Heizkostenübernahme Nachtspeicher bei nicht bewilligter Wohnung? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Sibylle

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Hallo,

kurzum: Wir sind 2 Personen (Bedarfsgemeinschaft). Unser aktueller Wohnraum ist nicht mehr zumutbar (desaströse Zustände). Jobcenter (JC) zahlt auch keine Miete mehr (weiß der Vermieter, stört ihn nicht). Da wir Haustiere haben (schon vor ALG2), war die Suche natürlich kein Zuckerschlecken, gerade ob des angespannten Wohnungsmarktes (auch in Paderborn).

Jetzt haben wir endlich etwas gefunden. Aber: 13m² zu groß und ca. 40€ zu teuer. Wir haben also nur eine ZUSTIMMUNG jedoch KEINE Bewilligung erhalten - dabei wäre ein Verbleib im aktuellen Objekt auf Dauer in Sachen Heizkosten WEIT teurer gekommen, da nur EIN Kaminofen für die gesamte Hütte ausreichen muss. 13SRM Buchenholz in nicht mal 4 Monaten um 18 - 20 Grad zu erlangen: Sprechen Bände. Okay, dafür zahlt das JC wiederum keine Miete wegen anderweitiger Mängel.

Wie dem auch sei, jeglicher Einspruch gegen die Zustimmung scheiterte. Somit zahlen wir aus den Regelleistungen jetzt die 40 Euro mehr im Monat - was uns nicht verhungern lässt. ABER: Es wird ja auch nur der MAXIMALE Satz für Heizkosten bezahlt - eben weil die Wohnung NICHT bewilligt ist. Wir müssen in Zukunft mit Nachtspeicher heizen, spezielle Nachttarife sind sehr rar und bringen rechnerisch kaum Vorteile. Einen getrennten Zähler gibt es.

Weiß nun jemand, wie viel in Kreis Paderborn bei einer nicht bewilligten (aber "zugestimmten") Wohnung für das Heizen mit Strom übernommen wird? Gibt es da aufgrund der fehlenden Bewilligung eine Deckelung? Warmwasser läuft übrigens auch über Strom. Oder muss die tatsächlich anfallende Menge an Strom bezahlt werden, wenn ein "nicht verschwenderischer Verbauch" als selbstverständlich (von uns) angesehen wird?

Vielen Dank...
 

hans wurst

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Da wir Haustiere haben (schon vor ALG2), war die Suche natürlich kein Zuckerschlecken, gerade ob des angespannten Wohnungsmarktes (auch in Paderborn).
Hast du deine Suche dokumentiert und kannst dies somit beweisen und wie lange habt ihr gesucht?

Aber: 13m² zu groß und ca. 40€ zu teuer.
Die Größe ist irrelevant, entscheidend sind ausschließlich die Kosten.

Wir haben also nur eine ZUSTIMMUNG jedoch KEINE Bewilligung erhalten
Es gibt keine gesetzliche Grundlage, für das Erfordernis einer vorherige Bewilligung der Wohnung.

Weiß nun jemand, wie viel in Kreis Paderborn bei einer nicht bewilligten (aber "zugestimmten") Wohnung für das Heizen mit Strom übernommen wird? Gibt es da aufgrund der fehlenden Bewilligung eine Deckelung? Warmwasser läuft übrigens auch über Strom. Oder muss die tatsächlich anfallende Menge an Strom bezahlt werden, wenn ein "nicht verschwenderischer Verbauch" als selbstverständlich (von uns) angesehen wird?
Kannst du mal bitte Zahlen nennen, was vom JC bezahlt /als angemessen angesehen wird. Miete, Nebenkosten und Heizkosten. Im Internet konnte ich keine Angaben zu Heizkosten finden.

Und für Warmwasser ist euch zusätzlich, ein Warmwasserzuschuss zu bezahlen.
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Sibylle,

Wir haben also nur eine ZUSTIMMUNG jedoch KEINE Bewilligung erhalten
Was heißt das genau die Zustimmung erfolgte schriftlich?

Jobcenter (JC) zahlt auch keine Miete mehr (weiß der Vermieter, stört ihn nicht).
Das heißt dem Jobcenter ist der Wohnungszustand bekannt.

Wohnungssuche hast du schriftlich belegen können?

Hast du schon in diesen Link - PDF - Datei geschaut hier ist auch eine Aufstellung.

https://www.harald-thome.de/media/files/kdu,-ae,-but-rilis/KdU-Paderborn---01.05.2014.pdf

und

§ 22 SGB II

4) Vor Abschluss eines Vertrages über eine neue Unterkunft soll die erwerbsfähige leistungsberechtigte Person die Zusicherung des für die Leistungserbringung bisher örtlich zuständigen kommunalen Trägers zur Berücksichtigung der Aufwendungen für die neue Unterkunft einholen. Der kommunale Träger ist zur Zusicherung verpflichtet, wenn der Umzug erforderlich ist und die Aufwendungen für die neue Unterkunft angemessen sind; der für den Ort der neuen Unterkunft örtlich zuständige kommunale Träger ist zu beteiligen.
Es geht doch hier um die Nettokaltmiete und den kalten Betriebskosten und
nicht um die Heizkosten.

Für die Miete zahlt ihr aus der Regelleistung zu.

Hier im Forum gab es mal einen Thread bezogen auf Paderborn, schau dir mal im Post 1den Link von @lpadoc an.

Ob sich was geändert hat weiß ich leider nicht aber vieleicht kann ein anderer user dazu noch was schreiben.

https://www.elo-forum.org/kdu-miete-untermiete/98993-landkreis-paderborn-kdu.html
 

gelibeh

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ABER: Es wird ja auch nur der MAXIMALE Satz für Heizkosten bezahlt - eben weil die Wohnung NICHT bewilligt ist.
Es gibt keinen maximal Satz für Heizkosten. Die haben die persönlichen und baulichen Gegebenheiten zu prüfen. Die können nicht den bundesweiten Heizkostenspiegel zugrunde legen, so wie es in deren schlüssigen? Konzept steht. Das hat das Bundessozialgericht entschieden.(AV Wohnen Berlin-Urteil)

Einige der schlüssigen Konzepte von Analyse und Konzept sind schon von Gerichten gekippt worden. Weiß jetzt nicht, inwieweit Eures einer Prüfung stand hält.
 

Sibylle

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Ich danke Euch vorab schon einmal, vor allem für den netten, sachlichen, nicht herablassenden Tonfall - und das meine ich absolut ernst.

Die Suche können wir mehr als belegen. Kleinanzeigen aktiv geschaltet, täglich 2 - 4 Stunden alle Börsen im Netz, mehrere Kontaktaufnahmen, sogar einen Makler ins Boot geholt der netter Weise kostenfrei aktiv wurde. Die neue Wohnung per Zufall durch 25 Ecken erhalten, war nicht inseriert - wäre sonst auch wohl bei der Knappheit hier gleich weg gewesen.

Überdies haben wir Atteste die belegen, dass wir EIGENTLICH "mehr Wärme" als üblich brauchen - juckt aber auch keinen ;)

Die aktuelle Wohnung ist nicht mehr zumutbar, der VM investiert nichts (entgegen aller Zusagen) und verkauft. Klar kann man jetzt rumklagen und machen und tun - aber das ist ja nur ein Aufschub. Aktuell hat man uns für die Hütte halt 13 SRM Meter Holz im Wert von 1000 Euro inkl. lieferung bewilligt... macht knapp 83 Euro je Monat. In der letzten Wohnung (im gleichen Ort in den wir jetzt wieder ziehen): 79 Euro. Obwohl die auch einen Tuck zu groß aber finanziell im Rahmen war. Also auf der einen Seite können die sagen: "Ziehen Sie um, aber wir zahlen nur den maximalen Satz Miete + Kalte Nebenkosten, aber KEINEN Umzug (haben eh kaum was), aber die Heizkosten müssen der REALEN größe und dem REALEN Bedarf angepasst werden, ist das so richtig?

Und was ist eigentlich mit einem Antrag auf Erstausstattung? Eine alte "Usselküche" war hier drin, die kann man nicht mal mehr angucken ohne das was einfällt. Wir sind hier mit einer Couch und einem (Single-Bett) hingekommen, wollten EIGENTLICH hier was aufbauen... wenn wir umziehen: Haben wir so gut wie nix an Möbeln....

Hier mal die Aussage vom JC... ich blicke nicht durch ob nun Zusage, Bewilligung, Zustimmung... Heizkosten in real anfallender Höhe oder "Nur" bis 65m².:
 

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Sibylle

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Habe hier noch ein Schreiben. Das spannende ist: Wir schreiben hier vom GLEICHEN KREIS und 2 GEMEINDEN. Die schieben das jetzt hin und her und her und hin. In der Gemeinde in die wir jetzt ziehen können: Haben wir schon mal gelebt. Der Sachbearbeiter ist (leider) bekannt für seine "Komme ich heute nicht, komme ich morgen"-Haltung und wir natürlich entsprechend "vermerkt" weil wir uns nicht alles gefallen lassen...
 

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Seepferdchen 2010

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Und was ist eigentlich mit einem Antrag auf Erstausstattung? Eine alte "Usselküche" war hier drin, die kann man nicht mal mehr angucken ohne das was einfällt.
Steht diese Küche so auch im Übergabeprotokoll und ist diese Küche vom Vormieter?

Nartürlich kannst du einen Antrag stellen für die Erstausstattung, schreibe mal alles auf was
du denkst was nötig gebraucht wird.

Und hier in diesem Link findest du ggf. von deiner Stadt ganz weit unten auf dieser
Web-Seite so Hinweise was die Kosten betrift:

Harald Thome - Örtliche Richtlinien

Verwaltungsanweisungen zu Erstausstattung der Wohnung mit Hausrat

Überdies haben wir Atteste die belegen, dass wir EIGENTLICH "mehr Wärme" als üblich brauchen - juckt aber auch keinen ;)
dann lies mal hier:

Natürlich spielen auch besondere persönliche Verhältnisse wie eben Behinderung, Alter, "Kabbelkinder" etc. bei der Angemessenheit eine Rolle, da dadurch ein erhöhter Wärmebedarf bedingt ist, so Berlit in LPK-SGB II, Münder, 3. Ausgabe, § 22, Rn 75.

Lang/Link in Eicher/Spellbrink, 2. Ausgabe § 22, Rz 46a sprechen von subjektiven Faktoren wie Alter und Erkrankungen.

Da aber Pauschalierungen unzulässing sind, die tatsächlichen Heizkosten übernommen werden müssen, spielen solche Faktoren erst beim Vorwurf des unwirtschaftlichen Heizens (unangemessene Heizkosten) eine Rolle.

Quelle:
Post 9 https://www.elo-forum.org/kdu-miete-untermiete/45464-frage-erhoehten-waermebedarf.html
 

Sibylle

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Danke. Die Küche war drin, der Vormieter ist 1 Monat vor unserem Einzug verstorben. Durch die Umstände hier sind die 2 Möbel die wir haben eigentlich gar nicht mehr nutzbar bzw. würden einen Umzug auch nicht mehr überleben. Im Prinzip bräuchten wir (bis auf einen Kühlschrank, TV, alte Kommode) nahezu alles neu. Unsere Klamotten hängen jetzt frei im Küchendurchgang da 2 Zimmer oben im Objekt wegen Einsturzgefahr der Treppe nicht benutzt werden dürfen. Von Amtswegen "in Augenschein" genommen. Ach so... selbst unsere Waschmaschine wäscht nur noch bei 40 Grad, steht in einem ehemaligen Schweinestall (keine Isolierung), da innen kein Platz im Bad, Vormieter hatte da angefangen einen Nebenraum zu "bebasteln", ist dann aber wohl gestorben...
 

hans wurst

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Also ich kann jetzt nicht erkennen, das hier Heizkosten beschränkt/gekürzt werden.

Und bei den Aufwand, den du hier betrieben hast, um eine Wohnung zu finden, bestehen erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der KDU-Richtlinie.

Bevor du umziehst beantrage Umzugskosten und Kaution.
 

Sibylle

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Hallo,

wurde bereits beantragt abgelehnt, widerspruch zwecklos, selbst Anwältin meint das bringt nicht viel.. .(was ich auch nicht glaube). Müssen jetzt die Kaution von den Regelleistungen abstottern... wird im Endeffekt ja auch nur als Darlehen gegeben - käme also auf`s gleiche raus... und Umzugskosten: Sind nur 12km, 4 mal fahren und alles ist da... Umzug ist eigentlich für morgen geplant... sehe schon das Geschrei des neuen "alten" Mitarbeiters vor mir... oder hab`s in den Ohren... ;(
 
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