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Haushaltsgemeinschaft, wie die Kosten der Arge mitteilen?

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Malor

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#1
Hallo,

Leider wird bald HartzIV auf mich zukommen.

Zuerst mal die Lage, ich (34, arbeitslos AlgI) wohne zZ im Haus meiner Mutter (über 50, erwerbsunfähigkeitsrente) zusammen mit meinem Bruder (28, Student) und Schwester (32, Berufstätig, die Glückliche).


Dies dürfte doch als Haushaltsgemeinschaft gelten, oder?

Finanziell kann ich von meinem Mitbewohnern nichts erwarten kann. Die Rente meiner Mutter ist nicht gross. Mein Bruder deckt grade so seine kosten und meine Schwester will auch was von ihrer Arbeit haben.
Eine schriftliche Erklärung von Ihnen, dass sie mir kein Geld zukommen lassen und wollen, dürfte da ausreichen, oder?

Mein Problem besteht jetzt darin, dass Haus (Mehr-)kosten verursacht, auch dadurch dass ich dort wohne.

Wie teile ich das nun der AlgII-Behörde am besten mit?
Soll meinen Mutter eine Art Mietvertrag aufsetzen, in dem ein Betrag für Miete, Wasser, Heizung etc. aufgeführt ist?
Erschwerend würde evtl. da dazu kommen, dass das Haus mir zu einem Zehntel gehört, da mein Vater nichts von Testamenten hielt, oder ist das kein Hindernis?
 
E

ExitUser

Gast
#2
"Dies dürfte doch als Haushaltsgemeinschaft gelten, oder?"

Das kommt darauf an. Eine Haushaltsgemeinschaft liegt vor, wenn der Hilfebedürftige mit Verwandten oder Verschwägerten zusammmen wohnt und wirtschaftet. Wird nicht "aus einem Topf" gewirtschaftet, liegt keine Haushaltsgemeinschaft, sondern eine Wohngemeinschaft vor und das sollte man der ARGE dann auch so mitteilen. Es ist auf jeden Fall empfehlenswert keine HG sondern eine WG zu führen, weil dann ein Anspruch auf den vollen Regelsatz+angemessene Unterkunftskosten besteht. Außerdem brauchen die übrigen Mitbewohner ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse nicht zu offenbaren. Ein Mietvertrag ist auf jeden Fall sinnvoll. Wie sich das Miteigentum auswirkt ist schwer zu sagen, da ich nicht weiss welcher Teil des Hauses Dir gehört und welcher von Dir genutzt wird.
 

Malor

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#3
Vielen Dank für deine Antwort.
Wir wirtschaften nicht aus einem Topf, bei uns liegt also eine Wohngemeinschaft vor.

In dem Brief, den ich damals erhalten habe, stand nur was von Einheiten drin. Man kann natürlich sagen, mir gehört ein Teil der Lagerhalle hinter den Haus (ist Teil des Hauses).
EDIT: Wäre so etwas wie einen Nebenkostenvereinbarung möglich? Ich habe bisher meiner Mutter einen festen Betrag überwiesen, mit dem mein Anteil an den Kosten des Hauses gedeckt waren (machen meine Schwester und Bruder auch so).
 

spin

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#4
Macht einen Mietvertrag klar. Warum sollst Du (oder die ARGE) Deiner nicht so wohlhabenden Mutter nicht eine reguläre Miete zahlen? :icon_kinn:
 

Mario Nette

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#5
Untermietvertrag mit Muttern machen. Stelle dich dann aber darauf ein, dass die ARGE so aberwitzige Forderungen stellen könnte, wie die Offenlegung der Rechnungen des Vermieters. Braucht man nicht drauf eingehen.

Mario Nette
 

Malor

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#6
Danke, macht es was eigentlich, wenn der Vertrag praktisch ein paar Tage bevor er bei der Arge vorgelegt wird datiert ist. In der Familie haben wir für sowas bisher keinen Vertrag gebraucht.
 
E

ExitUser

Gast
#7
Das macht nichts. Vergiss aber nicht anzugeben, dass Du Miteiigentümer einer Immobilie bist, sonst könnte es später Ärger geben.
 

Mario Nette

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#8
@xavier
Miteigentümer? Ich glaube, das musst du näher erläutern. Zumindest ich verstehe es nicht.

Mario Nette
 

Malor

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#10
Hallo,

Erstmal danke für all eure Antworten bisher. Hat mit schon gut weitergeholfen. :)

Mein Vater hat nichts von Testamenten gehalten und deshalb ist bei seinem Tod das Haus (jeweils eine Hälfte Vater und Mutter), seine Hälfte auf die Familie aufgeteilt worden. Ein viertel nochmal für die Mutter und der Rest auf uns 5 Kinder. Also hab ich ein 20tel von dem Haus.

Ich war jetzt inzwischen bei der Arge und der hat sogar selbst vorgeschlagen, ich könne doch wegen der Kosten des Hauses einen Untermietvertrag machen.
Allerdings hat meine Mutter da was dagegen, sie meinte das würde ihr die Behörde, wo für Berufsunfähigkeitsrente zuständig ist als Einkommen von ihrer sowieso mickrigen Rente abziehen.

Das wirft also zwei Fragen auf,
Gleichen die Behörden das untereinander ab? Ich denke mal nur für die gleiche Person, wenn überhaupt, da man ja praktisch jedesmal, wenn man zu einem anderen Amt geht, alles neu einreichen darf, stimmt das?
Wird diese Miete auf mein Konto überwiesen und ich reiche sie and den Vermieter weiter oder will die Arge auf Nummer sicher gehen und überweist es direkt auf das Konto des Vermieters?
 

strümpfchen

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#11
Allerdings hat meine Mutter da was dagegen, sie meinte das würde ihr die Behörde, wo für Berufsunfähigkeitsrente zuständig ist als Einkommen von ihrer sowieso mickrigen Rente abziehen.

Das wirft also zwei Fragen auf,
Gleichen die Behörden das untereinander ab? Ich denke mal nur für die gleiche Person, wenn überhaupt, da man ja praktisch jedesmal, wenn man zu einem anderen Amt geht, alles neu einreichen darf, stimmt das?
Wird diese Miete auf mein Konto überwiesen und ich reiche sie and den Vermieter weiter oder will die Arge auf Nummer sicher gehen und überweist es direkt auf das Konto des Vermieters?
Einkommen aus Vermietung und Verpachtung ist jedoch kein Einkommen aus Erwerbstätigkeit, somit dürften diese Einkünfte nicht angerechnet werden.

Im Gegenzug zu den Einkünften (nur 3/4 der Kaltmiete bei deiner Mutter) fallen jedoch auch Ausgaben (Aufwand für Steuererklärung, Kontoführung etc.) an.

Die Neben- und Heizkosten dürfen nicht angerechnet werden, da hierüber mit dem Mieter abgerechnet wird. Hier würde sich lediglich der Kostenanteil der Mutter an den verbrauchsunabhängigen Kosten reduzieren, was jedoch erst bei evtl. aufstockender Grundsicherung zum tragen käme.

Ohne besondere Gründe besteht keinerlei Veranlassung, dass der Leistungsträger (Arge o.ä) direkt an den Vermieter zahlt. Die Miete wird somit meist an den Leistungsberechtigten (= an Dich) ausgezahlt.
 
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