Hausbesuche - Rechte des JC - Aussendienstes (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

RunRig40

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Frage zum Umgang mit Hausbesuchen:

Wie ist das eigentlich, wenn das JC seinen Außendienst zum Kunden schickt, z.B. mit dem Auftrag die Angaben zur Größe der Wohnfläche zu checken?

Bekommt der Außendienst bei diesem klar umrissenen Auftrag, nämlich die Wohnfläche zu checken, gleichzeitig automatisch auch die Berechtigung, darüber hinausgehende Recherchen anzustellen, die keine Beziehung zum eigentlichen Auftrag und Ziel des Hausbesuchs haben?

Ich denke dabei daran, dass der Außendienst, der explizit mit dem Wohnflächencheck beauftragt ist, plötzlich anfängt, die Grenze zur kriminaltechnischen Untersuchung (KTU) zu überschreiten, indem er damit beginnt

- in Wäschekörben und Abfalleimern zu wühlen
- sich die Schränke und Schubladen öffnen zu lassen
- Dinge aus Schränken und Schubladen herauszunehmen, um sie sich genauer anzuschauen (z.B. Aktenordner mit Briefen, Rechnungen, etc.)
- Fotoalben zu studieren
- sich den Zugriff auf den heimischen PC zu verschaffen
- Fotos von der Wohnung und anwesenden Personen zu machen
- und was es sonst noch an netten kleinen Schweinereien so alles geben mag

Ironie an:
Vielleicht verwechselt er dabei ja auch nur die KTU mit der KdU?
Ironie aus

:icon_lol:

Meine Frage;
Kann ich das unterbinden, weil es mit dem ursprünglichen Auftrag der Wohnflächenberechnung nichts zu tun hat – oder muss ich sowas über mich ergehen lassen?
 
E

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Gast
Wie ist das eigentlich, wenn das JC seinen Außendienst zum Kunden schickt, z.B. mit dem Auftrag die Angaben zur Größe der Wohnfläche zu checken?
Dann läßt man ihn nicht rein. Denn zum einen hat es dafür einen nachvollziehbaren Grund zu geben und die Zweifel dürfen nicht anderweitig auszuräumen sein. Zum anderen haben sich die Leuts Wochen vorher anzukündigen.

Bekommt der Außendienst bei diesem klar umrissenen Auftrag, nämlich die Wohnfläche zu checken, gleichzeitig automatisch auch die Berechtigung, darüber hinausgehende Recherchen anzustellen, die keine Beziehung zum eigentlichen Auftrag und Ziel des Hausbesuchs haben?
Der macht alles, was Du duldest.
 

0zymandias

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[...]
- in Wäschekörben und Abfalleimern zu wühlen
- sich die Schränke und Schubladen öffnen zu lassen
- Dinge aus Schränken und Schubladen herauszunehmen, um sie sich genauer anzuschauen (z.B. Aktenordner mit Briefen, Rechnungen, etc.)
- Fotoalben zu studieren
- sich den Zugriff auf den heimischen PC zu verschaffen
- Fotos von der Wohnung und anwesenden Personen zu machen
- und was es sonst noch an netten kleinen Schweinereien so alles geben mag
[...]
Ich bedanke mich erfreut für die Möglichkeit, so viele Fragen effizient beantworten zu dürfen und antworte mit:

Nein. :biggrin:

Dazu kommt noch die Möglichkeit, die Angaben zur Größe der Wohnfläche selbst zu machen und damit den Außendienst dahin zu schicken, wo ein oft genutztes Gewürz wächst.
Z.B. durch Listenform (Küche: 9,843 m², Flur: ...) oder durch einen selbstgezeichneten Grundriss oder, wenn vorhanden natürlich, einen Ausdruck einer Online-Anzeige mit Grundriss oder ...

Weitere Informationen zu Hausbesuchen sind z.B. unter Hausbesuche!! Wie ist die Rechtslage ? zu finden.
Auch lesenswert ist der Leitfaden für den Außendienst, online abrufbar z.B. bei Harald Thomé unter https://www.harald-thome.de/media/files/sgb-ii-hinweise/leitfaden__aussendienst__pdf_1_.pdf
 

Anna B.

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die Größe der Wohnfläche steht doch normalerweise im Mietvertrag...


und wenn der AD vom JC das checken soll..dann dürfen sie m.E. auch keinen technischen laien schicken..
denn der kann auch nur das ausmessen, was er sieht...aber es gibt eben Dinge, die nicht zur Wohnfläche zählen..

z.B. bei Schrägen in den Zimmern, muß die Wohnfläche geringer berechnet werden...

und wenn da jemand vom Amt kommen würde und würde das ausmessen wollen, dann würde ich von dem aber mal kurz seine "Fachkenntnisse" dazu erfragen..
denn mit nem Zollstock rumhantieren und irgendwas an Zahlen aufschreiben..das kann jeder...das ist aber keine exakte, gerichtsfeste Feststellung von Wohnflächen...
das kann auch das JC aus dem Mietvertrag erkennen...

und wenn das JC dem Vermieter nicht glaubt, dann soll das JC ein Architekturbüro beauftragen, die genaue Wohnfläche zu errechnen...

Kindergarten inzwischen...
 

webeleinstek

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Kann ich das unterbinden, weil es mit dem ursprünglichen Auftrag der Wohnflächenberechnung nichts zu tun hat – oder muss ich sowas über mich ergehen lassen?
Nein, kannst Du nicht. Denn das ist die Polizei des JC. Und die darf alles. :biggrin:

Dann läßt man ihn nicht rein.
Dann stecken die einen aber in Zwangshaft, bis man die freiwillig reinlässt. :biggrin:

Wie ist das eigentlich, wenn das JC seinen Außendienst zum Kunden schickt, z.B. mit dem Auftrag die Angaben zur Größe der Wohnfläche zu checken?
Das ist mir vollkommen unverständlich. Die Größe steht doch im Mietvertrag. Außerdem habe ich ernsthafte Zweifel, ob die Fuzzis überhaupt fähig sind und das Fachwissen haben, die Größe der Wohnung zu bestimmen. Denn dafür gibt es gewisse Richtlinien. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Aussendienstheinis sich damit auskennen.

Hier mal ein Thread wo die es auch versucht haben und sich jemand dagegen gewehrt hat und die Idioten am Ende den TE in Ruhe gelassen haben.

O.k. Anna B.war schneller :biggrin:
 

Der aufmüpfige

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Ja ja, das sind vermeintliche Beamte, die dürfen das... die dürfen alles...

Bitte beachten Sie auch in diesem Zusammenhang die Aufforderung am schwarzen Brett ihre aktuelle Kontonummer und die aktuelle Pin und Puk und Bic und Buc und so weiter schriftlich an der Info ab zu geben, dafür wir ihre Anträge besser und zügiger bearbeiten können. :biggrin:

Hach, und schon sind wir wieder bei der allseits beliebten und geforderten "Mitwirkungspflicht" und diesem Unsinn.

Aber da zu haben wir ja schon vor kurzen in einem anderem Thema unser grün gelbliches Zeugs, im Volksmund auch schlicht Senf, da zu gegeben.

Frechheit was diese Strolche sich einfach immer rausnehmen und uns mündigen Bürgern versuchen vor unsere Füße zu werfen.
 
E

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Gast
Bei mir z.B. steht die Größe der Wohnung nicht im Mietvertrag - nur mal so als Hinweis.
Da mußt Du Dich dann nicht wundern, wenn irgendwann mal dumme Fragen gestellt werden und obskure Aufforderungen zur Mitwirkung ins Haus flattern. Schließlich weiß man nicht erst seit gestern, daß man diese Zahl belegen können sollte - nur mal so als Hinweis.
 

Der aufmüpfige

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Mir ist da gerade auch nicht so ganz klar wie denn bitte der Mietvertrag gestaltet ist. Auf welcher Grundlage wird der denn bitte berechnet, wird das jeden Monat neu ausgewürfelt oder wie soll so was funktionieren?:icon_stop:

Alleine um da mal Klarheit zu schaffen ob Du da nicht schon lange zu viel zahlst und um Klarheit zu haben würde ich da dringend Abhilfe verlangen und vom Vermieter eine m² Angabe verlangen.

Wie wurde das denn überhaupt genehmigt ohne diese Angaben, haben die SB in dr Leistungsabteilung gepennt?
 

Fabiola

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Mir ist da gerade auch nicht so ganz klar wie denn bitte der Mietvertrag gestaltet ist. Auf welcher Grundlage wird der denn bitte berechnet, wird das jeden Monat neu ausgewürfelt oder wie soll so was funktionieren?:icon_stop:

Alleine um da mal Klarheit zu schaffen ob Du da nicht schon lange zu viel zahlst und um Klarheit zu haben würde ich da dringend Abhilfe verlangen und vom Vermieter eine m² Angabe verlangen.

Wie wurde das denn überhaupt genehmigt ohne diese Angaben, haben die SB in dr Leistungsabteilung gepennt?
Keine Ahnung? :icon_kratz:

Gibt es denn überhaupt eine gesetzliche Verpflichtung im MV die qm anzugeben?
Eine Mietbescheinigung (aus der die qm-Zahlen hervorgehen könnten) darf ja datenschutzrechlich auch nicht gefordert werden - eigentlich.
Da ich Warmmiete habe ohne NK-Vorauszahlung ist das fürs Amt vielleicht nicht weiter relevant - denke ich mal. :icon_cool:
 

webeleinstek

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Gibt es denn überhaupt eine gesetzliche Verpflichtung im MV die qm anzugeben?
Ich meine gestern auf die schnelle gefunden zu haben, dass es keine gesetzlich Verpflichtung gibt, dass die qm im Mietvertrag festgeschrieben. Aber dann sind die Probleme vorprogrammiert.
Eine Mietbescheinigung (aus der die qm-Zahlen hervorgehen könnten) darf ja datenschutzrechlich auch nicht gefordert werden - eigentlich.
Wieso nicht? Wie sollen sonst die KDU berechnet werden?

Da ich Warmmiete habe ohne NK-Vorauszahlung ist das fürs Amt vielleicht nicht weiter relevant - denke ich mal. :icon_cool:
Das wird auch der Grund sein, warum das Amt sich bei Dir nicht dafür interessiert. Weil die Gesamtkosten im Rahmen liegen. Da kann die Wohnung noch so gross sein.
 
E

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Gast
Das wird auch der Grund sein, warum das Amt sich bei Dir nicht dafür interessiert. Weil die Gesamtkosten im Rahmen liegen. Da kann die Wohnung noch so gross sein.
Kann man so sehen. Aber wenn es darum geht, Geld zu sparen, können die Leut bekanntlich kreativ werden.

Erinnern wir uns an den Fall, der durch die Presse ging: Die Kosten der Wohnung überstiegen den Höchstbetrag zwar nur um 0,11 Euro. Aber da die Mutter nur eine Wohnung finden konnte, die um 10,5% unter der angemessenen Größe lag, argumentierte das Kommunale JobCenter Erzgebirgskreis, dürfe die auch nur 89,5% der angemessenen Kosten verursachen. Die Wohnungsgesellschaft wäre zwar gerne bereit gewesen, die 0,11 Euro nachzulassen, nicht aber 52,80 Euro. Überflüssig zu erwähnen, daß dieses JobCenter seine Angemessenheitskriterien mit Vorbedacht außerhalb des lokalen Wohnungsmarktes gelegt hat.

Hartz IV: Wegen 11 Cent den Umzug verweigert
 

webeleinstek

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Wie ist das eigentlich, wenn das JC seinen Außendienst zum Kunden schickt, z.B. mit dem Auftrag die Angaben zur Größe der Wohnfläche zu checken?
Die müssen erstmal einen Termin mit Dir ausmachen und dürfen nicht einfach so erscheinen.

Außerdem würde ich dem JC mal einen freundlichen Brief schicken und anfragen ob die Außendienstler mit den Berechnungsmethoden nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) oder der Berechnung der Wohnfläche nach DIN 277 auskennen. Weil bei einer Berechnung der Wohnfläche mehr als nur das anhalten eines Zollstocks erforderlich ist. Die Details zur Berechnung stehen in dem Link den ich in meinem vorherigen Beitrag schon gebracht hatte. Ohne derartige Kenntnisse käme mir so jemand sowieso nicht in die Wohnung.

Alleine um hinterher Argumente in der Hand zu haben, wenn wieder das übliche Prozedere (Widerspruch, Klage usw.) kommt. Wer weiss was das JC aus deren Berechnungen stricken wird. Möglichwerweise Kürzungen der KDU?
 

webeleinstek

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Die müssen erstmal einen Termin mit Dir ausmachen und dürfen nicht einfach so erscheinen.

Außerdem würde ich dem JC mal einen freundlichen Brief schicken und anfragen ob die Außendienstler mit den Berechnungsmethoden nach der Wohnflächenverordnung (WoFlV) oder der Berechnung der Wohnfläche nach DIN 277 auskennen.
Weshalb sollten sie? Hatten wir die Anforderungen an einen Außendienstmitarbeiter nicht schon einmal aus den Dienstanweisungen gezogen? Steht in dem Fred, der hier weiter oben verlinkt ist: So ein Mensch muß des Lesens mächtig sein, mit dem Microsoft-Office-Paket umgehen können und - frei nach Otto Reutter https://www.otto-reutter.de/index.php/couplets/texte/184-der-kriegsgewinnler.html - schon einmal die Bucheinbände der Sozialgesetzbücher gesehen haben. Weiter nichts.
 

Anna B.

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@Fabiola

was ich nicht verstehe: die Wohnfläche muß doch im Mietvertrag stehen..das geht doch gar nicht ohne...

gibt doch Quadratmeter-Mietpreise....

irgendwann erhöht dein Vermieter den qm-Mietpreis und will von dir plötzlich 100 Euro monatlich mehr und du weißt gar nicht, wie das errechnet wurde.

ich würde schnellstens den Mietvertrag ändern wollen..

im übrigen habe ich noch nie eine Wohnung angemietet...aber die Größe der Wohnung ist doch für so vieles ausschlaggebend...Versicherungen, Strom usw. usw....außerdem würde ich persönlich, für einen Mietkostenvergleich, immer wissen wollen, wie viele qm Wohnfläche ich zur Verfügung habe.

siehe auch Homepage vom Mieterbund..da gibt es einen rechtssicheren Mietvertrag als Muster...
 
E

ExitUser

Gast
Es fängt ja schon damit an, daß man als Vermieter die Mietsache im Vertrag genau bezeichnen sollte, um Streitigkeiten aus dem Weg zu gehen. In einem Fall wie bei Fabiola, wo der Mietvertrag nichts hergibt, bleibt dann irgendwann mal die Kohle bei der Weiterbewilligung aus, wenn der Sachbearbeiter wechselt und der Neue entfristet werden möchte. Oder man greift die Angelegenheit beim nächsten Mieterhöhungsverlangen auf um zu sehen, ob die Bude immer noch angemessen ist.
Auf so ein Pulverfaß muß man sich nicht setzen. Der Außendienst hat immer noch das festgestellt, was für die Argumentation des JC gebraucht wird. Zumindest steht das dann so in der Akte.
 
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