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Hausverbot im Jobcenter – Verfahren eingestellt

Albertt

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#1
Gummersbach: Jobcenter Oberberg | 21 Monate nach dem streitgegenständlichen Vorfall im Jobcenter Radevormwald wurde am Amtsgericht in Wipperfürth über einen heute 40jährigen Mann verhandelt. Eine Jobcentermitarbeiterin hatte einen wegen Hausfriedensbruch und falscher Verdächtigung angezeigt, weil sie sich von ihm bedroht gefühlt hatte.

Die Mitarbeiterin des Jobcenters trug vor: "Der Kunde kam dreimal ohne Klopfen wie ein Springteufel ins Büro und wirkte auf mich wie unter Drogen". Diesen Eindruck hatten die damals herbeigerufenen Polizisten jedoch nicht. Diese hatte keine Veranlassung gesehen einen Drogentest bei dem Arbeitssuchenden zu machen.
Unstrittig ist wohl, dass dem Angeschuldigten tatsächlich existenzsichernde Leistungen vorenthalten worden waren. Die Höhe ist der Berichterstattung zwar nicht zu entnehmen, aber Kürzungen des soziokulturellen Existenzminimums stellen logischerweise regelmäßig eine existenzielle Bedrohung dar, die von Geschädigten unterschiedlich intensiv erlebt werden.

Die Prozessbeobachterin stellt in ihrem Artikel fest: „Ganz aufgeklärt werden konnte der Tathergang nicht.“ Trotzdem wurde das Verfahren nur gegen Auflage von 100 Sozialstunden eingestellt.
Sachbearbeiterin "unterstellt" Drogenkonsum und weil das nicht ausreichend ist, werden dem Leistungsbezieher 100 Sozialstunden aufgebrummt.:icon_neutral:

Hausverbot im Jobcenter ? Verfahren eingestellt - Iserlohn - lokalkompass.de
 

doppelhexe

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#2
wie jetzt? das ding kann nicht aufgeklärt werden, aber bestraft wird der ELO trotzdem?

für was?

aussage gegen aussage, aber schuldig ist trotzdem immer der leistungsempfänger?
und die SB kriegen recht in ihren unebwiesenen behauptungen?

entweder ist der artikel eindeutig zu kurz und wesentliches fehlt... oder ich fall vom glauben ab..

wenn die beiden aussagen für eine verurteilung ausreichen ... :icon_frown:
 

Anna B.

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#3
Die Geschichte mit dem "pünktlich beim Termin..anklopfen...aber trotzdem der Tür verwiesen" kenne ich so ähnlich aus ALG I.

Ich habe einen Termin...

bin pünktlich vor Ort..gehe nach oben..klopfe an die Tür...nichts..keine Antwort...klopfe noch einmal..wieder keine Antwort...ich öffne ganz langsam und vorsichtig die Tür...
Madam SB kocht sich grad nen Tee und gießt die Blumen und herrscht mich an: warten Sie draußen....ich rufe sie schon rein, ich weiß doch, dass sie eienn Termin haben.

o.k., ich mich nach draußen verzogen..nach 15 Minuten darf ich dann gnädigerweise ihr Reich betreten...

beim 2. Termin hatte ich Beistand dabei...ich klopfe diesesmal nicht...immer noch im Ohr: ich weiß doch das ich mit Ihnen einen Termin habe, warten sie bis, ich sie reinhole..

also hingesetzt und nicht geklopft...meine Begleitung raunt mir zu: du mußt dort klopfen..

ich..nein, mach ich nicht, lass mich doch nciht wieder so anschnautzen..

sie: du solltest klopfen..

ich: nein, mach ich nicht..

nach 15 Minuten wurde es mir zu blöd, ich klopfe an..da wird die Tür aufgerissen...mit Wucht..und ich werde angeschnauzt: da sind sie ja endlich..wir warten schon seit 14.00 Uhr auf Sie.

glaubt mir, ich war mehr als perplex...

das ist Taktik..die wollen einen verunsichern und zermürben..
 

Albertt

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#4
wie jetzt? das ding kann nicht aufgeklärt werden, aber bestraft wird der ELO trotzdem?

für was?
Das wird zur gängigen Praxis.

es werden ohne jeden Beleg Einkünfte unterstellt (darauf meinte in einem Verfahren die Richterin zum JC-"Justiziar": Warum geben Sie das dann nicht an die Staatsanwaltschaft? Wäre doch Sozialleistungsbetrug und Schwarzarbeit? Antwort: wir haben keine Beweise! Aha - aber es reicht ihnen, um Zahlungen zu verweigern ...).
Kreative Wahrheit beim Jobcenter Meißen?
 

HartzVerdient

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#6
Das hat mit Taktik nicht viel zu tun. Das was du da erlebt hast, ist ein klassisches Machtspielchen.
Auch ich kenne dies. Allerdings ab ALG2 Bezug. Einige FM's kommen vor die Tür, um nachzusehen. Andere FM's bleiben im Büro, weil das Aufstehen, um mal vor die Tür zu sehen sie geistig und körperlich fordert. Einige reagieren beim Anklopfen so wie doppelhexe beschrieben hat. Andere eben halt anders.

Es kommt aber immer auf einem selbst an, wie man darauf reagiert. Auch ich habe mal so einen dummen Spruch an den Kopf geworfen bekommen "Wir warten schon seit ..." ... Ich habe darauf dann wie folgt geantwortet: "Ich hoffe, ich habe Sie nicht überfordert". Die Fragestellung nach dem "Womit überfordert" stellte sich nicht mehr.
 

swavolt

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#7
Ich warte immer draußen - je später ich das Zimmer betrete umso kürzer wird das gespräch und umso früher bin ich wieder draußen.
 

Anja

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#8
@Anna B.

Bei mir war es ähnlich.
Klopfte ich, wurde ich angegangen und gesagt, ich solle warten bis ich aufgerufen werde
wartete ich beim Termin, dann gab es keinen Aufruf und nicht nur das: Termin verpasst!

Klar hat das System, schliesslich bekommen die JC für Sanktionen Prämien und zudem gibt es eben nicht genügend Arbeitsstellen. Was anderes als aus dem Leistungsbezug zu sanktionieren bleibt kaum.

------------------------

Zum Hausverbot: Der wurde mir von der Security verhängt, weil ich zum Termin ging. Was schriftliches habe ich darüber nicht erhalten und da ich auch nichts getan habe, außer zum Termin zu gehen, habe ich das gar nicht ernst genommen.
Von meiner SB kam ein "haben Sie sich wieder beruhigt?" - Ich schwöre, ich habe nichts gemacht! Ich bin nur zum Aufzug gegangen, das war alles! Ausser das ich auf die Frage des Security Mitarbeiters geantwortet habe, dass ich zum Termin muss - das Schreiben hatte ich in der Hand!
Aber dennoch brauchte ich da ein Jahr nicht zum Termin gehen.
Komisch alles....:icon_mued:
 

Anja

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#9
@Anna B.

Bei mir war es ähnlich.
Klopfte ich, wurde ich angegangen und gesagt, ich solle warten bis ich aufgerufen werde
wartete ich beim Termin, dann gab es keinen Aufruf und nicht nur das: Termin verpasst!

Klar hat das System, schliesslich bekommen die JC für Sanktionen Prämien und zudem gibt es eben nicht genügend Arbeitsstellen. Was anderes als aus dem Leistungsbezug zu sanktionieren bleibt kaum.

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Zum Hausverbot: Der wurde mir von der Security verhängt, weil ich zum Termin ging. Was schriftliches habe ich darüber nicht erhalten und da ich auch nichts getan habe, außer zum Termin zu gehen, habe ich das gar nicht ernst genommen.
Von meiner SB kam ein "haben Sie sich wieder beruhigt?" - Ich schwöre, ich habe nichts gemacht! Ich bin nur zum Aufzug gegangen, das war alles! Ausser das ich auf die Frage des Security Mitarbeiters geantwortet habe, dass ich zum Termin muss - das Schreiben hatte ich in der Hand!
Aber dennoch brauchte ich da ein Jahr nicht zum Termin gehen.
Komisch alles.... - wer weiß was die sich da alles ausdenken
 
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