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Haus kaufen

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evchen

Elo-User/in

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#1
Hallo ihr Lieben,

erst einmal zu unserer Situation: ich bin ALG II Empfängerin, in der 24. Woche schwanger und werde im Juni unser Kind zur Welt bringen. Wir sind verheiratet und nach der Geburt werde ich in den Erziehungsurlaub gehen. Mein Mann geht nach wie vor arbeiten.
Jetzt überlegt mein Mann, ein Haus zu kaufen (natürlich erst im Erziehungsurlaub) und dies wäre ja mit einem Kredit verbunden.
Was wäre denn, wenn ich nach dem Erziehungsurlaub keine Arbeit finde und wieder ALG II beantragen müsste?
Könnte das Amt dann von uns verlangen, das Haus wieder zu verkaufen, bzw müssen wir beim Kauf aufpassen, ob das Haus angemessen ist?
Mein Mann denkt gleich an die Zukunft und wollte ein etwas grösseres Haus kaufen, da wir eventuell noch ein zweites Kind haben wollen.

Ich würde mich sehr über Antworten von Euch freuen.

LG Evchen
 
E

ExitUser

Gast
#2
Da du ALG II HE bist, könntet ihr gar kein Haus kaufen, denn als BG dürftet ihr nicht mehr wie nach § 12 SGB II an Vermögen haben. Wenn ihr jedoch mehr habt, dann mindert dies dein Bedarf. Solltest du kein ALG II haben, dann könnt ihr kaufen was ihr wollt, ohne es zum Lebensunterhalt der BG zuzusteuern. Da du aber welches hast, ist das überschüssige zum leben zu verwenden. Ein Haus dürfte da wohl nicht enthalten sein, es sei ihr hattet eins und wollt euch nach dem Verkauf dessen ein neues zulegen.
 

evchen

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#3
Hallo Janchen,

vielen Dank erst einmal für Deine Antwort.
Ich glaube, das Du mich missverstanden hast, denn wir wollten das Haus ja erst kaufen, wenn ich im Erziehungsurlaub bin. Da bin ich ja kein ALG II Empfänger mehr oder hab ich da was falsch verstanden?
Wir haben natürlich kein Vermögen, was unseren Freibetrag übersteigt, aber mein Mann hat einen Bausparvertrag, der in dieser Zeit auslaufen würde und für den Rest vom Haus würden wir ja dann einen Kredit aufnehmen...
Verstehst Du? Oder bin ich falsch in der Ansicht, das ERziehungsurlaub nichts mit ALG II zu tun hat?

LG Evchen
 
E

ExitUser

Gast
#4
aber mein Mann hat einen Bausparvertrag, der in dieser Zeit auslaufen würde
... und da wurde dir vom Amt sicherlich dein ALG II als Darlehn bis zur Auflösung des Bausparvertrages gewährt ja ? Wenn nicht, dann wußte das Amt dies nicht mit dem Bausparvertrag und du bewegst dich schon im Sozialbetrugsbereich.

;)
 
E

ExitUser

Gast
#5
Du kannst auch im Erziehungsurlaub sehr wohl weiter ALG 2 beziehen!
Erziehungsgeld darf nicht angerechnet werden und eure Bedarfsgemeinschaft ist ja nun auch durch einen Erdenbürger mehr größer und teurer geworden.
Arbeit bis zu 30 Stunden war schon zu Arbeitslosenhilfezeiten erlaubt im Erziehungsurlaub und da gab es dan auch den Anspruch auf ALHI.
euer ALG 2 muss weitergezahlt werden.
Du bist ja weiter im Sinne des SGB II "arbeitsfähig", wenn auch durch die Erziehung dann "aus wichtigen Grunde" verhindert, bis das Kind 3 Jahr ist und es möglich ist, es in einen Kiga zu geben. Die Auszahlung unter dem SGB II richtet sich auch nicht rein mehr auf die Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt aus, sondern ist eine Grundsicherung.
Dir ist also bis es drei Jahre alt ist auch kein EEJ zumutbar, weil dies deine Erziehungaarbeit gefährden würde. Nur mit dem Haus- das haut dann nicht hin, denn das Amt fragt sich zurecht dann, wo das Geld dafür dann herkommt. Meist muss ja auch ein ganz schöner Batzen erst angezahlt werden.
Später dann, solltet ihr trotzdem verzichten erstmal auf das ALG 2 - wird tatsächlich von euch verlangt werden, dass ihr eure Wohnkosten senkt. Das kann durch Untermiéte oder Verkauf passieren. Es werden dann natürlich auch nicht die Raten übernommen, nur die Zinsen und die Neben/ und Heizkosten, sofern eure Immobilie so ca. 130 qm nicht übersteigt. Das sieht man meist als noch angemessen an, sofern diese auch selber bewohnt wird.
 

evchen

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#6
Hallo Janchen,

wir haben natürlich den Bausparer mit allen Unterlagen angegeben, nur ist dieser auf keinen wirklich hohen Betrag gemacht, so das er unseren Vermögensfreibetrag nicht übersteigt. Das Arbeitsamt hat die komplette Summe vom Bausparer dem Vermögensfreibetrag angerechnet.

@ Lillybelle

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort, damit kann ich doch schon mal was anfangen. Sind denn die 130 qm für eine bestimmte Personenzahl gerechnet oder ist es egal, wie gross die Familie ist?
 

Arco

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#7
Hallo, habe da was nicht verstanden :kinn:

Bedarfsgemeinschaft 2 Personen
2 x Regelleistung a/ 311,-- € 622,-- €
Miete + Nebenkosten als Beispiel 400,-- €
-------------
Gesamtbedarf 1.022,-- €

Ehemann hat Arbeit, im günstigsten Fall (da ja Alg2 gezahlt wird)
mit Anrechnung aller Freibeträge Verdienst etwa unter 1.500,-- € brutto
und damit noch ein paar Euro vom Amt.

So :kinn: :kinn: jetzt würde ich mal gerne wissen welche Bank bei diesen angenommenen Verdienst des Ehemannes dann nach der Geburt des Kindes für ein Haus einen Kredit von ca. 150.000 Euro bis 200.000 Euro(mal angenommen, denn der Bausparvertrag kann ja nicht sehr hoch sein) vergibt, bzw. finanziert werden kann ???

Ich bin bestimmt kein Querulant :motz: :motz: aber andere Alg2er haben ANDERE SORGEN !!!

Nichts für UNGUT :daumen: :daumen:
 

evchen

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#8
Da es nun einige brennend zu interessieren scheint, wie wir leben, werde ich das jetzt mal aufschreiben.

Mann verdient 1250,- netto und ich bekomme ca 470,- ALG II, enthalten ist noch der Zuschlag vom ALG I Bezug und Schwangerschaftsmehrbedarf.

Wir wollen uns kein teures neues Haus im Wert von über 100.000 € kaufen, sondern nur ein kleines altes, wo man selber bauen und sanieren kann/ muss. Bei uns in der Gegend sollte es kein Problem sein, von der Bank einen Kredit in Höhe von ca 70.000 € zu bekommen, da es wie gesagt noch den Bausparer gibt und mein Mann in seiner Arbeitsstelle schon seit 18 Jahren angestellt ist und regelmässigen Lohn bekommt.
Zudem ist er im Baugewerbe tätig, was heisst, das er Baumaterialien günstiger als ein Ottonormalverbraucher beziehen kann und handwerklich sehr viel drauf hat.

Ich hoffe, das reicht jetzt, damit keine Fragen mehr auftauchen.

LG Evchen
 

hellucifer

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#9
Auch Arbeitslose haben Rechte

Ich kann dich nur ermuntern, den Schritt zu wagen, ein Haus zu erwerben.

Wie du sagst, übersteigt euer Vermögen nicht die Freibetragsgrenze. Und was jemand mit seinem Vermögen anstellt, kann kein Gesetz Euch vorschreiben.

Achtet nur darauf, dass Eure Belastungen (Zinsen, Müllgebühren, Grundsteuern, Schornsteinfegergebühren etc.) insgesamt die Kosten für eine angemessene Unterkunft von drei bzw. vier Personen nicht übersteigen!

Den übrigen Alg-2-Beziehern kann ich nur stecken, dass sie sich nicht mit dem wenigen zufriedengeben sollten, was ihnen der Gesetzgeber zugestehen will. Es ist nämlich vielmehr drin!

Man kann natürlich auch die Vermieter reich machen, indem man Mieter bleibt, die sich dann über Steuern beklagen, die sie für Alg-2-Bezieher zahlen müssen (wenn sie sich nicht irgendwie arm gerechnet haben).
 
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