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Heizkostennachzahlung und Kostensenkungsaufforderung

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Pikku

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#1
Hallo Ihr Lieben ! Ich habe ein Problem mit meinen Heizkosten. Um genau zu sein, mit der Nachzahlung aus 2005, die uns dieser Tage erreichte. Wir heizen mit Flüssiggas und der Vermieter hat in 2005 zweimal betanken lassen (wg. des harten Winters), daher ist die NK-Abrechnung wirklich hoch. -

Vom AfA habe ich mit meinem Bescheid eine Allgemeine Information zur Angemessenheit von Unterkunfstkosten erhalten
- danach kam unsere NKabrechnung, die ich einreichte -
- danach kam eine Aufforderung zur Kostensenkung
- jetzt kam die Ablehnung der NK-Nachzzahlungsübernahme mit Hinweis auf den unangemessenen Wohnraum etc.

Für 2006 kann ich das ja verstehen, aber nicht für 2005, wo wir nicht bedüftig waren, sondern beide in Lohn und Brot.

Habe ich Chancen, die NK aus 2005 doch bezahlt zu bekommen ? Wovon sollte ich sie jetzt bezahlen ??
:?:
Pikku
 
E

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Gast
#2
Pikku sagte :
Hallo Ihr Lieben ! Ich habe ein Problem mit meinen Heizkosten. Um genau zu sein, mit der Nachzahlung aus 2005, die uns dieser Tage erreichte. Wir heizen mit Flüssiggas und der Vermieter hat in 2005 zweimal betanken lassen (wg. des harten Winters), daher ist die NK-Abrechnung wirklich hoch. -

Vom AfA habe ich mit meinem Bescheid eine Allgemeine Information zur Angemessenheit von Unterkunfstkosten erhalten
- danach kam unsere NKabrechnung, die ich einreichte -
- danach kam eine Aufforderung zur Kostensenkung
- jetzt kam die Ablehnung der NK-Nachzzahlungsübernahme mit Hinweis auf den unangemessenen Wohnraum etc.

Für 2006 kann ich das ja verstehen, aber nicht für 2005, wo wir nicht bedüftig waren, sondern beide in Lohn und Brot.

Habe ich Chancen, die NK aus 2005 doch bezahlt zu bekommen ? Wovon sollte ich sie jetzt bezahlen ??
:?:
Pikku
Du solltest in Widerspruch gehen...
Heizkosten dürfen nur dann nicht übernommen werden, wqenn sie unangemessen hoch sind...
und das sind sie nicht allein deshalb, weil die Wohnung insgesamt unangemessen ist... solange ihr euich bemüht, die Kosten zu senken.

Gruß aus Ludwigsburg
 

Pikku

Elo-User/in

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#3
Heizkostennachzahlung und Kostensenkungsaufforderu

Ich habe mich parallel zu dem Antrag auf HK-Übernahme bereits bereit erklärt, die Kosten zu senken durch Umzug.
Aber in dem Ablehnungsbescheid wird mit pauschalierten Beträgen argumentiert, über denen wir natürlich wegen zu hoher qm und zu hoher Heizung weit drüber liegen. Ich meine schon an anderer Stelle im Forum gelesen zu haben, dass die Heizkostennachzahlung so wie sie ist, zu übernehmen ist, konnte das aber nicht finden.
 
E

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Gast
#4
Re: Heizkostennachzahlung und Kostensenkungsaufforderu

Pikku sagte :
Ich habe mich parallel zu dem Antrag auf HK-Übernahme bereits bereit erklärt, die Kosten zu senken durch Umzug.
Aber in dem Ablehnungsbescheid wird mit pauschalierten Beträgen argumentiert, über denen wir natürlich wegen zu hoher qm und zu hoher Heizung weit drüber liegen. Ich meine schon an anderer Stelle im Forum gelesen zu haben, dass die Heizkostennachzahlung so wie sie ist, zu übernehmen ist, konnte das aber nicht finden.
Ich würde mich auf § 22 beziehen.

Zitat: SGB II § 22 Leistungen für Unterkunft und Heizung

(1)1 1Leistungen für Unterkunft und Heizung werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht, soweit diese angemessen sind.

Nur weil das Amt meint, sie sind unangemessen, sind sie das noch lange nicht!

Und solange es keine Kostensenkungsaufforderung gibt, muß die Miete voll übernommen werden. Dazu gehören auch Heizkosten.

Es muß immer der Einzelfall geprüft werden!

Gruß aus Ludwigsburg
 
E

ExitUser

Gast
#5
Pikku sagte :
Hallo Ihr Lieben ! Ich habe ein Problem mit meinen Heizkosten. Um genau zu sein, mit der Nachzahlung aus 2005, die uns dieser Tage erreichte. Wir heizen mit Flüssiggas und der Vermieter hat in 2005 zweimal betanken lassen (wg. des harten Winters), daher ist die NK-Abrechnung wirklich hoch. -

Vom AfA habe ich mit meinem Bescheid eine Allgemeine Information zur Angemessenheit von Unterkunfstkosten erhalten
- danach kam unsere NKabrechnung, die ich einreichte -
- danach kam eine Aufforderung zur Kostensenkung
- jetzt kam die Ablehnung der NK-Nachzzahlungsübernahme mit Hinweis auf den unangemessenen Wohnraum etc.

Für 2006 kann ich das ja verstehen, aber nicht für 2005, wo wir nicht bedüftig waren, sondern beide in Lohn und Brot.

Habe ich Chancen, die NK aus 2005 doch bezahlt zu bekommen ? Wovon sollte ich sie jetzt bezahlen ??
:?:
Pikku
Wieder so eine ArGe :uebel:

Gesamturteil nachzulesen unter.
http://www.peng-ev.de/phpBB2/viewtopic.php?t=2087

Nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Sozialgesetzbuch - Zweites Buch - Grundsicherung für Arbeitsuchende - (SGB II) werden Leistungen für Heizung in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht, soweit diese angemessen sind. Eine nähere Eingrenzung des unbestimmten Rechtsbegriffs der Angemessenheit nimmt das Gesetz selbst nicht vor. Es ermächtigt lediglich in § 27 Nr. 1 SGB II zum Erlass einer Rechtsverordnung darüber, welche Aufwendungen für Heizung angemessen sind. Solange eine solche Rechtsverordnung noch aussteht, ist die Angemessenheit von Heizkosten nach den konkreten, insbesondere baulichen, Gegebenheiten zu beurteilen. Unangemessenheit liegt - schon angesichts eines völlig unterschiedlichen subjektiven Temperaturempfindens verschiedener Personen - nur bei unsachgemäßer Bedienung der Heizanlage oder einem verschwenderischen Heizverhalten (z.B. Heizen bei geöffnetem Fenster) vor (vgl. auch SG Aurich, Beschluss vom 11.2.2005, S 15 AS 3/05 ER).

Soweit sich die Beklagte demgegenüber auf die DWVO (in Verbindung mit dem auf § 13 Abs. 1 Satz 1 DWVO beruhenden jährliche Runderlass des Bundesministeriums für Finanzen) beruft, folgt das Gericht dem nicht (gegen die Anwendung der DVWO bereits SG Aachen, Beschluss vom 26.01.2006, S 21 AS 11/06 ER). Zwar verkennt das Gericht nicht, dass auch vor Erlass einer Rechtsverordnung nach § 27 Nr. 1 SGB II auf seiten der Leistungsträger Bedarf nach einer pauschalierenden Regelung besteht. Es hält die DVWO insoweit jedoch nicht für geeignet, denn es ist nicht ersichtlich, dass diese tatsächlich alle verschiedenen Bautypen und alle Stufen der Wärmeisolation abbildet. Sachnäher ist aus Sicht der Kammer die Prüfung, ob der tatsächliche Heizenergieverbrauch angesichts des örtlichen (oder ortsnächsten) Heizspiegels Anhaltspunkte für ein verschwenderisches Heizen bietet.

Dies ist hier nicht der Fall. Die Heizkosten pro qm im Jahr belaufen sich ausweislich der in der Akte der Beklagten befindlichen Abrechnung auf 12,58 Euro. Laut dem Aachener Heizspiegel (ein ortsnährerer Heizspiegel ist nicht erhältlich) sind in gasbeheizten Gebäuden mit einer beheizten Wohnfläche von 100 - 250 qm Heizkosten von 10,30 bis 14,00 Euro als erhöht anzusehen. Die tatsächlichen Heizkosten sind im vorliegenden somit erhöht, jedoch nicht extrem hoch. Angesichts der vom Kläger geschilderten baulichen Verhältnisse liegen Hinweise für unwirtschaftliches Heizen nicht vor.

Unter Zugrundelegung der in der Abrechnung ausgewiesenen Kosten summieren sich die Heizkosten (ohne Kosten der Warmwasserzubereitung) jährlich auf 719,57 Euro (215,64 Euro Grundkosten plus 503,93 Verbrauchskosten). Dies ergibt monatliche Aufwendungen i.H.v. 59,96 Euro. Die mietvertraglich vereinbarte monatliche Heizkostenvorauszahlung i.H.v. 65,99 Euro erscheint angesichts dessen angemessen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass sie gerade auch den Sinn hat, in einem gewissen Umfang auch extreme Witterungsverhältnisse sowie Teuerungen bei den Brennstoffen mitzuberücksichtigen und umfangreiche Nachforderungen zu vermeiden.
Gruß, Anselm

EDIT

Sie ebenso.
http://www.my-sozialberatung.de/cgi...d=list&range=0,100&Freigabe==1&cmd=all&Id=193

Die Höhe der Angemessenheit der Heizungskosten ist von einer Vielzahl von Faktoren in Abhängigkeit von der Dauer der Heizperiode, der Beschaffenheit und den Gepflogenheiten beim Betrieb der Heizungsanlage im Einzelfall wie überhaupt den baulichen Gegebenheiten der Wohnräumlichkeiten nach Lage, Bautenzustand, Ausstattung und auch den klimatischen und lokalen Bedingungen abhängig.

Grundsätzlich hat jeweils der Träger der Grundsicherung für Arbeitssuchende nachzuweisen, dass für den Hilfebedürftigen ein entsprechendes Wohnungsangebot mit angemessen Heizkosten auf dem Wohnungsmarkt tatsächlich zur Verfügung steht und wie die Verhältnisse des Einzelfalles die Heizkosten gegebenenfalls auch in Relation zu anderen Wohneinheiten einer Wohnanlage die Beurteilung der Angemessenheit der Heizkosten bestimmen.
 

egjowe

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#6

Pikku

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#7
Danke für Eure Hinweise, ich arbeite gerade an einem Widerspruch, der will durchdacht sein. Zum Glück bleibt mir noch etwas Zeit.

Pikku
 
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