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Heiz- und Warmwasserkosten

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kleine

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#1
Hallo zusammen! Ich bin dabei vergangene Leistungsbescheide zu prüfen.

Letzte Jahr musste ich 5 Monate lang 5,- Euro für Warmwasserkostenvorauszahlung aus dem Regelsatz bestreiten. Also, es wurde der vollständige Betrag genommen von den im Mietvertrag fetgelegten Heiz- und Warmwasserkosten Vorauszahlung. Davon waren dann 5 Euro aus dem Regelsatz zu betreiten. Hat da jemand nähere Informationen zu?

Neuerdings wird die Kostenübernahme für Heiz- und Warmwasserkosten gedeckelt. Die Wohnung sei angeblich nur 40 qm groß, und dadurch werden dann 1,40 Euro monatlich weniger ausgezahlt, als ich tatsächliche Aufwendungen habe.

Gegen den Bescheid aus dem letzten Jahr habe ich noch keinen Widerspruch eingelegt. Lohnt sich da ein Überprüfungsantrag?

Wie fordere ich nun die gesamten Kosten für Heizung und Warmwasser am besten ein? Gegen die letzten Bescheide laufen bereits zahlreiche Widersprüche.
 

redfly

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#2
Zwei Fragen

Welche Heizung?
Läuft darüber auch die Warmwasserzubereitung?

Wenn ja, werden von den Heizkosten die Warmwasserkosten in Abzug gebracht. Sollten die Warmwasserkosten in der Abrechnung nicht aufgeschlüsselt sein, wird ein pauschaler Betrag für jedes Mitglied der Bedarfsgemeinschaft von den Heizkosten abgezogen.
 

Til Gung

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#3
Zum WW lies bitte hier

http://www.elo-forum.org/infos-abwe...rechung-warmwasserzubereitung.html#post455700

Zur Angemessenheit der Heizkosten sprach das BSG, wenn die Wohnung angemessen ist, dann sind es auch die Heizkosten, lies den obersten Terminbericht, das Urteil ist noch nicht veröffentlicht

http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&nr=11021

Geht der Grundsicherungsträger davon aus, dass eine Wohnung insgesamt angemessen ist, so kann er in der Regel nicht bei den Heizkosten eine in Relation zur Anzahl der Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft unangemessene Wohnungsgröße wieder zur Geltung bringen und - wie hier - die Heizkosten pauschal im Verhältnis der tatsächlich angemieteten Wohnfläche zur abstrakt angemessenen Wohnfläche kürzen. Die Größe der Wohnung ist bei der Bestimmung der Angemessenheit der Kosten der Unterkunft nur einer von mehreren Ermittlungs- bzw Berechnungsposten. Ist eine Wohnung von ihren Mietkosten her nach der sog Produkttheorie angemessen, so sind die angemessenen Heizkosten grundsätzlich zu erstatten. Nicht erstattungsfähig sind Heizungskosten lediglich dann, wenn sie bei sachgerechter und wirtschaftlicher Beheizung als der Höhe nach nicht erforderlich erscheinen. Dies setzt eine konkrete Prüfung im Einzelfall voraus. Bei ihr kann der Grundsicherungsträger ein Überschreiten der oberen Grenzwerte des lokalen bzw, soweit ein solcher nicht existiert, des bundesweiten Heizspiegels als Indiz für fehlende Erforderlichkeit ansehen; wobei die Grenzwerte im Interesse der Gleichbehandlung von Mietern und Wohnungs- bzw Hauseigentümern nach der jeweils angemessenen Wohnungsgröße zu bestimmen sind.
 

redfly

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#4
Also nochmal, die Warmwasserkosten werden von den Heizkosten abgezogen. Sollte diese seit 2005 gängige Praxis tatsächlich rechtswidrig sein, wären doch alle ALG II-Empfänger benachteiligt, die ihr Gebrauchswasser über den Strom erwärmen. Im umgekehrten Fall würde das nur bedeuten, dass die ARGE auch anteilig Stromkosten zu tragen hätte.
 
E

ExitUser

Gast
#5
Wenn du das Warmwasser über Strom erwärmst, dann entfällt dieser pauschale Abzug von den Heizkosten.
Irgendwo gabs dazu auch ein Urteil
 

redfly

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#6
Das ist schon klar, aber hier sind vermutlich in den Heizkosten auch die Warmwasserkosten enthalten.
 

kleine

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#7
Jetzt verstehe ich nur noch Bahnhof.

Welche Heizung?
Läuft darüber auch die Warmwasserzubereitung?
Es ist eine Ölheizung, mit der auch ein Tank voll mit warmen Wasser bereitet wird. Einen Durchlauferhitzer oder Boiler gibt es nicht. Das läuft alles komplett über die Heizung.

Das bedeutet also, das der erste SB korrekt berechnet hat, und seit dem Wechsel alles irgendwie quer läuft.
 

redfly

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#8
Dann ist der Abzug der Warmwasserkosten korrekt!

Du verwendest das Öl nicht nur zum heizen, sondern auch für die Warmwasserbereitung. Warmwasserkosten sind keine KdU (Kosten für Unterkunft und Heizung), und müssen aus der Regelleistung (bei 100% 359,00 EUR) bezahlt werden. Genau wie z. B. Telefon, Strom oder Versicherungen.
 
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