Hat jemand mit dieser DRV- LTA- Massnahme Erfahrungen?

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nik72

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Hallo Leute,

mir wurden von der DRV Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bewilligt. Aufgrund meiner Einschränkungen wurde mir vom Reha- Berater folgende Massnahme vorgeschlagen:

Projekt "Sprungbrett" - BB Gesellschaft

Kennt jemand dies oder hat damit gute oder weniger gute Erfahrungen damit gemacht? Ich nehme an, es ist ein Integrationslehrgang.
Meine Einschränkungen sind seelischer und körperlicher Natur. Daher sein Vorschlag.
Bei einem Termin beim Träger kann ich mir zwar einen Eindruck verschaffen, aber das ist ja immer subjektiv.
 

nik72

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Habe das Thema nochmal hervorgeholt. Da bisher keine Antwort kam, nehme ich mal an, dass noch keiner dort war.

Vielleicht nochmal allgemein die Frage:
Hat ein vergleichbarer Lehrgang jemanden, der sowas hatte, was gebracht?

LTA kann ja Vermittlung über das Integrationsamt, Umschulung (berufl. Reha) oder so eine Integrationsmassnahme sein.

Eine Umschulung hatte ich nun ja schon (ist denen bestimmt zu teuer und Belastung müsste geprüft werden) und war auch jahrelang in Arbeit.
Die Verschlechterung meiner Gesundheit führte nun zur heutigen Situation.

Könnt ihr Empfehlungen geben, was das Beste wäre?

Ein leidensgerechter Arbeitsplatz wäre natürlich ideal, aber ich nehme mal an, diese wachsen nicht auf Bäumen.

Würde mich über Antworten freuen. Ich berichte auch, wie es bei mir weitergeht.
 

Doppeloma

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Hallo nik72,

Habe das Thema nochmal hervorgeholt. Da bisher keine Antwort kam, nehme ich mal an, dass noch keiner dort war.

dort konkret war vielleicht noch Keiner aber wenn ich schon lese "Projekt" für DRV /AfA und JobCenter, kann ich mir nicht vorstellen, dass du da irgendwas an ernsthafter Weiterbildung erfahren wirst.

Vielleicht nochmal allgemein die Frage:
Hat ein vergleichbarer Lehrgang jemanden, der sowas hatte, was gebracht?

Das ist ja kein Lehrgang mit irgendeinem sinnvollen, beruflich nutzbaren Abschluss am Ende, das "Zertifikat" was du für die Teilnahme an dieser "psychosozialen" Betreuungsmaßnahme bekommen wirst, interessiert keinen AG am allgemeinen Arbeitsmarkt ...

Das klingt sehr ähnlich all den Projekten, die man den Ü 50 anbietet, um ihre "Vermittlungs-Hemmnisse" beseitigen zu wollen, aber das Lebensalter und bestimmte gesundheitliche Probleme lassen sich nun mal nicht einfach "weg-projektieren" ...

LTA kann ja Vermittlung über das Integrationsamt, Umschulung (berufl. Reha) oder so eine Integrationsmassnahme sein.

Ich sehe das leider nicht als ernsthafte LTA an, das Integrationsamt vermittelt keine Arbeitsplätze und wenn die gewisse Beziehungen zu Firmen haben die geeignete Arbeitsplätze anbieten könnten, dann kannst du dir auch ohne die Teilnahme an diesem "Projekt" dort Hilfe holen ... für Vermittlung in Arbeit ist immer noch die AfA zuständig.

Kontaktiere doch den Anbieter mal und frage mal nach der Erfolgsbilanz bei der Integration in dauerhafte, passende und gut bezahlte Arbeit nach der Teilnahme. :icon_kinn:

Eine Umschulung hatte ich nun ja schon (ist denen bestimmt zu teuer und Belastung müsste geprüft werden) und war auch jahrelang in Arbeit.
Die Verschlechterung meiner Gesundheit führte nun zur heutigen Situation.

Wenn ich mir die Infos dazu durchlese ist aber auch eine Belastbarkeit von mindestens 6 Stunden erforderlich, die dann auf bis zu 8 Stunden gesteigert werden soll ... ganz ehrlich würde ich den dortigen "psychischen Behandlungen" auch sehr skeptisch gegenüber stehen, das mache ich lieber bei Ärzten und Therapeuten, die ich mir selber aussuchen kann.

Könnt ihr Empfehlungen geben, was das Beste wäre?

Das kann hier für dich persönlich mit Sicherheit Niemand wissen, für mich wäre so eine Maßnahme keine sinnvolle LTA gewesen, da lernt man doch gar nichts, was man später am Arbeitsmarkt gebrauchen könnte ???

Ein leidensgerechter Arbeitsplatz wäre natürlich ideal, aber ich nehme mal an, diese wachsen nicht auf Bäumen.

Das hast du schon richtig erkannt aber den wirst du (wahrscheinlich) nach dieser Maßnahme auch nicht haben /bekommen wenn du ihn nicht selber finden kannst ... :icon_evil:

Es gibt auch AG-Zuschüsse als LTA, dafür muss man sich den Arbeitsplatz auch selber suchen, leider haben die AG daran auch kein besonderes Interesse, meinem Partner wurde das mal 4 Jahre lang bewilligt ... die DRV-Reha-Beratung meinte die AG würden sich darum "reißen", sie wüssten nur nicht dass es so was gibt ... :icon_kinn:

Wollte auch keiner wirklich wissen, seine Gesundheit wurde dadurch auch nicht besser und so musste man ihm später dann die EM-Rente geben ... er war aber auch schon älter, da macht die DRV das gerne so, damit sie noch keine Rente zahlen muss.

Die wissen sehr gut, dass gesundheitlich eingeschränkte am aktuellen Arbeitsmarkt keine Chancen haben, jüngere nicht und ältere noch weniger ...
Zum Integrationsamt wurde er auch mal von der AfA geschickt, die sollten ihm dann helfen aber die meinten auch nur, dass sie "keine Arbeitsplätze backen können, was die AfA sich da so vorstellen würde" ...

Die DRV bewilligt alles Mögliche als LTA auch wenn es dem Betroffenen gar nichts bringen wird, aber die Maßnahmeträger wollen ja auch "leben" dürfen ... die notwendige gesundheitliche Stabilisierung sollte eigentlich Sache deiner behandelnden Ärzte und Therapeuten sein und nicht von irgendwelchen MT erledigt werden ...

MfG Doppeloma
 

nik72

Elo-User*in
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Hallo Doppeloma,

vielen Dank für Deinen Post. Heute war ich mal dort, um mir dies anzusehen. Die Leute sind nett.
Die Massnahme besteht aus mehreren Modulen. Sie enthalten Stabilisierung (Arbeitsbereiche Büro, Küche, Holz und so) und später mal eine Art Bewerbungstraining und auch Praktika.
Direkte Psychotherapie gibt es dort nicht.
Jobgarantien können sie (natürlich) nicht geben.
 
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