Hat jemand eigene Erfahrung mit Einstiegsgeld, Höhe und Dauer ? (1 Betrachter)

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chromoxidgruen

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Hallo nochmal,

dies ist ein etwas anderes Thema als in meinem anderen Thread, deshalb spreche ich es separat an.
Hier geht es jetzt allgemein um die Höhe des Einstiegsgeldes, das ich beantragen will um mich selbständig zu machen. Dazu habe ich folgende offizielle Regelungen gefunden:

  • Förderdauer 6 Monate bis 24 Monate maximal
  • Grundbetrag: Höhe maximal 50% des individuellen Regelsatzes
    (also bei Alleinstehenden maximal 50% von 409 EUR --> maximal 205 EUR)
  • Zusatzbetrag: bei mehr als 2 Jahren Erwerbslosigkeit zusätzlich 20% fix vom vollen Regelsatz
    (also 20% von 409 EUR --> 82 EUR zusätzlich zu den 205 EUR)
  • insbesondere bei längeren Förderzeiträumen kann der Grundbetrag stufenweise vermindert werden
    (aber nicht der Zusatzbetrag)
Das sind allerdings Gummiparagraphen. Jetzt stellt sich die Frage, wie sieht das in der Praxis aus. Wonach richten sich Förderdauer und tatsächliche Höhe des Grundbetrags? Hat jemand Erfahrung wie die Ämter das praktisch umsetzen?

Freue mich über jede Info hierzu.

Dank+Grüße
chromoxidgruen

Quellen:

 

Helga40

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Jetzt stellt sich die Frage, wie sieht das in der Praxis aus. Wonach richten sich Förderdauer und tatsächliche Höhe des Grundbetrags? Hat jemand Erfahrung wie die Ämter das praktisch umsetzen?
Da werden dir Erfahrungen anderer auch nicht helfen, da es nunmal eine Ermessensleistung ist und nach Einzelfall entschieden wird. Teilweise gibt es sogar die Auffassung, dass eine Selbständigkeit nur dann zu fördern ist, wenn ansonsten gar keine Möglichkeit besteht, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.
 

chromoxidgruen

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Hallo,

@Helga40
Ich denke schon dass Erfahrungen anderer als Anregung und Hintergrundinfo hilfreich sein können, gerade weil es unterschiedliche Möglichkeiten gibt wie die Ämter das handhaben. Mit 2-3 Rückmeldungen könnte schon ein erster Eindruck von der Bandbreite der Möglichkeiten entstehen. Wenn bestimmte Probleme regelmäßig auftauchen macht es Sinn sich argumentativ darauf vorzubereiten.
Vieles im SGB ii mit seinen Gummiparagraphen ist leider Ermessensfrage.

@Energy

  • Der erste Teil Deines Posts bezieht sich auf das gleiche Thema.
    In der Einstiegsgeldverordnung ESGV §1 Abs. (2) steht:
    "Der Grundbetrag des Einstiegsgeldes darf höchstens 50 vom Hundert des für erwerbsfähige Leistungsberechtigte maßgebenden Regelbedarfs nach § 20 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch betragen." Also maximal 205 EUR für Alleinstehende.
  • Der Rest ist ein anderes Thema. Das sollte in einen eigenen Thread. Abgesehen von der Frage, ob das hier hin passt oder nicht, wird Deine Fragen hier auch niemand beantworten weil keine_r sie hier vermutet.
 

Energy

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MIR hat heute mein Vermittler bei einem Gespräch zunächst gesagt, dass ER das nicht wüsste, dass sich da immer mal wieder etwas ändere und dass er deshalb alle an der Selbständigkeit interessierte in die Selbständigen-Beratung schicke.

Parallel hat er seinen Kollegen angerufen, der dann folgende Auskunft gab:
die Höhe und Dauer käme auf den Businessplan und den Bedarf an und wird individuell entschieden.
er könne zwischen ca. 200 und 400 € liegen, genaues konnte er mir wirklich nicht sagen.

In der Vorlage sei wichtig, dass die Absicht und die geplanten Zahlen darauf hindeuten, dass man es
a) zwar OHNE Förderung NICHT schaffen würde aber dennoch
b) MIT Förderung in absehbarem Zeitraum (6-12 Monate) auf eigenen Beinen stehe.

Es sei möglich zusätzlich eine Kreditförderung bis zu 2000 € zu bekommen, wenn man zb Anschaffungen tätigen muss.

Dazu ist vorher der Besuch einer Gründungsinfo-Veranstaltung nachzuweisen und danach das Besprechen mit der Gründungsstelle, die eine erste Einschätzung abgeben und dann das Verfassen eines Businessplans und der Nachweis der Tragfähigkeit durch eine unabhängige Stelle.

Ich bin in Nordrhein-Westfalen. Welche JC genau schreibe ich aus Datenschutzgründen nur auf Anfrage per persönlicher Nachricht.

Es IST möglich dies zu durchlaufen, auch wenn man einen (Teilzeit)-Job bereits ausübt, dieser darf 20h/Woche nicht überschreiten. Es ist anzustreben und zu begründen, dass eben die Selbständigkeit das Ziel ist. Zb weil der Angestellten-Job bald entfallen wird etc.

Dies ist mir heute mündlich so mitgeteilt worden.
 

chromoxidgruen

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die Höhe und Dauer käme auf den Businessplan und den Bedarf an und wird individuell entschieden.
er könne zwischen ca. 200 und 400 € liegen, genaues konnte er mir wirklich nicht sagen.

In der Vorlage sei wichtig, dass die Absicht und die geplanten Zahlen darauf hindeuten, dass man es
a) zwar OHNE Förderung NICHT schaffen würde aber dennoch
b) MIT Förderung in absehbarem Zeitraum (6-12 Monate) auf eigenen Beinen stehe.
Danke, das ist eine hilfreiche Info, zumindest mal eine erste Hausnummer. Damit kann ich arbeiten.
 
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