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Heizkosten mit abgelaufenem Wärmezähler

Status
Nicht offen für weitere Antworten.

Ripley

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#1
Hallo zusammen!

Vor ein paar Tagen kam der Heizungsmensch zum "Wärmezähler ablesen und austauschen". Es stellte dann fest, dass sich ein Absperrventil nicht mehr bewegen lässt und deshalb ein Austausch nicht möglich sei. Er werde die Hausverwaltung informieren, damit das Ventil ausgetauscht wird. Erst danach könne der Wärmezähler "turnusmässig ersetzt" werden.

Auf meine Nachfrage, ob das Teil -da es ja noch funktioniere- nicht einfach weiter in betrieb bleiben könne teilte er mir mit, dass die Geräte nur für einen gewissen Eich-Gültigkeitszeitraum zugelassen seien...

Der Heizungsmensch ist dann gegangen. Ich wurde neugierig und schoss von unten mit der Digicam in dem schwer zugänglichen Schacht ein Foto von dem Typenschild. Demnach ist der Zähler nur bis 01/09 zugelassen und hätte ja wohl vorher ausgetauscht werden müssen. War meinem Abzocker-Vermieter aber wohl zu teuer.

Habe ich da irgend welche Möglichkeiten die Daten des Beheizungszeitraums ab Februar 2009 in Frage zu stellen?
Mir ist schon klar, dass die Heizung vom Amt bezahlt wird, aber so geht's doch irgendwie nicht...

Danke für Deine Meinung!
 

Rudi

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#2
Was meinst Du mit Wärmezähler :confused: , den Gaszähler im Zulauf oder den Verdampfer am Heizkörper :confused:
 

Ripley

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#3
Mehrparteihaus. Es gibt aber nur einen Brenner im Keller. Die heisswasserführenden Rohre kommen bei mir in der Abstellkammer an. Der Verbrauch wird NUR dort mit diesem öminösen Wärmezähler erfasst, nicht an den Heizkörpern.
 

Ripley

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#4
Keine qualifizierten Heizungsmonteure an Bord? Vielleicht eine Fachkraft aus dem Hausverwaltungsgewerbe? :confused:
 

Lork

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#6
Hallo Ripley

Wohnungseigentümer ist zur Überwachung der Eichfristen verpflichtet. Die Nutzung von nicht geeichten Messgeräten für eine Abrechnung ist nach der Eichordnung eine Ordnungswidrigkeit. Die diesbezügliche Abrechnung ist auch nicht fällig. D.h. man kann also die Bezahlung der Abrechung verweigern. Der Vermieter kann aber dann eine Pauschalabrechnung (nach m²) vornehmen, die der Mieter allerdings um 15% kürzen kann, da ja nicht verbrauchsabhängig abgerechnet wird.

Gruss
 

Nur_mal_So

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#7
Also:

Zunächst mal würde ich micht freuen dass du eine Wohnung hast, die mit Wärmemngenzählern abgerechnet wird statt über die Schätzeisen an den Heizkörpern.

Nur Wärmemengenzähler sind überhaupt geeicht, zeigen also einen tatsächlichen Verbrauch an, während die Heizkostenverteiler eh so ungenau sind, dass der Gesetzgeber hier gar keine Eichfrist vorhesehen hat.

Natürlich darf nur mit geeichten Geräten abgerechnet werden. Da die Geräte aber nur Eichfristen von 6 Jahren haben, lässt sich eine minimale Überschreitung leider nicht immer vermeiden, denn die Heizkostenperiode muss ja nicht genau mit der Produktion der Geräte zusammenfallen.

Wie ist denn euer Abrechnungzeitraum?
Die meisten Geräte merken sich zum Stichtag die Werte für die Abrechnung, wenn dies zB der 31.12.08 war, dann sind die Geräte da noch völlig zulässig gewesen.
Dann könnte man allenfalls an den Werten für dieses Jahr etwas aussetzen.
Meist düftest du aber schlechter fahren wenn der Vermieter wegen der paar Monate abgelaufener Eichfrist, jetzt nach m² abrechnet...

Zudem haben Geräte immer etwas unterschiedliche Toleranzen, es macht also durchaus Sinn erst das normale Ende des Abrechnungszeitraumes abzuwarten, als mitten in einer Abrechnungsperiode Geräte auszutauschen.
Zumal die Geräte meist gemietet sind und die Miete daher von dir bezahlt wird. Wenn die Geräte dann in Zukunft statt 6 Heizperioden jetzt nur noch 5 eingesetzt werden können, dann zahlst du das mit, schließlich erhöht sich die anteilige Miete.

Das hat nichts mit Abzockvermieter zu tun! Im Gegenteil, ein Abzockvermieter hätte die für sich billigste Variante eingesetzt, nämlich die Verdunster an den Heizkörpern.

Die Geräte arbeiten auch nach Ablauf der Einfrist in der Regel genauso exakt weiter, zumal nach dieser kurzen Zeit, das Problem ist nur das die Batterie nur für einen gewissen Zeitraum eine garantierte Lebensdauer hat, wird jetzt ständig an dem Gerät rumgespielt, dann ist der Stromverbrauch höher und die Batterie schneller leer, um auch in diesen Fällen sicherzustellen dass die Geräte vor Ende der Batterielebensdauer ausgetauscht werden, ist die Eichfrist deutlich kürzer als sie es technisch sein könnte.

Gruß
 

Ripley

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#8
Besten Dank für die zahlreichen und sachlichen Ausführung, also doch noch echte Spezialisten am Bord... :icon_smile:

Also ich habe mittlerweile mit der Landeseichdirektion telefoniert und den Sachverhalt geschildert. Der Mann bekam ziemlich spitze Ohren, speziell als ihm klar war, dass es sich hierbei um Sozialwohnungen handelt. Der Zähler ist nämlich demnach seit Januar illegal in Betrieb.

Der Mann kommt mich jetzt besuchen, guckt sich das alles an und dies ist in keinem Fall mit Kosten für mich verbunden. Und dann schaun' mer mal...
 
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#9
Bonus für Vermieter

Ein Verstoß gegen die Eichordnung wird mit Bußgeld geahndet. Bis 10.000 € je Fall

Bonus für Mieter. Einspruch gegen die Wärmeabrechnung. 15% des geforderten Betrages dürfen möglich sein.
 

Ripley

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#10
Bonus für Vermieter

Ein Verstoß gegen die Eichordnung wird mit Bußgeld geahndet. Bis 10.000 € je Fall

Bonus für Mieter. Einspruch gegen die Wärmeabrechnung. 15% des geforderten Betrages dürfen möglich sein.
Ein Bußgeld hätte der auch mal nötig. Habe allerdings pro Fall nur so was von um die € 200,-- gehört.

Die 15% sind schon vorgemerkt!! :icon_smile:
 
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