Hausteilung bei Alg2, machbar? sinnvoll? Vor- bzw Nachteile?

samuraji

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Zur Situation:

2 Erwachsene
2 Kinder

Bedarfsgemeinschaft
Wohnverhältnis: eigenes Haus

Worum geht es?

momentan wohnen wir mit 4 Personen in unserem Haus, das in den m²-Zahlen leicht zu groß, sprich, etwas über der üblichen Personenquadratmetergrenze der Angemessenheit ist.

So weit ich das belesen konnte: 4 Personen ~120m², für jede Person, die einmal ausziehen sollte (die Kinder?) werden wiederum ~20m² abgezogen. Dann wären es also nur noch, wenn beide Kinder ihre eigenen Wege gehen 80m².



Die Fragen:

- Kann ich das Haus in zwei Bereiche abteilen, um zb. eine Wohneinheit für mich + Frau und eine andere Wohneinheit für das ältere Kind schaffen?

(Das Kind 1 ist geistig behindert und wird daher sowieso in der Nähe bleiben müssen)

Könnte man dabei wiederum die m² Grenzen für zwei Wohneinheiten heranziehen?
Bedarfsgemeinschaft A (2 Erwachsene) = 80m²
Bedarfsgemeinschaft B (1 Kind /bzw später 1 Erwachsener) = 60m²

Gesamt = 140m² und das Haus an sich wäre angemessen?


Müsste man in diesem Fall als Hauseigentümer die Anschlüsse (Wasser/Gas/Abwasser/usw.) separat anschließen und verrechnen lassen, also das Haus an sich aufteilen und dem Kind 1 die Haushälfte vererben/verkaufen.
ODER:
Werden dennoch die Wohneinheiten dahingehend als eine angerechnet und die Kosten als Bedarfsgemeinschaft herangezogen?
 

Kerstin_K

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Wie wäre es mit Vermutung an das Kind? Bei pauschalmiete brAucht man keine separaten Anschlüsse.
 

samuraji

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Wie wäre es mit Vermutung an das Kind? Bei pauschalmiete brAucht man keine separaten Anschlüsse.
Ich kann meinem Kind eine Wohnung vermieten? Also, wenn es später aus der BG raus ist und nur Pflegegradgeld usw. bekommt, würde dann die Miete übernommen und mir dann entsprechend ja wieder abgezogen?

Oder gibt es da eine Art Zwang, der eine Bedarfsgemeinschaft erzwingen kann? In wie weit muss man da die Wohnlichen Grenzen ziehen? zwei separate "Wohnungseingänge?
 

TazD

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Ich sehe das Problem weniger in der Hausgröße, denn so lange die KdU im Bereich der Angemessenheit liegen, ist die Wohnungs-/Hausgröße zweitrangig.
Es dürfte eher ziemlich schwierig werden, dem JC nachzuweisen, dass ihr ganz ganz plötzlich keine BG mehr seid.
Aber zuuuuufällig wohnt ihr noch im gleichen Haus, teilt euch Bad & Küche, ......
 

Helga40

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Die Hausgröße ist sehr wohl ausschlaggebend, da es, wenn diese nicht mehr angemessen ist (besagte 120 qm für 4 Personen) kein geschütztes Vermögen mehr darstellt.

Die Abtrennung von Wohneinheiten nutzt im Übrigen nichts, wenn die Eigentumsverhältnisse gleich bleiben, da die Angemessenheit des Vermögens nicht auf den selbst bewohnten Anteil abgestellt wird, sondern auf die komplette Immobilie:

Für die angemessene Größe eines Hausgrundstücks ist auf die gesamte Wohnfläche des Hauses abzustellen, auch wenn nur ein Teil des Hauses vom Antragsteller und den mit ihm in Bedarfs- oder Haushaltsgemeinschaft lebenden Personen bewohnt wird.
https://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=en&nr=13356
 

samuraji

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Wir würden dann eher richtig getrennt planen, also 2 Bäder (sind schon vorhanden, eines oben eines unten) und anschlüsse für Küche sind auch gegeben, sodass man eine oben, eine unten haben könnte.

Also sehe ich am Ende nur eine Planung: Das Haus rechtlich in zwei Hälften zu teilen und die eine Hälfte dann an meinen Sohn zu verkaufen.

Entsprechend würden dann ja auch die m² anders gerechnet.
 

TazD

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Die Hausgröße ist sehr wohl ausschlaggebend, da es, wenn diese nicht mehr angemessen ist (besagte 120 qm für 4 Personen) kein geschütztes Vermögen mehr darstellt.
Richtig, mein Fehler war der, dass ich gedanklich bei angemietetem Wohnraum war. Dort kommt es primär auf die Angemessenheit der KdU an, soweit ich weiß und nicht auf die reine qm-Zahl.
 

samuraji

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Danke.

Im Link von Helga40 würde in diesem Fall auch darauf hingewiesen, warum in diesem Fall die Wohneinheiten nicht anerkannt wurden. Dies ist dann genau der Fall, den ich bei mir von vorne herein ausschließen werde.
Für Familienheime mit nur einer Wohnung und bis zu vier Personen sah das II. WobauG eine Wohnflächengrenze von 130 qm vor (§ 39 Abs 1 Satz 1 Nr 1, Abs 2 Nr 1 II. WobauG). Auf diese Grenze ist auch vorliegend abzustellen. Denn zwar sah § 39 Abs 1 Satz 1 Nr 2 II. WobauG für Familienheime mit zwei Wohnungen eine Wohnflächengrenze von 200 qm vor, aber nur dann, wenn die zweite Wohnung als abgeschlossene Wohnung anzusehen war (§ 39 Abs 1 Satz 3 II. WobauG). Dies setzte nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) voraus, dass beide Wohnungen in der Weise durch objektive bauliche Gestaltungsmerkmale dauerhaft vollkommen voneinander getrennt sind, wie dies für Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern typisch ist (vgl BVerwG Urteil vom 20.8.1986 - 8 C 23/84, juris RdNr 7 ff). Diese Voraussetzungen einer baulichen Abgeschlossenheit sind nach den den Senat bindenden Feststellungen des LSG vorliegend nicht erfüllt. Es kann daher offen bleiben, ob auf § 39 Abs 1 Satz 1 Nr 2 II. WobauG, anders als noch in § 88 Abs 2 Nr 7 BSHG in der bis zum 31.12.2001 geltenden Fassung, für die Angemessenheitsprüfung überhaupt zurückzugreifen wäre. Die danach hier maßgebliche Wohnflächengrenze von 130 qm ist nach der eben wiedergegebenen Rechtsprechung des BSG bei einer Belegung mit weniger als vier Personen um jeweils 20 qm pro Person zu reduzieren; typisierend ist diese Reduzierung jedoch auf eine Belegung mit bis zu zwei Personen zu begrenzen (vgl nur BSG Urteil vom 7.11.2006 - B 7b AS 2/05 R - BSGE 97, 203 = SozR 4-4200 § 12 Nr 3, RdNr 22).
Ich finde, dahingehend müsste es sich dringend in der Gesetzeslage etwas ändern.

Es kann nicht sein, dass Eltern, die ihr Leben lang ein Haus abgezahlt, Kinder in die Welt gesetzt und erzogen haben, am Ende alles verlieren, weil hier ein paar m² Zuviel sind.

Natürlich werden es immer zu viel m² sein, schließlich sollte man ja bisweilen auch fleißig Kinder bekommen.

DAs man bei der Hausplanung dann nicht daran denkt oder es Baulich keinen Sinn ergibt, die Kinderzimmer als separate Wohnung zu integrieren ist doch verständlich.

Hier muss dringend das Gesetz zugunsten der Familien und der ALtersabsicherung abgeändert werden!
 
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samuraji

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Andere Frage zum gleichen Thema:

Was alles wird als m² mit eingerechnet?

zb.:

Wohnfläche 4 Zimmer im EG. je Zimmer 20m² zzgl. Flur 5m²

Wenn man nun aus 2 Zimmer eine Garage macht, kann man dann diese 2x20m² aus der Rechnung streichen?
 

Claus.

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Wenn man nun aus 2 Zimmer eine Garage macht, kann man dann diese 2x20m² aus der Rechnung streichen?
Das vergiss gleich mal wieder schön^^. Außerdem dürfte die Rechnung schon mal wieder falsch sein. Denn die dt. Stellplatznorm stammt aus den 60´gern; damals waren so Autochen wie BMW Isetta und NSU Prinz o.ä. aktuell. Bei den heutigen Fahrzeugabmessungen kommen bei der Anwendung dieser steinalten Norm so Sachen raus wie >Auto passt rein, aber das Garagentor geht nicht zu< oder auch >Auto passt rein, aber Aus- und Einstieg nur über die Heckklappe möglich<.

Die Warscheinlichkeit daß das klappt, liegt so oder so irgendwo bei 10 oder max. 15%. Da wird dir wohl schlicht das Baurecht und die baurechtlichen Genehmigungsbehörden einen Strich durch die Rechnung machen. Die Stellplatz-Belastbarkeit hinzukriegen wäre evtl. noch das leichtere. Die Brandschutzauflagen sind der [üblicherweise unerfüllbare] Knackpunkt.
Hat schon seinen Grund, warum Garagen überwiegend freistehend bzw. -an- das Haus angebaut sind, und nicht -im- Haus integriert.

Was alles wird als m² mit eingerechnet?
Kommt drauf an wann das Haus gebaut worden ist, bzw. wann der letzte Eigentümerwechsel stattgefunden hat. Von diesem Datum ausgehend entweder (vor 2004) nach Landesrecht, oder (ab 2004) nach Bundesrecht WoFlV - s. z.B. auch https://www.wohnen-im-eigentum.de/haus/fertighaus/wohnflaechenberechnung.html.

Wohnfläche 4 Zimmer im EG. je Zimmer 20m² zzgl. Flur 5m²
Gehts noch ungenauer^^? Bei der qm-Berechnung zählt jeder Zentimeter; bei Berechnungen bzw. Bemessungen für´s JC erst recht.
Dazu sind Mauern, Kamine, Treppen usw. wohl nur schwerlich Wohnraum, und zählen entsprechend nicht dazu. Ein Flur hat m.W.n. als "Verkehrsweg" ebenfalls nichts in der Berechnung zu suchen.

DAs man bei der Hausplanung dann nicht daran denkt oder es Baulich keinen Sinn ergibt
Wie war das nochmal - baue das erste Haus für deinen größten Feind, das zweite für einen guten Freund, und erst das dritte für dich selbst ... immer wieder faszinierend wie Leute 6-stellige Summen verplanen können völlig ohne qualifizierte rechtliche und fachliche Begleitung. Achso^^ dann könnte Blöd-TV ja kein ´Bauretter´-Gejammere u.ä. mehr absondern.

Du denkst m.M.n. auch jetzt schon wieder a) zu kompliziert, und b) zu wenig vorausschauend.
Mal ein Beispiel: du gehst derzeit davon aus, daß dir deine Tochter "auf ewig" erhalten bleiben wird. Jetzt gibt es aber dieses komische Ding namens "Leben". Was ist wenn sie in ein paar Jahren plötzlich einen sie liebenden Mann "daherschleppt". Und zu ihm zieht. ?

Dann stellst du ggf. irgendwann fest daß du den Bau nicht mehr alleine putzen kannst, zur Hauserhaltung ein wenig Mieteinnahmen gut brauchen könntest, aber du wieder keinen (fremden) Mieter aufnehmen kannst weil (wieder) nie sauber getrennt wurde.

Vermutlich sollte ich auch gar nicht fragen :rolleyes:: du hast ein ´unten´ und ein ´oben´ - wo ist denn die Treppe dazu?
 

samuraji

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4 Zimmer Bad unten
4 Zimmer Bad oben
mittig jeweils ein Flur samt Treppe


Die m² Angabe von je 20m² sind der einfachhalber nur als Beispiel genutzt. Leider sind alle Zimmer wesentlich kleiner als 20m². Baujahr war vor 1900.

Kind 1 wird mit Sicherheit aufgrund der schweren Behinderung nicht "ausziehen/abhauen", das planen wir fest mit ein.
 

Fabiola

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Kind 1 wird mit Sicherheit aufgrund der schweren Behinderung nicht "ausziehen/abhauen", das planen wir fest mit ein.
Ich frag mal ganz blauäugig in die Runde:
Hab ich das irgend wo mal richtig gelesen, dass es bei Schwerbehinderung einen Quadratmeterzuschlag gibt? (15 qm?) Oder gälte das nur bei körperlicher Behinderung?
 

Kerstin_K

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DAs bekommt man nur, wenn es behinderungsbedingt erforderlich ist. Zum Beispie ein Rollstuhlfahrer oder jemand mit Rollator braucht mehr Bewegungsflächen, sonst kann man da einfach nicht manövrieren.

Auch braucht man eventuell mehr Stellfläce fü Schränke. In de Höhe kann man ja nicht gehen, wen an im Rollstuhl sitzt oder bei Gehbehinderung nicht mal eben auf etwas steigen kann, um an die obersten Schrankfächer zu kommen. Da gibt e zwar auch tecnische Lösngen, aber die sind teuer.
 

Claus.

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sind der einfachhalber nur als Beispiel genutzt.
Jetzt messe einfach als erstes mal die Bude komplett aus.
Selber, in natura, mit Meterstab, Bleistift und Zettel - nicht einfach auf irgendwelche "offizielle" Papiere verlassen. Vielleicht sind´s dann plötzlich 166qm, oder auch nur noch 115qm ...

Hast du eigtl. schon mal deine örtliche KdU-Richtlinie studiert?
Die Frage ist doch nicht ob du rechnerisch x% mehr Wohnraum zur Verfügung hast als dir "jemand" zugestehen will, sondern wie arg du deswegen die KdU-Obergrenze reißt (oder eben evtl. gar nicht reißen tust).

mittig jeweils ein Flur samt Treppe
Kann ich mir das in der Art (zumindest in Süddeutschland) üblicher alter Bauernhaus -Baustil vorstellen? Vonwegen, vorne eine Haustüre, und dann latscht man erst mal komplett durchs Haus bis erst ganz hinten die Treppe auftaucht?

Natürlich braucht ein Haus mit 2 Wohnungen auch 2 Wohnungs-zugangs-türen. "Irgendwas" ist erst dann eine Wohnung wenn es ein abgeschlossener, abschließbarer, Bereich ist. Bewertungsmaßstab ist dabei das, was üblich wäre /ist wenn sich die Gebäudebewohner fremd wären /sind. Und bitte jetzt kein Verwandschafts -Sonderfall -alle-so-gemein -Gehäul^^.

Wenn tatsächlich die Treppe ´ganz hinten´ sein sollte, könnte man z.B. genauso über eine zweite Haustüre nachdenken. Die wäre halt dann auf der Rückseite; als direkter Zugang zur Treppe. Ins EG und ins OG jew. noch ein Zwischenwändchen in den Flur rein, ggf. sogar mit -jew. abschließbarer- Zwischentüre im OG -und- im EG ...
Wäre eine Möglichkeit unter mehreren.

"Ideal" wäre es allerdings (wenn leider auch arg unüblich), wenn man sich gleich noch Gedanken machen würde über das rundherum; wie z.B. ´wie kommen dann die EG-Bewohner in den Dachboden´ usw. .

Baujahr war vor 1900
Hoffentlich^^ ohne Denkmalschutz?. Dann verstehe ich jetzt evtl. auch die Idee vonwegen der zwei "Garagen". Nicht unterkellert, oder?

Mal einfach angenommen daß du im Jahr 1900 noch gar nicht gelebt hast :biggrin: ist bei der Wohnflächenberechnung jetzt halt "eigentlich" nach dem Zeitpunkt zu gehen, zu dem du die Eigentümerschaft übernommen hast.

Aber ein "wegretuschieren" von ein paar "unliebsamen" qm könnte ggf. trotzdem noch ganz einfach gehen - ohne sich was nachsagen lassen müssen.
In Form Umwidmung eines bzw. zweier Räume zu Speisekammern /Besenkammern /o.ä. z.B. . Denn ein Raum ist ja nur dann zum wohnen geeignet (ergo in der Wohnflächenberechnung), wenn er über 2 Fluchtwege verfügt. Das ist im Normalfall zum einen die Zimmertüre und zum zweiten das Fenster. Ein paar Ziegelsteine her, und das Fenster unterschreitet das baurechtlich vorgeschriebene Mindestmaß.
 

samuraji

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Zum Thema KdU

Momentan sind wir weit unter dem, was man im Vergleich einem 4 Personenhaushalt an Miete zahlen würde. Dahingehend haben wir im Jahr eine Differenz von ~3000,-€, die wir einsparen.

Dies würde dann zugute kommen, sollte beim Haus mal eine größere Reparatur nötig.


Baustil ja, in der Mitte ist der übliche Flur einmal durchs komplette Haus bis hinten in den Hof. Die Treppe ist dabei gleich vorne im Flurbereich, neben dem Hauseingang. Von daher könnte man den Flurbereich abtrennen und von dort ausgehend 2 Wohnungstüren einbauen. Was dann noch fehlen würde, auf der einen Seite die zweite Treppe für die zweite Wohnung.

Das Haus wurde damals von 4 Familien genutzt, die sich alle fremd waren, daher waren zur damaligen Zeit auch 4x Stromanschlüsse und Wasser/Gaszähler montiert.

(Diese haben wir allerdings schon ausbauen lassen aufgrund der enormen Grundgebühr.)

Teilunterkellert, von daher, perfekt für die Garage. Der Dachboden ist nicht ausgebaut, von daher steht da erst einmal keine Fläche zur Verfügung.

- kein Denkmalschutz.

Danke für den Tipp mit dem Fluchtbereich. In der Tat könnte man so gesehen dann die Garage, die Zimmer mit den zwei Fenstern einfach dicht machen. Wäre zumindest günstiger als ein Garagentor und Feuerfeste Tür.
 

Fabiola

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Jetzt messe einfach als erstes mal die Bude komplett aus.
Find ich auch am wichtigsten, da z.B bei Dachschrägen nicht die kompletten Boden-qm zählen oder auch nicht Treppen bzw. ein Teil des Raumes unter der Treppe.

Hier mal eine Hilfe, was alles zu den m² zählt:
https://www.mietrecht-hilfe.de/miete/wohnflaechenberechnung.html

In Form Umwidmung eines bzw. zweier Räume zu Speisekammern /Besenkammern /o.ä. z.B.
Das zählt vermutlich doch zur Wohnfläche
- nicht zur Wohnfläche gehören
Abstell- und Kellerersatzräume (sofern außerhalb der Wohnung liegend)
Quelle o.g. Link
 

samuraji

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Habe da etwas interessanten im Link gefunden:

Nach der Wohnflächenverordnung zählen nur Flächen mit einer Raumhöhe von mehr als 2m zu 100% zur Wohnfläche. Flächen mit einer Raumhöhe zwischen 1m und 2m werden zu 50% berücksichtigt und Flächen mit einer Höhe von unter 1m werden gar nicht zugerechnet.
Demnach hänge ich alle Decken auf 199cm ab und lasse alles als 50% rechnen. Alle Probleme gelöst...hahaha!
 

AsbachUralt

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Eigentlich gute Idee, aaaaaaaber:

In Deutschland sind die Mindestraumhöhen in den Landesbauordnungen der Länder festgelegt. In der Musterbauordnung sowie den meisten Bundesländern beträgt sie bei Aufenthaltsräumen 2,40 m, die Vorschriften reichen aber von 2,20 m bis 2,50 m und lassen für Aufenthaltsräume in kleinen Wohngebäuden sowie in Dachgeschossen Ausnahmen zu.[1] In Dachräumen darf die Raumhöhe oft darunter liegen. Verordnungsbeispiele:
https://de.wikipedia.org/wiki/Raumhöhe
 

samuraji

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Mein Haus ist von vor 1900, da gab es solche Vorschriften noch nicht. Was sollen alle Altbauten machen, die diese Größenverhältnisse nicht haben - müssen die alle abgerissen werden?
 
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Claus.

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Momentan sind wir weit unter dem, was man im Vergleich einem 4 Personenhaushalt an Miete zahlen würde.
Was "man" zahlen würde, oder was das JC maximal zahlen würde?

Was dann noch fehlen würde, auf der einen Seite die zweite Treppe für die zweite Wohnung.
Da stehe ich grad wieder auf der Leitung. Warum 2 Treppen? Willst du ins OG 2 Wohnungen reinbauen, also dann insg. 3 Wohnungen in dem Haus haben?

Also wenn ja, dann würde ich persönlich das ohne weitere Treppe versuchen. Weder mit einem in den 70´gern so beliebten zusätzlich angebauten außenliegenden Treppenhaus. Noch mit einer heute so hochmodernen, vermutlich im Endeffekt genauso teuren, megahässlichen Außentreppe. Noch innendrin eine weitere Treppe.
Dann lieber noch 1-2 Wände versetzt und einen zweiten Flur hingebaut.

Wäre zumindest günstiger als ein Garagentor und Feuerfeste Tür.
Du glaubst doch nicht im ernst :icon_mrgreen: daß eine Vorkriegs-Betondecke oder gar ein Fehlboden feuerfest ist?. "F5" ist als Norm noch nicht erfunden^^.

Stromanschlüsse und Wasser/Gaszähler
Wasser- und Gaszählung ist nicht so das Problem. Wenn jemand auf Streit steht, kann er das sogar auch nach Personen oder nach qm umlegen.
Aber denk gleich dran daß du einen einmal ausgebauten Stromzähler nie mehr wieder angeschlossen bekommst; nicht bevor auf die aktuelle EVU-TAB umgebaut worden ist.

Der Dachboden ist nicht ausgebaut, von daher steht da erst einmal keine Fläche zur Verfügung.
Das hab ich mir gedacht. Und hinterher wird wieder gejammert daß Kontrollgänge ect. nicht mehr so einfach möglich sind. Der "Profi" schafft es dabei sogar, den Austausch von einer einzigen lächerlichen defekten Dachplatte zu einer 2000€-Aktion aufzublasen.

Das zählt vermutlich doch zur Wohnfläche
Hmm ... muß ich glatt mal wieder guggn. Tut es bei mir nämlich noch nicht - bayrische Berechnung.
Laut dem Link müsste man dann auch nur das Zwischenwändchen mit der Wohnungstür einen Meter weiter hinter packen, und fertig ist die Laube.

Mein Haus ist von 1900, da gab es solche Vorschriften noch nicht. Was sollen alle Altbauten machen, die diese Größenverhältnisse nicht haben - müssen die alle abgerissen haben?
Bestandsschutz ist da das Zauberwort ...

Der gilt aber nicht unbegrenzt. Wer das neu probieren würde, würde probieren ob bzw. wie schnell sich die Gemeinde zu einer Abrissverfügung hinreißen läßt.
 
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