heizkosten nach fläche oder volumen...?

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ingo s.

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hallo zusammen,

mal wieder eine grundsatzüberlegung, verbunden mit der frage...: richtig oder nicht?

neuerdings soll ich meine heizkosten seperat beantragen, d.h., da ich noch ofenheizung habe (ein schöner, grosser bullerofen), müsste ich demnach ein gewisses kontingent an briketts beantragen - so weit, so gut...

da mir und meiner familie mit 3 personen 75 qm wohnfläche zustehen und auch übernommen werden, werden wohl auch die heizkosten nach dieser fläche berechnet (werden).

jedoch: wir wohnen in einem altbau mit einer raumhöhe von 3,00 m, nicht wie sonst üblich, mit einer raumhöhe von 2,40 metern.

ergo müsste ich ein um 25 % grösseres raumvolumen beheizen.

macht es nun sinn, einen entsprechenden antrag aufzusetzen und gleich 25 % mehr zu beantragen, oder wird dieses begehren umgehend abgeschmettert mit der amtsüblichen begründung '75 qm und mehr nicht...'.

kann ich mit dem argument arbeiten --> grösseres volumen = höhere heizkosten oder wird das nicht fruchten...?

gibt es noch andere brauchbare argumente...?


mit vielem dank für eure überlegungen und antworten

ingo s.
 

Zita

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Hallo,

dies kann ich dir Ende des Monats beantworten, denn dann war unser Gerichtstermin vor dem Sozialgericht wegen genau dieser Klage.

Wohnung genehmigt- Größe spielt keine Rolle, Alter auch nicht , nur die Kaltmiete muss stimmen
Heizkosten nur 1,10 Euro pauschal für 60 qm

Durch Höhe und Alter der Wohnung, obwohl Holzofen bereits von uns eingebaut wurde, müssen wir frieren und heftig an Heizkosten zugeben. Nur woher nehmen?

Klage jetzt ca 4,5 Jahre alt.

Nun aber zu dir: Auf jeden Fall eine höher Menge an Heizkosten beantragen. Als Begrüung nenne ich dem alter entsprechende Qualität der Wohnung.
Absptriche werden dir bestimmt gemacht. Nur wenn die WOhnung angemessen für dich ist, muss die Arge -laut Urteile die tatsächlichen Heizkosten zahlen.

Dies schnell mal aus meiner Sicht. Vielleicht weiß jemand anderes mehr.

Liebe Grüße
Zita
 

ingo s.

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hallo zita,

vielen dank für deine antwort.

eigentlich ist unsere wohnung 82 qm gross, und übernommen werden davon eben die zustehenden 75 qm -- dann sollten doch auch die heizkosten für diese 75 qm übernommen werden...

und es ist eben ein grosser unterschied, ob man 75 x 2,40 m = 180 kubikmeter volumen, oder eben 75 x 3,00 meter = 225 kubikmeter beheizen muss...

genau hier ergeben sich die besagten 25 % --- und ein viertel mehr ist nun mal ein viertel mehr...

darüber hinaus --- da wärme bekanntlich nach oben steigt, macht es wenig sinn, einen 3 meter hohen deckenbereich zu beheizen und im 'unteren teil' des raumes nicht auf eine brauchbare mindesttemperatur zu kommen...

zumal meine hütte zum teil (was die aussenmauern betrifft) aus bruchsteingemäuer besteht, was sich nun mal gar nicht isolieren lässt, demnach hier auch ein erhöhter bedarf bestehen müsste...

ingo s.
 

gelibeh

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Von der Logik her ist das mit dem Volumen ja richtig, aber ob die logisch denken können? Ich würde es versuchen.

Außerdem dürfen Heizkosten nicht pauschalisiert werden. Es müssen also die tatsächlichen Heizkosten übernommen werden.
 

physicus

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Von der Logik her ist das mit dem Volumen ja richtig, aber ob die logisch denken können? Ich würde es versuchen.

also logisch denken kann dort keiner und ob die rechnen können, bin ich mir fast sicher, das die antwort nein lauten muss, bei den massen an falschen berechnungen...

Außerdem dürfen Heizkosten nicht pauschalisiert werden. Es müssen also die tatsächlichen Heizkosten übernommen werden.

so siehts aus, das hat man ja eben auch darum gemacht weil die wohnungen eben nicht alle einheitlich "hoch" sind.
wenn die wohnungsgröße stimmt quadratmetermäßig "angemessen" ist, so haben die die tatsächlichen heizkosten voll zu übernehmen ohne zu labern.

mfg physicus
 

hergau

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Ich kann nur von mir berichten.
ich wohne in sehr guter Lage von München. Und zwar alleine in einer 3-Zimmerwohnung. Es dürften etwa 60 qm sein.
Und diese Wohnung kostet mich komplett 300 Euro.
Logisch, das das Amt mir diese Wohnung genehmigt.

Ich heize aber auch mit Nachtspeicherstrom.
Und da bekomme ich von der ARGE lediglich 65 Euro.
Meine Stromkosten belaufen sich aber auf 118,- Euro jeden Monat.
 

Erolena

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Naja, die Frage ist ja, wieviel Strom fällt auf die Haushaltsenergie (aus Regelsatzleistung zu bezahlen) und wieviel auf die Nachtspeicheröfen. Der Strom für die Nachtspeicheröfen muss als Kosten der Unterkunft in voller Höhe übernommen werden.
 

ingo s.

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@ gelibeh, beitrag #4,

heisst das, dass das amt zwar die kosten für die 82-qm-wohnung kostenmässig auf die zustehenden 75 qm deckeln darf, dann allerdings die heizkosten für die 75 qm voll zu übernehmen hat...?

und dann soll ich argumentieren, dass ich höhere kosten anmelden muss, weil ich höhere zimmerdecken habe, also auch ein grösseres volumen zu beheizen habe...?

hmmm, damit wäre mir doch schon gedient...


kann das jemand so bestätigen?

danke euch allen

ingo s.
 

gelibeh

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Pauschalen für Heizkosten sind nicht zulässig.

Ausrechnen geht nicht. Also wirst Du wohl einen Widerspruch/Überprüfungsantrag schreiben müssen. Reinschreiben, dass die Stromkosten abzüglich des im Regelsatz vorgesehenen Betrag übernommen werden müssen.

Stell Dich drauf ein, dass Du klagen musst. Kenne leider kein Urteil zu dem Thema.
 
D

Die Antwort

Gast
Gängige Praxis der Argen und Job-Center ist es, die Nebenkosten für Heizung zu pauschalieren, also eine Obergrenze festzulegen nach der Größe des Haushalts. Die Anzahl der Personen ist für die Argen und Job-Center ausschlaggebend und die dafür angemessene Quadratmeterzahl. Aber ist das tatsächlich rechtens?

Im Jahr 2007 urteilte die 23. Kammer des Sozialgerichts Düsseldorf in diesem Fall. Ein 62jähriger, alleinstehender Empfänger von Leistungen nach dem SGB II bewohnt eine 55 m² große Wohnung, die von der zuständigen Arge in Krefeld akzeptiert wurde, da die Miete noch im akzeptablen Bereich lag...

Heizkosten - Pauschalierung gesetzwidrig
 

ingo s.

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@gelibeh, beitrag #11

sie können ja ruhig von der 75-qm-zulässigkeit ausgehen, und auch wenn ich selber noch was zur miete beisteuern muss, wär's mir auch noch egal, aber für die 75 qm sollten sie doch schon die heizkosten übernehmen plus die überhohen zimmerdecken, oder...?

das wär´s doch schon, mehr will ich ja gar nicht.

ich wohne jetzt schon seit 16 jahren in meiner hütte - eine umzugsaufforderung habe ich nie erhalten und ob die preise so stimmig sind, wie das amt es gerne hätte, kann ich auch nicht sagen...

aber...: 75 qm übernehmen sie, und für 75 qm sind dann wohl auch die heizkosten zu übernehmen -- richtig?

und wenn dann eine besonderheit besteht (in diesem fall die überhohen zimmerdecken) müsste doch darauf gesondert eingegangen werden -- auch richtig?

so, und wenn das durch zu bringen ist, bin ich doch schon wieder zufrieden...




kann das jemand so bestätigen...?


vielen dank für eure hilfe

und
mfg

ingo s.
 

gelibeh

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aber...: 75 qm übernehmen sie, und für 75 qm sind dann wohl auch die heizkosten zu übernehmen -- richtig?

und wenn dann eine besonderheit besteht (in diesem fall die überhohen zimmerdecken) müsste doch darauf gesondert eingegangen werden -- auch richtig?
Wenn Deine Miete angemessen ist, müssen die die Heizkosten für 82qm bezahlen. Und zwar das, was Du an Heizkosten hast. Wenn die mit verschwenderischen Heizverbrauch kommen, kann man auf die Besonderheiten wie hohe Decken etc. verweisen
 
L

lupe

Gast
Hi Leutz,

@ ingo....ich hab da einige Einwände dagegen.

Lese zuerst einmal hier nach

jedoch: wir wohnen in einem altbau mit einer raumhöhe von 3,00 m, nicht wie sonst üblich, mit einer raumhöhe von 2,40 metern.
Üblich sind Deckenhöhe 2.50m!

da mir und meiner familie mit 3 personen 75 qm wohnfläche zustehen und auch übernommen werden, werden wohl auch die heizkosten nach dieser fläche berechnet (werden).
Mir zahlen die meine Heizkosten, wie sie der Vermieter ausgibt. Und der misst nach Verbrauch (Röhrchen; Ich beziehe Fernwärme). Ich hatte letztes Jahr eine Nachzahlung von ca. 200 € und eine Monatliche Mehrvorauszahlung von 25 € an Heizkosten, die meine ARGE übernimmt. Nun, mir war im Sommer doch teilweise arg kalt um meine alten Knochen.

ergo müsste ich ein um 25 % grösseres raumvolumen beheizen.
Heizkosten gehen nicht nach Volumen! Sondern nach persönlichem Bedarf, Wetterumständen, etc, etc. Ich mache mir dann ein Feuer an, wenn ich friere.
 
G

Gelöschtes Mitglied 4560

Gast
>Alles anders
Wenn die Wohnung trotz der "Übergröße" nicht den Wert, der durch die Anwendung der Produkttheorie ermittelten Preis, überschreitet, hat ARGE die Betriebs-/Heizkosten komplett zu übernehmen.

Volumen oder Fläche?? Keine Frage. Die Frage stellt sich nicht.
Die tatsächlichen Kosten der Beheizung sind zu übernehmen.

Ist die aktuelle Wohnung zu teuer, dann müsste ARGE bereits eine kostensenkungsaufforderung zugestellt haben.

Dann verlangt man die Umzugskosten. Wenn sich das dann nach ARGEmeinung aber nicht rechnet, zahlt ARGE auch das "zu teuer". Und die Heizkosten komplett
 

hergau

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So, ich habe nun meinen neuesten Leistungsbescheid der ARGE erhalten, der ab dem 01.10. gültig ist.

Man erstattet mir die Miete in Höhe von 300 Euro.
Als Heizkostenpauschale erhalte ich 62,- Euro.
Tatsächlich zahle ich jedoch wegen Nachtspeicherstrom einen monatlichen Abschlag von 118,- Euro.
Und dies schon seit etwa 3 Jahren.

Nun möchte ich gerne einen Überprüfungsantrag bei meinem SB stellen, ob dies denn alles so rechtens ist.
Oder wäre gleich ein Widerspruch besser ?

Und worauf stütze ich meine Forderung ?
Gibt es irgendwelche Paragraphen oder vergleichbare Urteile ?

Es wäre toll, wenn mir hier ein sachkundiger Mensch bei der Formulierung helfen könnte.

Besten Dank im Voraus.
 

gelibeh

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Nun möchte ich gerne einen Überprüfungsantrag bei meinem SB stellen, ob dies denn alles so rechtens ist.
Oder wäre gleich ein Widerspruch besser ?
Ich antworte schon mal teilweise, denke mal bei der Formulierung kann Dir noch jemand helfen.
Widerspruch gegen den aktuellen Bescheid innerhalb von 4 Wochen. Für die abgelaufenen Bescheide der letzten 3 Jahre einen Überprüfungsantrag stellen.
 

ela1953

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Mich wollten die auch mit 70 Euro abspeisen. Das wäre der Höchstbetrag. (da gab es noch nciht die Urteile mit den tatsächlichen Kosten)

Auf meinen Widerspruch, Eckhaus ohne Wärmedämmung, teilweise Einfachverglasung, Wohnraum nach Osten mit Blick aufs Feld, bekam und bekomme ich die tatsächlichen Heizkosten.
 

hergau

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Ich antworte schon mal teilweise, denke mal bei der Formulierung kann Dir noch jemand helfen.
Widerspruch gegen den aktuellen Bescheid innerhalb von 4 Wochen. Für die abgelaufenen Bescheide der letzten 3 Jahre einen Überprüfungsantrag stellen.

Aha, wieder was gelernt.
Na, dann also Widerspruch.
Ich hoffe, das mir jemand bei der Formulierung hilft.
 
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