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"Hedge Fonds sind Gefahr für demokratische Gesellschaft"

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Gast
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#1
kritische Worte eines evang. leitenden Geistlichen
Interview
"Hedge Fonds sind Gefahr für demokratische Gesellschaft"
WAZ, 10.11.2007, Wolfgang Pott

Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, bezeichnet im Gespräch mit Wolfgang Pott hochspekulative Hedge Fonds als eine große Gefahr für die offene demokratische Gesellschaft.

Präses Schneider, wie ordnen Sie Hedge Fonds aus Sicht der Evangelischen Kirche ein?

Schneider: Die Finanzwirtschaft setzt die Rahmenbedingungen für das Leben aller Menschen in unserer Gesellschaft. Hochspekulative Hedge Fonds spielen in diesem System inzwischen eine außergewöhnliche Rolle. Es sind gigantische Kapital-Sammelstellen. Da ist viel Macht und Gewalt im Spiel.

Was werfen Sie Hedge Fonds vor?

Schneider: Sie kaufen Firmen auf, um sich das Eigenkapital unter den Nagel zu reißen. Denen ist egal, was aus den Firmen wird, wenn sie weiterziehen. Außerdem beuten sie die Mitarbeiter aus.

Das gilt aber nicht für alle Finanzinvestoren gleichermaßen.

Schneider: Das habe ich auch nicht gesagt. Es gibt auch jene Investoren, die Firmen in kritischen Situationen helfen und sie vor der Pleite retten.

Können Sie da so genau unterscheiden zwischen den so genannten Heuschrecken und anderen Investoren?

Schneider: Diejenigen, die einzig auf Gewinn aus sind, sind deutlich zu erkennen. Sie zeichnen sich nämlich durch intransparente Unternehmensführung aus.

Wie zeigt sich das?

Schneider: Die innere Struktur von Hedge Fonds ist nicht nachzuvollziehen. Keiner weiß, wie sie denken oder planen. Die agieren so diskret, dass man gar nicht weiß, welche Menschen dahinter stecken. Das ist wie zu Zeiten des Feudalismus, als es geheime Räte gab. Das ist das Gegenteil einer offenen demokratischen Gesellschaft.

Sehen Sie die offene demokratische Gesellschaft durch Hedge Fonds gefährdet?

Schneider: Auf jeden Fall. In diesen Hedge Fonds ist die Macht der Intransparenz zu Hause.

Brauchen wir schärfere gesetzliche Regelungen?

Schneider: Das ist die einzige Chance, die wir haben, um uns zu wehren. Ein demokratisches Gemeinwesen lebt davon, dass wir Politiker beauftragen und ermächtigen, für ein gerechtes Zusammenleben zu sorgen und unsere Freiheit sicherzustellen.
...
http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/2007/11/9/news-3660088/detail.html
 

Hartzbeat

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#2
Das fehlte noch: Ausgerechnet (und reichlich verspätet) meldet sich ein heuchelnder Nikolaus* der Institution "Kirche" über Hedge-Fonds zu Wort.
(Übrigens: sehr vielsprechenden Foto von ihm im Artikel - frei nach dem Motto "Liebe Deinen Nächsten" mit leichtem Anflug einer Merkel-Miene)

Wer sagt uns das? Eines der Oberhäupter der Kirche, die jahrelang an falscher Stelle Zurückhaltung geübt, ruhig dem Treiben zugeschaut und dabei heimlich fleißig mitgemischt hat... (Stichwort: Kolonialiserung, Christianisierung - die frühesten "Hedge-Fonds"-Betreiber an sich)

Niko - lass' stecken und schaukel Dir woanders den S...
meint
H:icon_razz:rtzbeat (< notier' Dir's, war mal wieder bös')

________
*Info zu Nikolaus Schneider:
2007 ruft er die Muslime dazu auf, sich dafür einzusetzen, dass Christen in der Türkei Kirchen bauen dürfen, dass überhaupt Land erworben und Vereinigungen gebildet werden dürfen. [...] Den Plan für eine Zentralmoschee der Türkisch-Islamischen Union Ditib in Köln-Ehrenfeld, kritisiert er als imperial und anmaßend. Der Entwurf sollte mehr den integrierenden, dienenden Charakter von Religion zum Ausdruck bringen. Es müsse auch nicht sein, dass die Minaretttürme den Turm einer nahe gelegenen evangelischen Kirche überragten. Die Gestaltung solle sich danach ausrichten, was die Menschen in ihrer Mehrheit hinzunehmen bereit sind.[...]
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_Schneider
 
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