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Heizkosten

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yasmin

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Ich möchte bitte wissen, wieviel Geld für Heizkosten mir zusteht:
wir sind eine Mama und vier Kinder im Alter von 8 Jahren bis 16 Jahren und bewohnen eine Eigentumswohnung von 130 qm Wohnfläche. Für die Heizperiode 2005 / 06 (also Oktober 05 bis September 06) haben wir eine Heizkostenpauschale von 650,00 Euro bekommen. Das reicht hinten und vorne nicht aus, da wir für den Liter Heizöl 0,54 Euro plus Mwst zahlen mussten.
Was kann ich denn tun? Und mit welcher Begründung? Gibt es klare Regelungen wieviel Heizkosten für wieviele Personen bzw. Quadratmeter man bekommt? Wir wohnen übrigens in Hessen im ländlichen Raum. Das Haus in dem unsere Eigentumswohnung ist, ist ca 1960 erbaut und nicht sonderlich isoliert.
Vielen Dank für Eure Hilfe!
 
E

ExitUser

Gast
Was habt ihr denn als Heizkosten bei der Arge eingereicht?

Werden noch die vollen Kosten für die Eigentumswohnung übernommen?
In der Regel sind bei Eigentumswohnungen 120 m² bei bis zu 4 Personen als angemessen anderkannt?

Womit erfolgt die Warmwasserzubereitung? Erfolgt sie über das gleiche System wie die Heizung? Was wurde von der Arge dafür in Abzug gebracht?

Grundsätzlich ist zur Heizkostenübernahme zu sagen, dass der Einzelfall, bei euch also die ländliche Gegend und das nicht gut isolierte Haus, zu prüfen ist.

Auch dir kann ich erst einmal empfehlen, mit Hilfe unserer Suchfunktion im Forum zu stöbern. Wenn du dann trotzdem noch Fragen hast. Nur zu.
 

yasmin

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Nun, wir haben gar nichts eingereicht, weil wir nichts einreichen konnten. Uns wurde gesagt, es gibt nur eine Pauschale auf Antrag. Also haben wir diesen Antrag gestellt und 650 Euro bekommen, gemessen am Pauschalbetrag des Vorjahres (so die Begründung über die Höhe der Leistung).
Es gibt weder in diesem Bescheid noch in der Bedarfsberechnug die Anmerkung über den Warmwasseranteil.
Nun weiß ich allerdings immer noch nicht, welche Höhe an Leistung uns zusteht?!
 

Gast

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Angemessenheit von Heizkosten bei Ölheizungen

LSG Niedersachsen-Bremen vom 2. Februar 2006 - L 8 AS 439/05 ER


Die Angemessenheit der Aufwendungen für die Heizung kann nur unter Betrachtung eines längeren Zeitraumes sachgerecht ermittelt werden. Insbesondere bei einer Beheizung durch Heizöl kann die Angemessenheit nicht anhand der Kosten überprüft werden, maßgebend ist vielmehr der Verbrauch.
Bei einer Beheizung durch Heizöl ist es sinnvoll, den Bedürftigen die tatsächlich anfallenden Kosten zu erstatten und nicht auf monatliche Abschläge oder Pauschalen zu verwiesen. Weder ist die Zahlung für die Zeit vor Beschaffung des Heizöls sachgerecht (hier sind noch gar keine tatsächlichen Aufwendungen im Sinne von § 22 Abs 1 Satz 1 SGB II angefallen), noch der Verweis auf spätere monatliche Zahlungen, weil die Aufwendung bereits mit Beschaffung des Heizöls entstanden ist.
Es ist ein Gebot wirtschaftlichen und sparsamen Umgangs mit Haushaltsmitteln, Leistungsempfänger in Niedrigpreiszeiten aufzufordern, sich Heizöl zu besorgen und die Kosten dann vollständig zu erstatten.


Gemäß § 22 Abs 1 SGB II werden Leistungen für Unterkunft und Heizung in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht, soweit diese angemessen sind. Üblicherweise fallen die Kosten in gleichbleibenden Beträgen monatlich an, beispielsweise für die Heizung durch Abschläge an das Energieversorgungsunternehmen, verbunden mit einer Jahresabrechnung. Erfolgt, wie im vorliegenden Fall, die Beheizung durch Heizöl, fallen Kosten unregelmäßig in größeren Abständen an, weil nicht Monat für Monat Heizöl beschafft werden kann. In jedem Fall ist die Angemessenheit der Aufwendungen unter Betrachtung eines längeren Zeitraumes zu prüfen, in der Regel eines Jahres.


Zur genauen Prüfung des Angemessenheit des Verbrauchs wäre in einem Hauptsacheverfahren möglicherweise ein Gutachten einzuholen. Dabei könnten dann die verbrauchsentscheidenden Verhältnisse im Einzelnen ermittelt werden. Bei Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes greift der Senat bei dieser Fallgestaltung auf die Möglichkeiten des Internet zurück. Dort finden sich Berechnungsprogramme, mit deren Hilfe unter Eingabe von Grunddaten (Art und Lage des Hauses, Baujahr, Größe der Wohnung, Art der Warmwasserbereitung, Zahl der Nutzer) eine zumindest überschlägige Prüfung des Verbrauchs vorgenommen werden kann (Beispiel: www.co2online.de/heiz check.0.html). Danach entspricht für das 1928 gebaute Einfamilienhaus der Antragsteller in K. bei einer Nutzung durch fünf Personen und einer integrierten Warmwasserbereitung ein Jahresverbrauch von 2600 Litern noch dem Durchschnitt vergleichbarer Altbauten.

Eine Pauschalierung der Heizkosten ist rechtswidrig,Widerspruch und Klage beim SG ist zu erheben.
 

Arco

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@ gast

:daumen: :daumen: :daumen:
 

Jonas

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Warum berechnet Ihr nicht selber was Euch zusteht? Dann könnt Ihr es doch auch besser beim Amt durchsetzen
Die zu zahlenden Heizkosten ergeben sich aus der Wohnfläche und dem Ölverbrauch/Ölpreis. Für 5 Personen sind 120 qm als angemessene Wohnfläche anerkannt. Eine Ölheizung braucht ca. 18-19 l pro m², auch eine anerkannte Größe aus der Heizungsbranche. Also 18,5 Liter mal 120 qm mal 0,6 Euro Durchschnittsölpreis sind 1332 Euro Heizkosten im Jahr. Und dies würde ich auch verlangen, notfalls vor Gericht. Unter den Erwerbslosen gibt es auch zahlreiche Heizungsbaumeister, die machen spottbillig auch mal ein Gutachten, wenn man sie darum bittet. Aber man muss sich da auch mal selbst bemühen.
 
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