Hat ein Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid des Versorgungsamtes auf Erhöhung GdB 40 Aussicht auf Erfolg?

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Bertolino

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Hallo,

Bisherige Anerkennung GdB 30
Nach den vorliegenden ärztlichen Unterlagen liegen der versorgungsärztlichen Beurteilung zufolge nachstehende Gesundheitsstörungen vor:
1. Funktionsbehinderung der Wirbelsäule, Versteifung HWK 6/7, Nervenwurzelreizerscheinungen, chronisches Schmerzsyndrom, operierter Bandscheibenschaden (Einzel-GdB 30)

Der nächste Punkt wurde zwar für eine Erhöhung auf GdB 40 nicht anerkannt, aber immerhin berücksichtigt. Einen Widerspruch hatte ich nicht eingelegt, wäre vermutlich auch nicht erfolgreich gewesen.
2. Schultereckgelenksarthrose rechts, Impingement-Syndrom rechtes Schultergelenk, Teilruptur Supraspinatussehne rechts (Einzel-GdB 10)

Nun liegen weitere ärztliche Befunde vor, das war ein dreitägiger Allround- Check, und ich habe folgende Gesundheitsstörungen geltend gemacht:
1. Gebrauchseinschränkung beider Hände
degenerative Veränderungen
2. Arthrose
degenerative Veränderungen der Füße mit Arthrosezeichen
3. Degenerative Veränderungen der Wirbelsäule
degenerativ veränderte BWS
4. Degenerative Veränderungen der Wirbelsäule
Osteochondrose LWK5/SWK1
Intervertebralarthrose
5. Arthrose Schultereckgelenksarthrose rechts, Impingement- Syndrom rechtes Schultergelenk, Teilruptur Supraspinatussehne rechts; Elevation bis 60°
(verschlimmert)

So wie ich die Behörden mittlerweile kenne, kann ich schon heute auf meinen Ablehnungsbescheid warten. Die werden wahrscheinlich alle weiteren Angaben jeweils mit GdB 10 bewerten und damit bleiben sie unberücksichtigt.
Außerdem habe ich neben dem Befundbericht nichts weiter Amtliches zur Hand. Beim HA bin ich alle zwei bis vier Wochen, der die medikamentöse und physiotherapeutische Behandlung organisiert, aber dort gibt es auch keine weiteren Unterlagen. Er schreibt ja nicht Befunde für sich selbst.
Daneben habe ich noch den „Jammerlappen“, aber der ist ja subjektiv, da kann man ja viel reinschreiben.
Was meint ihr, ist der Widerspruch bei den vorliegenden Angaben grundsätzlich sinnvoll?
Und wenn ja, was könnte ich außer den Einschränkungen im Alltag noch beifügen?

Gruß
Bertolino
 

Seepferdchen 2010

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Hallo @Bertolino

noch etwas Geduld bestimmt kommen noch Hinweise zu deinem Problem.

Hast du auch mal im Net geschaut zum Thema Widerspruch beim Versorgungsamt einlegen/erheben?

Dort findest du auch eine Web-Seite mit zahlreichen Hinweisen, wie ein Widerspruch geschrieben werden kann und was zu beachten ist, gib einfach mal bei Google den Suchbegriff "Versorgungsamt Widerspruch".
 

AsbachUralt

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Grundsätzlich kann Dir niemand aus dem Forum eine konkrete Antwort geben, da alle Entscheidungen von Behörden immer nur individuell sind.

Es gibt nur einen Rat, Widerspruch stellen und abwarten. Bei Ablehnung bleibt trotzdem noch der Gang vor das SG.
 

Bertolino

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Hallo,
@Seepferdchen
@AsbachUralt,

vielen Dank. Mir fällt gerade auf, dass ich meine Frage viel zu eng gestellt habe, denn die Antwort darauf kann eigentlich nur "Ja" oder "Nein" sein.:doh::icon_lol:
Ich schau mich mal um, im Grunde kann ich nichts verlieren, wenn der Widerspruch abgelehnt wird. Ich betrachte es als gute Übung für später, wenn mal ein Widerspruch mit weitaus größerer Tragweite eingelegt werden muss.:cheer2:

Gruß
Bertolino
 

Kerstin_K

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Vor allen Dingen kommz es beim GdB nicht auf d Diagnosen an, sondern auf die Beeinträchtigungen, die sich daraus ergeben. Die können auch bei gleicher Diagnose ganz unterschiedlich sein.
 

Anna B.

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Hallo,

bei mir war der Widerspruch bzw die Klage sehr erfolgreich.

Mein Anwalt ist aufs Ganze gegangen..der forderte dreist tatsächlich einen GDB von 70!
Nach Begutachtung mußte das Versorgungsamt vorab einen GDB von 50 dauerhaft anerkennen....
man stellte dann die Frage, ob die Klage mit der Forderung nach GDB 70 weiter aufrecht erhalten bliebe. Das hat mein Anwalt dann verneint und somit hatte ich den GDB von 50 dauerhaft.

Falls du den Namen des Anwaltes möchtest, bitte per PN.
 

Bertolino

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Vor allen Dingen kommz es beim GdB nicht auf d Diagnosen an, sondern auf die Beeinträchtigungen, die sich daraus ergeben. Die können auch bei gleicher Diagnose ganz unterschiedlich sein.

Richtig, das muss ich im Blick behalten. Ich habe für mich schon seit Längerem eine Datei angelegt, da schreibe ich alles rein, was mir gerade so einfällt zu "Beeinträchtigungen im Alltag" im Vergleich zu früher. Das geht von "Gegenstände fallen aus der Hand" bis zu "Unkontrollierte Schmerzspitzen zwingen zu liegender Position über mehrere Stunden". Das werde ich dem Widerspruch beifügen - immerhin 4 Seiten inzwischen. Ob so ein Wisch mit meiner subjektiven Einschätzung beim ÄD beeindruckt, kann ich nicht beurteilen. Schaden wird er auch nicht.

Wichtiger noch ist die Meinung meines HA zu GdB 40. Heute war ich dort, und er meint, dass GdB 40 in meinem Fall vollkommen gerechtfertigt ist. Wahrscheinlich entscheidet das Versorgungsamt ohnehin nach Aktenlage. Also kann ich hier schon einmal einhaken, falls der ÄD keine Unterlagen des HA angefordert hat - wovon ich ausgehe. Und mein HA wird dann eine entsprechende Stellungnahme abgeben.

Ich berichte, sobald es Neues gibt - vielleicht muss ich gar nicht Widerspruch einlegen, weil sich das Versorgungsamt einsichtig zeigt und GdB40- Geschenke verteilt.:biggrin:

Hallo,
Mein Anwalt ist aufs Ganze gegangen..der forderte dreist tatsächlich einen GDB von 70!
...
Falls du den Namen des Anwaltes möchtest, bitte per PN.
Cooler Anwalt, davon sollte es mehr geben. Ich habe 50 gefordert, und erwarte 40. Jetzt warte ich ab, was das Versorgungsamt mitzuteilen hat, dann sehe ich weiter.


Gruß
Bertolino
 
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