Hauptmieter verstorben - Änderungspapierkram ausgefüllt.

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Unterprivilegiert

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Hallo!

Ich habe bisher mit einem Untermietvertrag (eigene Bedarfsgemeinschaft) in einer 4 ZKB Wohnung gewohnt. Eingezogen bin ich 2001 und das Amt übernahm seit meiner Arbeitslosigkeit vor knapp 2 Jahren meinen Mietanteil.
Jetzt ist der Hauptmieter verstorben und ich habe über die Leistungsabteilung alle relevanten Angaben übermittelt (Kopien von Untermietvertrag, Hauptmietvertrag, Sterbeurkunde und das Schreiben zur Mieterhöhung)

Jetzt bin ich natürlich auf Wohnungssuche, weil das Amt kaum eine 85qm Wohnung für rund 600€ übernehmen wird.

Meine Fragen:
- wie lange dauert es bis die Mietkosten überwiesen werden im Normalfall? Die Vollmiete wäre am 01.08. fällig gewesen, aber bisher konnte ich sie nicht überweisen
- gelten auch hier die 6 Monate, in denen das Amt die Miete voll übernehmen muss?
- was, wenn ich innerhalb dieser 6 Monate keine bessere Wohnung finde? Der Wohnungsmarkt hier ist schwer umkämpft und die Quadratmeterpreise sind heftig am steigen und ein Umzug ins Umland wäre zwar günstiger, aber ich hätte so gut wie keine Möglichkeit mehr irgendwo hin zu kommen (da keinerlei ÖPNV und extrem ländliche Gegend)
 

juergen1958

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nur, wenn sie das Erbe nicht ausschlagen. Trotzdem hat der Threadersteller wohl keinen Mietvertrag mit dem Eigentümer, da der er ja nur Untermieter ist und der Mietvertrag mit dem Verstorbenen abgeschlossen wurde. Wird das Erbe nicht ausgeschlagen, bleibt alles beim alten, bis die Erben den Mietvertrag kündigen, dann gilt wohl die normale Kündigungsfrist. Er muss seine Untermiete an die Erben zahlen.
 

Wutbuerger

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TE schrieb ja was von voller Miete. Also gehe ich davon aus das man den Mietanteil vom Hauptmieter mitzahlen will oder meint das man das muss .
"Änderungspapierkram" ist auch keine Beschreibung die weiter führt.
Ohne Infos -- schwierig
 

Unterprivilegiert

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Zur Aufklärung.

Der Hauptmieter bin inzwischen ich, da ich kürzlich erst erfahren habe, dass ich der einzige Erbe bin. Entsprechend übernimmt das Amt die Kosten für Miete und NK bis Ende Oktober 2016.
Wie es danach weiter geht, kann ich noch nicht abschätzen, weil die Wohnungssuche hier ziemlich aussichtslos ist.
Eventuell sollte ich mir tatsächlich einen Mitbewohner/in suchen.

edit: Und entschuldigt die endlose Wartezeit.
 

Wutbuerger

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Eventuell sollte ich mir tatsächlich einen Mitbewohner/in suchen.
Wenn die Wohnung sonst gut ist , vielleicht die beste Möglichkeit.
Bis Oktober findest du wohl kaum eine Wohnung .
Wie kommt es das ein JC meint kurzfristige Zusagen reichen aus?
Man sollte ja mindestens auf 6 Monate Zusagen geben , wenn 3 Monate Kündigungsfrist bestehen.
Also wenn kein Mitmieter gefunden wird , dann hast du hoffentlich eine gute Dokumentation deiner Wohnungssuche.
 
G

Gelöschtes Mitglied 4560

Gast
Noch mal prüfen. Evtl. bist Du berechtigt in den Mietvertrag einzutreten. Erbst Du den Mietvertrag, erwirbt auch der Vermieter ein Sonderkündigungsrecht. § 564 BGB Evtl. ist es günstiger für Dich auf das Erbe zu verzichten. Spart z.B. die Mietzahlungen ab November, weil dann für Dich die Kündigungsfrist für Untermieter gem. § 573c Abs.3, zum 15. zum Ultimo, gilt. Übernimmst Du den Mietvertrag des Hauptmieters gilt für Dich eine dreimonatige Kündigungsfrist. Heute gekündigt, wirkt diese bereits zum 31.12.2016. JC hat der Übernahme der Mietvertrages nicht zugestimmt, wenn JC nur bis Okt. 16 die volle Miete übernehmen mag. Die Mieten für Nov. und Dez. werden dann von Dir zu tragen sein. Wovon?? Welche Rechtsgrundlagen SB hier anwendet, weis ich nicht. Ich bitte um Information. Die "Zustimmung" des JC zum Verbleib in der akt. Wohnung ist irgendwie unverständlich, uneindeutig. Entweder stimmt JC zu oder nicht. Eine Zustimmung bei der Du auf mindestens zwei vollen Monatsmieten sitzen bleibst? Was soll das? Hier würde ich mir vom SG schnellstmöglich was Verständliches holen. Ansonsten kann weder in den Mietvertrag eingetreten noch das "Erbe" angenommen werden.
 

Unterprivilegiert

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Der 31.10.16 ist exakt der Zeitpunkt, wo mein aktueller Bewilligungszeitraum abläuft. Heute war das entsprechende Schreiben im Briefkasten.

Das heißt es sieht jetzt so aus:

Die erhöhten Kosten für Unterkunft sind bis 31.10.16 bewilligt. Da ich hier schon über 10 Jahre wohne, dürfte doch auch die 6-monatige Frist eine geeignetere Bleibe zu finden, greifen.

Weiterhin habe ich heute Post von der Hausbank des Erblassers erhalten, dass etwas Geld vererbt wurde und dies dem Finanzamt gemeldet wurde. Weiterhin habe ich einen Erbschein erhalten.
Bei dem "Vermögen" dürfte es sich abzüglich der Kosten für Beerdigung und alles damit zusammenhängende um ~2000€ handeln. Näheres erfahre ich dann wohl Montag beim Banktermin.
Wenn ich dieses Erbe jetzt beim Arbeitsamt melde, sobald ich darüber verfügen kann (es also als Gutschrift vorhanden ist, oder?) wird das Jobcenter mir eine Rechnung aufmachen wie ich das Geld verwenden muss.

Weiß jemand wie das gehandhabt wird?
Aktuell erhalte ich:
404€ Hartz4
540€ Wohnung (+Nebenkosten)

Bei 2000€ wären das zwei Monate bevor ich wieder in Hartz 4 falle oder rechnen die ganz anders?
Und wie sieht das mit der Frist zur Wohnungssuche dann aus, wenn ich effektiv 2 Monate kein Hartz4 Empfänger mehr bin?

Nachtrag: Wie weise ich eigentlich Wohnungssuche nach? Ich habe die Inserate aus Zeitungen hier und hebe die auch auf, aber gibt es da Besonderheiten?
 

Unterprivilegiert

Elo-User*in
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Nachtrag: Wie weise ich eigentlich Wohnungssuche nach? Ich habe die Inserate aus Zeitungen hier und hebe die auch auf, aber gibt es da Besonderheiten?

Zur Wohnungssuche gibt es noch ein massives Problem. Ich wohne auf dem flachen Land. Die Arge ist 17km weg. Von meiner aktuellen Wohnung kann ich zum Bahnhof laufen (ungefähr 2,5km). Aber die Kleinstadt ist arg weitläufig und ohne ÖPNV (außer Schulbus einmal 7 Uhr und einmal 17 Uhr). Wenn ich also eine Wohnung am Ende der Stadt fände, hätte ich es 5-6km zum Bahnhof ohne Auto/Fahrrad. Wäre das zumutbar um dann 80€-100€ weniger Miete zu zahlen?



Im Bezug bleiben wäre schon mal nicht schlecht. Heißt das, die ziehen einfach pauschal 333,33€ ab?
 
G

Gelöschtes Mitglied 4560

Gast
Eigenbeleg Jedes Zeitunglesen, jedes Internetgucken, jeden Anrufversuch bei einem Anbieter, jeder Besichtigungsversuch, jeder Cent zusätzliche Ausgabe... alles mögl. ausführlich in einer Liste. Mit dem neuen Bewilligungsabschnitt wird JC entweder die akt. KdU bestätigen oder eine Kostensenkungsaufforderung heraustun. Nur macht eine Kostensenkungsaufforderung so bald nach Zustimmung zur Übernahme des Mietvertrages wohl keinen Sinn. Auch für die Kosten des Erbantritts sollte eine Kosten- und Aufwandliste gefertigt werden. Diese Kosten senken den schlußendlich anrechenbaren Betrag. Ohne würdest Du de facto für die Einkommenserziehlung auch noch bestraft werden.
 
G

Gelöschtes Mitglied 4560

Gast
Große Liste: alle Kosten die ursächlich mit dem Todes/ Erbfall zusammenhängen. Auch Zeitaufwand für Ämtergänge usw. Kostenträger ist die Erbmasse. Angemessener Schmuck und Kosten für Rituale fallen der Erbmasse zur Last. Meckern darf hier ein Erbe. Dem Geschäftsführenden steht heir ein weiter Gestaltungsspielraum zu. Der jetzt meckernde Erbe hätte sich ja selbt kümmern können. Kürzung der KdU-Übernahme geht erst nach eienr Kostensenkungsaufforderung. Hier hat JC der Weiternutzung der akt. Wohnung zugestimmt. Kommt JC mit Kostensenkungsaufforderung ist das zumindest unmoralisch. In der Aufforderung ist ein Termin genannt und es werden Optionen bekanntgegeben. Ein Wohnungswechsel z.B. ist mit Kosten verbunden, die JC zu tragen haben dürfte. Kalkuliert man diese Kosten als SB ein, dann wird ein Umzug wg. 60 odr 100 € pro Monat pot. Einsparung bei Abgleich mit den örtl. Angemessenheitskriterien kaum kostendeckend sein können. Fängt bei der neuen Miethöhe an. Ob zum richtigen Zeitpunkt eine Unterkunft zu den von JC erhofften Max-Preis anmietbar ist, weis heute niemand. Eine Kostensenkungsaufforderung kann auch mit Mehrkosten für JC und den Kunden abschliessen. Das obwohl der Kunde nicht dauerhaft für den von JC geforderten Wohnungswechsel bestraft werden sollte.
 

Unterprivilegiert

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Ein Update.

Ich hatte heute einen Termin bei der Leistungsabteilung. Natürlich wollen sie den Kontostand vom Erhalt des "Einkommens" als gesamtes Anrechnen, aber ich sollte noch mal exakt ausführen welche Kosten angefangen sind.
Stand jetzt sind das 3700€ (Kontostand bei Überweisung durch die Bank)
abgegangen sind seitdem:
- Kosten fürs Grab
- Kosten für Grabschmuck
- Eine Mahnung an den Verstorbenen über irgendeine Bestellung aus dem Juni

Das mindert das Erbe um rund 700€, aber die Leistungsabteilung möchte gerne mit 3700€ rechnen. Für die neue WBA, die zum 31.10. fällig ist, habe ich eine ausführliche Kostenliste erstellt und die 3 Punkte oben mit einbezogen, da diese definitiv aus der Erbmasse abzuziehen sind (?) ebenso wie meine Fahrtkosten für Ämtergänge.

Positiv ist, dass ich frühestens zum 01.November mit einer Benachrichtung wegen falscher Wohnungsgröße rechnen muss und dann erst die 6 Monate Frist einsetzen wo ich die Kosten zu senken habe.
 
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