Hat mein Sohn eine Chance auf eine Pflegestufe?Er hat eine 100 GdB und hat die Merkzeichen G und H,er ist bettlägerig (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

DerBerti

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 Januar 2020
Beiträge
38
Bewertungen
9
Hallo liebes Forum
Ich weiß nicht, ob ich das Recht darauf habe, für meinen Sohn eine Pflegestufe zu beantragen.
Deswegen wende ich mich an Euch.

Sohn ist 1991 geboren.
Wohnt zuhause, möchte es auch so.
Liegt nur im Bett und guckt fernsehen, isst( seit 2015 fresssüchtig) oder schläft. Wiegt nun 120kg mittlerweile. Er ist soweit damit zufrieden, nicht depressiv, so ist es mit ihm mit der Zeit geworden, er hat halt nur eine andere Wahrnehmung, ein gesunder Mensch würde das langweilig finden, er jedoch chillt( könnte man meinen). Aber im Grunde kann er nichts wirklich selbständig.

Bis 2018 noch in Teilzeit gearbeitet in den Werkstätten, war aber die meiste Zeit krank geschrieben, er war lustlos, unmotiviert, nicht belastbar.
Deswegen nun Sozialhilfe.

Mittlerweile keine anderen sozialen Kontakte mehr, außer seine Eltern und Geschwister.

Auch kein Interesse.
Er duscht nur nach Aufforderung, ich muss alles aufräumen- er gibt sich Mühe, sieht aber nicht was sauber bedeutet, ich koche, wasche Wäsche, mache jeden Tag die verstopfte Toilette sauber, weil er immer unmengs an Klopapier verbraucht und kaum spült.

Er geht jetzt gar nicht mehr vor die Tür .

Es ist anstrengend.
Auch kann er seine Nägel nicht schneiden und geht nicht zum Friseur, dass ich mit der Maschine ran muss.
Ich kaufe Kleidung, erneuere sie.

Wegen ständiger Gewichtszunahme reißt sie oft.
Badet er, ist danach das Bad ein Schwimmbad.

&&&
Und dann sein Verhalten...es ist nicht einfach....


Ich bin sehr eingespannt .

Ob ich eine Pflegestufe beantragen könnte? Bin selber bald 49 Jahre und nur am schuften.
Etwas leichter wäre es mit mehr Geld.
Ggf Auto, Dusche einbauen...



Lg, derBerti
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
24.531
Bewertungen
16.483
Guten Tag @DerBerti und :welcome:

Bitte sei so freundlich und überlege Dir bitte eine aussagekräftigere Überschrift als wie "100GdB , mit H&G. Liegt nur Bett noch. Pflegestufe?"

Du hast noch circa 45 Minuten Zeit, die Themenüberschrift mit dem Button "Bearbeiten" zu ändern ...!

Am besten einen vollständigen Satz, verbunden mit einer Frage - soviel Zeit sollte sein. Ergänzend verweise ich dazu auf Forenregel 11. Du kannst deinen Beitrag insgesamt eine Stunde lang nach Erstellung bearbeiten, also jetzt noch gute 47 Minuten.

Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf ausreichend! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein zusammenhangloses Statement plus Abkürzungen rein ...

Im Editor der Überschrift findest du zudem auch den Hinweis:

Themen-Überschrift, bitte den Themeninhalt (nicht zu) kurz beschreiben ...

Schau bitte in diesen Link,
hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine

aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:

Überschriften (Thementitel) wenn ihr neue Themen erstellt

Ich bedanke mich für deine Mitarbeit und wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

DerBerti

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 Januar 2020
Beiträge
38
Bewertungen
9
Hallo

Schade, aber leider antwortet keiner anscheinend.
Wenn ich den Pflegerechner benutze, kommt Stufe 1 raus.

Es kann doch wohl nicht sein, dass das normal ist, dass ich meinen Sohn weiter täglich pflege, denn was soll es sonst sein und das nicht mal offiziell. Mit Entlastung, zumindest finanziell.

Sozialhilfe reicht da nicht, ich butter nur dazu.
Und ich kann auch nichts dafür, oder daran ändern, wie er sich verändert hat die letzte Zeit. Die Gesellschaft hat ihn immer nie akzeptiert, jetzt TUT ER ES GAR NICHT MEHR. ER WAR LANGE ZEIT AUF SUCHE NACH FREUNDSCHAFTEN, WURDE ABER NUR VERAR.....
Mir gefällt es ALLES nicht, es belastet, aber ich kann ihn nicht ins Behindertenheim.abschieben wo um 22 Uhr Licht aus ist und wo es Taschengeld gibt.
MACHT ES NUN SINN, DEN MDK EINZUSCHALTEN, oder nicht.
Das würde ich gerne wissen.
Er hat GdB wegen Wahrnehmungsstörung und niedrigem IQ.
Jetzt wendet er sich der Gesellschaft ab und macht es sich NETT-

Leider im BETT.
UND frust, äh frisst.

DerBerti
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
24.531
Bewertungen
16.483
Guten Tag DerBerti

Ob ich eine Pflegestufe beantragen könnte?
Ja du kannst einen Antrag stellen.

Zunächst noch eine Frage, du schreibst:

Sozialhilfe reicht da nicht, ich butter nur dazu.
Bekommst du auch soziale Leistung?

Bitte sei mal so nett und beantworte mal meine Frage, dann kann ich dir noch
weitere Hinweise schreiben, wie zum Beispiel zum Übergewicht von deinem Sohn und
Kleidung usw.
 

DerBerti

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 Januar 2020
Beiträge
38
Bewertungen
9
Hallo!

Nein, ich arbeite und habe ein ausreichend gutes Gehalt, jedoch denke ich, dass die Badewanne in eine Dusche zb umgebaut werden muss, da es immer eine Überschwemmung gibt sondergleichen nach dem Baden und die Fliesen auf dem Boden sind teils schon locker.
Auch passt mein Sohn nicht mehr ( wirklich) langsam darein.
Eine begehbare Dusche wäre am Sinnvollsten, diese Kosten aber zb kann ich nicht tragen, Hausverwaltung macht auch nichts.
Meine Frau und ich möchten gerne wohnen bleiben hier, ausziehen wegen einer Dusche wäre schade.

Zubuttern in dem Sinne tun wir, weil er deutlich mehr isst, wie er an Kostgeld abgibt, der Junge wird immer gefräßiger, ich nenne es mal so, wie es ist.
Auch plündert er nicht selten die Schränke.


Mein anderer Sohn wohnt noch hier, es ist nicht unbedingt gut so wie es ist, wenn die Küche deswegen abgeschlossen wird, abgesehen davon wird hier auch gerne Pizza bestellt, wer Essen will, kommt auch da ran, dazu bedarf es keinen Schrittes nach draußen.

Mein Problem ist, dass ich ungerne die MdK( ?) hier her bestelle.
Es ist mir peinlich alles.
Er liegt nur im Bett und ist dick, wird dicker.
Der Hausarzt weiß es, er kennt ja seine Geschichte.
Er ist erwachsen und darf auch das tun, was er will, selbst( fr)essen und Filme gucken.
Er genießt es vielleicht sogar ein bisschen, dass er nun nicht mal mehr Teilzeit arbeiten braucht.
Und den Tag zur Nacht macht.
Wenn ich von der Arbeit komme, dann steht er in etwa auf.
Verlangt ungeduscht nach Essen.
Das Zimmer stinkt.
Alles liegt rum.
Müll, Klamotten....

Wenn ich ihm nun erkläre, bzw meine Frau und ich, dass hier jemand her kommt, der diese Situation sich anschaut, weil geschaut wird, ob er ein Pflegefall ist, wird es ihn umso mehr bestärken in seinem Verhalten.
Zum anderen weiß ich nicht, wie ich dem MdK das alles beweisen sollte, dass er nur aufgefordert duscht und nicht kochen könnte, etc..
Oder motorisch gesehen zb seine Nägel nicht schneiden kann und jeden Tag die Toilette verstopft ist, weil er zu spät spült und fast eine halbe Rolle verbraucht während er da sitzt.
Man gut er hat seine eigenes Klo.
Gäste WC.

Danke


DerBerti
 

bondul

Elo-User*in
Mitglied seit
25 Mai 2019
Beiträge
430
Bewertungen
1.121
Der Hausarzt weiß es, er kennt ja seine Geschichte.
Wie du es hier beschreibst, wird es deinem Sohn nicht helfen, dass du für ihn lediglich mehr Geld auftreiben willst – er wird nur noch mehr (fr)essen, Filme gucken usw. Der Mann braucht professionelle Hilfe, der Hausarzt wird diese kaum leisten können.

Ich schlage dir vor, die Situation einmal einem Sozialpsychiatrischen Dienst zu schildern, die machen auch Hausbesuche, und mit diesem gemeinsam zu überlegen, wie deinem Sohn geholfen werden kann.

lg, bondul
 

Seepferdchen 2010

Super-Moderation
Mitglied seit
19 November 2010
Beiträge
24.531
Bewertungen
16.483
Hmmm @DerBerti ...............

Er hat GdB wegen Wahrnehmungsstörung und niedrigem IQ.
Hast du auch schon mal daran gedacht den Sozialpsychiatrischen Dienst in deiner Stadt
aufzusuchen?

Zubuttern in dem Sinne tun wir, weil er deutlich mehr isst, wie er an Kostgeld abgibt, der Junge wird immer gefräßiger,
Meinst du mit dem Kostgeld die Sozialhilfe die dein Sohn bekommt also 432€ plus anteilig Miete, wird das
auf seinem Konto überwiesen oder auf dein Konto, meine Frage daher, du schreibst dein Sohn verlässt kaum das Bett usw.

Mein Problem ist, dass ich ungerne die MdK( ?) hier her bestelle.
Nur anders ist es leider nicht möglich und zum Antrag bitte noch ein ärztliches Attest vom behandelnen Arzt.

Es ist mir peinlich alles.
Das muß dir nicht peinlich sein, diese Erkrankung von deinem Sohn, er und auch du bzw. deine Frau ihr braucht eine
Unterstützung, da hilft das es dir unangenehm ist nicht weiter.

Er genießt es vielleicht sogar ein bisschen, dass er nun nicht mal mehr Teilzeit arbeiten braucht.
War er in einer Behinderten-Werkstatt?

Wenn ich ihm nun erkläre, bzw meine Frau und ich, dass hier jemand her kommt, der diese Situation sich anschaut, weil geschaut wird, ob er ein Pflegefall ist, wird es ihn umso mehr bestärken in seinem Verhalten.
Darum mein Hinweis zum Sozialpsychiatrischen Dienst und es wäre gut wenn ein Neurologe noch hinzugezogen wird.
 

DerBerti

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 Januar 2020
Beiträge
38
Bewertungen
9
Ja, er war in einer Behindertenwerkstatt tätig.
Zuerst mochte er da gerne hin, zumal er vorher auf dem ersten Arbeitsmarkt scheiterte.
Das ist so gewesen, man sah es ihm ( zumindest früher) nicht an, oder bemerkte es, dass er ein "besonderes Kind" ist mit Defiziten.
Erst wenn man tiefere Gespräche führt mit ihm, war sein Handicap zu merken, oder wenn er Aufgaben bekam zb im Praktikum von der damaligen Sonderschule aus, fiel es auf, dass er sich nur die Hälfte merkte.
Das mündete darin, dass er nicht selten unterstellt bekam, dass er DAS mit Absicht täte.
Dann machte er bei den Werkstätten ein Praktikum.
Dort waren alle nett und es gefiel ihm, er merkte schnell, da sind auch andere Leute mit Handicaps, auch Mädels, denen man DAS nicht gleich ansah.
Aber vorerst versuchte er es noch mit Maßnahmen und begleitender Ausbildung( Gärtner).
Aber er schaffte es nicht. Er konnte sich nicht alles so merken, wie es hätte sein sollen.
Dann Werkstatt.
Es lief soweit ganz gut, er fing dann dort an zu arbeiten und bekam zusätzlich zu seinen Satz Mehrbedarf und auch Miete für seine Zimmer.
Aber sein Umfeld, die Jungs aus den Maßnahmen -Zeiten, redeten ihm ein, dass das einfach nur ein Ausgenutze da sei, dafür würden die nicht aufstehen: paar Euro mehr wegen Werkstattlohn.
Er hing mit den Leuten ab, wollte dazu gehören, und trank mal|Drogen, dann ging auch das Gefresse los irgendwie.
Mit Mädels war auch nichts mehr, er fühlte sich verar.... von denen, er wollte was Festes, aber Die nicht^^.
Er ging immer weniger zur Arbeit, ließ sich krank schreiben, später zog er sich auch von seinen "Kumpels" zurück, dann sagte die Leiterin der Werkstatt zu ihm, er bekommt sein Geld in gewohnter Höhe auch weiter, wenn er da nicht mehr hin geht.
Das hörte er sehr gerne.
Endlich nicht mehr krank schreiben lassen.

Tja, nun ist es so wie beschrieben.
Er macht es sich nett daheim.
Mit Sky, Netflix, Fressen.

Sonst macht er nix.
Wir heben ihm sein Geld ab.
Regeln alles.


Er sagt, schmeiss mich doch raus...

Aber das ist nur seine Wut.
Bloss Freunde die ihn akzeptieren, kann ich nicht bei amazon bestellen.
Und er hat auch Recht, bislang hatte er nie wirkliche, wahre Freunde.

Vielleicht wenn er Geld hatte.
Oder zum saufen.

Entschuldige für den Roman, es musste raus.

Ich denke eine Behinderteneinrichtung wäre das Schlimmste für ihn, auch will er zuhause bleiben.

Er war einmal in der Psychatrie.
Weil ihm seine tollen Freunde Koks gaben.
War lustig für die, ein Behinderter auf Koks.
Die haben ihn gesehen,Psychologe|Arzt KH, s e i n e n Zustand, aber er wollte nach Hause zwei Tage später und das darf er auch, entmündigt ist er ja nicht.


Habe schon versucht gehabt, sein Betreuer zu sein.
War mit ihm im Rathaus vorletztes Jahr.

Wurde abgelehnt.
Er hätte ein Recht auf Verwahrlosung wurde gesagt.
Und er wäre nicht behindert genug.

100 GdB & H& G
Aha.
Nun sieht man es ja, was daraus geworden ist.

Besser ist es nicht.

DerBerti
 

DerBerti

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 Januar 2020
Beiträge
38
Bewertungen
9
P.S.

Er müsste es auch wollen, dass ihm geholfen wird.
Würde der Sozialpädagogische Dienst hier auftauchen, würde er nur wütend werden.
Man darf ihn zu nichts zwingen, Das weiss er sehr wohl.
Nicht mal zum arbeiten.

Er würde die raus schmeißen und dicht machen.

Deswegen muss ich mir das auch gut überlegen mit dem MdK.
Ich pflege ihn ja , was ist es denn?

Und da denke ich, würde er einlenken und es verstehen, dass ich das auch bezahlt bekommen möchte, zumindest das!

Und Dusche einbauen..
Lg, derBerti
 

Ines2003

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 April 2013
Beiträge
1.418
Bewertungen
436
Hallo,

das Ganze klingt für mich als ob dein Sohn eine schwere Soziale Phobie entwickelt hat, ich habe diese auch und seit 2010 in Behandlung.
Eins muss dir aber Bewusst sein, dein Sohn kommt aus dieser nur heraus, wenn er selber aktiv wird.
Es ist schwer, das weiß ich, bin auch in einer Selbsthilfegruppe und weiß daher wie lange der Prozess ist, sich zu überwinden in die Gruppe zu gehen.
Zuallererst muss dein Sohn sich aber Psychiatrische und Psychologische Hilfe suchen, ohne diesen geht das mit.
Wenn du einen Pflegegraf beantragt Trift der MDK neben der beantragten Leistung auch Aussagen darüber treffen, wie die Gesundheit verbessert werden kann, nämlich anhand von Therapien usw.
Nur mit dem Auszahlen des Pflegegeldes ist es nicht getan, die Ursache muss angegangen werden, das mit der MDK bei der Begutachtung genauso sehen.
Wenn Interesse am einer Selbsthilfegruppe besteht, melde dich einfach, ich habe ein paar Kontakte im Bundesgebiet.
 

saurbier

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2013
Beiträge
5.110
Bewertungen
7.837
Du solltest dir vielleicht zuerst einmal selbst die Frage stellen wie lange du das noch (gesundheitlich) mitmachen kannst, denn so wie du das hier ja schilderst gestaltet dein Kind sein Leben ja auf deine Kosten - fordergründig mal deiner Gesundheit - und die dürfte irgend wann am Ende angelangt sein.

Frage dich dann mal, was mit ihm danach wohl geschieht, wenn du nicht mehr kannst.

Ich hab da meine Zweifel das dein Kind von sich aus bereit sein dürfte an seinem derzeit doch bequemen Leben etwas zu ändern, solange du ihm alles hinterher trägst.

Zuviel nachsicht und liebe kann so manches mal leider auch ins Gegenteil umschlagen.

Wenn jemand die Toilette verstopft, daß Bad geflutet verläßt, dann dürfte da doch was im argen liegen, zumal er ja früher dazu offensichtlich noch nicht neigte wenn er sogar in einer Behindertenwerkstätte tätig war, oder. Wer er jetzt meint er braucht sich nicht helfen zu lassen, ja warum hilft du ihm denn immer wieder aufs neue und trägst im alles hinterher. Man könnte aus deinen Ausführungen schon den Eindruck gewinnen, daß du an den derzeitigen Umständen ja nicht ganz maßlos beteiligt warst/bist und selbst dringend hilfe benötigst, vielleicht wie Ines2003 erwähnt durch eine Selbsthilfegruppe.
 

HermineL

Super-Moderation
Mitglied seit
4 September 2017
Beiträge
4.642
Bewertungen
15.301
Mag zwar hart klingen aber der "Junior" ist volljährig und ich würde den vor die Tür setzen. Außerdem würde es sich anbieten hier aufgrund der offensichtlichen psychischen Problem eine Betreuung zu beantragen.
Einen Pflegefall sehe ich hier nicht weil er nicht wirklich körperlich krank ist und ob die Psyche dafür alleine ausreichend ist bezweifel ich doch arg. Ganz abgesehen davon sehe ich nicht den Sinn darin denn was soll eine Pflegedienst mit ihm anfangen ?
 

saurbier

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2013
Beiträge
5.110
Bewertungen
7.837
Nun da stimme ich dir anhand der bisherigen Aussagen von DerBerti schon zu.

Mir scheint der DerBerti bereits durch die sich ergebenden Umstände selbst aufgerieben am Stock zu laufen und das ist schlimm genug. Hier scheint es wie bei vielen Eltern halt auch so zu sein, sich fürs Kind halt aufzureiben (was keineswegs verwerflich ist) ohne selbst zu bemerken wie kaputt man sich damit macht, aber auch ohne selbst merken zu wollen das es durchaus anders gehen könnte.

Den ersten Aussagen war ja zu entnehmen das der "Junior" ja früher durchaus nicht schlecht in der Behindertenwerkstätte aufgehoben war und das sich das dann durch die Sprüche anderer Teilnehmer wie - umsonst arbeiten, kann man auch zuhause bleiben etc. - gedreht hat. Also scheint hier doch ein gewisser Sinneswandel weniger aufgrund der psychischen Pobleme als eher der eigenen Einstellung eingetreten zu sein. Genau dem hätte DerBerti aber einen Riegel vorschieben müssen, was eben nicht geschah und nun läßt sich der "Junior" es auf DerBerti kosten halt gut gehen.

Ich frage mich da auch was bitte der Pflegedienst hier sichern soll, wenn jemand die Toilette verstopft oder das Bad mit seinen exzessiven Bädern flutet oder sich dermaßen voll stopft das die Hosen platzen. Ohne jemanden der aller hinterher trägt bzw. die Vorräte auffüllt klappt das mal nicht und genau den dummen hat der "Junior" ja gefunden. Sorry aber ich hab in meiner Nachbarschaft auch einen derart behinderten jungen wohnen, da läuft es aber ganz anders. Der Pflegedienst ist mal nicht die häusliche Reinigungskraft.

Ganz hart gesagt, wäre hier eine WG-Unterkunft für "Junior" angebracht, welche Psychologisch bzw. Psychiatrisch betreut wird, ob ihm das jetzt schmeckt oder nicht.
 

DerBerti

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 Januar 2020
Beiträge
38
Bewertungen
9
Hallo

Danke für Eure Eindrücke und Reaktionen.
Die werde ich mal sacken lassen.
Er gibt hier Geld ab für Essen, aber man steuert halt doch was dazu oft.

Also das Hauptproblem ist, ich kann es nicht unterscheiden, was er mit Absicht macht, oder weil er behindert ist.

Das Bad war früher nicht so überschwemmt, da war er auch nicht so dick.
Und früher auch nicht so oft auf Klo, das kam da auch nie vor mit dem Verstopfen.

Ja, es nervt, bevor ich zur Arbeit fahre, entstopfe ich das Klo, damit meine Frau das nicht auch noch tun muss.

Also so beginnt keiner gerne den Tag.

Ja, seine Freunde(?) haben ihn dazu verleitet, da nicht mehr hinzugehen für das bisschen Geld.
Das war der größte Fehler, denn nun hat er nichts mehr vor.
Er sagte mal, stecke ich ihn in ein Behindertenheim läuft er weg.
Lasse ich alleine wohnen mit Betreuung, ( die dann möglich wäre sagte die Dame vom Rathaus), dann kommen die "Freunde" zum saufen.

Er hat keine Phobie vor Menschen.
Braucht sie aber auch nicht.
Haben ihn eh enttäuscht.
Sagt er.

Lg, derBerti
 

DerBerti

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 Januar 2020
Beiträge
38
Bewertungen
9
Hallo saurbier

Pflegedienst will ich nicht, eine Pflegestufe wäre aber von Vorteil, unabhängig davon, ob er bei mir wohnt, oder irgendwann alleine,
( was durchaus möglich ist, denn auch meine Kraft geht eines Tages aus- oder der Sinn?),
dann wird er ggf ins seiner Wohnung weiter gepflegt.
Warum machen wir das alles mit?
Sind wir doof, lassen uns ausnutzen, blenden?

Nenne mir mal den Unterschied zwischen einem dummen -, dreisten und behindertem Menschen.
Man kann es nicht immer wissen, warum er was tut, ob es Absicht ist oder nicht.
Vergisst er das Spülen auf Klo , oder ist es ihm egal und die Rolle wird leerer.
Kann er nicht sehen was aufgeräumt bedeutet, oder hat er keine Lust.
Sind 120€ denn viel an Werkstattlohn und Motivation ganztags zu arbeiten( dann 70 € halbtags)?
Hat er gute Erfahrungen gemacht mit Menschen, oder überwiegend Schlechte und hat er dann das Recht sich zurück zu ziehen, oder nicht?
Ich weiß nicht was richtig ist.
Mein Gefühl sagt mir, er ist traurig und enttäuscht.
Von der Gesellschaft.
Behinderte werden nicht immer fair behandelt.
Vielleicht wollen meine Frau und ich das unbewusst gut machen, ihn nicht auch noch enttäuschen.
Ja, das führt dazu, dass er noch dicker wird und bald krank, zb Diabetes.
Aber wenn er alleine wohnt, dann liegt er doch da auch nur rum ...was wird dann anders...

?
Und in einer WG gibt es Regeln.
Er hält sich da nicht dran.

Lg derBerti
 
Zuletzt bearbeitet:

HermineL

Super-Moderation
Mitglied seit
4 September 2017
Beiträge
4.642
Bewertungen
15.301
Pflegedienst will ich nicht, eine Pflegestufe wäre aber von Vorteil,
Wofür bitte wäre diese von Vorteil wenn nicht für den Pflegedienst ?
Wenn du nur auf das finanzielle abzielst so wird dir das auch nicht bei der Belastung helfen. Dir sollte klar sein das ihr euch damit selber kaputt macht und dringend Hilfe von außen braucht. Eine Pflegestufen ist da nicht wirklich zielführend und ich habe Zweifel ob der Gutachter euch diese zusprechen würde.

Ja, das führt dazu, dass er noch dicker wird und bald krank, zb Diabetes.
Aber wenn er alleine wohnt, dann liegt er doch da auch nur rum ...was wird dann anders...
Alleine wohnen ist aktuell auch nicht zielführend. Was er bräuchte wäre eine stationäre Aufnahme um eine psychische Betreuung rund um die Uhr zu gewährleisten. Dies solange bis es sich wieder entsprechend bessert und er sich nicht mehr gehen lässt.
 

DerBerti

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 Januar 2020
Beiträge
38
Bewertungen
9
Hallo HermineL

Er sieht sich selbst nicht als psychisch krank an.
Ich habe schon geschrieben, er war in der Psychatrie.
Er hatte von seinen Freunden Kokain bekommen und war zuhause durchgedreht.
Dann kam er dahin, blieb nur bis zum Wochenende, er hat schnell geschnallt, dass er dort gehen kann wann er möchte, freiwilliger Aufenthalt.
Das tat er
und -er würde nie freiwillig in ein Krankenhaus oder Psychatrie gehen.
Zwingen geht nicht.

WG auch nicht, er hält sich an keine Regeln, bewusst oder unbewusst ist nicht immer zu unterscheiden.

Lg derBerti
 

DerBerti

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 Januar 2020
Beiträge
38
Bewertungen
9
P.S.
Das müsste dann mit Zwangseinweisung laufen.
Er ist sehr stur.
Das ist heutzutage nicht mehr so einfach das durchzubekommen, es sei denn, er ist eine Gefahr für Andere.

Ist er ja nicht.
Steht sich nur selbst im Weg.
Irgendwann kam der Punkt, wo er aufgegeben hat.

Wird dieser Punkt auf einer Station, auch nachhaltig gesehen, aufgearbeitet und behoben?
Was ist dann?
Arbeiten, Freunde|in, mitten im Leben stehen?

Lg derBerti
 

wheelie

Elo-User*in
Mitglied seit
10 Juni 2015
Beiträge
198
Bewertungen
390
Moin,

es ist ja im Grunde eine Behinderung, und noch auf jeden Fall irgendwie süchtiges Verhalten dazu, denn 120 kg bringt man ja nicht "einfach so " zusammen. Bei süchtigen Menschen wird immer geraten, klare Grenzen zu setzen. Wäre er, jetzt körperlich und intelektuell gesehen, in der Lage selber einzukaufen mit zugeteiltem Geld? Dass Ihr quasi "nur" noch eine Grundversorgung macht mit dem, was zum Leben gebraucht wird, und was er mehr möchte, darum muss er sich selber kümmern, und wenn das Geld alle ist, ist Schluß.

Ich weiß von vielen, dass es wirklich Leidensdruck geben muss, damit sich etwas ändert, und solange ihr alles für ihn macht, wird es keinen Leidensdruck geben.

Ich könnte mir schon vorstellen, dass für Pflegegrad entschieden wird, aber ich könnte mir auch vorstellen, dass der MdK fest stellen könnte, dass die Pflege nicht ausreichend gewährleistet ist. Das ist jetzt absolut nicht gegen Euch als Eltern, ihr tut das beste, was Ihr tun könnt, und wahrscheinlich noch viel mehr, als ihr könnt, und von daher sehe ich es auch als ganz wichtig an, dass Ihr als Eltern auch Hilfe bekommt, und der Sohnemann klare Grenzen mit Konsequenzen.

Ist denn mal eine Diagnostik gelaufen, wie genau er eingeschränkt ist? Hat er auch autistische Züge oder so etwas? Hat er Wahrnehmungsstörungen, Störungen im Merken (Langzeit, Mittel oder Kurzzeitgedächtnis?). Vielleicht wäre da auch noch ein Weg, genauer zu schauen, was er kann oder auch nicht?

Tendenziell habe ich auch das Gefühl, dass eine Einrichtung gut wäre, die zu seinem Behinderungsbild passt und klare Regeln hat.

Übrigens kann Selbstgefährdung unter bestimmten Umständen durchaus auch ein Grund sein, dass jemand geschlossen untergebracht wird, nicht unbedingt in der Psychiatrie, aber evtl in einer Einrichtung.

Das einfach als Gedanken, wohl wissend, wie schwierig das für Euch alles sein muss. Ein anderer Gedanke noch, kennst Du das Forum rehakids? Das wäre evtl auch noch eine Anlaufstelle, da sind sehr viele Eltern auch mit erwachsenen behinderten Kindern, die teils sehr ähnliche Sorgen haben und sehr viele verschiedene Wege ausprobiert haben. Ich könnte mir vorstellen, dass da auch noch die ein oder andere Idee kommt.

Gut, dass Du überhaupt anfängst, Dich auseinanderzusetzen und Wege zu suchen!

Lg wheelie
 

DerBerti

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 Januar 2020
Beiträge
38
Bewertungen
9
Hallo wheeli


Danke für deine einfühlsame Antwort.
Ich glaube heraus zu lesen, dass Du denkst, wir meinen es gut, aber er wäre woanders besser aufgehoben.
Das sehe ich auch so teils teils, -
würde es eine derartige, geschlossene Einrichtung denn geben, die übergewichtige Behinderte aufnimmt.
Wo er sein Zimmer hätte, eigenes Geld und Privatsphäre.
Und Kontakt zu uns , denn er braucht auch Liebe und nicht nur Fürsorge.

Aber was soll er da lernen?
Er kann einkaufen , das hat er früher noch ab und an gemacht für mich mal und früher war er auch mal im Fußballverein- bis die Anderen ihn mobbten, Kinder sind grausam.
Er war auch kein schlechter Sonderschüler, hat sogar Vorlesewettbewerbe gewonnen.
Aber diese Wahrnehmungsstörungen kommen einfach hin und wieder durch und dann ist es, als wäre er ganz weit weg, verträumt und hört nicht aufmerksam zu.
Das fällt besonders im ersten Arbeitsmarkt auf.
Man sagt was und es kommt nicht ganz an.
Ergotherapie und zwei Jahre Langzeittherapie in einer Schule für geistig Behinderte, vor der Sonderschule, brachten etwas Besserung, aber niemals Heilung.
Meines Erachtens nach waren die besagten "Freunde" an seinem Untergang beteiligt. Nicht Die nur, sondern sein Wunsch Freunde zu haben.
Er wollte dazu gehören, leider falscher Umgang.
Aber er war zu rebellisch um auf uns zu hören, das gab ihm den Rest, das Gesaufe usw..
Wie es dann weiter ging habe ich zuvor beschrieben.
Nun ist er einsam und zieht sich ganz zurück.
Wenn ich ihn jetzt in eine Einrichtung stecken würde, sollte es eine geben was ich nicht glaube ( Geschlossene)
würde ich ihm dann seine letzte Sache nehmen die ihm geblieben ist, ein selbstbestimmtes Leben mit Netflix , Sky , PC, "gutes Essen" ^^, eigenes Geld, Freiheit( wenn er will- raus und wohin und wielange er will?

Der Hausarzt hatte für die Kasse ein Gutachten u.a. aufgesetzt, dass mein Sohn nicht in der Lage ist, wegen "geringer Belastbarkeit", zu arbeiten, also auch nicht halbtags. Jetzt hat er eh Sozialhilfe und wird auch nicht mehr arbeiten.
Weil es finanziell nicht wirklich was ändern würde.

Ich glaube es gibt viele Menschen, die 30 kg Übergewicht haben, Handicaps, oder ungerne arbeiten- wenn nichts raus springt.

Was soll mein Sohn lernen?
Was soll ich ihm sagen, warum muss er weg| Einrichtung.
Welcher Vorteil?
Lg derBerti
 

wheelie

Elo-User*in
Mitglied seit
10 Juni 2015
Beiträge
198
Bewertungen
390
Ich denke, für ihn wird es derzeit wenig sichtbare Vorteile haben, und das ist ja auch genau das Problem.

Lernen... Konsequenzen von Verhalten, Regulierung von Suchtverhalten/ Vermeidungsverhalten/ Angst etc., beobachtet werden von Menschen, die bei guter Wahl der Einrichtung Ahnung haben, auch über Tellerränder schauen, was da evtl noch mit rein spielt? Bei Mobbing- evtl Posttraumatische Belastungsstörung...

Erwachsen werden- also abnabeln von den Eltern, auf eigenen Füßen stehen etc., evtl ja später doch wieder in einer Werkstatt arbeiten, weil es vielleicht doch schöner ist, etwas am Tag zu machen, ihn zu strukturieren? Vielleicht abnehmen, weil nicht mehr alles zur Verfügung steht, und durch weniger Gewicht auch wieder mehr Aktivität haben.

Quasi ein einfühlsamer, aber doch fester Rahmen, und ich kann mir schon vorstellen, dass es so etwas gibt, und es da auch Möglichkeiten gibt. Dazu bin ich im einzelnen dann aber doch überfragt, kann Dir da nur nochmal die rehakids empfehlen, weil das wirklich Eltern sind, die das selber durch haben. Ich habe eher im Laufe meines Berufes mit vielen Kindern mit unterschiedlichsten Problemen zu tun gehabt, und durch andere Facetten auch viele Kontakte gehabt zu den unterschiedlichsten Einrichtungen, die, richtig gewählt, wirklich sehr viel bewirken können.

Ich denke, dass es dafür aber wichtig wäre zu klären, ob bzw. was für weitere Störungen da noch mit hineinspielen.

Übrigens ist mir in der Aufzählung der Merkzeichen aufgefallen, dass Du das H erwähnst, aber nicht das B. Wenn das so ist- und irgendwann eine Überprüfung ansteht, wäre es eine Überlegung wert, das explizit mit zu beantragen. Denn wer hilflos ist, kann sich nicht ohne Begleitung im Straßenverkehr und öffentlichen Personennahverkehr bewegen. Daher dürfte eine Begleitperson kostenlos mitfahren. Lohnt sich natürlich nur, wenn das später mal auch öfter genutzt wird, aber das noch als Tipp am Rande.

Und was Du ihm sagen sollst, warum er weg muss? Weil es für Euch so nicht mehr geht. Weil ihr auf dem Zahnfleisch geht und wollt, dass es für ihn eine Lösung gibt, die ihr gemeinsam sucht, und nicht eine, die es ad hoc geben muss, weil ihr nicht mehr könnt. Alternativ für den Anfang eben wirklich vom Pflegegeld einen Dienst kommen lassen, der Euch vieles abnimmt. Ich denke nämlich auch sehr, dass Geld Euch eigentlich nicht hilft.

Solltet Ihr im Eigentum wohnen, wäre ein Badumbau unter Umständen auch nicht vom Pflegegrad abhängig, für den Umbau behindertengerechter bzw. seniorengerechter Wohnungen gibt es bundesweit und landesweit jeweils Zuschüsse, da kannst Du mal schauen. Bei Mietwohnungen geht sowas auch, dann muss der Vermieter das aber beantragen und dann über einige Jahre sich an Regeln halten, was die Mieter betrifft (es müssen halt MIeter aus der Zielgruppe sein, soweit ich weiß, dürftet ihr aber wohnen bleiben, sollte Sohnemann ausziehen).

Auf jeden Fall würde ich Euch raten, externe Hilfe zu holen, am besten von MdK UND Sozialpsychiatrischem Dienst/ Gesundheitsamt, allein, damit Ihr beiden Eltern wieder ein lebenswertes Leben leben könnt. Und auch, damit Eurem Sohn geholfen werden kann, denn ich bin mir sicher, dass da ganz viel gehen kann, wenn er an der richtigen Stelle ist.

Lg und viel Glück

wheelie
 

Susanne42

Elo-User*in
Mitglied seit
26 Oktober 2018
Beiträge
328
Bewertungen
247
Aus Erfahrungen mit meinem Nachbarn kann ich dir sagen, das es auf jeden Fall Hilfe vom sozialpsychatrischen Dienst gib. Außerdem solltet ihr dringend über eine zumindestens Tagesstätte für psychisch Behinderte nachdenken. Er braucht ja Struktur. Da hilft euch auch der sozialpsychatrischen Dienst.
 

Woodruff

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
25 Juni 2006
Beiträge
2.551
Bewertungen
973
Hallo berti,

Aus Erfahrungen mit meinem Nachbarn kann ich dir sagen, das es auf jeden Fall Hilfe vom sozialpsychatrischen Dienst gib. Außerdem solltet ihr dringend über eine zumindestens Tagesstätte für psychisch Behinderte nachdenken. Er braucht ja Struktur. Da hilft euch auch der sozialpsychatrischen Dienst.
Du kannst auch beim sozialpsychiatrischen Dienst anrufen und die Situation so schildern, wie Du es hier tust. So kannst Du mal ganz unabhängig eine kompetente Meinung dazu hören (bekommt so Dein Sohn ja nicht mit).

Die Mitarbeiter dort unterliegen natürlich der Schweigepflicht, geht glaube ich auch anonym.
 

DerBerti

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
27 Januar 2020
Beiträge
38
Bewertungen
9
Danke für die Tipps.

Wie gesagt, er lehnt die Behinderten ab in der Werkstatt, er sagte immer, er gehöre nicht dazu. Das einzig Gute fand er war, dass die Betreuer nett waren zu ihm und er mochte das Essen dort.
Angefreundet hatte er sich da mit Keinem, es blieb nur Kontakt zu den Jungs aus den Maßnahmen, Schulzeit, aber da auch nur in Verbindung mit Treffen " um einen drauf zu machen".

Was wahre Freundschaft bedeutet, hat er nur in der Grundschulzeit erfahren.
Einfach zusammen sein und das gerne, weil man sich mag, ohne Substanzmittelgebrauch.

Die von den Werkstätten haben verschiedene Wohngruppen.
Je nach Art der Behinderung, wirklich alles, Betreute, Trainingswohnungen, WG mit Betreuung( auch NUR AMBULANT) auch ein Heim wo es Taschengeld gibt von 70€ im Monat( das wäre eine Katastrophe).

Das Problem wird sein, er wird nie mit den Behinderten zusammen leben wollen.
Oder an Unternehmungen teilnehmen.
Er ist bald 30 Jahre und will, trotz allem, ein normales ( in seinen Augen) Leben führen.

Er müsste schon gezwungen werden, in eine derartige Unterbringung gesteckt zu werden, mit Logik kommt man bei ihm nicht weit.

Er wird auch mit dem S.Dienst nicht sprechen, weil er weiß, er muss es nicht.

Als er damals in der Psychatrie war, habe ich fast schon darum gebettelt, dass sie ihn mal da behalten.
Die haben gesagt, die sind keine Auffangstation.
Nur wenn er eine Gefahr für Andere ist, dürfen die ihn da behalten, so ist das Gesetz in Deutschland.

Mein Sohn wird an nichts teilnehmen, irgendwo hinziehen zu Behinderten, sich an Regeln halten die für kleine Kinder sind mit 30 Jahren bald( in seinen Augen) und wenn er alleine wohnen würde, dann kommt der Pizzadienst eben da hin und die tollen Freunde stehen auf der Matte.

Von daher bleiben wir nur als Eltern übrig, die ihn etwas unter Kontrolle noch haben, denn wenn er wieder Substanzen nimmt, reagiert er als Behinderter fatal drauf.
Er macht in dieser Sache, Substanzmittelgebrauch in Kontakt mit den Jungs von früher, gar nichts mehr.
Das ist das einzig Positive.

Er ist ruhig und umgänglich.
Aber mutiert tatsächlich zum Pflegefall, weil er sich hängen lässt.

Wenn er alleine wohnt, haben wir es nicht einfacher, sondern noch schwerer, da wir eh zu ihm fahren und ihn betreuen.
Einsperren kann man in Deutschland niemand einfach so.

Wenn es so sein sollte, dass er eine Pflegestufe bekommen könnte, hätte ich zumindest eine Haushaltshilfe und könnte vielleicht im Reihenhaus wohnen und er oben und ich unten, dann wäre zumindest Abstand mal da.
Und eine Dusche , begehbar, das wäre grandios.
Am besten noch eine Toilette mit Selbstreinigung :)


Lg derBerti
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Ja, ich werde anrufen, mich dann melden, lg derBerti
 

Woodruff

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
25 Juni 2006
Beiträge
2.551
Bewertungen
973
Was spricht gegen eine unverbindliche telefonische Beratung des SPI???
 
Oben Unten