Hays, Robert Half und Co. - Die übelsten amerikanische Datenkraken

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ExitUser

Gast
Hat sich schon mal jemand von Euch bei einer der großen amerikanischen Zeitarbeitsfirmen geworben? Nein? Ist aber echt ein Erlebnis – aus dem man auch wieder gefahrlos rauskommt!

Bei den meisten ZAF in Deutschland reicht es, wenn man ihnen Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse zur Verfügung stellt, damit sie damit ein mehr oder weniger seriöses Profil zusammen stellen. Anderes sieht es bei den großen Amis aus – die wollen auch noch Referenzpersonen - zusätzlich zu den Zeugnissen der Arbeitgeber. Das ist ungefähr so als ob der Kiosk um die Ecke eine Bescheinigung der Bundesbank fordert, dass die Banknoten der Europäischen Zentralbank auch werthaltig sind.

Okay, in den USA kennt man wohl keine Arbeitszeugnisse deutscher Machart. Allerdings suchen die Ami-ZAF nicht exklusiv für Amerikanische Unternehmen in Deutschland, sondern für alle Unternehmen die akuten Personalbedarf haben bzw. für die Unternehmen, wo der Personaler ein faules Schwein ist.

Es gibt allerdings auch zunehmend Unternehmen, die bei den Stellanzeigen darum bitten, dass ZAF von Anfragen absehen. Nicht wenige ZAF starten selbst aufgrund einer nur unscheinbaren Stellenanzeigen einen callcenter-mäßigen Telefonterror. Gerade bei den freien Berufen, also Steuerberater, Rechtsanwälte etc. sind die Personalbudgets sehr knapp und es besteht herzlich wenig Interesse an Zeitarbeit.

Selbst von Bewerbern, bei denen so gut wie keine Vermittlungschance besteht, werden Referenzpersonen gefordert. Warum? Ganz einfach – man kommt so gut um die berühmt-berüchtigten Cold Calls herum. Man ruft bei einem potentiellen Kunden nicht zu werbe- bzw. verkaufszwecken an, sondern um angebliche Referenzen abzuklären.

Amerikanische ZAF sind die Aasfresser unter den übrigen Raubtier-ZAF. Der bei ZAF übliche Personalfragebogen (s. Upload Registrierungsformular RobertHalf) unterscheidet sich bei den Amis auf sehr auffällige Weise. Hier werden nämlich explizit die Daten der Referenzpersonen abgefragt. Wie kommt man um solche miesen Machenschaften herum? Ganz einfach, man sagt einfach keiner der bisherigen Vorgesetzten und Kollegen wäre zu einem Gespräch mit RobertHalf und Kosorten bereit. Und schon ist man für die uninteressant. Referenzpersonen sind sozusagen die Bitcoins der amerikanischen ZAF. Ohne Referenzpersonen läuft bei denen nämlich gar nichts.

Und weil denen das noch nicht reicht verlangen die noch ernsthaft eine Einwilligung zur Teilnahme am Direktmarketing. Also man bekommt wohl möglich keine Stelle, aber man wird mit Reklame zugemüllt. Diese Ami-ZAF-Buden sind wirklich das Allerletzte. Es sind, wie schon erwähnt, die übelsten Datenkraken auf dem deutschen Arbeitsmarkt.
:icon_kotz2:
 

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Frozen Smile

Gast
Nicht weiter verwunderlich! Was hast Du erwartet? CIA und NSA lassen grüßen. Mich würde mal interessieren an wen deutsche ZAF ihre Daten verkaufen...
 

weyoun3

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Hach, die Amis wieder... müssen auch immer alles auf die Spitze treiben... :biggrin:

Der Bogen ist echt ein Witz - von 3 Seiten bezieht sich eine (!) auf den Bewerber und seine Daten und davon gehen dann noch einmal 50 % für die 'Referenzen' drauf... und für die anderen 50 % will man Angaben, die fast alle aus einem Bewerbungsschreiben zu entnehmen wären... aber eine konsequente Entwicklung aus Sicht der kapitalistischen Wachstums-Logik! Mal sehen, was die Zukunft uns da noch bringt... :icon_mrgreen:
 

IchHabsSoSatt

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Die Angaben von Referenzpersonen erfolgt immer freiwillig und erst nach Rücksprache mit denselben.

Ab einem gewissen Stellenniveau ist es üblich, von sich aus, Referenzpersonen zu benennen.

Half mit den üblichen bekannten Zeitarbeitsfirmen zu vergleichen ist an den Haaren herbeigezogen und wohl eher der üblichen unwissenden Pauschalisierung geschuldet.

Und für die NSA ist wohl keiner von euch, mich eingeschlossen, interessant genug.

Gr
IchHabsSoSatt
 
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ExitUser

Gast
Die Angaben von Referenzpersonen erfolgt immer freiwillig und erst nach Rücksprache mit denselben.

Ab einem gewissen Stellenniveau ist es üblich, von sich aus, Referenzpersonen zu benennen.

Freiwillig??? Wenn Du keine Referenzen bei RH und Hays angibst ist Schluss mit der Bewerbung.
Stimmt, im Management ist es üblich Referenzen anzugeben, aber bei einem normalen Sachbearbeiter ist die Angabe von Referenzpersonen doch eher übertrieben.
 
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