DRV.....

Meine Vorgehenswiese: Widerspruch als Brief schreiben, zum Beispiel in Word, ausdrucken, unterschreiben, einscannen und faxen. Mag manchem umständlich erscheinen, funktioniert aber bestens. Ob ich das "Original" noch per Post hinterherschicke, entscheide ich von Fall zu Fall.
 

romeo1222

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@Couchhartzer Auch deine Vorgehensweise ist nicht rechtskonform. Wenn dieses immer so akzeptiert wurde, Glück gehabt. Eine gedruckte Unterschrift, die man einmal eingescannt hatte reicht aber nicht. Gibt sogar SG-urteile, womit welche rechtswirksam Widerspruch einlegen wollten oder ne Klage so bestreiten wollte. Alles abgelehnt. War sogar was vor wenigen Wochen / Monaten im Tacheles Rechtssprechungsticker.

Zu dem zweiten Zitat, so hatte ich es von kerstin-K herausgelesen. Und wie sie jetzt auch im neuesten Beitrag schreibt, bestätigt es das.

Habe eben nochmal recherchiert, anscheinend gibt es solche Gerichtsurteile und solche. Also wie immer, man muss Glück haben was das eigene Gericht entscheidet.
 
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