Heizkosten Guthaben - Vorauszahlung jetzt zu niedrig?

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iSlave

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Ich habe ein Guthaben aus der Jahres Heizkostenabrechnung erhalten. Die Vorauszahlung für 2016 hat der Anbieter deutlich nach unten korrigiert. Das Jahr 2015 war bekanntlich das wärmste Jahr seit Aufzeichnung der Wetterdaten und das Jahr 2016 wird vermutlich nicht so warm.

Kann ich die Vorauszahlung erhöhen, sonst darf ich Ende dieses Jahres ordentlich nachzahlen?
 

Forster

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Der Anbieter ist gewiss nicht das Problem. Der wird auf Wunsch auch ohne Darlegung von Gründen gerne den Abschlagsbetrag erhöhen.

Möglicherweise wird aber der Sozialleistungsträger darin eine nicht notwendige Erhöhung des KdU-Bedarfs sehen. Mit dem wirst Du Dich auseinandersetzen müssen. Sinnvollerweise solltest Du das so bald wie möglich tun. Es auf eine saftige Nachforderung bei der nächsten Jahresabrechnung ankommen zu lassen, brächte nur mehr Probleme und ggf. handfeste finanzielle Nachteile.
 

ladydi12

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Hallo iSlave,

du kannst die vorauszahlungen für die Heiz- und Nebenkosten selber erhöhen, mußt aber dann die Differenz selber aus deinem ALG2- Regelsatz zahlen. Allerdings hat das dann auch den Vorteil, daß dir bei der nächsten heiz- und nebenkostenabrechnung ein mögliches Guthaben zumindest teilweise zusteht..cool:

meint ladydi12
 

Forster

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du kannst die vorauszahlungen für die Heiz- und Nebenkosten selber erhöhen, mußt aber dann die Differenz selber aus deinem ALG2- Regelsatz zahlen. Allerdings hat das dann auch den Vorteil, daß dir bei der nächsten heiz- und nebenkostenabrechnung ein mögliches Guthaben zumindest teilweise zusteht..cool:

Ich nehme an, das ist ironisch gemeint.

Solange die Heizkosten insgesamt "angemessen" sind, gibt es keinen Grund, Teile des Regelsatzes dafür aufzuwenden.

Wenn man feststellt, dass die Heizkosten in 2015 atypisch niedrig waren, damit vom mehrjährigen Mittel abgewichen sind und man das entsprechend belegen kann, ist eine Anpassung des Abschlagsbetrags auf ein realistisches Niveau samt vollständiger Übernahme nach § 22 Abs.1 SGB II nicht von vorneherein ausgeschlossen. Dass bei einer dergestaltigen Anpassung ein nennenswertes Guthaben entsteht, ist eher nicht zu erwarten.
 

MARITA 77

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Hallo Ladydi 12,
ist das nicht unlogisch, für den Fall: der Gasversorger erhöht den neuen Abschlag, trotz einer hohen Nachforderung nur sehr geringfügig.

Bei mir ergab sich eine Nachforderung von 210,00 EUR und eine Abschlagserhöhung von 2,00 EUR. Also 22,00 EUR im Jahr, da sich die Abschläge (zB. der letzten Abrechnungsperiode von 371 Tagen) auf 11 Monate verteilen.

Zitat aus der letzten Rechnungslegung des Gasversorgers: „der neue Abschlag wurde auf Grundlage Ihres Verbrauchs und der aktuellen Preise ermittelt“.

Die Erfahrung (Preisentwicklung) sagt uns doch etwas anderes. Der Gaspreis ist und wird nicht günstiger. Demzufolge ist der Inhalt des og. Zitates zwar vernünftig, wird aber nicht umgesetzt.

Bei ähnl. Verbrauch hätte ich mit einer Nachzahlung von ca. 190,00 zu rechnen. Das kann doch nicht im Sinne des Erfinders der neu berechneten Abschläge sein.

Nun habe ich die neuen Abschläge online beim G-Vers. erhöht und somit auf Grundlage meines Verbrauchs angepasst.

Werde das Jobcenter am Montag per Einschreiben informieren und hoffe eine andere Antwort zu erhalten als Deine Antwort zu diesem Thema.

Kannst Du eine Begründung/Erfahrung/Quelle etc. nennen.

Vielen Dank im Voraus
LG m 77
 

ladydi12

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Hallo ihr zwei,

@Forster
Ich nehme an, das ist ironisch gemeint.

Solange die Heizkosten insgesamt "angemessen" sind, gibt es keinen Grund, Teile des Regelsatzes dafür aufzuwenden.

es ist nicht ironisch ngemeint, sondern selbst gemachte Erfahrung seit mir das Mobbcenter meines Wohnortes im Jahr 2008 die Kosten der Unterkunft willkührlich auf deren "angemessenes" Maß kürzte, zahle ich aus dem Regelsatz immer noch zur Miete dazu und jetzt kann ich erstmals etwas vom Guthaben aus meiner Heiz- und Nebenkostenabrechnung selbst behalten, was aus verschiedenen Gründen jahrelang vorher nicht der Fall war.

@MARITA 77,

Die Erfahrung (Preisentwicklung) sagt uns doch etwas anderes. Der Gaspreis ist und wird nicht günstiger. Demzufolge ist der Inhalt des og. Zitates zwar vernünftig, wird aber nicht umgesetzt.

Bei ähnl. Verbrauch hätte ich mit einer Nachzahlung von ca. 190,00 zu rechnen. Das kann doch nicht im Sinne des Erfinders der neu berechneten Abschläge sein.

Nun habe ich die neuen Abschläge online beim G-Vers. erhöht und somit auf Grundlage meines Verbrauchs angepasst.

Werde das Jobcenter am Montag per Einschreiben informieren und hoffe eine andere Antwort zu erhalten als Deine Antwort zu diesem Thema.

Kannst Du eine Begründung/Erfahrung/Quelle etc. nennen.

LG m 77

dann steht dir, wenn du mit der nächsten Jahresendabrechnung ein Guthaben erwirtschaftet haben solltest, ein Teil des Guthabens zu.
Ich gehe nämlich nicht davon aus, daß das Jobcenter deines Wohnortes deine freiwillige Erhöhung der Abschläge für Gas usw. hinnehmen wird, sondern ich rechne eher damit, daß du diesen Erhöhungsbeitrag aus deinem Regelsatz selber dazubezahlen mußt.:cool:
Die Quelle meines Wissens habe ein paar Zeilen weiter oben in diesem Post genannt.

meint ladydi12
 

ZynHH

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Das JC geht eben davon aus, das man bis zur nächsten Nachzahlung aus dem Bezug raus ist und die Nachzahlung allein stemmen muss....geht ja nicht, dass man, nachdem man aus dem Bezug raus, ist noch ein Guthaben ausbezahlt bekommt.:wink:
 

MARITA 77

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Hallo ihr zwei,

@Forster


es ist nicht ironisch ngemeint, sondern selbst gemachte Erfahrung seit mir das Mobbcenter meines Wohnortes im Jahr 2008 die Kosten der Unterkunft willkührlich auf deren "angemessenes" Maß kürzte, zahle ich aus dem Regelsatz immer noch zur Miete dazu und jetzt kann ich erstmals etwas vom Guthaben aus meiner Heiz- und Nebenkostenabrechnung selbst behalten, was aus verschiedenen Gründen jahrelang vorher nicht der Fall war.

Hallo Ladydii12,

du zahlst zur Miete dazu. Ich auch, aber davon redet hier keiner. Guthaben ergeben sich, wenn überhaupt, aus der Summe der Abschlagszahlungen für Heizmittel und der Betriebskostenvorauszahlungen. Diese trägt das Amt. Bei einem Guthaben hat das Amt zu viel gezahlt und zieht die entsprechende Summe wieder ein. Die "verschiedenen Gründe" zum teilweisen Einbehalt der Guthaben wüsste ich gern. War doch vorher korrekt.

@MARITA 77,


dann steht dir, wenn du mit der nächsten Jahresendabrechnung ein Guthaben erwirtschaftet haben solltest, ein Teil des Guthabens zu.
Ich gehe nämlich nicht davon aus, daß das Jobcenter deines Wohnortes deine freiwillige Erhöhung der Abschläge für Gas usw. hinnehmen wird, sondern ich rechne eher damit, daß du diesen Erhöhungsbeitrag aus deinem Regelsatz selber dazubezahlen mußt.:cool:
Die Quelle meines Wissens habe ein paar Zeilen weiter oben in diesem Post genannt.

meint ladydi12

Ja, bei einer Ablehnung ohne Widerspruch. Ich kann nur sagen, das ist doch kein fundiertes Wissen. KdU und Heizkosten sind getrennt zu bewerten. Wie ich oben schon beschrieben habe, ist ein Guthaben, egal wie "erwirtschaftet" (Einsparung von Heizenergie und Wasser z.B.), eine Vorfinanzierung des Amtes.
Was am "selber dazubezahlen" cool sein soll erschließt sich mir nicht. Aber der, mit der "Quelle meines Wissens", war richtig cool.

Danke

LG m77
 

MARITA 77

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Hallo iSlave,
sollte noch Interesse bestehen, dann erhöhe deinen Abschlagsbetrag/ Vorauszahlung bei deinem Anbieter.
Mit den Antworten der Moderatoren Ladydi12 und ZynHH ging ich, wie oben zu lesen ist, aus gutem Grund nicht konform.

Vor einer Woche erhielt ich dann den erwarteten Änderungsbescheid des Jobcenters (siehe Anhänge) mit Begründung und Grundlage für die Abänderung.


LG m77
 

Anhänge

  • eigene Abschl.-Erhöhung.pdf
    134,1 KB · Aufrufe: 86
  • Scan_20160309 (2).pdf
    59,2 KB · Aufrufe: 83
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