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Haushaltsgemeinschaft mit Mutter i. v. m. Tod der Mutter, Sperrzeit

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santaclara

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#1
Hallo,

ich weiß zwar nicht ob ich in dieser Rubrik richtig bin, aber ein Freund von mir hat momentan folgendes brennendes Problem:

Mein Freund (37) ist ALG II Bezieher und lebt mit seiner Mutter (72) in einer Haushaltsgemeinschaft in einer 3,5 Zimmer-Wohnung. Seine Mutter bezieht eine Altersrente und eine Hinterbliebenenrente. Am gestrigen Tage ist seine Mutter verstorben und zu allem Überfluß hat er gerade eine 3monatige ALG II Sperrzeit erhalten.

Da die Wohnung nunmehr deutlich zu groß ist, wird er diese nun auflösen müssen und sich dann eine angemessene Wohnung suchen. Da der Mietvertrag der bisherigen Wohnung natürlich eine 3monatige Kündigungsfrist hat und er zusätzlich aufgrund der Sperrzeit kein Geld bekommt ist nunmehr die Frage, an wen er sich zur Existenzsicherung wenden kann, ARGE, Sozialamt usw. ?! Ich denke der Rentenversicherungsträger scheidet als Ansprechpartner aus, da das Sterbevierteljahr nur der Witwe bzw. dem Witwer zusteht.

Seine Mutter hinterläßt keinerlei Vermögen, einzig die Beerdigungskosten sind von einer Sterbegeldversicherung gedeckt.

Für eure Antworten meinen herzlichen Dank im voraus.
 

Sissi54

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#2
Hallo Santaclara !

Wenn schon alles gesperrt ist, Regelleistung und Kosten der Unterunft, dann ist das schon die letzte Sanktionsstufe.
Dem sind schon einige Verstöße vorangegangen.

Sollte es so sein, dann ist niemand mehr für seine Existenzsicherung zuständig, weder die Arge, noch das Sozialamt.
 

santaclara

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#3
@Sissi54 danke dir

es handelt sich um eine 30%tige Senkung, aber auch ohne Senkung wäre diese Situation ja nicht zu bewerkstelligen, da die Renten der Mutter ausfallen, aber dennoch 3 Monate Miete anfallen. Gibt es für diese spezielle Situation keine Lösung? z. B. ein Darlehen, da es sich ja nur um 3 Monate handelt. Wenn nichts greift, wäre das ja der Untergang naiv ausgedrückt oder sehe ich das falsch?!
 

Arania

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#4
30% Sanktion, also wird normalerweise der Mietanteil weiter gezahlt und nun muss eben die volle Miete übernommen werden so lange bis er eine neue angemessene Wohnung gefunden hat
 

santaclara

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#5
@Arania

das habe ich befürchtet, bleibt nur die Frage wie das praktisch gehen soll, da die Miete mit oder ohne Kürzung nicht zu bezahlen ist.
 

Sissi54

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#6
Das sieht ja schon ganz anders aus.Mir war so, als hätte ich gelesen, dass er aufgrund der Sperrzeit kein Geld bekommt.

Normalerweise müsste die volle Miete erst einmal für 6 Monate übernommen werden.

Dann muss er sich eine angemessene Wohnung suchen.
 

Arania

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#7
so ist es , Antrag stellen auf Übernahme der vollen Miete
 

santaclara

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#8
Danke Euch beiden, das sind ja gute Nachrichten. Dann schicke ich ihn gleich zur ARGE.
 

Sissi54

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#9
Hallo !

Sofort hin zur ARGE, mit den erforderlichen Nachweisen über die neue Situation.

Antrag ? Vielleicht reicht auch eine Veränderungsmitteilung.

Es gibt viele Gründe, warum ein Mitglied einer BG ausfällt.Deshalb wird die Miete hier mit großer Wahrscheinlichkeit erst einmal übernommen.

Glück im Unglück wäre dann die Aufforderung zum Umzug und die damit verbundene Pflicht der ARGE zur Übernahme der Umzugskosten.
 

Eka

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#10
Ist es nicht auch besser, wenn er eine Begleitperson der/die sich gut auskennt, zur Arge mitnimmt?
In der Trauerphase bekommt man vielleicht nicht immer das ganze gesagte mit. Und es ist ja ganz frisch.

Die Beerdigungskosten sind defenitiv komplett gedeckt? Wenn nicht, kann man dazu doch auch was bei der ARGE beantragen?

LG
Eka
 

Arania

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#11
Wir sollten davon ausgehen das es stimmt was SantaClara geschrieben hat, falls nicht zahlt die ARGE oder eher das Sozialamt das was nötig ist

Und sicher ist er nicht alleine da SantaClara ja von ihrem Freund spricht.

Die Miete muss auf jeden Fall erstmal übernommen werden, der ARGE steht es frei ihn dann zur Senkung der KDU aufzufordern
 

santaclara

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#12
die Beerdigungkosten sind definitiv durch eine Versicherung gedeckt, die es schon seit Jahren gibt. Ich werde auf jeden Fall noch in diesem Monat mit ihm zur ARGE gehen. Dann ist auf jeden Fall mal die Miete gedeckt und er kann sich dann eine neue angemessene Wohnung suchen.

Nochmal eine naive Frage: Da der Bescheid für die Sperrzeit noch nicht da ist und es eine erstmalige Sperrzeit ist, die mit 30% Senkung verbunden ist, von was werden die 30% abgezogen, von den KdU oder dem Regelsatz? Das gegen die Sperrzeit dann noch ein Widerspruch rausgeht ist wieder eine andere Geschichte (angebliche Eigenkündigung nach Beleidigung)
 
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