Hausbesuch vom sozialpsychiatrischen Dienst, wie verhalten? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, GĂ€ste: 1)

Gin San

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Hallo.
Erst einmal wollte ich vorweg sagen, dass ich hier neu bin und hoffe das ich das ich meine Anliegen im richtigen Bereich gepostet habe.

Nun zu meinem Anliegen.

Meine Freundin und Ich wohnen schon seit gut 5 Jahren zusammen, wir haben zusammen gearbeitet und wurden letztes Jahr beide entlassen.
Das hat verschieden GrĂŒnde, bei mir eher Körperlich, bei meiner Freundin eh psychisch.

Nun ist es so das wir zusammen leben in einer Bedarfsgemeinschaft.
Wir beziehen beide ALG II und die Zahlungen gehen auf unsere Gemeinschaftskonto.

Jetzt ist es so, dass gestern ein Brief im Briefkasten war, in dem steht, dass das JC irgend ein Dienst in Anspruch nimmt und am Montag morgen (20.06) zu uns kommen will.
Auf den Brief ist nur der Name meiner Freundin, meiner nicht.

Es ist so, dass meine Freundin eine Àngstliche Persönlichkeits Störung hat, diese wurde vom Arzt ermittelt und wir hatten damals auch ein GesprÀch mit dem Teamleiter im JC.

Sie brach wĂ€hrend des GesprĂ€ches zusammen, weinte und hatte fĂŒrchterliche Angst (denke mal ZukunftsĂ€ngste)
Darauf hin beschloss der Teamleiter das sie erst mal als ArbeitsunfÀhig gelistet wird und keine Termin bekommt.

Es hat aber nicht lange gedauert, dann kamen schon wieder die ersten Briefe mit Einladungen, jedoch hat sie, oder besser gesagt konnte sie diese nicht wahrnehmen.
Sie hatte auch eine AU vom Arzt zu den Terminen, also ist nie unentschludigt ferngeblieben.

Nun aber kam ein Brief und jetzt wollen sie hier bei uns zuhause aufkreuzen, meine Freundin geht schon nicht mehr raus, verbarrikadiert sich zuhause.

Wenn jetzt auch noch das JC hier aufkreuzt, weiß ich nicht wie es ihr dann geht.

Muss ich das JC hier rein lassen wenn sie es vorher Schriftlich angekĂŒndigt haben?
Das Problem ist auch, wir sind zwar zu Zweit, haben aber keine aussenstehende Person als Beistand da wir ja erst gestern am SpÀten Nachmittag den Brief bekommen haben.

Noch dazu habe ich am Montag ein wichtigen Arzt Termin und bin zu der Zeit nicht mal anwesend, meine Freundin macht die TĂŒr zu 100% nicht auf.

Es gibt auch keine Chance vorher dem JC zu sagen, dass sie bitte ein spÀteren Termin machen sollen damit wir Beistand dazuholen können.

Sind wir verpflichtet an die Klingel zu gehen oder gar die TĂŒr fĂŒr das JC aufzumachen?
Wenn keiner Zuhause ist, können sie uns dann in irgendeiner Weise sanktionieren oder gar das komplette Geld Streichen?

Wir haben solche Angst, dass JC scheint uns nur noch zu schikanieren.

Ich hoffe das ich hier vlt ein wenig Hilfe bekomme und entschuldige mich schon mal weil ich so viel geschrieben habe.

Mfg Gin
 

Seepferdchen 2010

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AW: Hausbesuch

Willkommen @Gin San

zunÀchstmal eine Frage:

dass das JC irgend ein Dienst in Anspruch nimmt und am Montag morgen (20.06) zu uns kommen will.
Ist hier von dir der med. Dienst gemeint?

Kannst du bitte das mal genauer schreiben?
 

AsbachUralt

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AW: Hausbesuch

Das JC kann und darf nicht so einfach einen Hausbesuch durchfĂŒhren, lasst die Herrschaften einfach nicht in die Wohnung, wenn sie drohen ruft die Polizei.

Hausbesuche im Wege des SGB II und SGB XII werden insbesondere aus zwei verschiedenen GrĂŒnden durchgefĂŒhrt. Ein Hausbesuch dient zum einen der Bedarfsfeststellung und zum anderen der Bedarfskontrolle (=Missbrauchskontrolle). Die Grenze bzw. der Unterschied zwischen diesen beiden Aspekten ist fließend.
Der Mensch hat nach Artikel 1 Abs. 1 i.V.m. Artikel 2 Abs. 2 Grundgesetz (GG) das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Die Privat-, Geheim- und IntimsphĂ€re des Menschen wird dadurch geschĂŒtzt. Die SozialtrĂ€ger haben nur in ganz bestimmten FĂ€llen ein Recht auf DurchfĂŒhrung eines Hausbesuches, doch auch dann muss die Verwaltung Artikel 13 GG, die Unverletzlichkeit der Wohnung, beachten. Dieses Grundrecht ist ein Individualrecht. Jeder Betroffene[1], bei dem ein Hausbesuch durchgefĂŒhrt werden soll, kann der Behörde den Zutritt zur Wohnung verweigern. Dem Betroffenen kann dadurch allenfalls, wenn der Sachverhalt nicht anderweitig geklĂ€rt werden kann, die Leistung ganz oder teilweise versagt werden (§ 60 ff SGB I). Wichtig ist, dass der Betroffene bestimmt, ob, wann und inwieweit der Behördenmitarbeiter die Wohnung betritt.
https://www.datenschutzzentrum.de/sozialdatenschutz/hausbesuche.htm
 

Gin San

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AW: Hausbesuch

Das JC kann und darf nicht so einfach einen Hausbesuch durchfĂŒhren, lasst die Herrschaften einfach nicht in die Wohnung, wenn sie drohen ruft die Polizei.



https://www.datenschutzzentrum.de/sozialdatenschutz/hausbesuche.htm
Danke schon mal dafĂŒr, also muss ich sie nicht rein lassen.

@Seepferdchen

Kann ich leider grade nicht genau sagen, meine Freundin ist zu ihrer Mutter mit dem Brief, daher weiß ich grade nicht genau was drauf stand.

Könnte aber gut sein das iwas mit medizinisch drauf stand.

Edit: Habe grade angerufen und nochmal nachgefragt.

Dort steht drauf, dass die SA mit einem Sozialpsychiatrischen Dienst ein Hausbesuch machen möchte und mit ihr reden will.

Wir sind schon eine weile auf der Suche nach einem Neurologen wo meine Freundin sich wohlfĂŒhlt und auch offen reden kann.
In dem Brief steht aber nichts von Pflicht oder Sanktion.

Könnte man dem JC nicht vorschlagen, ein Termin bei diesem Dienst zu machen und dann selber dort hinzufahren.

Hier ist unser zuhause, der einzige Ort an dem man sich noch sicher fĂŒhlen kann, wenn wir hier jetzt ungebetene GĂ€ste rein lassen, wĂŒsste ich nicht wie meine Freundin darauf reagiert, ich denke sie wĂŒrde das noch mehr belasten.
 

Couchhartzer

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AW: Hausbesuch

Edit: Habe grade angerufen und nochmal nachgefragt.

Dort steht drauf, dass die SA mit einem Sozialpsychiatrischen Dienst ein Hausbesuch machen möchte und mit ihr reden will.
DarĂŒber hĂ€tte man vorher mit der betroffenen Person sprechen und sie aufklĂ€ren mĂŒssen, als auch das EinverstĂ€ndnis in dieser besonderen individuell-persönlichen Situation dazu einholen mĂŒssen.



In dem Brief steht aber nichts von Pflicht oder Sanktion.
Das darf da auch nicht drinstehen, wenn der von dir hier aufgezeigte Grund des Hausbesuches so benannt wurde, denn sonst wĂ€re es eine strafbare Handlung hier mit Sanktion zu drohen, da "Hausbesuch mit Sozialpsychiatrischen Dienst" kein rechtlich erlaubter Grund fĂŒr einen Hausbesuch ist, wenn vom Betroffenen nicht vorher auch das EinverstĂ€ndnis (schriftlich mit Unterschrift) dazu gegeben wurde. Um diese Erlaubnis zu fragen und vorheraufzuklĂ€ren wĂ€re oberste Sorgfaltspflicht der Sachbearbeiterin / des Sachbearbeiters gewesen!




Könnte man dem JC nicht vorschlagen, ein Termin bei diesem Dienst zu machen und dann selber dort hinzufahren.
Ja. selbstverstÀndlich kann und darf man das.
Und das darf man, wenn man möchte, sogar ganz klar einfordern, denn das JC und der Sozialpsychiatrischen Dienst haben sich vorher nicht mittels AufklĂ€rung und Fragen die Erlaubnis fĂŒr den Besuch eingeholt!
Der Grund warum die hier ihre Kompetenzen mit diesem - ohne um Erlaubnis gefragt zu haben - zugeschickten Termin völlig ĂŒberzogen haben ist der von dir selber beschriebene nachfolgende Tatbestand:

Hier ist unser zuhause, der einzige Ort an dem man sich noch sicher fĂŒhlen kann, wenn wir hier jetzt ungebetene GĂ€ste rein lassen, wĂŒsste ich nicht wie meine Freundin darauf reagiert, ich denke sie wĂŒrde das noch mehr belasten.
 
P

Pichilemu

Gast
AW: Hausbesuch

So ein unankĂŒndigter Besuch ist aber ein Zeichen, dass das JC demnĂ€chst ein Betreuungsverfahren gegen deine Freundin einleiten will. Darauf wĂŒrde ich mich schon mal einstellen.
 

Caye

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Das können die ja gern versuchen. Und werden gegen eine Wand rennen.

NatĂŒrlich kann die SB eine Betreuung anregen, wenn sie Spaß daran hat. Dabei wird jedoch bei jemandem mit Angststörung und einem funktionierenden sozialen Netz (mindestens unterstĂŒtzendem Freund und Mutter) nix rauskommen.
Evtl. wĂ€r aber ambulant betreutes Wohnen fĂŒr deine Freundin (oder euch beide) ne Idee?

GrundsĂ€tzlich wĂŒrd ich ja dazu raten, durchaus mit dem sozialpsychiatrischen Dienst zu kooperieren - die können auf vielen verschiedenen Wegen wirklich hilfreich sein, aber wenn man vom JC eine Nachricht bekommt, dass einen SB und jemand vom sozialpsychiatrischen Dienst GEMEINSAM besuchen wollen.... bei denen hackts ja wohl.

Nicht aufmachen (kann die Freundin evtl. zur Mutter fahren bzw. direkt bei ihr ĂŒbernachten, sollte der Termin sehr frĂŒh sein - also gar nicht zuhause sein?) und schriftlich dem JC weitere Versuche dieser Art verbieten. Parallel dazu eine Beschwerde zum sozialpsychiatrischen Dienst - rechtswidriges Verhalten seitens des JC und ĂŒbergriffiges Verhalten seitens des spd, dass zu einer massiven gesundheitlichen Verschlechterung fĂŒhrt und kĂŒnftig zu unterlassen ist. Was bitte stellen die sich denn vor, herauszufinden, wenn irgendeine JC-Tante dabei ist und somit kein vertrauliches GesprĂ€ch zustande kommen kann?
Der spd wĂ€re mit der Aktion fĂŒr mich gestorben.

Aber vielleicht ist ja auch die JC-SB diejenige, die psychiatrisch vom sozialpsychiatrischen Dienst betreut wird.... :icon_hihi:
 

Gin San

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Danke schon mal fĂŒr die zahlreichen Antworten, ihr habt uns damit schon sehr weiter geholfen.

Wir werden uns selber mit dem JC in Kontakt setzten (per Post) und um ein Termin bitten.

Ihr wisst gar nicht wir dankbar wir sind das wir hier hilfe bekommen.
Ich werde diesen Thread bestimmt aktuell halten und berichten was aus all dem wird.

Vielen vielen dank schon mal :)
 

Fabiola

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Wir werden uns selber mit dem JC in Kontakt setzten (per Post) und um ein Termin bitten.
Das wĂŒrde ich vorerst absolut sein lassen!!!
Warte erst mal noch weitere BeitrÀge ab.

Und: Auf Klingeln und dergleichen absolut nicht reagieren - wie schon geschrieben.
Und dann erst mal abwarten, was das vom JC noch kommt.
Sanktionen hat Deine Freundin derzeit nicht zu erwarten.
 

Buchfan

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Wenn so kurzfristig sich der SPDi zum Hausbesuch anmeldet, geht es nicht um die Einrichtung einer Betreuung. Ich schÀtze mal aus meiner Erfahrung mit dem SPDi heraus, es geht um eine stationÀre Einweisung. Und die kann sehr schnell gehen und vom Arzt des SPDi aus.

Wenn die BĂŒrokratie durch den Zusammenbruch der Freundin beim Teamleiter/ JC angeschoben wurde, dauerte es eben bißchen. DafĂŒr geht's dann jetzt schnell, wenn der Arzt vom SPDi Gefahr fĂŒr die Freundin durch eine akute Psychose z. B. wittert.

Ich wĂ€re auch nicht "da", sondern lieber woanders. Der SPDi kann allerdings bei begrĂŒndetem Verdacht auf Anwesenheit und Selbst- oder FremdgefĂ€hrdung die Polizei rufen und die Wohnung öffnen lassen. Vielleicht hilft ein Zettelchen an der Klingel "Bin gleich wieder da." :icon_hihi:

JC und SPDi beim Hausbesuch geht schon mal gar nicht. :icon_evil:
 

Gin San

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Oh ok, danke fĂŒr den Tipp.

Werden wir beherzigen.
Meine Freundin fĂ€hrt heute zu ihrer Mutter und ĂŒbernachtet da, ich bin um die Uhrzeit eh beim Arzt also ist auch keiner da.

Mal sehen wie das JC drauf reagiert.
 

Caye

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Mit diesen paranoiden Ideen bzgl. Einweisung oder Betreuung kann ich nicht mitgehen. So einfach ist das nicht, und wenn es wirklich nur darum ginge, brĂ€uchte man die Tante vom JC nicht mitbringen. Und sich weder selbst noch ĂŒber das JC ĂŒberhaupt ankĂŒndigen.

Da wird das JC irgendwas mit dem spdi mauscheln und versuchen, sich Gutachten der ArbeitsfĂ€higkeit zu besorgen, ohne sich den Stress zu machen, diese erst groß und breit anzusetzen. Und der spdi denkt womöglich, dass die den Leuten damit helfen.
Oder das JC meint wirklich, sich in die Gesundheitversorgung einmischen zu mĂŒssen und will so der Freundin eine Behandlung besorgen - was ja auch durchaus Sinn macht, und wobei der spd durchaus helfen kann... Nur nicht auf diese Art.

Ich hab bei uns vor Ort beim sozialpsychiatrischen Dienst in meinem Studium ein Praktikum gemacht. Mein Eindruck war sehr positiv. Das Jobcenter (bzw. damals hieß es mein ich grad noch ARGE) war damals mit den Patienten hĂ€ufig ein Thema. Die Mitarbeiter des spdi haben ein ziemliches Ämtervertrauen gezeigt. Damals wusste ich selbst es auch noch nicht besser. Ich kann mir vorstellen, dass da - wie bei vielen Leuten, die persönlich noch keinen Kontakt zum JC hatten - eine ziemliche Unwissenheit herrscht, die dazu fĂŒhrt, dass man sich ohne RĂŒcksicht auf die Gesetzeslage instrumentalisieren lĂ€sst.
 
E

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Hallo,

Hausbesuche dĂŒrfen doch gar nicht erzwungen werden, weil der Sozialpsychiatrische Dienst hier in die PrivatsphĂ€re eindringt. Aber sie dĂŒrfen eine Einladung machen, dass man da antreten darf.

Das jobcenter darf doch auch gar keinen Hausbesuch erzwingen, das ist doch Privatbereich.

Ich glaube es geht denen darum, dass die Verantwortlichkeit geklÀrt wird. Jobcenter wollen dem Sozialpsychiatrischen Dienst die Klienten zuweisen und umgekehrt.

Also kann die Freundin sagen, dass sie das nicht haben will. Und die Einladung zum Sozialpsychiatrischen Dienst mĂŒsste sie, falls sie dazu in der Lage ist, machen. Wenn der Sozialpsychiatirsche Dienst dann auch noch mit dem Lebenspartner sprechen will, also gemeinsam, wĂ€re das auch ne Pflicht, dass man das tun muss.

Aber nirgendwo gibt es doch das Recht fĂŒr jobcenter-Mitarbeiter, dem GesprĂ€ch beizuwohnen. Das ist doch schon deshalb so, weil da eine Verschwiegenheitspflicht besteht. Und die vom jobcenter sind auch gar nicht ausgebildet fĂŒr die Arbeit mit Psychisch Kranken und Menschen.

Also soll die Freundin beim SpD anrufen und das sagen, dass das jobcenter nicht am GesprĂ€ch teilnehmen darf, und dass sie die Leute vom jobcenter in ihrer Wohnung nicht haben will. Sie ertrĂ€gt nur den Kontakt mit Menschen ihres Vertrauens in ihrer eigenen Umgebung. Die öffentliche Meinung und Nachrichtenmeldungen zu jobcenter-Angestellten lĂ€sst sie daran zweifeln, dass es sich hierbei tatsĂ€chlich um eine Ausnahme handelt, dass gerade diese jobcenter-Mitarbeiterin/ Mitarbeiter das VertrauensgefĂŒhl in ihrer privaten Umgebung nicht verletzen.

Sie soll dort anrufen oder einen Brief dorthin schreiben. Als Freund und Lebenspartner kannst Du sie selbstverstĂ€ndlich unterstĂŒtzen und das jobcenter darĂŒber informieren, dass das GesprĂ€ch mit dem SpD nicht mit dem jobcenter-Mitarbeiter gewĂŒnscht ist. Eine BestĂ€tigung dieser persönlichen Entscheidung könne sie beim SpD erhalten.

Bitte denkt daran, körperliche Gesundheit und die Wiederherstellung ihrer verletzten menschlichen Psyche ist eine Lebensaufgabe! Ich wĂŒnsche Euch viel GlĂŒck dabei...
 

Fabiola

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Und die Einladung zum Sozialpsychiatrischen Dienst mĂŒsste sie, falls sie dazu in der Lage ist, machen. Wenn der Sozialpsychiatirsche Dienst dann auch noch mit dem Lebenspartner sprechen will, also gemeinsam, wĂ€re das auch ne Pflicht, dass man das tun muss. Hast Du dazu auch eine Rechtsgrundlage zur Hand?
Also soll die Freundin beim SpD anrufen und das sagen (...) Man ruft beim JC nicht an, Gesprochenes ist Schall und Rauch und im Ernstfall nicht nachweisbar!!!
Ich denke, Du verwechselst da etwas.
Das JC kann eine Einladung zum Psychologischen Dienst im Bereich des SGB II und SGB III veranlasssen aber nicht zum Sozialpsychiatrischen Dienst!

https://www.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mtaw/~edisp/l6019022dstbai397427.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI397430
 
E

ExitUser

Gast
Hallo,

die Überschrift nennt den Sozialpsychiatrischen Dienst, jeder kann beim Sozialpsychiatrischen Dienst anrufen und ihre Arbeit in Anspruch nehmen. So kann auch das jobcenter den Sozialpsychiatrischen Dienst darauf hinweisen, dass ein hilfebedĂŒrftiger Mensch aufgrund seiner verletzten Psyche nicht beim jobcenter erscheinen kann und ein Hausbesuch empfohlen wird.

Der psychologische Dienst macht doch keine Hausbesuche, tz tz tz ...

Wenn man vom Sozialpsychiatrischen Dienst erfasst worden ist und von dort Leistungen (Regelbedarfe) erhÀlt, dann kann dieser Dienst selbstverstÀndlich auch Einladungen zu einem GesprÀch aussprechen, die man dann auch wahrnehmen muss, wenn man kann. Bei solchen GesprÀchen darf kein Mitarbeiter des jobcenters dabei sein.

Aber vielleicht habe ich den psychologischen Dienst verwechselt, diesen kann man ja aufsuchen, aber in die eigene Wohnung darf der nicht ohne Grund.
 
E

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Hallo,

da hast Du völlig recht!
Nur, wie sollen die Leistungen fĂŒr Regelbedarfe begrĂŒndet werden, wenn kein persönliches GesprĂ€ch gefĂŒhrt wurde?

Als Rechtsgrundlage dient da wohl die behördeninterne Verordnung, dass SpD-Leistungen nur dann vergeben werden, wenn irgendwann mal ein BeratungsgesprĂ€ch stattgefunden hat. Das GesprĂ€ch fĂŒr die Leistungsbewilligung kann aber auch nachgeholt werden, die haben ja auch ne Menge Termine.
 

Buchfan

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....
Wenn man vom Sozialpsychiatrischen Dienst erfasst worden ist und von dort Leistungen (Regelbedarfe) erhÀlt, dann kann dieser Dienst selbstverstÀndlich auch Einladungen zu einem GesprÀch aussprechen, die man dann auch wahrnehmen muss, wenn man kann. Bei solchen GesprÀchen darf kein Mitarbeiter des jobcenters dabei sein.
....
Es ist mir völlig neu, dass man vom SPDi Regelbedarfe erhÀlt. :icon_stop:

Was man vom SPDi erhalten kann, ist ein kostenloses Hilfsangebot und ggf. ein Rp. ĂŒber Medikamente.
Einen Hausbesuch erbittet man sich i.d.R. freiwillig und von sich aus. Bei Erkrankungen/ AuffÀlligkeiten können auch Nachbarn, Freunde, psychiatrische Vereine, Beratungsstellen u.À. oder wie in diesem Fall die Behörde Den SPDi informieren. Das erfolgt aber meistens mit Kenntnis des Betroffenen. Muss aber nicht.

Wenn der SPDi so kurzfristig in Aktion tritt, dann brennt es aus seiner Sicht.
Da ist dann nichts mit Paranoia meinerseits. Nur Erfahrung.
 

Anna B.

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Aufgaben des Sozialpsychiatrischen Dienstes..

www..bochum.de/C125708500379A31/vwContentByKey/W26ZAHT6108BOLDDE

https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialpsychiatrischer_Dienst

XXXX

ich wĂŒrde mich dagegen verwahren, dass ein Mitarbeiter vom JC bei mir zu Hause mit jemandem vom SPDi auftaucht..

wenn der Mitarbeiter des JC in seiner laienhaften Ansicht (wie manche Nachbarn ja auch) meint, dass der SPdi eingeschaltet werden sollte...dann kann er dort ja anrufen. Die tauchen dann vor deiner TĂŒr auf und fragen, ob du sie reinlĂ€ĂŸt..wenn nicht..ist auch gut (Achtung..PsychKG..die könnten auch mit der Polizei wiederkommen und dich einweisen)...

aber niemals ist es rechtlich einwandfrei, wenn ein Mitarbeiter des JC mit dem SPDi im Schlepptau auftaucht..ich wĂ€re außerordentlich vorsichtig...
wĂŒrde mir auch einen Anwalt suchen und der sollte denen schriftlich verbieten, solch einen Humbug mit mir zu veranstalten..

außerdem Pat.VerfĂŒgung ausstellen...

die schlaue Pat.VerfĂŒ....patverfue.de/ bietet schon einen ordentlichen Schutz gegen ungerechtfertigte Begutachtung bzw. Einweisung..

nach der Aufgabenstellung des SPdi lĂ€uft es doch letzteendlich darauf hinaus, dass angenommen wird, man wĂ€re nicht in der Lage seine Verpflichtungen zu erfĂŒllen...
wenn, geh ich da freiwillig hin...
 
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