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Heizkosten Radiatoren

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Maxenmann

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#1
Hi

Ich rutsche jetzt Anfang August endgültig ins Alg 2 rein

Es geht um die Heizkosten, ich wohne im eigenen Haus für das ich mir ja per Widerspruchsverfahren die Übernahme der Tilgung des Immo Kredits erstritten habe.

Ich heize gemischt mit Holz, Kohle und Radiatoren, aber die Arge will da ich den Heizstrom nicht gesondert ausweisen kann nur die angemessenen Kosten lt. Tabelle für 2 Personen bezahlen, bezogen auf Holz & Kohle

Ich habe noch keine Alg 2 Bescheid, aber wenn der kommt dann möchte ich ins Widerspruchsverfahren gehen, muss aber irgendwie argumentieren

Seht ihr das eine Chance was zu erstreiten?

mfg MM
 

Maxenmann

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#3
ARGE hat die tatsächlichen Kostzen zu übernehmen. So steht es in § 22 SGB II. Alles andere ist reine Willkür.
Nur kann ich die tatsächlichen Kosten nicht nachweisen da der Heizstrom nicht extra ausgewiesen werden kann

Meine SB wäre ja willig was zu machen aber ohne Grundlage geht nichts
 

gelibeh

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#4
Im Grunde genommen müssten die Kosten, die den Regelsatzanteil für Strom Übersteigt, als Heizkosten übernommen werden. Das wirst Du ohne Klage aber nicht durchbekommen, befürchte ich.
 

Kerstin_K

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#5
Die Radiatoren hängen doch an ner Steckdose, könnte man da nicht einen Verbrauchsmesser zwischschalten?
 

Nur_mal_So

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#6
Die Radiatoren hängen doch an ner Steckdose, könnte man da nicht einen Verbrauchsmesser zwischschalten?
Das wäre ja schön blöde...

Wenn er den Verbrauch nachweisen kann, dann bekommt er den nachgewiesenen Strom bezahlt.
Kann er den Verbrauch der Radiatoren nicht nachweisen, dann bekommt er den gesamten Strom abzüglich der Regelsatzpauschale bezahlt.

Da der Anteil im Regelsatz nicht sehr hoch ist und der tatsächliche Stromverbrauch immer darüber liegen dürfte, wäre er schön blöd wenn er hier (womöglich noch auf eigene Kosten) einen Zähler installiert.

Ausserdem ist so ein Zwischensteckerzähler nicht geeicht und darf daher zur Kostenermittlung nicht eingesetzt werden und die Installation muss Manipulationssicher sein, das bedeutet der extra gezählte Stromkreis muss ausschließlich den Radiator versorgen können, das geht aber nicht bei einer Steckdose, sondern nur bei fest angeschlossenen Heizgeräten (zB fest angebrachte Schnellheizer, Nachtspeicheröfen)

Gruß
 

Kleeblatt

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#7
Das wäre ja schön blöde...
.... und die Installation muss Manipulationssicher sein, das bedeutet der extra gezählte Stromkreis muss ausschließlich den Radiator versorgen können, das geht aber nicht bei einer Steckdose, sondern nur bei fest angeschlossenen Heizgeräten (zB fest angebrachte Schnellheizer, Nachtspeicheröfen)

Gruß
Eine Leitung mit einer eigenen Sicherung und fertig ist das Ganze.

Aber recht hast du, - weshalb sollte man das machen lassen wenn der Stromverbrauch oberhalb des Betrags im Regelsatz auf diese Weise gezahlt wird.

Mal aus reinem Interesse = wie genau ist das eigentlich mit der Differenz zwischen dem lächerlichen Betrag für Strom im Regelsatz und den wahren Kosten ? Ist dort eine Anpassung vorgenommen worden oder überhaupt vorgesehen ?

Ein Bekannter zahlt trotz bester Spaßmaßnahmen und billigstem Anbieter jetzt 38 € monatlich für Strom und das entspricht nun wirklich für einen Single bei weitem nicht den dafür vorgegebenen Betrag. Immerhin liegen bei einem Single zusätzlich alle Grundgebühren auf der Gesamtrechnung mit drauf, die sich bei mehreren Personen bereits wieder verkleinert durch die Anzahl.

Hat nach eurer Erfahrung da ein Single die Möglichkeit entsprechend diese Differenz monatlich zu erhalten und läuft dazu irgendwo ein wasserdichtes Urteil herum ?
 
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#8
Der Regelsatz besteht vermutlich zu 8 % aus Haushaltsstrom. Vermutlich, da das BSG geurteilt hat und die Anpassungen der letzten Jahre nach der Steigerung der Renten vorgenommen wurden und diese nicht den Postionen in der EVS zugeordnet wurden. Grundgebühr kennt der Regelsatz / die Regelleistung nicht.
Die 8% gelten nur für Mieterhaushalte. Eigentümerhaushalten müsste ein 17,6% Zuschlag auf den Strom gewährt werden.
In den 8% ist die Warmwasserversorgung enthalten.
Bei meinem Grundversorger bekommt man für die ca. 28,72 € ziemlich genau 99 kWh pro Monat.
 
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#9
Ich heize gemischt mit Holz, Kohle und Radiatoren, aber die Arge will da ich den Heizstrom nicht gesondert ausweisen kann nur die angemessenen Kosten lt. Tabelle für 2 Personen bezahlen, bezogen auf Holz & Kohle
Was für eine Tabelle!?
 

Kleeblatt

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#10
1188 kWh für das gesamte Jahr ist doch wohl ein Lacher.

Von den vorgegebenen 28,72 € gehen zudem noch die Grundkosten sowie die 2 Steuern mit ab (Öko- und MWSt).

Daher kann ich nicht begreifen weshalb die Differenz nicht zusätzlich gezahlt wird oder meinetwegen dieser Part des Regelsatzes auf die heute anfallenden Originalkosten angehoben wird.
Das sind für einen Single im Minimum ca. 10 € monatlich die mehr gezahlt werden müssen.

Scheint wohl lein entsprechendes Urteil herumzulaufen.
 

Maxenmann

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#11
Was für eine Tabelle!?
Eine Tabelle vom Landkreis über angemessene Miet und Heizkosten für jede Stadt bzw. Gemeinde in unserem Kreis

Am 27.08. war der Außendienst der ARGE unangemeldet da, um zu schauen wie bei mir geheizt wird, die Tante wird ihren Bericht an die SB weiterleiten und diese gibt das dann an den Entscheider weiter

Auf jeden Fall hat die "Tante" bestätigt das auch mit Radiatoren geheizt wird und es auch aktuell nicht anders möglich ist bei mir, mal schaun was die daraus machen, melde mich wenn es neues gibt

mfg MM
 

biddy

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#12
Eine Tabelle vom Landkreis über angemessene Miet und Heizkosten für jede Stadt bzw. Gemeinde in unserem Kreis
Deshalb wohl Ralfs Nachfrage/Vermutung: Heizkosten dürfen nicht pauschaliert werden.
 

hergau

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#13
Ich heize zwar nicht mit Radiatoren aber mit Nachtspeicherstrom.
Auch ich bekomme lediglich eine Pauschale von 62 Euro.
tatsächlich bezahle ich aber einen monatlichen Abschlag von 118 Euro.

Habe nun einen Widerspruch eingelegt mit der Begründung, das Pauschalisierungen nicht zulässig sind.
Mal sehen, was rauskommt.
 

hergau

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#14
So, ich habe Antwort auf meinen Widerspruch bekommen.

Sehr geehrter Herr XXX

Ihren Widerspruch habe ich erhalten.
Ich benötige allerdings um diesen bearbeiten zu können noch die vollständige Jahresrechnung der Stadtwerke, da bisher nicht die Abrechnung nach Arbeits- und Nachttarif vorliegt.
Bitte senden sie mir diese zu.

Mit freundlichen Grüßen
Herr Arge

--------------------------------------------------------------

Zumindest wurde mein Widerspruch nicht abgelehnt.
Sieht so aus, als das ich Erfolg hatte.

Aber mal abwarten.
 
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#15
Unwichtig
Die Unterscheidung nach Zeittarifen ist für die Aufteilung der Verbräuche irrelevant.
Es wird auch tags geheizt und nachts Licht angemacht.

Es gibt nur eine Möglichkeit der Berechnung. Der Wert des Haushaltsstromes ist bekannt.
 
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#16
Die Unterscheidung nach Zeittarifen ist für die Aufteilung der Verbräuche irrelevant.
Für den ursprünglichen Fragesteller sicher, aber für hergau wohl nicht, wenn der Nachtstrom für die Nachtspeicherheizung wie üblich getrennt gezählt wird.
 

hergau

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#17
Für den ursprünglichen Fragesteller sicher, aber für hergau wohl nicht, wenn der Nachtstrom für die Nachtspeicherheizung wie üblich getrennt gezählt wird.
Richtig.
Ich habe 2 Zähler.
Einen für die nachtspeicherheizung und einen für den sogenntanen anderen Strom.
 

Nur_mal_So

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#18
Ich habe 2 Zähler.
Einen für die nachtspeicherheizung und einen für den sogenntanen anderen Strom.
Wirklich zwei Zähler? Oder nur 2 Zählwerke?

Nur wenn es zwei Zähler sind, dann ist einer für die Nachtspeicherheizung und eienr für den anderen Strom, sind es nur 2 Zählwerke, dann sind diese nur für die unterschiedlichen Zeiten.
Die Nachtspeicherheizung nutzt dabei aber auch Tagstrom (für Gebläse, Regelung, Nachheizung) und der Haushalt nutzt auch Nachtstrom.

Es ist hier also keine Trennung möglich, ergo Übernahme der Gesamtrechnung minus Haushaltsenergiepauschale des Regelsatzes.

Gruß
 

hergau

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#19
Wirklich zwei Zähler? Oder nur 2 Zählwerke?

Nur wenn es zwei Zähler sind, dann ist einer für die Nachtspeicherheizung und eienr für den anderen Strom, sind es nur 2 Zählwerke, dann sind diese nur für die unterschiedlichen Zeiten.
Die Nachtspeicherheizung nutzt dabei aber auch Tagstrom (für Gebläse, Regelung, Nachheizung) und der Haushalt nutzt auch Nachtstrom.

Es ist hier also keine Trennung möglich, ergo Übernahme der Gesamtrechnung minus Haushaltsenergiepauschale des Regelsatzes.




Gruß
Du hast recht.
Werde mal abwarten, was man mir mitteilen wird und weiter hier berichten.
 

hergau

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#20
Mein Widerspruch war erfolgreich.:icon_klatsch:

Hatte die letzte Jahresrechnung vorgelegt mit der Abrechnung Haupttarif und Nachttarif.

Nun bekomme ich die Kosten des Nachttarifes erstattet.
Wurde protzuental ausgerechnet.
Habe darauf hingewießen, das eine Pauschalisierung nicht gestattet ist.
Und wenn doch, soll er mir doch sagen, worauf sich das bezieht.
Kann jedem nur empfehlen, ebenso zu handeln.

Nun werde ich noch eine Überprüfung machen lassen von den letzten Monaten.
 

Nur_mal_So

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#21
Mein Widerspruch war erfolgreich.:icon_klatsch:
...
Nun bekomme ich die Kosten des Nachttarifes erstattet.
Wurde protzuental ausgerechnet.
...
Irgendwie passt das nicht zusammen!
Nur der Nachttarif reicht nicht aus!

Es gibt doch nur zwei Möglichkeiten:
1. Es erfolgt eine Zählung des Heizstromes komplett getrennt vom Haushaltsstrom.
2. Es erfolgt eine Zählung von zwei Tarifzeiten.

Bei Möglichkeit 1 muss der gesamte Heizsstrom gezahlt werden, also die Grundgebühr für den Heizstromzähler, die Nacht- und die Tagstromanteile!

Bei Möglichkeit 2 muss der gesamte Strom durch Arge bezhalt werden, es darf nur der im regelsatz vorgesehene Anteil für Haushaltsenergie abgezogen werden.

Eine prozentuale Aufteilung ist eine Pauschalisierung und damit unzulässig.

Gruß
 
Status
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