HAZ: Arbeitslose verstehen die Post vom Jobcenter nicht

Dagegen72

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Arbeitslose verstehen Post vom Jobcenter nicht / Niedersachsen / Politik / Nachrichten - HAZ - Hannoversche Allgemeine

Das Land richtet unabhängige Beratungsstellen ein, die Erwerbslosen helfen sollen, Entscheidungen des Jobcenters zu verstehen.

Das Sozialministerium fördert die Maßnahmen mit 600.000 Euro jährlich.
schwupp - da kommt schon wieder Geld gezückt vom Staat :icon_hihi:


Die Beratungsstellen sollen eine Art Übersetzunghilfe für die oft juristisch komplizierten Texte der Arbeitsämter bieten.


Das Thema Vereinfachung was Jobcenter-Behördendeutsch betrifft ist aber schon länger Thema

"Klartext statt Amtsdeutsch"

https://www.sueddeutsche.de/karriere/sprachleitfaden-fuer-jobcenter-mitarbeiter-klartext-statt-amtsdeutsch-1.1675740


Sie sollen "bitte" schreiben. Und "leider", falls ein Antrag abgelehnt wird. Mit einem Sprachleitfaden will die Bundesagentur für Arbeit ihren Mitarbeitern das Amtsdeutsch abgewöhnen.
"Benutzen Sie Verben, denn Hauptwörter bewirken oft den typischen Amtston", heißt es in der 21 Seiten starken Fibel. Den Mitarbeitern wird empfohlen, nicht mehr als vier Hauptwörter pro Satz zusammenzureihen,

das Personalpronomen "Sie" zu verwenden und sich selbst nicht hinter Passiv-Konstruktionen zu verstecken. "Das wirkt bürokratisch und ist unhöflich", schreiben die Sprachlehrer der Bundesagentur. Briefe sollten nicht "von oben herab", "besserwisserisch" und "autoritär" wirken.
 

Sansiveria

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Das Land richtet unabhängige Beratungsstellen ein, die Erwerbslosen helfen sollen, Entscheidungen des Jobcenters zu verstehen
.

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Dagegen72

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oh, habe ich nicht gesehen, nicht darauf geachtet, weil ich gleich an den älteren Artikel Klartext statt Amtsdeutsch dachte.

Auf die Schnelle konnte ich keinen Anbieter mit diesem Titel finden.

Das häuft sich ganz schön, dass man für online-Zeitung ein zu bezahlendes Abo haben muss - kann es natürlich verstehen, die Arbeit der Journalisten will auch bezahlt werden :/
 

DerDing

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Da läuft der Apparat ganz gut. erst Briefe verschicken die keiner versteht und dann einen Beraterstab vom dummen Arbeitsschaf finanzieren.
Besser wäre es am amt aufzuschlagen und Tacheles zu reden.
Wer das nicht kapiert oder sich traut vor dem gang zum Amt heiß machen
mit
"Hassröder"
Brüllen kann Wunder bewirken.
 

Dagegen72

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grins - stimmt - Klartext ist ja noch lange nicht gesprochen, weil die den Text vereinfachen, leider und bitte (danke?? :biggrin:) und nur vier Verben reinschreiben :icon_hihi:
 

Texter50

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grins - stimmt - Klartext ist ja noch lange nicht gesprochen, weil die den Text vereinfachen, leider und bitte (danke?? :biggrin:) und nur vier Verben reinschreiben :icon_hihi:
Nicht mehr als vier Hauptwörter (also auf Teutsch Substantive), nicht Tuwörter (oder wie nennt sich das?), also Verben steht da. Verbn, das wissen wir doch alle, sind so richtich aktiv... :biggrin:

Ich hätte da ne bessere Idee: man streiche alles ersatzlos raus, was eh nur blödsinniges Kann-Geschwafel ist? Ich würd da gerne helfen... :icon_mrgreen:

Jetzt werden mir aber auch so Wörtskes wie Legebescheinigung und Wegeunfähigkeitsbescheinigung klar: das ist ne Vereinfachung... :icon_hihi:
Wir haben es nur noch nicht verstanden.
 

Dagegen72

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Tunwörter - erinnere ich mich so ungefähr

und "wie" - Wörter sind die Adjektive, wie ist etwas blau, grün, rot .. :biggrin:

Gegenfrage:

Wie sieht es aus mit vereinfachter, klarer ( is klar ..) Sprache im Verhältnis zu Textbausteinen?? :icon_kinn:
 

#HIV#

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Den Mitarbeitern wird empfohlen, nicht mehr als vier Hauptwörter pro Satz zusammenzureihen,
Wenn ihr schon solche Regeln aufstellt, dann bitte auch nicht mehr als fünf Wörter pro Satz. Ansonsten brauche ich sehr viel länger um den Inhalt in voller gänze zu verstehen. Eventuell wäre es auch noch möglich wichtige Wörter farbig zu markieren und zu unterstreichen.Zusätzlich wäre es auch hilfreich wenn ein Mitarbeiter des Jobcenters bei jedem Brief persönlich vorbeikommt und bei Unklarheiten den Inhalt kurz erklären könnte. Wäre natürlich, für die Leute die aufgrund geistiger Unfähigkeiten nicht selbständig Atmen können, von großem Vorteil.
 

ZynHH

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Das Land richtet unabhängige Beratungsstellen ein
Ab da wurde der Artikel unglaubwürdig, also braucht man auch nix zahlen um den restlichen Schmutz zu sehen.
 

Pinhead Larry

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Wie wäre es, die Standardformulierungen einfach nur noch abzukürzen, statt auszuschreiben? Das spart auch noch Papier und für die Bedeutung gibt's dann ein kostenpflichtiges Heftchen vom angebundenen Verlag.

Sehr gehrter Herr B. Darf,

DWIZAUUWDZ (ausgesprochen: Dewiezet auf Dezet)

"Der Widerspruch ist zulässig, aber unbegründet und war daher zurückzuweisen."
 

XxMikexX

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Das Land richtet unabhängige Beratungsstellen ein
:icon_lol:

Da werden wieder Stellen geschaffen und Vertrauen im Ansatz zerstört!


Es wird dann erklärt das Einladungen auch wirklich welche sind und bei weiteren Begriffen gibt es auch Aufklärungsbedarf.:icon_hihi:

Kunde, Beratung, Betreuung, Gespräch, usw. ....


Zum Glück ist Konrad Duden nicht mehr unter uns, sogar er würde sich im Grab umdrehen, da muß man die richtigen Sozialdemokraten gar nicht erst bemühen!


Einfach nur zum:icon_kotz2:
 

gila

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Das hab ich nicht verstanden ... :icon_hihi:
geht es hier NICHT um Maßnahmen für die SBs der JCs?
Denn DIE scheinen doch häufiger die Textbausteine nicht zu verstehen, die
sie täglich versenden .....

:wink:
 

Dagegen72

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ExitUser

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Das Problem ist doch eher: SB verstehen die Post ihrer "Kunden" nicht! (Manche wollen nicht, klar...)

Im schriftlichen Kontakt versuche ich immer, so zu formulieren, dass es auch ein 8jähriger versteht... Kurze, prägnante Sätze... wenig Fremdwörter... natürlich keine Ironie...

Edit: Der eine wusste mit dem Begriff "informelle Selbstbestimmung" nichts anzufangen. Die andere gebrauchte das Wort "realisieren" immer im Sinne von "verstehen", was ich nicht verstand. Als ich dann fragte: "Meinen Sie das jetzt im Sinne von verwirklichen?" - Sie, hochnäsig: "Auf diesem Niveau diskutiere ich nicht mit Ihnen..."
 

TimoNRW

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Wie schade

Leider nicht NRW

Kennt jemand die Förderrichtlinien ??? Da soll eine vollzeitberatung stattfinden und gleichzeitig werden nur 10.000 Euro Personalkosten gefördert. Wie soll das bei einem Mindestlohn von 8,50 Euro gehen?

Außerdem werden solche Beratungsstellen nur geschaffen, weil man Angst hat vor den hohen Anwaltskosten ....
 

Dagegen72

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ne, das ist Unternehmer-Subvention in die eigene Länder-Arbeitskräfte-Tasche :icon_hihi:

Wieso muss es zusätzliche Beratungsstellen geben? Sind SBs zu du*m zum beraten?
 

Albertt

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Das gilt aber nicht nur für die Jobcenter-Post. Wenn ich sehe, wie die Richtlinien für die Zulässige Mieten in den jeweiligen Städten formuliert sind, dann verstehe ich auch nichts. Wieso schreiben die nicht einfach, dass Wohnungen in der Stadt X und in der Stadt xx kosten dürfen? Wieso muss da soviel unverständliche Sch***** stehen?

Harald Thome - Örtliche Richtlinien
 
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