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Hausbesuch - folgende Beschwerde rechtens?

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FineMel

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#1
Hallo ihr Lieben,

nachdem ich mich seit ca. einer Woche hier eingelesen habe, möchte auch ich eine konkrete Fragestellung an euch richten. Hoffentlich könnt ihr mir genauso kompetent weiter helfen…:icon_wink:

Es geht wieder um einen Hausbesuch. Ich habe viel darüber gelesen und kann nur sagen: zum Glück haben wir die nicht reingelassen, obwohl es mehr als unangenehm war.

Es sieht so aus, dass mein Freund als Untermieter bei uns (Familie und ich) in der WG wohnt. Voriges Jahr kamen die klugen Menschen von der ARGE doch tatsächlich darauf, dass er mit meiner Mutter in einer eheähnlichen Gemeinschaft wohnen würde, weil sie ihn immer zu den ARGE-Terminen begleitet. O.O Naja, lächerlich…das hat meine Mutter denen dann auch geschrieben und die haben es sein gelassen, so ein Zeug zu erzählen. Trotzdem scheinen die deswegen hier nun vorstellig geworden zu sein.

Nun hat er wieder einen Antrag auf Verlängerung der Leistungen gestellt und vorige Woche standen die unangemeldet vor der Tür – erst mal ohne Erfolg für die.

Wir haben jetzt eine Beschwerde verfasst, in dem die unmögliche Vorgehensweise der beiden Mitarbeiter skizziert ist.
Hier die Kurzfassung dessen, was wir geschrieben haben:

-haben sich nicht einmal namentliche vorgestellt
-haben sich zu keiner Zeit ihres Besuches ausgewiesen
-kurze Darstellung von Art. 13 GG: Unverletzlichkeit der Wohnung
-haben nicht auf diese Möglichkeit der Verweigerung belehrt

-Angabe der Aussagen von denen:
-„Sie haben keine gesetzliche Grundlage, uns den Zugang zu verwehren!“
-„Wenn Sie uns nicht sofort in Ihre Wohnung lassen, werden Ihnen die Leistungen gekürzt.“ oder „Sie werden schon sehen, was Sie davon haben!“
-Angaben wirkten mehr als bedrohlich und einschüchternd und grenzten an versuchte Nötigung

-Wurde genötigt, Wisch zu unterschreiben (sagten, dass es nur die zwei Möglichkeiten gäbe: sie reinzulassen oder das zu unterschreiben)
-Nach 1000 mal fragen, welchen Grund die haben, reinzuwollen: „ja wegen der Verlängerungsantragstellung auf Sozialleistungen…“
-Aha? Stellt keinen Grund dar, Zutritt zu erhalten..
-Außerdem später gesehen, dass auf dem Zettel „Prüfung einer Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft mit weiteren Personen“ steht, also ganz anderer Grund
-Auch hierfür ist Inaugenscheinnahme nicht erste Wahl

-Massiver Zwang während des Besuches und Bitte, die Mitarbeiter noch mal darauf hinzuweisen, dass so etwas nicht rechtens ist
-Bitte darum, endlich den genauen Grund mitzuteilen, damit man dazu Stellung nehmen kann, um Sachverhalt unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit zu klären


Jetzt meine Fragen:

Kann ich das so darstellen bzw. ist das alles so richtig?


Habe ich evtl. einen wichtigen Punkt vergessen?


Wohin sollte ich das leiten, damit es wirklich die gewünschte Wirkung erzielt? (ein Exemplar sollte an die übergeordnete Arbeitsagentur gehen, eins an die ARGE, von der die kamen.)


Ist es sinnvoll, mal eine Akteneinsicht durchzuführen? Ich würde ja gern mal wissen, was die da über das Verhältnis zwischen meiner Mutter und ihm schreiben und ob das noch aktuell ist.


Gibt es irgendwo einen Paragraphen oder Ähnliches zu dieser „Verhältnismäßigkeit“? Ich konnte zwar ne Menge finden, aber nichts, was ich zitieren kann… :icon_sad:


ich danke euch für eure Mühe! :icon_daumen:


LG Mel
 
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Gast
#3
Hallo ihr Lieben,

nachdem ich mich seit ca. einer Woche hier eingelesen habe, möchte auch ich eine konkrete Fragestellung an euch richten. Hoffentlich könnt ihr mir genauso kompetent weiter helfen…:icon_wink:

Es geht wieder um einen Hausbesuch. Ich habe viel darüber gelesen und kann nur sagen: zum Glück haben wir die nicht reingelassen, obwohl es mehr als unangenehm war.

Es sieht so aus, dass mein Freund als Untermieter bei uns (Familie und ich) in der WG wohnt. Voriges Jahr kamen die klugen Menschen von der ARGE doch tatsächlich darauf, dass er mit meiner Mutter in einer eheähnlichen Gemeinschaft wohnen würde, weil sie ihn immer zu den ARGE-Terminen begleitet. O.O Naja, lächerlich…das hat meine Mutter denen dann auch geschrieben und die haben es sein gelassen, so ein Zeug zu erzählen. Trotzdem scheinen die deswegen hier nun vorstellig geworden zu sein.

Nun hat er wieder einen Antrag auf Verlängerung der Leistungen gestellt und vorige Woche standen die unangemeldet vor der Tür – erst mal ohne Erfolg für die.

Wir haben jetzt eine Beschwerde verfasst, in dem die unmögliche Vorgehensweise der beiden Mitarbeiter skizziert ist.
Hier die Kurzfassung dessen, was wir geschrieben haben:

-haben sich nicht einmal namentliche vorgestellt
-haben sich zu keiner Zeit ihres Besuches ausgewiesen
-kurze Darstellung von Art. 13 GG: Unverletzlichkeit der Wohnung
-haben nicht auf diese Möglichkeit der Verweigerung belehrt

-Angabe der Aussagen von denen:
-„Sie haben keine gesetzliche Grundlage, uns den Zugang zu verwehren!“
-„Wenn Sie uns nicht sofort in Ihre Wohnung lassen, werden Ihnen die Leistungen gekürzt.“ oder „Sie werden schon sehen, was Sie davon haben!“
-Angaben wirkten mehr als bedrohlich und einschüchternd und grenzten an versuchte Nötigung

-Wurde genötigt, Wisch zu unterschreiben (sagten, dass es nur die zwei Möglichkeiten gäbe: sie reinzulassen oder das zu unterschreiben)
-Nach 1000 mal fragen, welchen Grund die haben, reinzuwollen: „ja wegen der Verlängerungsantragstellung auf Sozialleistungen…“
-Aha? Stellt keinen Grund dar, Zutritt zu erhalten..
-Außerdem später gesehen, dass auf dem Zettel „Prüfung einer Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft mit weiteren Personen“ steht, also ganz anderer Grund
-Auch hierfür ist Inaugenscheinnahme nicht erste Wahl

-Massiver Zwang während des Besuches und Bitte, die Mitarbeiter noch mal darauf hinzuweisen, dass so etwas nicht rechtens ist
-Bitte darum, endlich den genauen Grund mitzuteilen, damit man dazu Stellung nehmen kann, um Sachverhalt unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit zu klären


Jetzt meine Fragen:

Kann ich das so darstellen bzw. ist das alles so richtig?


Habe ich evtl. einen wichtigen Punkt vergessen?


Wohin sollte ich das leiten, damit es wirklich die gewünschte Wirkung erzielt? (ein Exemplar sollte an die übergeordnete Arbeitsagentur gehen, eins an die ARGE, von der die kamen.)


Ist es sinnvoll, mal eine Akteneinsicht durchzuführen? Ich würde ja gern mal wissen, was die da über das Verhältnis zwischen meiner Mutter und ihm schreiben und ob das noch aktuell ist.


Gibt es irgendwo einen Paragraphen oder Ähnliches zu dieser „Verhältnismäßigkeit“? Ich konnte zwar ne Menge finden, aber nichts, was ich zitieren kann… :icon_sad:


ich danke euch für eure Mühe! :icon_daumen:


LG Mel
Ich würde das mal als Dienstaufsichtsbeschwerde hierhin schicken:

Kundenreaktionsmanagement - www.arbeitsagentur.de

und würde Akteneinsicht beantragen.
 

FineMel

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#4
Hallo ihr!
Danke erst einmal für eure Antworten.

Wie wir uns das schon gedacht haben, lehnt die ARGE weitere Leistungen aufgrund des gescheiterten Hausbesuchs ab.

Wie gesagt, ich habe meinem Freund an der Tür beigestanden, dass er sie nicht reinlassen muss – und erst DANACH kamen die damit, dass wir doch zusammen seien - d.h. für mich eher Indiziensuche bei Hausbesuch, in dem Fall eher an der Gartentür.

Der Grund für Besuch wurde in keinster Weise so benannt. Wie gesagt, die sagten zu uns wg. Neuantrag. Auf dem Wisch, den er unterschreiben MUSSTE, haben wir dann gelesen: „Prüfung einer Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft mit weiteren Personen (wir dachten danach, es handle sich wieder um den Vorwurf, dass er mit meiner Mutter was laufen haben sollte. :D)

Ich werde bald wahnsinnig. Kann man denen nicht irgendwie ans Bein pullern, weil die ja praktisch gleichzeitig meinen, er wäre mit uns beiden zusammen? :>
Würde ja einem wichtigen Punkt in der „Einstands- und Lebensgemeinschaft“ widersprechen, oder?

Wie sollten die nächsten Schritte aussehen?
Was ist an dem Schreiben vielleicht förmlich auch nicht i. O.?

Habt ihr Tipps? Leider ist die nächste Rechtsberatung erst in 2 Wochen.

Sollten wir nen Wisch verfassen, in dem wir sagen, dass eine schriftliche Stellungnahme oder Anhörung wohl eher angemessen schien? Immerhin halte selbst ich das für mehr als unverhältnismäßig. Lieber einen Anwalt drüber gucken lassen?

--------------------------------------------------------------------

Hier nochmal in groß verlinkt:

http://www.250kb.de/u/090625/j/09212151.jpg

http://www.250kb.de/u/090625/j/t/6db45e41.jpg
 

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wolliohne

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#5
unbedingt zum RA oder Beratungsstelle,

oder besser mit letztem Kontoauszug (der hoffentlich bei Null ist) und sämtl.kopierten Unterlagen direkt zum SG
 

Hartzi09

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#6
Hallo ihr!
Danke erst einmal für eure Antworten.

Wie wir uns das schon gedacht haben, lehnt die ARGE weitere Leistungen aufgrund des gescheiterten Hausbesuchs ab.

Wie gesagt, ich habe meinem Freund an der Tür beigestanden, dass er sie nicht reinlassen muss – und erst DANACH kamen die damit, dass wir doch zusammen seien - d.h. für mich eher Indiziensuche bei Hausbesuch, in dem Fall eher an der Gartentür.

Der Grund für Besuch wurde in keinster Weise so benannt. Wie gesagt, die sagten zu uns wg. Neuantrag. Auf dem Wisch, den er unterschreiben MUSSTE, haben wir dann gelesen: „Prüfung einer Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft mit weiteren Personen (wir dachten danach, es handle sich wieder um den Vorwurf, dass er mit meiner Mutter was laufen haben sollte. :D)

Ich werde bald wahnsinnig. Kann man denen nicht irgendwie ans Bein pullern, weil die ja praktisch gleichzeitig meinen, er wäre mit uns beiden zusammen? :>
Würde ja einem wichtigen Punkt in der „Einstands- und Lebensgemeinschaft“ widersprechen, oder?

Wie sollten die nächsten Schritte aussehen?
Was ist an dem Schreiben vielleicht förmlich auch nicht i. O.?
Habt ihr Tipps? Leider ist die nächste Rechtsberatung erst in 2 Wochen.

Sollten wir nen Wisch verfassen, in dem wir sagen, dass eine schriftliche Stellungnahme oder Anhörung wohl eher angemessen schien? Immerhin halte selbst ich das für mehr als unverhältnismäßig. Lieber einen Anwalt drüber gucken lassen?

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Hier nochmal in groß verlinkt:

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Guten Morgen,

auf jedenfall sofort zu einem Fachanwalt für Sozialrecht gehen.
Es wird hier sehr wahrscheinlich nur der Gerichtsweg bleiben.
Sehe aber sehr gute Chancen, der ARGE ans bein zu Pinkeln.
Am besten noch einen ordentlichen Tritt in den A....:icon_smile:
 

FineMel

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#7
rechtsberatung

so, wir kommen grad direkt von der kostenlosen rechtsberatung und ich muss sagen, ich bin sowas von... :mad:

haben dem anwalt alles vorgetragen, den schriftverkehr vorgelegt und er meinte immer nur: "widerspruch ok, vereinbaren sie aber lieber nen termin für einen hausbesuch. sie haben doch nichts zu verbergen. die sitzen nunmal am längeren hebel und kommen dann immer wieder mit unaufklärbarkeit des sachverhalts. falls die dann immer noch nicht einlenken, bleibt ihnen dann nur noch der rechtsweg. aber der hat dann wenigstens hand und fuß, weil alles auf ihrer seite liegt!"

ich dachte so :icon_eek: nene. ich hab doch auch rechte und fing laufend damit an, dass die uns NIEMALS zu DIESEM sachverhalt (er und ich) verdächtigt, befragt, vorgeladen oder uns irgend etwas in der art überhaupt nur bekannt gemacht haben.
von dem grundsatz der verhältnismäßigkeit wollte er auch nichts wissen.
außerdem gibt es genug gerichtsurteile, in denen immer wieder gesagt wurde, dass ein hausbesuch den zustand einer einstehensgemeinschaft nicht klären kann. ist nicht wichtig vor gericht, meinte er.
ich hab ihm erzählt, dass wir zwar 6 jahre zusammen sind (leider :frown:), dass wir aber nie füreinander einstehen wollen und können (getrennte konten, keine auffälligen geldflüsse, keine kinder, nichts anderes).

er meinte nur, das is alles egal und es würde nur eine abwägung der beweislage sein, die der richter im einzelfall vornimmt. andere urteile sind da egal.
wenn wir die rein lassen, sehen die, dass nichts zu verbergen is und dann solls gut sein.
aber dann hätten die wieder gewonnen..:icon_cry: und das is einfach nur ungerecht. sollen die doch wenigstens mit uns sprechen...

naja, ich überlege noch nen anderen anwalt zu fragen - mit vermittlungsgutschein.

aber ab juli hat er noch nicht mal eine krankenversicherung, geschweige denn geld oder ne rechtschutz. ist schon echt hart, recht zu haben. und wie gesagt, recht zu kriegen is noch ne nummer härter. keine ahnung, ob wir das noch hingebogen kriegen, ich hab echt keine ahnung in dieser richtung...

danke übrigens für eure tipps!
 

goweidlich

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#9
Hallo FineMel

Geh Bitte schnellstmöglich, wie weiter unten beschrieben mit einem aktuellen Kontoauszug zum Sozialgericht.

Spar Dir den Weg zum ReA., auf dem SG wird man Dir kostenlos helfen und eine EV mit Dir zusammen beantragen.
Du musst niemanden in Deine Wohnung lassen, dass wird jedes Gericht so sehen. Nimm alles mit von der ARGE und vergess den Kontoauszug nicht, der belegt, dass Du kein Geld mehr zum Leben hast.
Nur mit der EV hast Du schnell Dein zustehendes ALG2 Geld. Ein Anwalt wird dies schriftlich machen und es werden Wochen sinnlos vergehen - glaube es!

gruß
goweidlich
 

FineMel

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#10
ok, danke euch. werden das dann wohl am montag so machen. -_-
 
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#11
Hat ARGE denn Deine Mutter mal um Informationen gebeten?

Welche Beweismittel kann man im Zimmer eines Untermieters einsehen?

Behältnisse durchstöbern wäre einem Aussendienst mit Ankündigung und Begründung auch nicht gestattet. Überfallartige "Besichtigungen" stehen sind für diese Aussendienste unzulässig. Noch nicht einmal Polizei oder Eigentümer der Wohnung dürfen das.
 
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#12
Ich halte das Ganze für kriminell und würde Anzeige wegen Nötigung und Unterschlagung erstatten.
 

blinky

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#13
Nicht Du, sondern dein Freund soll das erledigen. Nicht das das Gericht davon überzeugt ist, das ihr füreinander einsteht. Allerdingskann dein Freund Dich für das Hauptsacheverfahren als beistand benenen.

Und seine Vermieterin soll wenn er die Miete nicht bezahlen kann ruhig abmahnen. Denn die Mahngebühren muß dann die ARGE auch übernehmen.


Blinky
 

FineMel

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#14
alles klar...danke euch. :>

ja, sie wollten glaube ich damals irgend einen nachweis, dass sie wirklich verheiratet ist.
da meinte sie, dass die ARGE papiere von ihr niemals zu sehen kriegen und dass sich mein vater, wenn die diese beschuldigungen nicht einstellen, mit denen mal richtig "unterhalten" wird. :D
ich glaube, das war alles leider nur mündlich - außer die beschuldigung von denen und die äußerung von meiner mutter, das das nicht so ist. aber ich schaue gleich mal, ob wir in der richtung noch was schriftliches haben.

was ist denn ein "beistand"? das ist doch sowas, was auch ein guter freund übernehmen kann, oder?
 

goweidlich

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#15
Hallo

Beistand ist die oder die Personen, die Du als Beistand benennst.
(Beistand kann in Deinem Namen sprechen oder aber auch nur zuhören und Notizen machen - zwei hören mehr - es kann keiner im Nachhinein was anderes behaupten))

Schön wäre natürlich, dass es ein Beistand ist, der was vom Thema versteht :icon_smile:
Das ist aber kein muss, es reicht wenn eine Person Deines Vertrauens dies macht.
Beistände müssen geduldet werden, er darf nicht abgewimmelt werden (was die ARGE aber gern mal macht).
Also ohne Beistand nicht allein zur ARGE !

Vergiß nicht zum SG zu gehen am Montag :icon_smile:

gruß
goweidlich
 

FineMel

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#16
Hallo,



nach vielem Hin und Her und auch Niederlagen in weiter zurückliegenden Amtsteitigkeiten, wollte ich euch nun endlich mal den aktuellen Stand der Dinge mitteilen.

Die einstweilige Anordnung durch das Sozialgericht ist endlich durch (mit Anwalt).
Mein Freund war insgesamt 2 Monate ohne irgendeinen Cent; zum Glück hat die Krankenkasse noch still gehalten.

Ihm wurde bis Ende diesen Jahres erst mal das volle ALG II gewährt, begründet durch die verfassungsrechtliche Pflicht eines „menschenwürdigen Lebens“ (haha).

Im Groben wie folgt begründet:

Wechselseitiger Wille, Verantwortung füreinander zu tragen und füreinander einzustehen, festzustellen durch die Tatsachen:

Länger als ein Jahr zusammen lebend
Mit einem gemeinsamen Kind zusammen lebend
Kinder / Angehörige im Haushalt versorgen
Befugnis, über Einkommen des anderen zu verfügen

Zwar leben wir schon viel zu lang in der WG, trotzdem reichen die Tatsachen nicht, um Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft nachzuweisen, sagt Richterin (und jeder normale Mensch).

"...demnach waren dem Antragsteller Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts in Höhe der Regelleistung zuzusprechen, um dem Antragsgegner Gelegenheit zu geben, die notwendigen Feststellungen nachzuholen."
Wir haben an der Aufklärung mitzuwirken.

(Ja sicher – hätten wir gern gemacht, NICHTS anderes haben wir vorher 1000 mal geschrieben.)

Auch dem Gericht ist die Verhältnismäßigkeit, mit der die ARGE vorzugehen hat, egal. Oder wie versteh ich das? Nichts davon, dass sie uns keinen Grund für den Hausbesucht mitgeteilt haben und uns zunächst mal anhören sollten.

Außerdem hätte ich gern mal was gelesen, dass denen in den Hintern getreten wird, weil die dem Gericht falsche Tatsachen mitgeteilt haben (unter anderem, dass mein Freund mit meiner Mutter ein Konto teilen würde – was ja sowieso interessant ist in der Tatsachenfeststellung, dass er mit mir in einer eheähnlichen Gemeinschaft leben soll…)

Nun warten wir natürlich auf das Geld, den Widerspruchbescheid oder meinetwegen auch auf die Hauptsacheverhandlung.
Insgeheim hoffen wir natürlich, dass die ARGE sich besinnt und in Hinsicht auf die EA doch für uns entscheidet. Vom gesunden Menschenverstand her kann ich mir allerdings denken, dass die es wieder aufs Äußerste ankommen lassen… :/

Ach, ich hab einfach zu wenig Ahnung von den Dingen..

Wie beantragt man eigentlich Akteneinsicht? Kann ja sein, dass die noch den Trumpf in der Akte haben, dass mein Freund mit meinem Vater zusammen lebt. :D

Kann man das ohne Anwalt machen und wen zum Termin mitbringen?


ich danke euch.
lg mel :icon_party:
 

panthera30

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#17
mir fällt zu dieser ansage dass die in der wohnung wollen oder müssen, nur eins an

§123StGB: Hausfriedensbruch... das wäre die rechtliche grundlage diese leute nicht reinzulassen. Ganz einfache kiste.
 

goweidlich

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#18
Hallo

Na gut das dieses Problem aus der Welt ist :icon_party:

Akteneinsicht kann (so ist mir bekannt), nur beantragt werden, wenn man es gut begründet. Man sollte im Rechtsstreit mit der ARGE liegen,wenn man Widerspruch und so erhebt. Dann sollte oder muss eine Akteneinsicht gewährt werden, aber das tut sich meist dennoch nichts.
Ich habe seit dem Dezember 2008 zig mal Akteneinsicht beantragt, aber bis heute keine gewährt bekommen LOL.
Es gibt da einen § im SGB, wo dies eben auch abgelehnt wird - naja!!!

gruß goweidlich
 

FineMel

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#19
Hallo ihr,

ich mal wieder... :D

Wie ichs mir schon gedacht hab, ist trotz EA immernoch kein Geld eingegangen und somit der 3. Monat ohne irgendwelche Einkünfte oder Geld an die KK angebrochen.
Ich hab ja schon öfter gelesen, dass die Arge so nochmal gerne ihre Machtstellung klar macht. :icon_neutral:

Diese Woche warten wir noch und wenn dann nix da ist - Pfändungsantrag oder etwa persönlich hin (was eh nix bringen wird)? Was die abziehen, ist echt lächerlich.

------------------------------------------------------------------------

Dann wollte ich noch die Erfahrenen unter euch fragen, was wir am besten als nächstes machen, um der angeordneten "Mitwirkungspflicht" in der Klärung der Sache nachzugehen.

Sollten alle Beteiligten (mein Freund, ich, Vermieterin) von uns aus Aussagen an die schicken, die nochmal klar stellen, dass keine eheähnliche Gemeinschaft vorliegt?

Sollten wir etwa alle hingehen und das mündlich klären?

...oder einfach abwarten, ob von denen was kommt? (würde ich persönlich nicht so clever finden)

Ich danke euch. :)
lg mel
 
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#20
Warten ist tödlich.
Sofort zum Gericht und eine vollstreckbare Ausfertigung der EA abholen. Der Richter wird wohl erst mal zum Hörer greifen. Und Dich auf den nächsten Tag vertrösten.
Die Zeit arbeitet hier gegen ich.
 
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#21
Wie ichs mir schon gedacht hab, ist trotz EA immernoch kein Geld eingegangen

Diese Woche warten wir noch und wenn dann nix da ist - Pfändungsantrag oder etwa persönlich hin (was eh nix bringen wird)? Was die abziehen, ist echt lächerlich.

es gibt grundsätzlich 3 wege:


1.)
100 mal beim amt anrufen, weinen, betteln, schimpfen, und drohen.

==funktioniert nicht.


2.)
antrag auf zwangsvollstreckung gem §199 SGG beim sozialgericht einreichen.
hiermit benatrage die volstreckung der einstweiligen anordnung vom usw usf
anzuordnen und dem zuständigen amtsgericht zu übergeben.

==funktioniert im regelfall.
der richter wird beim amtsleiter oder beim sachbearbeiter anrufen und
mit vollstreckung drohen, das geld wird am nächsten tag kommen.


3.)
selbst zum amtgericht gehen, und vollstreckungsgericht und soozialgericht übergehen.
nach dem für die sttrasse, in er das amt ist zuständigen gerichtsvollzieher gehen,
und ihm einen vollstreckungsauftrag erteilen.

==funktiert prima, und ist irre peinlich für die behörde, wenn du damit hinterher
an die zeitung gehst. dein sachbeearbeiter wird dich demnächst mit knicks
begrüssen, und dir vorerst keine unfreundlichkeiten mehr an den kopf werfen.
vielleicht wird er sogar gekündigt.


methode 3 hat den nachteil, dass du dem vollstreckungsgericht erst mal 370 euro
gebühren hinblättern musst, die du nicht hast - asol musst du dann erst einmal
prozesskostenhilfe beantragen. zumindestens bahaaupten dass einige insolvenz-
oder amtsgerichte, die rechtslage ist nicht ganz klar. im ergebnis dauert das
also 3 wochen.
methode 2 ist viel schneller.




Sollten alle Beteiligten (mein Freund, ich, Vermieterin) von uns aus Aussagen an die schicken, die nochmal klar stellen, dass keine eheähnliche Gemeinschaft vorliegt?
alles machen, was die behörde will, sofern es rechtens ist.

nie mehr machen als das as gefragt ist und rechtens ist. (als zb hausbesuche
zulassen oder dritte was unteerschreiben lassen.)

immer einen zeugen mitnehmen. der zeuge darf nicht einer der beteiligten sein.

wie heisst es doch so schön auf gesetzesdeutsch: die behörde ermittelt von amts wegen,
diebehörde bestimmt den umfang der ermittlungen.
 
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