Hatte jemand schon Erfolg mit "Hausieren" - d.h. mit Initiativbewerbungen direkt vor Ort?

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Mona Lisa

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Hallo, Leute,

angesichts des Umzugs meiner Firma mit dem 12,5-fachen Verlängerung des Weges zur Arbeit und des schlechten Arbeitsklimas frage ich mich, ob ich nicht mit mit meiner Bewerbungsmappe "hausieren" gehen soll. Ich meine, daß ich persönlich zu den Firmen hingehe, frage, ob ich ein Gespräch haben oder meine Mappe abgeben kann.

Ich habe das schon mal vor langer Zeit ohne Erfolg gemacht. Allerdings bin ich mittlerweile von meinen erfolglosen "normalen" Bewerbungen so frustriert, daß ich andere Wege suche.

Telefonische Blindwerbungen tätige ich schon seit langem und hatte dadurch auch schon zwei unbefristete Jobs, die ich leider aus Krankheitsgründen verloren habe.

Hat "Hausieren gehen" überhaupt Sinn? Hat schon jemand damit Erfolg gehabt?

Vielen Dank für Antworten.

LG

Mona Lisa
 

HartzVerdient

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[...] frage ich mich, ob ich nicht mit mit meiner Bewerbungsmappe "hausieren" gehen soll.

In der heutigen Zeit fühlen sich Unternehmen eher genötigt und genervt, wenn jemand vor der Tür steht und nach Arbeit fragt. Allerdings kommt es auch stark auf die Branche an - denke ich. Baumschule und Reinigung, da kann ich mir das sicherlich noch vorstellen.
 

vidar

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Moin @Mona Lisa,

Mittlerweile ist es immer mehr üblich via Email einen Erstkontakt zu den potenziellen Arbeitgebern aufzunehmen. Suche die für dich relevante Firmen und sende denen eine Kurzbewerbung
mit deinen wichtigsten Daten deines (Berufs-) Werdegangs. Recherchiere vorab -ggf. telefonisch -, ob es eine gesonderte E-Mail-Adresse der Personalabteilung für Bewerbungen gibt. Wie eine Kurzbewerbung aussehen könnte, kannst du leicht selbst “ergockeln“. Über das Thema Foto wurdest du ja bereits in einem anderen deiner Thread hinreichend informiert
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Hallo!

Wenn man das nötige Selbstvertrauen und sichere Auftreten hat, warum nicht?

Ich bevorzugte damals den E-Mail-Kontakt mit Kurzbewerbung.

Die besten Erfahrungen hatte ich mit einem Stellengesuch bei der für meine Branche zuständigen Kammer. Da kamen ab und an interessante Kontakte zustande und die uninteressanten konnte ich ohne Konsequenzen ausortieren, da es ja anonym war.
 

Kerstin_K

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Ich denke, da kommt es wirklich darauf an, in welchem Berech man sucht.

Ich sah zum Beispiel gestern an einem Reataurant ein Schild, dass sie Teilzeitkräfte oder Minijobber zur Verstärkun des Teams suchen. Wenn man solch ein Schils sieht, warum sollte man dannn nicht direkt mal da rengehen und Interesse bekunden? Wenn dannn der Chef grad nicht da ist oder so, kann an ja eine Termin vereinbaren.
 

Mona Lisa

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Nein, es geht nicht um Schilder und Zettel, sondern um reine Blindbewerbungen.

Ich suche eine Bürotätigkeit, Branche ist mir im Prinzip egal. Notfalls auch eine Hilfstätigkeit, die nicht mit meinen gesundheitlichen Einschränkungen kollidiert.

LG

Mona Lisa
 

Kerstin_K

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Meinst Du dass Viele Firmen bei Ibäh ihre Kräfte suchen?

Büro finde ich schwoerig mit persönlich aufschlagen.

Mona Lisa, hst Du mal versucht jetzt was zu finden, wo bei vielen Firmwn mehr Arbeit Durch den Jahresabschluss ansteht? ISt natürlich eigentlich schonetwas spät, aber versuchen kann man es ja. Besonders, wenn Du gute Buchhaltungskenntnissse hast.
 

atasteofbunny

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Ich hatte mal eine Aktion gestartet, die in einem Karriereratgeber empfohlen wurde: Ziel waren 200 Initiativ-Bewerbungen innerhalb von 5 Wochen. Die Masse sollte es also machen. Ebenfalls im Bürobereich.

200 habe ich nicht geschafft, aber 149. Persönlich habe ich es nicht gemacht, sondern per Brief, telefonisch oder E-Mail. 9 Arbeitgeber hatten überhaupt Interesse, d. h. eine passende Stelle frei. 3 Vorstellungsgespräche. 1 Job, aaaaber befristet und keine besonders guten Arbeitsbedingungen, aber okay. Der Vertrag wurde nicht verlängert und nun bin ich genauso weit wie vorher.

Ich hatte allerdings eher sozialversicherungspflichtig gesucht, keinen Minijob. Vielleicht ist es da einfacher. Allgemein habe ich aber den Eindruck, dass der ganze Bürobereich völlig überlaufen ist. Und auch "nette" Minijobs heiß begehrt sind, gerade in Studentenstädten.
 

Mona Lisa

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@ Kerstin_K:

Leider habe ich keine Buchhaltungskenntnisse. Ich suche auch nichts für kurze Dauer, da ja schon einen Mini-Job habe. Dennoch vielen Dank für Deine Antwort.

@ tasteofbunny:

Auch Dir danke von mir.

Nein, ich suche keinen Mini-Job, sondern etwas, das mich weg vom ALG II bringt.

Ich war mal vor Urzeiten (vor Hartz IV) abgeschoben zu einem privaten Arbeitsvermittler. Der meinte, ich solle so 120 Inititativ-Kurzbewerbungen an Versicherungen in kurzer Zeit schreiben mit einem außergewöhnlichen Design. Ich erhielt keine einzige Rückmeldung.

Und in einer Universitätsstadt wohne ich auch noch. Es gibt viele Bürohelferstellen, wo ausdrücklich Studenten gesucht werden.

LG

Mona Lisa
 

Kerstin_K

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@ Kerstin_K:

Leider habe ich keine Buchhaltungskenntnisse. Ich suche auch nichts für kurze Dauer, da ja schon einen Mini-Job habe. Dennoch vielen Dank für Deine Antwort.

Naje, ich denke halt immer, dass an manchmal auch von einer befristetten Beschäftigung in einen DAuerjob reinrutschen kann.
 

Mona Lisa

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@ Kerstin_K

Du hast Recht. Ich habe selbst jahrelang Vertretungen gemacht und dann eine unbefristete Stelle ergattert in derselben Firma.

@ cibernauta

Ich habe mich dann auch umorientiert und dann noch einmal und noch einmal.

Weiterbildung ist wegen meiner kognitiven Probleme schwierig. Im nächsten Jahr stehen wieder neurologische Untersuchungen im Krankenhaus an.

@ erwerbsuchend

Nein, ich habe mich nicht auf Studentenjobs beworben, und da standen keine Begründungen, warum sie nur eingeschriebene Arbeitskräfte suchen.

LG

Mona Lisa
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Weiterbildung ist wegen meiner kognitiven Probleme schwierig. Im nächsten Jahr stehen wieder neurologische Untersuchungen im Krankenhaus an.

Ich denke, mit den Voraussetzungen sind Massenbewerbungen eher nicht zielführend. Da bräuchtest du Unterstützung.

Ich habe auch lange gebraucht, eine geeignete Stelle zu finden, aber es hat sich gelohnt, am Ball zu bleiben.

Das Leben ist halt nicht wie die Sonntagsquasselshows, wo man den Menschen vermittelt, dass Erwerbslose Aushilfsjobs für 12 - 13 € plus Zuschläge angeboten bekommen.

Ich kann dir nur Glück wünschen, denn das gehört auch immer dazu!
 

atasteofbunny

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Bei Studenten fallen niedrigere Lohnnebenkosten an, wenn sie unter 20 Stunden wöchentlich arbeiten.

@cibernauta: Darf ich fragen, wie lange du eine passende Stelle gesucht hast und über welche Umwege du es dann doch geschafft hast?
 

Mona Lisa

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Bei Studenten fallen niedrigere Lohnnebenkosten an, wenn sie unter 20 Stunden wöchentlich arbeiten.

Ah, wußte ich doch, daß es da eine Besonderheit für Studenten gibt.

@cibernauta: Darf ich fragen, wie lange du eine passende Stelle gesucht hast und über welche Umwege du es dann doch geschafft hast?

Das wüßte ich auch gerne. Ich hatte jetzt in vier Jahren vier Vorstellungsgespräche (zwei auf Anzeigen hin, zwei auf telefonische Blindbewerbungen hin).

Und dann schreibt die Blöd-Zeitung heute: Ich arbeite im Niedriglohnsektor und beziehe kein Hartz IV - bin ich ein ****? Oder so ähnlich.:icon_kotz2:

Es werden mal wieder die Schwachen gegen die noch Schwächeren gegeneinander ausgespielt.

LG

Mona Lisa
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Also insgesamt war ich über sieben Jahre erwerbslos oder teilweise geringfügig selbstständig tätig.

Ich habe in dieser Zeit eine Ausbildung bei einem Berufsförderungswerk gemacht. Danch wollte und konnte ich nur teilzeit arbeiten, was es nicht leichter machte, eine Stelle zu finden.

Ich habe mich beworben auf die wenigen Stellengesuche in Jobbörsen, Presse etc.
Die VV vom Amt waren meist für Stellen, auf die ich mich längst beworben hatte.
Ich habe Initiativbewerbungen an alle möglichen AG in der Umgebung geschickt, teilweise auch mehrfach, weil es soviele AG gar nicht gibt für meinen Beruf (technischer Zeichner).

Nebenbei hatte ich immer ein Stellengesuch bei der Kammer.
Dort gabe es Anfragen von interessierten AG, wovon eine dann schließlich auch zu einer Anstellung geführt hat.
Die ersten drei Monate hatte ich auf Wunsch des JC einen befristeten Vertrag, der Lohn wurde dem AG komplett erstattet. Beide Seiten sollten in der Zeit unverbindlich ausloten, ob es passt.

Danch gab es noch ein Jahr Eingliederungszuschüsse und einen unbefristeten Vertrag.
 

Kerstin_K

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Der befristete Vertrag war ja wohl mehr als ueberfluessig. Typisch JC, keine Ahnung und davon reichlich.
[>Posted via Mobile Device<]
 
G

Gelöschtes Mitglied 63650

Gast
Ich denke, das ist so vorgesehen bei dieser Eingliederungsmaßnahme. Für mich war das nur von Vorteil.
Ich hätte danach aufhören können, ohne eine Kündigung rechtfertigen zu müssen.

Die halbe Probezeit war damit auch abgegolten.

Insgesamt mal eine lobenswerte Aktion vom JC, weitgehend auf Augenhöhe und nicht das was man hier überwiegend hört mit Zwang und Bevormundung.

Die Schwierigkeit ist, erstmal einen AG zu finden und dabei gibt es keine Unterstützung.
 
Status

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