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Hat man ein Recht auf Ratenzahlung(AOK)

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Nicht offen für weitere Antworten.

Michael

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#1
Hallo Freunde.
Folgender Fall:
Bekannte lebt unter Hartzvier-Satz,ist freiwillig bei der Aok versichert.
Jetzt sind Rückstände aufgelaufen (200 Euro).
Nun will die AOK die Rückstände vollstrecken.
Durch ihr niedriges Einkommen hätte sie nur dreissig Euro zum Leben für diesen Monat.
Sie hatte zuvor der AOK eine Ratenzahlung in Höhe von 50 Euro mtl. vorgeschlagen.
Darauf kam die Androhung der Vollstreckung(Vollstreckungsauftrag).
Hat sie ein Recht auf Ratenzahlung?
Vielen Dank!
 

Martin Behrsing

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#2
Vollstreckt kann das ganze eh nicht, da ALG II nicht pfändbar ist. Da kann sie nunmal ganz gelassen bleiben.
 

Michael

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#3
Vollstreckt kann das ganze eh nicht, da ALG II nicht pfändbar ist. Da kann sie nunmal ganz gelassen bleiben.
Der springende Punkt ist: Sie bezieht weder ALGII noch sonst irgendwelche Sozialleistungen - ausgenommen Kindergeld.
Hat sie nun das Recht,die Rückstände mittels Ratenzahlung auszugleichen?
Danke!
 

gelibeh

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#4
Steig da jetzt nicht ganz durch. Bezieht sie ALGII? Wenn ja, warum zahlt die Arge keine Krankenversicherung?
 

trama417

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#5
30 Euro im Monat sind viel zu wenig, da kann keiner von leben!!! sofort H4-Antrag stellen!!
Egal was die AOK da hat, erstmal die wirtschaftliche Situation darlegen.. die im Moment ist. Da kann keiner was pfänden.
Ansonsten braucht man da mehr infos..
 

Michael

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#6
Sie will kein Hartzvier beantragen-sie ist selbständig und lebt unter dem Existenzminimum.
Es geht um die Vollstreckung- sie hat sich schlau gemacht,dass bei einer Person 986 im Monat nicht pfändbar sind.
Es geht um die Ratenzahlung - hat sie ein Recht darauf,die 200 Euro in Raten zu zahlen?
Und wie schützt sie sich vor einer drohenden Kontopfändung?
 

Martin Behrsing

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#7
Sie will kein Hartzvier beantragen.
Es geht um die Vollstreckung- sie hat sich schlau gemacht,dass bei einer Person 986 im Monat nicht pfändbar sind.
Es geht um die Ratenzahlung - hat sie ein Recht darauf,die 200 Euro in Raten zu zahlen?
Und wie schützt sie sich vor einer drohenden Kontopfändung?
Ein Recht auf Ratenzahlung gibt es nicht. Das Kindergeld darf nicht gepfändet werden. Was hat sie denn noch für Einkommen?

ich muss allerdings sagen, dass so etwas völlig unvernünftig ist, wenn sie kein Hartz IV beantragt.

Am besten überweist Sie einfach 50 Euro als erste Rate.
 

gelibeh

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#8
Denke mal, man hat kein Recht auf Ratenzahlung, aber....
Mein ehemaliger Chef war auch manchmal im Rückstand und bei der TKK gingen dann auch Ratenzahlungen.
 

Martin Behrsing

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#9
Leider greift bei Selbstständigkeit der vollstreckungsschutz überhaupt nicht richtig. Da wird eine Pfändung auf das konto gelegt. Da die AOK eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist, können die ihr eigene Vollstreckung durchziehen. Also sie soll Raten zahlen und zwar direkt morgen schon und umgehend der AOK einm Fax über die Einzhalung zusenden.

Wer in gottesnamen hat hier beraten, sich so selbstständig zu machen. Jetzt ist es die AOK und wenn die fruchtlis vollstrecken werden die eben eine Eidesstattliche Versicherung abverlangen und schon sind die nächsten Sachen geplatzt.
 

Inkasso

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#10
Von der BKK weiß ich das die Vollstreckunsgmachinerie automtisiert anspringt ob man Ratenzahlung beantragt hat oder nicht.
Ratenzahlung ist erst bei dem GV wieder möglich
 

Hopefull

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#11
Leider greift bei Selbstständigkeit der vollstreckungsschutz überhaupt nicht richtig. Da wird eine Pfändung auf das konto gelegt. Da die AOK eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist, können die ihr eigene Vollstreckung durchziehen. Also sie soll Raten zahlen und zwar direkt morgen schon und umgehend der AOK einm Fax über die Einzhalung zusenden.

Wer in gottesnamen hat hier beraten, sich so selbstständig zu machen. Jetzt ist es die AOK und wenn die fruchtlis vollstrecken werden die eben eine Eidesstattliche Versicherung abverlangen und schon sind die nächsten Sachen geplatzt.
Mir hat die AOK damals während meiner Selbstständigkeit eine Ratenzahlung angeboten. Die AOK war sehr einsichtig ob meiner Situation, habe allerdings durch mein persönliches Erscheinen einiges mehr bewirken können.Will sagen: einem sprechenden Menschen kann geholfen werden-

Hopefull
 

yogi4560

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#12
Hallo,

Deine Bekannte muss nicht in erster Linie die Vollstreckung fürchten, denn sie hat ja eh nichts. Das Problem liegt darin, dass die Krankenkasse sich künftig weigern wird, Leistungen zu gewähren und die Krankenversicherungskarte einzieht. Dann wird nur noch in Notfällen für ärztliche Leistungen gezahlt.

Diesem Dilemma kann sie nur entkommen, wenn sie endlich ALG2 beantragt. Sie kann ihre Selbständigkeit trotzdem weiterführen, eventuelle Einkünfte werden dann unter Berücksichtigung des § 11 SGB 2 auf die Leistungen angerechnet.

Gruß
Yogi4560
 
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