Heizkostennachzahlung am ehemaligen Wohnort - wer ist zuständig

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J

JuppSchmitz

Gast
hallo,

ich schon wieder. :icon_frown:

Es kam eine Abrechnung der Umlagen von meinem vorherigen Wohnort. Sie bezieht sich auf das Jahr 2015. Ich soll 143,87 nachzahlen. Die Summe setzt sich nur aus den Heizkosten zusammen.

Ich bekomme Grundsicherung zur kleinen, dauerhaften Rente.

Ich habe da am alten Ort, sehr lange gewohnt, über 10 Jahre, und ich hatte nie eine Nachzahlung, im Gegenteil ich hatte immer Guthaben. Das fällt mir sofort auf. Und dann so viel Nachzahlung?

Des weiteren kann ich das nicht bezahlen. Ist dafür nicht das ehemalige Sozialamt zuständig?

Ich habe schon etwas in der Suchfunktion gefunden, hier: : https://www.elo-forum.org/grundsich...stennachzahlung-grundsicherung-abgezogen.html

wobei mir ja nichts abgezogen wurde, weil das nicht geht, weil ich ja umgezogen bin.
Ansonsten sind die Fälle gleich.

Ich habe mich mit Sicherheit nicht "unwirtschaftlich" verhalten, dh. zuviel Heizung verbraucht.

Im Gegenteil: Ich habe immer nur in einem Zimmer gesessen, in der Küche. Im Bad war das Fenster kaputt, welches ich dem Vermieter auch gemeldet habe, der hat aber nicht reagiert, dh. nichts repariert. Das Fenster war also dauerhaft auf, ich habe es notdürftig mit Handtüchern "verstopft".Das ist alles belegbar.

Auch bin ich chronisch krank und habe einen erhöhten Wärmebedarf.

Was tun? Antrag ans ehemalig zuständige Sozialamt wegen Übernahme der Kosten? Oder erst mal gegen so eine erhöhte Heizkostennachrechung Widerspruch einlegen aufgrund des Fensters? Ich hatte oft nur knapp 20 Grad in der Wohnung.

viele Grüße und DANKE

JuppSchmitz
 
R

Rübennase

Gast
Das Grundsicherungsamt an deinem jetzigen Wohnort ist da zuständig. KDU, und da zählt auch eine Nebenkostennachzahlung, sind vom zuständigen Amt zu übernehmen. Es kommt auf den Monat an, an dem KDU anfallen. Die sträuben sich aber auch gerne mal. Wenn dem so ist kann man sich einen Beratungshilfeschein beim AG ausstellen lassen.
 

Kerstin_K

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Koennte die Nachforderung damit zusammenhaengen, dass Du kein volles Jahr Abschlaege gezahlt hast seit der letzten Abrechnung? Im Sommer verbraucht man ja weniger, zahlt aber das ganze Jahr den gleichen Abschlag.
 
J

JuppSchmitz

Gast
hallo und danke.
Na wenn das so ist.
Das übernehmen die sowieso nicht, das weiß ich jetzt schon.

Es handelt sich um die Nebenkostenabrechnung 2015 vom alten Wohnort.

Hatte vorige Woche dort schon Ärger wegen Kautionsübernahme. Die wollten die 2 ausstehenden Raten Kaution nicht übernehmen, als Darlehen. Die dumme Tusse dort meinte zu mir, als ich sagte, ich könne die restlichen Raten Kaution nicht bezahlen, "das hätten Sie sich vorher überlegen sollen, bevor Sie umgezogen sind".
Ich hab da nur gesagt, ich kenne die Gesetzeslage, dann kriegen Sie von mir einen Widerspruch auf den Tisch.

Jetzt ist das wohl durch.

Aber eine alte Heizkostennachzahlung übernehmen die nie.

Beratungsschein heißt Amtsgericht? Da muss ich extra hinfahren mit der Bahn, dazu hab ich leider kein Geld.

gruß JuppSchmitz
 
J

JuppSchmitz

Gast
Was wo einfordern?

Also ich suche jetzt die ganze Zeit die Suchfunktion durch, aber etwas vergleichbares hab ich nicht gefunden.

M. Erachtens ist das alte Sozialamt dafür zuständig.
Wenn ich mich nicht mit dem alten Vermieter rumärgere wegen Kaputtem Fenster. Dazu hab ich aber auch keine Lust.

Also dem Sozialamt Köln die Rechnung schicken?
 
P

Pichilemu

Gast
BSG, 20. Dezember 2011, AZ B 4 AS 9/11 R:

Mit der Geltendmachung der Betriebskostennachforderung durch den Vermieter ist eine rechtserhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten. § 22 Abs 1 SGB II erfasst nicht nur laufende, sondern auch einmalige Kosten für Unterkunft und Heizung. Soweit eine Nachforderung in einer Summe fällig wird, ist sie als tatsächlicher, aktueller Bedarf im Zeitpunkt ihrer Fälligkeit zu berücksichtigen, nicht aber auf längere Zeiträume zu verteilen. Nachzahlungen gehören demzufolge zum aktuellen Bedarf im Fälligkeitsmonat.

[...]

Es kommt im Gegensatz zu der vom Beklagten vertretenen Auffassung hier nicht darauf an, dass die Klägerin die Wohnung, für die die Betriebskosten nachgefordert worden sind, im Monat des Erhalts der Betriebskostennachforderung nicht mehr bewohnt hat. Sie hat die Wohnung aufgrund einer Kostensenkungsaufforderung des Leistungsträgers iS von § 22 Abs 1 Satz 3 SGB II aufgegeben. Zudem stand sie im Zeitpunkt der tatsächlichen Entstehung der Aufwendungen und des Auftretens des Bedarfs durch die Nachforderung im Leistungsbezug und es ist keine anderweitige Bedarfsdeckung eingetreten. Jedenfalls in einem solchen Fall ist der Grundsicherungsträger verpflichtet, den Bedarf durch Leistungen für Unterkunft und Heizung zu decken.
 
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