Hat man da nicht Anspruch auf Freistellung (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Lilastern

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Ich habe ein Problem.

Eine Bekannte hat ein zeitlich befristeter Vertrag von 6 Monaten als Krankheitsvertretung.

Dieser Vertrag wird aber nicht verlängert.

Und man muss sich ja 3 Monate vor Ablauf des Vertrags arbeitssuchend melden.

Jetzt will sie ihr Arbeitgeber aber nicht freistellen, damit sie sich arbeitssuchend melden kann.

Ist ihr Arbeitgeber nicht dazu verpflichtet?

Sie bekommt weder Urlaub noch unbezahlten Urlaub.

Sonst droht ihr aber eine Sperrzeit.

Kann jemand helfen?
 

Alterweg

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Ein Brief an das zuständige amt, mit dem hinweis bin ab dem soundsovielten arbeitssuchend reicht. Dann noch der hinweiß, dass sie aufgrund der arbeitszeiten nicht zu den öffnungszeiten kommen kann. vielleicht noch ein Terminvorschlag : (Freitag 20:15 :) ist nur Quatsch) wan es klappen sollte.
ob es eine pflicht zur freistellung gibt weiß ich nicht.
 

Tusnelda

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Ich rate dringend den Zeitpunkt der Arbeitslosigkeit bzw. ab wann man Arbeitssuchend ist der Agentur für Arbeit zu melden. Selbst wenn der Arbeitgeber es versäumen würde dem Arbeitnehmer den Zeitpunkt nicht genau anzugeben, bleibt der Arbeitnehmer selbst verantwortlich. Die Agentur kann bei Versäumnis eine Woche Sperrzeit auferlegen (§38 SGB III)
Es reicht die Zeiten schriftlich mit allen Daten anzuzeigen und mit dem Hinweis, dass man die Meldung persönlich nachholt.
Zwar ist die Rechtsprechung eher so, dass im Fall einer Sperrzeit des Arbeitssuchenden der Arbeitgeber nicht zu Schadensersatz herangezogen wird... drohen kann man dem Vollpfosten aber mal damit:icon_twisted:

Btw. bei einem solchen Arbeitgeber würde ich nicht weiterbeschäftigt werden wollen.
 

Tusnelda

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Nachtrag:

... und das steht so auf der website der Arbeitsagentur:
"Was Sie als Arbeitgeber beachten müssen

Arbeitgeber sollen nach § 2 Abs. 2 Nr. 3 SGB III Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses frühzeitig u. a. über die Notwendigkeit eigener Aktivitäten bei der Suche nach einer anderen Beschäftigung sowie über die Verpflichtung zur frühzeitigen Meldung bei der Agentur für Arbeit nach § 38 Abs. 1 SGB III informieren und sie hierzu freistellen."


 

ZynHH

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Dieser Vertrag wird aber nicht verlängert.
Wie die anderen schon geschrieben haben , kann man das ja auch per Post ankündigen, andererseits, was hält dich davon ab, morgens zum Amt zu gehen und danach zur Arbeit? Ist doch relativ egal, was der AG davon hält, wenn der Vertrag eh nicht verlängert wird....
 

xj3Qr1nL7ys

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Man kann sich auch online arbeitssuchend melden, 24 Stunden am Tag... ;-)
 
S

silka

Gast
Hallo,
vergleiche bitte:

ein Freund hat in Hamburg einen befristeten AV.
Vollzeit, Ü-Stunden, das volle Programm.
Er pendelt fast wöchentlich von HH nach Hannover, weil er dort wohnt und Familie hat.
Dort ist auch seine Arbeitsagentur.

Der kann und will sich auch nicht freistellen lassen, um am Werktag X einen halben Tag bei der Agentur rumzusitzen.
Der macht das online.---irgendwann jetzt.
Dann kriegt er beizeiten einen Termin. Dann muß er persönlich hin. Das wird dann sein, wenn er wieder richtig in Hannover ist, also nach dem Job-Ende in HH.

Alles geklärt?
Nur die Arbeitslos-Meldung muß dann persönlich erfolgen.
 
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