Hat man nach Unternehmensaufgabe Anspruch auf ALG?

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melissa

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Mein Bekannter hat gestern seine Ich AG ( nach ca. 1,5 Jahren) beendet aus gesundheitlichen Gründen. Nun war er beim Arbeitsamt weil er seinen Restanspruch von 4 Monaten geltend machen wollte. Dort sagte man ihm das er keinen Anspruch drauf hätte da er krankgeschrieben sei!!?? Er sei ja dann nicht zu vermitteln hieß es!! Er solle harz 4 beantragen.

Kann mir jemand sagen ob das so rechtens ist??? Er hat ja noch 4 Monate Restanspruch!?!
 
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Arco

Gast
melissa meinte:
Mein Bekannter hat gestern seine Ich AG ( nach ca. 1,5 Jahren) beendet aus gesundheitlichen Gründen. Nun war er beim Arbeitsamt weil er seinen Restanspruch von 4 Monaten geltend machen wollte. Dort sagte man ihm das er keinen Anspruch drauf hätte da er krankgeschrieben sei!!?? Er sei ja dann nicht zu vermitteln hieß es!! Er solle harz 4 beantragen.

Kann mir jemand sagen ob das so rechtens ist??? Er hat ja noch 4 Monate Restanspruch!?!

.. wenn der Bekannte AU geschrieben ist bekommt er eigentlich im Normalfall anstatt Alg1 in der Zeit Krankengeld.

Nach Beendigung der AU könnte er dann die restlichen 4 Monate Alg1 bekommen müssen.

Sollte es so sein das er keinen Anspruch auf Krankengeld hat, ist der Weg Alg2 zu beantragen richtig.

Nur meine Meinung - ansonsten andere Beiträge
 

Andi_

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melissa meinte:
Mein Bekannter hat gestern seine Ich AG ( nach ca. 1,5 Jahren) beendet aus gesundheitlichen Gründen. Nun war er beim Arbeitsamt weil er seinen Restanspruch von 4 Monaten geltend machen wollte. Dort sagte man ihm das er keinen Anspruch drauf hätte da er krankgeschrieben sei!!?? Er sei ja dann nicht zu vermitteln hieß es!! Er solle harz 4 beantragen.

Kann mir jemand sagen ob das so rechtens ist??? Er hat ja noch 4 Monate Restanspruch!?!

Generell sollte er ALG1 -schriftlich- beantragen und zwar sofort! Egal was die ihm sagen, kommt ein Ablehnungsbescheid hat er Anspruch auf ALG2 ab Antragsstellung ALG1. Hat er Anspruch auf ALG1 bekommt er ALG1 und kann anschliessend ALG2 beantragen. Wichtig ist -sofort- einen Antrag zu stellen, wobei er auch im Prinzip einen ALG2 Antrag schriftlich stellen kann. Hat er Anspruch auf ALG1, wird die ARGE ihn im Ablehnungsbescheid darauf verweisen und auch hier gilt dann das Datum der Antragstellung. Also keinesfalls mit solch unqualifizierten Aussagen die Antragsstellung hinauszögern lassen, dies ist der absolut falsche Weg, da es generell erst Geld ab dem Tag der Antragstellung gibt! :pfeiff:
 

Seebarsch

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Warum so kompliziert ?

Anspruch auf Krankengeld wird er nur dann haben, wenn er aus der Selbständigkeit eine entsprechende private Krankenversicherung abgeschlossen hat !
Nennt sich dann nicht Krankengeld sondern Krankentagegeld !

Die Vorsprache bei der Agentur, wenn sie denn dokumentiert ist, gilt als Antragstellung !

Anspruch auf Alg 1 hat er nicht, weil er der Vermittlung nicht zur Verfügung steht !

Lösung: Sofort, sofern kein Anspruch auf Krankentagegeld besteht, bei der ARGE Alg 2 beantragen !
Ob die ARGE später prüft, ob ein Alg 1 Anspruch besteht, ist doch erst einmal piep egal !
:pfeiff:
PS: Könnte er nicht für einen Tag gesund sein und dann Alg 1 kriegen ?
 

Zwergenmama

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Falsch gedacht! Als ICH-AG-ler ist man freiwillig krankenversichert, OHNE Anspruch auf Krankengeld. Wenn die ICH-AG aufgegeben wurde, dann wird erst ab Beendigung der selbstständigen Tätigkeit für das Krankengeld berechnet. Er würde erst nach 6 Wochen Arbeitssuche einen Anspruch auf Krankengeld haben. Also erst einmal ALG 1-Antrag stellen, auf schriftliche Ablehnung warten und dann Antrag auf ALG 2 stellen.

Bei Genesung ist er dann wieder vermittelbar und erhält seinen Restanspruch auf ALG 1. Allerdings muß der ALG 1-Restanspruch ganz neu beantragt werden.

Lasst Euch nicht veräppeln, bin selber Ex-Ich-AG-lerin und hatte das "gleiche" Problem. Stehe nach der schriftlichen Antragsabgabe wieder voll im ALG1-Bezug
 

Seebarsch

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Seltsam !

@zwergenmama
Was habe ich denn anderes ausgedrückt !
Klar sollte jeder "Ich-AGler" freiwillig krankenversichert sein, weil er nicht zum Pflichtversichertenkreis des SGB V gehört !
Die freiwillige Krankenversicherung bietet Variationsmöglichkeiten.
Da kann man z.B. nicht nur den Mindest- oder Spartarif nehmen, sondern kann sich auch, als Ersatz für den Lohnausfall bei Krankheit, zusätzlich versichern, so dass man bei Arbeitsunfähigkeit ab dem 1. Tag der Krankheit gegen die private Versicherung einen Anspruch auf "Krankentagegeld" hat! Dieses hat genau wie das Krankengeld der gesetzlichen Krankenkasse eine Funktion als Lohnersatz !
Ist zwar teuerer, aber für jeden Selbständigen eine Überlegung wert !

Das der Antrag auf Alg 1 , bei weiter vorliegender Arbeitsunfähigkeit,
abgelehnt wird, weil Arbeitslosigkeit im Sinn der §§ 118/119 SGB III nicht vorliegt, habe ich deutlich ausgedrückt !

Der Vorschlag, erst einen Antrag auf Alg 1 zu stellen, auf die Ablehnung zu warten und dann den Antrag auf Alg 2 zu stellen, ist völlig kontraproduktiv, weil einfach Zeit verstreicht, in der der Antrag auf Alg 2 geprüft werden könnte ! Mithin wird zumindest bis zur Bewilligung des Alg 2 weder Geld fliessen noch eine Krankenversicherung vorliegen.

Das nach Beendigung der Arbeitsunfähigkeit umgehend der Antrag auf Alg 1 zu stellen ist, um den Restanspruch geltend zu machen, habe ich auch deutlich gesagt !

Was haben Sie eigentlich für ein Problem ?
:kratz:
Ich würde aber gerne meinen Horizont erweitern und wissen, wie man mit 6 Wochen Arbeitssuche einen Anspruch auf Krankengeld erwerben kann !
 

Martin Behrsing

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folgendes gilt. Anspruch auf ALG1 gibt es nur, wenn man erwerbsfähig ist und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht. Dein Bekannter muss in der Tat einen Antrag auf ALG2 stellen und bekommt dann ALG1, wenn er wieder gesund ist.
 

Zwergenmama

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Seebarsch- Du kannst mich ruhig dutzen. So alt bin ich nun auch wieder nicht :hihi:

Sicher kann man sich gegen alles Mögliche versichern, aber leider können es die wenigsten bezahlen!
Was die Anträge betrifft. ALG 1, weil der Restanspruch der ICH-AG's bei Aufgabe SOFORT geltend gemacht werden muss. Denn im schlimmsten Fall heißt es sonst " Frist verstrichen, Anspruch verjährt". Parallel dazu Antrag auf ALG 2 stellen- also kein Zeitverlust, sondern Absicherung.

Und nun mal ganz zum Schluß:
Mach' mal :pause: !!
 
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