Hat die Zeitarbeitsfirma keine Ahnung: Probleme mit Zeitkonto und Abrechnungszettel und mehr..

dots

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Hallo liebe Forenuser. Ich bin neu hier und hoffe, mein Beitrag ist hier einigermassen angebracht in dieser Rubrik. Denn es geht um Zeitarbeit und ein bisschen auch um was anderes.

Ich bin seit einer Woche ca. bei einer Zeitarbeitsfirma. Mittlerweile bin ich nicht mehr sicher ob es gut war das zu tun, aber ich bin schon lange arbeitslos und in meinem Leben muss sich jetzt halt auf Gedeih und Verderb was ändern, dachte ich. Nun bin ich mir aber nicht mehr sicher ob es nicht nur Verderb ist... Ich sehe es zwar auch als Chance, aber wer weiß eben ob das wirklich eine ist?
Was mich umtreibt ist, ob das mit dem Zeitkonto richtig geregelt ist oder nicht, ich habe im Vertrag dazu nämlich eine Zusatzvereinbarung. Man hat mir bei der Vertragsunterzeichnung auch versichert dass ich die Stunden ausgezahlt bekomme, weil sie diese ja nicht brauchen würden sondern ich.
Jetzt habe ich aber anfangs eine Schulung in der Einsatzfirma mitmachen müssen, die Vollzeit ist. Ich habe einen Teilzeitvertrag. Nun behauptet die Entleiherfirma, bzw, die wo ich jetzt eingesetzt bin, dass diese Stunden die ich zuviel da war verrechnet werden, so dass ich in der nächsten Woche weniger arbeiten soll. Aber ich habe ja eh eine Teilzeitstelle... ich verstehe das nicht?
Ich habe leider in solchen Dingen nicht wirklich Ahnung, weil ich noch nicht das Glück hatte eine längere Arbeit zu haben, oder mal Chancen zu bekommen. Ist bei mir eben so. Hat ja nichts mit faul sein zu tun.
Dann kommt noch dazu, dass meine Verleiherin anscheinend keine Ahnung hat und nur Unsinn erzählt? Ich habe mich jetzt schon zweimal in die Nesseln gesetzt, als ich mit meinem Chef gesprochen habe, weil ich der Meinung war, sie hätte mir das und das richtig gesagt, aber der Chef erzählte mir was Gegensätzliches.
Das ist so richtig peinlich für mich... will die mich wirklich ärgern oder ist das schlicht Unwissenheit? Oder hat der Chef keine Ahnung? Ich sitze hier total zwischen allen Stühlen...
Wie kann es denn sein, dass die Firma etwas behauptet, wie das läuft und mir hat die Verleiherin, in Bezug darauf wie eine bestimmte Sache immer geregelt wird, was anderes erzählt?
Konkret: es geht um die Abrechnungszettel, ich muss jede Woche meiner Verleiherin den Zettel von der Woche schicken, jetzt hat der Chef aber diese Zettel einbehalten, weil sie das schon immer so machen, wurde mir gesagt. Die Firma schickt dann die Zettel selber. Kann das jetzt ernste Probleme geben?
Ich habe mir ja nichts zu Schulden kommen lassen sondern so gearbeitet wir mir gesagt wurde und dachte, nach einem Telefonat mit meiner Verleiherin, dass es schon in Ordnung ginge, mit der Vollzeit, und so habe ich dann weitergemacht. Ganz einfach.
Wieso sind die sich da nicht einig?
Unterschrieben ist der Zettel von mir jetzt auch nicht, wurde vergessen... Ich habe die Abschrift davon ja bekommen. Ich hoffe nun natürlich, dass es Montags keinen Ärger gibt, weil ich mich jetzt auf meinen Chef verlasse, dass er schon weiß was er tut und das so richtig ist.
Aber nochmal will ich nicht in so eine Falle tappen, in so ein Fettnäpfchen.
Kennt das jemand?
Die Zusatzvereinbarung im Vertrag besagt jedenfalls, dass ich nicht mehr als 14 Überstunden auf das Zeitkonto übertragen werden.
Ich verstehe das leider nicht wirklich. Geprüft habe ich den Vertrag auch nicht von jemand anderem, ich habe ihn unterschrieben, wie besehen, leider, und der wurde auch erst am Tag erstellt, als ich den Termin mit denen hatte.
Eine Eingliederungsvereinbarung habe ich momentan auch noch am Hals, weil ich noch Fahrtkosten erstattet bekommen habe und die ausserdem wohl Angst haben, dass ich nicht wirklich arbeitswillig bin, nehme ich an. Ich habe explizit gefragt, das war die Antwort: man will ja sicher gehen dass ich auch wirklich in Arbeit gehe, sozusagen. :rolleyes::icon_kratz: Die Zaf übernimmt überhaupt keine Fahrtkosten, es kann also sein, dass ich wenn ich weiterhin dort sein werde (hoff), ich weniger verdiene als ich vorher hatte, denn ich muss für die Fahrkarte fast ca 100 Euro zahlen. Ich blicke natürlich noch nicht durch, was ich genau mal dort verdienen werde, weil immer von dem geredet wird, was ich noch durch die Firma verdiene, aber was damit gemeint ist weiß ich nicht. Provision ist ja schonmal ausgeschlossen. Ansonsten ist es natürlich eher wenig. Der Hungerlohn, würde ich sagen.
Ich hätte das alles nicht so sondern anders machen sollen...
:icon_confused:
Danke für's Lesen,
dots
PS: habe noch was vergessen: man sagte mir auch schon, dass man mich auf jeden Fall kündigen wird, nach 3 Monaten, das steht also schon fest. Ist für mich zwar soweit ok, da ich ja drauf eingestellt bin, aber wenn ich nicht übernommen werde, bekomme ich doch Ärger mit dem Amt, wenn ich nicht wirklich drei Monate vorher Bescheid sagen kann. Was ja der Fall ist.
Nun, ich bin wohl selber schuld, weil ich mich nicht getraut habe, den Vorschlag abzulehen, ich glaube dass ich eigentlich die Möglichkeit gehabt hätte, aber ich wollte ja selber durchaus mal versuchen und ich hatte einfach keine Ahnung. War trotzdem falsch. Hätte mich lieber direkt einstellen lassen, keine Ahnung ob die das gemacht hätten, aber beim nächsten Mal bin ich schlauer... ich war doch ziemlich dumm hier.
 

havenstein

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Ohne die zu Grunde liegenden Verträge zu kennen lässt sich hier keine spezifische Antwort erstellen.



Ich sehe es zwar auch als Chance, aber wer weiß eben ob das wirklich eine ist?
Objektiv ist keine "Chance" erkennbar. Nur, dass du verarscht wirst.

Man hat mir bei der Vertragsunterzeichnung auch versichert dass ich die Stunden ausgezahlt bekomme, weil sie diese ja nicht brauchen würden sondern ich.

Was man dir mündlich "versichert" ist irrelevant. Maßgeblich ist, was vertraglich vereinbart wurde. Unterliegt die Zeitarbeitsfirma einem Tarifvertrag? BAP oder IGZ?

Jetzt habe ich aber anfangs eine Schulung in der Einsatzfirma mitmachen müssen, die Vollzeit ist. Ich habe einen Teilzeitvertrag. Nun behauptet die Entleiherfirma, bzw, die wo ich jetzt eingesetzt bin, dass diese Stunden die ich zuviel da war verrechnet werden, so dass ich in der nächsten Woche weniger arbeiten soll. Aber ich habe ja eh eine Teilzeitstelle... ich verstehe das nicht?

Beispiel: Vertrag 20 Stunden/Woche. Im Rahmen der - hoffentlich bezahlten! Schulung warst du 30 Stunden anwesend. Der Entleiher lässt dich in der 2. Woche nur 10 Stunden arbeiten. Dann hast du in den 2 Wochen deine vertraglich geschuldete Arbeitsleistung im Umfang von 40 Stunden erbracht. Grundsätzlich erhältst du monatlich ein verstetigtes Einkommen in Höhe der vertraglich vereinbarten Stunden. Sind lt. Vertrag 80 Stunden vereinbart, werden diese auch ausbezahlt. Die Zeitarbeitsfirma ist verpflichtet dich in diesem Umfang zu beschäftigen.

Kann das jetzt ernste Probleme geben?
Prinzipiell schon. Was der Entleiher sagt ist irrelevant. Vertraglich oder im Rahmen einer "Dienstanweisung" wird üblicherweise die Handhabung der Stundenzettel vorgegeben. Wenn da steht, du musst diese bis spätestens MO der Folgewoche einreichen, hast du dich vertragswidrig verhalten. Rufe am Montag bei der ZAF an und besprich den Sachverhalt - Aussage des Entleihers - mit Ihnen. Lass am besten einen Zeugen via Lautsprecher mithören, der den Inhalt bestätigen kann.

Die Zusatzvereinbarung im Vertrag besagt jedenfalls, dass ich nicht mehr als 14 Überstunden auf das Zeitkonto übertragen werden.
Ohne den Vertrag zu kennen bedeutet dies wohl, dass maximal 14 Stunden auf das Zeitkonto übertragen werden. Darüber hinausgehende Stunden werden ausbezahlt. Beispiel: Lt. Vertrag 80 Stunden/Monat. Du arbeitest 114 Stunden. Es werden 100 Stunden ausbezahlt. 14 Stunden werden auf das Zeitkonto gebucht. Die arbeitest im Folgemonat 100 Stunden. Es werden 100 Stunden ausbezahlt, da sich auf dem Zeitkonto noch 14 Stunden befinden, die wohl das Maximum darstellen. Die Klausel könnte tatsächlich natürlich auch lauten, dass jeden Monat maximal 14 Stunden auf das Zeitkonto übertragen werden. Ohne Kenntnis des Vertrages nicht rechtssicher zu beantworten.

Der Hungerlohn, würde ich sagen.
Ich hätte das alles nicht so sondern anders machen sollen...
:icon_confused:
So sieht's aus!!!

man sagte mir auch schon, dass man mich auf jeden Fall kündigen wird, nach 3 Monaten, das steht also schon fest. Ist für mich zwar soweit ok, da ich ja drauf eingestellt bin, aber wenn ich nicht übernommen werde, bekomme ich doch Ärger mit dem Amt, wenn ich nicht wirklich drei Monate vorher Bescheid sagen kann.
Wenn du keinen befristeten Arbeitsvertrag unterschrieben hast, irrelevant. Du musst dem JC dann nach Erhalt der Kündigung diese am besten unverzüglich anzeigen. Sollte der Vertrag auf 3 Monate befristet sein, solltest du dem JC diese Befristung bereits jetzt durch Einreichung des Arbeitsvertrages anzeigen.
Der Zweck der Arbeitsaufnahme ist im übrigen nicht ersichtlich. Die Hilfsbedürftigkeit entfällt scheinbar nicht und das Arbeitseinkommen wird voll unter Berücksichtigung der Freibeträge angerechnet.

ALG 2 + ein paar Stunden pro Woche bei Netto im Rahmen eines Minijobs an die Kasse gesetzt und du wärst besser gefahren.
 

dagobert1

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Nun bin ich mir aber nicht mehr sicher ob es nicht nur Verderb ist... Ich sehe es zwar auch als Chance, aber wer weiß eben ob das wirklich eine ist?
Leiharbeit ist immer eine Chance - für die Leihfirma, nicht für den Leiharbeiter
Was mich umtreibt ist, ob das mit dem Zeitkonto richtig geregelt ist oder nicht, ich habe im Vertrag dazu nämlich eine Zusatzvereinbarung. Man hat mir bei der Vertragsunterzeichnung auch versichert dass ich die Stunden ausgezahlt bekomme, weil sie diese ja nicht brauchen würden sondern ich.
Lass den Arbeitsvertrag und diese Zusatzvereinbarung mal lesen (anonymisiert).
Ich habe leider in solchen Dingen nicht wirklich Ahnung, weil ich noch nicht das Glück hatte eine längere Arbeit zu haben,
Dann wird es höchste Zeit dass du anfängst dich schlau zu machen.
Das JC wird dir dabei nicht helfen, das musst du schon selber tun.
Teilzeitverträge bei ZAF z.B. sind immer verdächtig.
Dann kommt noch dazu, dass meine Verleiherin anscheinend keine Ahnung hat und nur Unsinn erzählt?
...
Das ist so richtig peinlich für mich... will die mich wirklich ärgern oder ist das schlicht Unwissenheit? Oder hat der Chef keine Ahnung? Ich sitze hier total zwischen allen Stühlen...
Immer alles schriftlich geben lassen, bei ZAF wird genauso häufig gelogen wie im JC.
Ich verstehe das leider nicht wirklich. Geprüft habe ich den Vertrag auch nicht von jemand anderem, ich habe ihn unterschrieben, wie besehen, leider, und der wurde auch erst am Tag erstellt, als ich den Termin mit denen hatte.
Sofort unterschreiben solltest du dir auch abgewöhnen.
Vertrag erstmal mitnehmen zur Prüfung.
Die Zaf übernimmt überhaupt keine Fahrtkosten
Ist so absolut nicht zulässig.
PS: habe noch was vergessen: man sagte mir auch schon, dass man mich auf jeden Fall kündigen wird, nach 3 Monaten, das steht also schon fest.
Warum das denn?
Ist für mich zwar soweit ok, da ich ja drauf eingestellt bin, aber wenn ich nicht übernommen werde, bekomme ich doch Ärger mit dem Amt, wenn ich nicht wirklich drei Monate vorher Bescheid sagen kann.
Das ist das kleinste Problem. Nach Erhalt der Kündigung arbeitsuchend melden, fertig.
 

gelibeh

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PS: habe noch was vergessen: man sagte mir auch schon, dass man mich auf jeden Fall kündigen wird, nach 3 Monaten, das steht also schon fest. Ist für mich zwar soweit ok, da ich ja drauf eingestellt bin, aber wenn ich nicht übernommen werde, bekomme ich doch Ärger mit dem Amt, wenn ich nicht wirklich drei Monate vorher Bescheid sagen kann. Was ja der Fall ist.
Die 3 Monate gelten nur beim ALG1. Und auch da kannst Du Dich erst dann melden, wenn Du eine schriftliche Kündigung hast oder der Vertrag von vorne herein befristet war.
 

dots

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Danke für Eure Antworten. :)
Ich war voll im Streß und das, obwohl mir viele sagen, warum ich mir das antue, vor allem bei der langen Anfahrt, die ich für diese Arbeit habe. Im Grunde fiele das ja schon unter Unzumutbarkeit. Naja, wie dem auch sei. Ich habe eben kein Auto... andere kommen auch aus meiner Region und haben ein Auto und da läuft das dann durchaus, bei mir ist aber nur noch Arbeit und kurz schlafen und wieder Arbeit und null Leben nebenher. Da geht echt nichts mehr. Und das trotz Teilzeit.
Das mit den Stundenzetteln läuft chaotisch, aber es ist erstmal geklärt. Man wird sehen, wohin das noch führt.
:icon_kratz:
Vielleicht komme ich jetzt am WE dazu, den Arbeitsvertrag zu anonymisieren, dann lasse ich auch mal lesen.

Ist alles nicht so schön. Ich kann mit meiner Bearbeiterin oder Vermittlerin reden, keine Frage. Aber im Job bin ich glaube ich nicht sooo glücklich. Es passt nicht auf mich aber das ist allen egal. Heute habe ich gesehen, dass ich es nicht kann aber es interessiert niemand.
Gut.... erstmal gibt es nichts mehr zu sagen. :wink:
Freundliche Grüße
dots
 

Frank71

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Da gibt es doch bestimmte Wege die man gehen kann um sich den Streß nicht mehr antun zu müßen,vielleicht solltest du darüber mal nachdenken.
 

Nimschö

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Ach, wenn die dich in 3 Monaten eh vor die Tür setzen: Einfach weiterarbeiten bis dahin, gaaaanz entspannt. Du kannst das nicht wirklich was Du dort tun sollst? Die bezahlen Dich ja auch nicht wirklich für das was Du tun sollst, also passt das auch... ;)
 

dots

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:wink: Ja... nachdenken tue ich schon darüber, was man machen kann.
Es gibt da noch so einige Aspekte, die aber nebensächlich für das Eigentliche sind, weshalb mir das alles so schwerfällt.
Ich denke mal, ich werde das so machen. Gaaanz entspannt so tun, als mache ich es einfach. Tun andere dort ja auch. :biggrin: Mehr geht eh nicht..
Zumal, der Witz ist, dass diese Firma mich vor Jahren schonmal abgelehnt hatte, wegen genau dem was ich jetzt da tun soll (wo man mir auch noch jetzt gesagt hat, dass ich eigentlich was anderes tun soll, aber es stellt sich als Lüge heraus), in meinem Lebenslauf zieht sich eine Spur des Versagens in diesem Bereich und alle wissen das... Gut, wem nicht zu helfen ist... :icon_evil::tongue::icon_confused:
Wirft auch kein gutes Licht auf mich jetzt aber ich weiß was ich kann, nur eben diesen Bereich nun wirklich nicht.
 

Nimschö

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Wirft auch kein gutes Licht auf mich jetzt aber ich weiß was ich kann, nur eben diesen Bereich nun wirklich nicht.
Pfff, ob etwas "ein gutes Licht auf Dich wirft" ist im Moment wohl nicht wirklich von Bedeutung. Erfährt doch im Grunde auch keiner. Mach Dir so wenig Stress wie möglich mit dem ******-Job und such Dir was besseres, mit weniger Weltreise pro Tag und einer Verwaltung/Personalabteilung die auch weiß was sie tut... ;)
 

dots

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AW: Hat die Zeitarbeitsfirma keine Ahnung: Probleme mit Zeitkonto und Abrechnungszettel

:)

Hm, ja... was mich allerdings umtreibt, ist der Brief vom Amt der mir impliziert, ich hätte einen Antrag auf Leistungen gestellt und nun wollen die meine Gehaltsabrechnung sehen, ich habe aber noch gar keine bekommen und Geld ist auch noch nicht drauf auf dem Konto, keine Ahnung ob das normal ist oder nicht.
Grundsätzlich soll ich ja einen Teilbetrag am 3. des Monats bekommen. Den anderen Betrag am 20. des Folgemonats.

Nun ist die Frage, ob ich mir überhaupt noch Gedanken machen soll, da ich ja evtl wohl nicht übernommen werde, denn sonst würde ja kein Antrag auf Leistungen bestehen? Oder war das doch nur wieder eine amtliche, hohle Bausteineformulierung? :icon_frown:
Es bleibt zumindest spannend. Und ärgerlich. Vielleicht ist das aber auch nur so, weil ich gerade erst angefangen habe und alles sich erst einspielen muss zwischen Einsatzfirma und Leihbude.
Ich habe jedenfalls nachgefragt, angeblich sind die Stundenzettel angekommen bei der Leihbude.
Da muss ich morgen dann trotzdem wieder rumtelefonieren, bringt ja nix, von allein läuft das offenbar nicht.
Habe keine Lust da ständig hinterherzulaufen... solche Probleme kenne ich eigentlich nämlich sonst so nicht.
Ich habe zwar erst zwei Wochen da "gearbeitet", und vielleicht ist es normal, dass man sein Geld erst am 20. des Folgemonats bekommt, aber wieso dann am 3. nichts drauf war, verstehe ich trotzdem nicht...
Abgesehen davon, dass die Leistungen sowieso eingestellt werden, bzw worden sind. Was wollen die dann noch von mir? Das gibt alles keinen Sinn.
lg, dots
 

Nimschö

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AW: Hat die Zeitarbeitsfirma keine Ahnung: Probleme mit Zeitkonto und Abrechnungszettel

Ich würde sagen, nur um sicher zu gehen: Antworte dem Amt der Ämter schriftlich, dass Du bisher weder einen Gehaltseingang, noch eine Lohnabrechnung von Deinem AG erhalten hast und Dich Deinerseits meldest, sobald eines von beidem eintrifft. Damit wissen die alles was sie wissen müssen, können Dir keine "mangelnde Mitwirkung vorwerfen" und fertsch is der Aal...
 

dots

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AW: Hat die Zeitarbeitsfirma keine Ahnung: Probleme mit Zeitkonto und Abrechnungszettel

Danke, Nimschö. ;-)
werd ich so machen.

:icon_dampf: so, heute hat man mir das erste Mal die einzige Pause verweigert. Ich habe dann trotzdem Überstunden gemacht, eher aus Versehen, weil ich so durch war... (jaja, sowas kann passieren...) :icon_hihi::icon_confused:
Aber das alles kratzt so am rechtlichen, wie sonstwas.
Ich muss auch immer eine halbe Stunde überbrücken, weil ich da nicht einfach früher auftauchen kann, heißt, frieren am Bahnhof oder sonstwo, weil ich einfach keine Wahl habe, die Züge und Verbindungen fahren/sind einfach so schlecht. Wenn das nicht Unzumutbarkeit erreicht, dann weiß ich nicht. Mich belastet das alles sehr...
Schluß gemacht um 16:30. Zuhause angekommen um 18:45 Uhr... Ist sowas normal?? Und wie gesagt, mir werden keine Fahrtkosten gezahlt werden.
 
E

ExitUser

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AW: Hat die Zeitarbeitsfirma keine Ahnung: Probleme mit Zeitkonto und Abrechnungszettel

§ 670, mache die ZAF darauf aufmerksam.
Sie ist zur Erstattung von Fahrtkosten verpflichtet, sogar die Fahrzeit muss bezahlt werden, weil es ein Aufwand ist, den Du für die ZAF hast.

Allerdings muss die Zeit und die Strecke abgezogen werden, die Du von zuhause bis zur ZAF hast.

Mit den Pendelzeiten ist es so eine Sache.
Die ZAF ist ja eigentlich Dein Arbeitgeber.
Also würde die Zumutbarkeit für die Strecke zur ZAF gelten.
Wenn ich falsch liege, wird mich schon ein anderer User belehren.
 

havenstein

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AW: Hat die Zeitarbeitsfirma keine Ahnung: Probleme mit Zeitkonto und Abrechnungszettel

Viele Betriebsräte haben leider miserable Betriebsvereinbarungen bezüglich Fahrtkosten abgeschlossen, die den 670 BGB schön umschiffen.
 

AnonNemo

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AW: Hat die Zeitarbeitsfirma keine Ahnung: Probleme mit Zeitkonto und Abrechnungszettel

Hallo Domino,

ich stimme mit dir überein!

Nur, auf diese pauschale Definition würde ich mich bei einer ZAF nicht festnageln lassen:
Allerdings muss die Zeit und die Strecke abgezogen werden, die Du von zuhause bis zur ZAF hast.
Stell dir ein Spinnennetz vor, wo die ZAF in der Mitte sitzt und deine Wohnung links davon.

Du - ZAF - Kunde ... hier würde deine Aussage stimmen.
Kunde - Du - ZAF ... wie soll hier gerechnet werden?

Deshalb empfehle ich;
Sorgt für klare Verhältnisse, indem im Arbeitsvertrag geregelt wird, dass immer in der ZAF eure Arbeit beginnt/endet!!
Zeigt aber - mündlich - eure Bereitschaft, dass ihr im Falle der Variante:
Kunde - Du - ZAF eine individuelle Abweichung machen würdet.

Ob ihr eure Absichtserklärung auch einhaltet, wird davon abhängen, wie sich die ZAF euch gegenüber verhält. Bei seriösen und verlässlichen Vertragspartnern findet man immer einen Kompromiss! :icon_twisted:

§ 670 BGB regelt die Erstattung meiner Aufwendungen (Fahrtkosten) für den Arbeitgeber.
§ 612 BGB regelt die Vergütung meiner Dienstleistung (Fahrtzeit) für den Arbeitgeber. Da gehört auch das Ausfüllen und Unterschreiben lassen der Stundenzettel beim Kunden dazu! Wäre nicht das erste Mal, dass der Kunde und - vor allem - die ZAF diese Zeit nicht bezahlen wollen!

Hallo dots,

sei dir im Klaren, dass die Disponenten in den ZAFen ganz genau wissen was du willst bzw. zusteht und mit welchen Argumenten sie es dir ausreden können.
Die nutzen deine Unkenntnis/Unsicherheit gnadenlos aus!

Hätten sie wirklich keine Ahnung wegen dem Zeitkonto und den Abrechnungszettel ... wäre die Bude schon längst durch eine staatliche Stelle (Finanzamt?) geschlossen worden!
Diese Kenntnisse gehören zum kleinen 1x1 der Geschäftsführung!

AnonNemo
 

dots

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AW: Hat die Zeitarbeitsfirma keine Ahnung: Probleme mit Zeitkonto und Abrechnungszettel

Gut... nun gehen die Schwierigkeiten mit der Zaf schon los: ich bin krank und gleich, nachdem ich denen das berichtet hatte, dass ich die AU schicken werde, wurden sie aggressiv. Unterstellen mir wahrscheinlich einen Zweitjob, weil ich in der Hektik der Anfangszeit auch einen Fehler gemacht hatte und die Steueridentnummer noch nicht abgeben habe. Aber erstens, darf ich dort wo ich arbeite kein Handy nutzen. Schön, man habe ja angerufen und sei bis spät abends erreichbar. Ausserdem sei ein Brief geschickt worden (wann?, ich habe keinen erhalten...:icon_laber:) Alles natürlich im aggressiven Grundton. Den kenne ich aber eh schon.
Man sagte mir dann, weil es eh gesetzlich so geregelt sei, müsse man mich jetzt also in Steuerklasse 6 einstufen.. wo ich also (auf mein Nachfragen hin) 50% weniger Lohn bekäme als in der ersten Steuerklasse.
Doll.
Ich habe mich gewehrt und gesagt, dass ich jeden Tag bis jetzt da war und nicht freiwillig krank bin, dass ich nie Zeit zum telefonieren habe und es auf der Arbeit eben partout nicht geht!
Ich habe nun den Spaß mich überraschen lassen zu müssen: wenn es noch rechtzeitig war, mit der Steueridentnr, bekomme ich den vollen Lohn, sonst nicht, sonst nur die Hälfte davon.
Ist das nicht rechtswidrig?
Ja, nun weiß ich, wovon hier immer geredet wird. Wollte es so immer fast nicht glauben,weil ich das unmöglich finde, wie die mit den Menschen umgehen. Aber nun erlebe ich es selber am eigenen Leib.
Nein, das hat sich nicht gelohnt. Geackert für nichts.:icon_eek::mad:
Ja, AnonNemo, ich bin mir jetzt im Klaren darüber... die wissen schon, wie sie es drehen müssen, damit es für sie passt.
glg, dots...
 

karuso

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AW: Hat die Zeitarbeitsfirma keine Ahnung: Probleme mit Zeitkonto und Abrechnungszettel

Gut... nun gehen die Schwierigkeiten mit der Zaf schon los: ich bin krank und gleich, nachdem ich denen das berichtet hatte, dass ich die AU schicken werde, wurden sie aggressiv.
...

Ja, AnonNemo, ich bin mir jetzt im Klaren darüber... die wissen schon, wie sie es drehen müssen, damit es für sie passt.
glg, dots...
Die Lohnsteuerklasse 6 sagt nur aus das die Firma bei einem Bruttolohn x mehr Lohnsteuer abführen muß als bei Lohnsteuerklasse 1.Du bekommst also von deinem Brutto Verdienst weniger ausbezahlt.Sollten sie dir einfach weniger bezahlen (Stundenanzahl x Stundenlohn) mit der Begründung das du deine Steueridentnr nicht angegeben hast ist das einfach Betrug.Sollte das passieren das sie was abziehen von deinem Bruttoverdienst weil du deine Steueridentnr nicht angegeben hast wurde ich eine Strafanzeige stellen bei der Polizei gegen die ZAF wegen Betrugs.:icon_mrgreen::icon_mrgreen::icon_mrgreen:

Bitte vermeide die unsinng langen Vollzitate!
Eine Anleitung zum Zitieren findest Du hier: *KLICK*
Danke, Texter50
 

AnonNemo

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AW: Hat die Zeitarbeitsfirma keine Ahnung: Probleme mit Zeitkonto und Abrechnungszettel

@karuso:
Sollte das passieren das sie was abziehen von deinem Bruttoverdienst weil du deine Steueridentnr nicht angegeben hast wurde ich eine Strafanzeige stellen bei der Polizei gegen die ZAF wegen Betrugs.
... mit dem (fett markierten) Rat wäre ich etwas vorsichtiger!

Soweit ich weiß(!!!), muss eine Firma den Arbeitnehmer in LStkl. 6 einstufen, wenn KEINE Steuernummer angegeben wurde!

Natürlich darf es nicht zusätzlich dazu benutzt werden, um Arbeitsstunden, Stundenlohn usw. zu reduzieren/streichen/einbehalten.
 

karuso

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AW: Hat die Zeitarbeitsfirma keine Ahnung: Probleme mit Zeitkonto und Abrechnungszettel

Man weiß doch mit Vertragsklauseln haben es doch die ZAF immer dicke.Und dots schreibt doch wenn er die Steuernummer nicht einreicht er nur noch 50% verdient und so hoch ist ja die Steuer nun nicht bei Lohnsteuerklasse 6.Ich kann ja falsch liegen aber es kann ja sein das wieder eine versteckte Klausel im Vertrag ist und die einfach versuchen Geld einzubehalten und das wäre dann eine betrügerische Absicht und da würde ich selber gegen vorgehen.:biggrin::biggrin:
 

Kone

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AW: Hat die Zeitarbeitsfirma keine Ahnung: Probleme mit Zeitkonto und Abrechnungszettel

Der Arbeitgeber hat die über ELStAM abgerufenen Daten in das Lohnkonto des Mitarbeiters zu übernehmen.

Kann der Arbeitgeber nicht auf ELStAM zurückgreifen, etwa weil der Arbeitnehmer ihm nicht die Identifikationsnummer mitteilt, ist die Lohnsteuer anhand von Steuerklasse VI zu berechnen. Ausnahmen davon gelten – längstens für drei Monate -, wenn der Zugriff auf ELStAM aufgrund technischer Schwierigkeiten nicht möglich ist oder der Arbeitnehmer die fehlende Mitteilung über die ihm zuzuteilende Identifikationsnummer nicht zu vertreten hat.

In diesen Ausnahmefällen ist die Lohnsteuer anhand der dem Arbeitgeber bekannten persönlichen Besteuerungsmerkmalen durchzuführen. Wird die Identifikationsnummer nicht innerhalb von drei Monaten vorgelegt, müssen die ohne Rückgriff auf ELStAM erfolgten Lohnabrechnungen nachträglich korrigiert werden und auf Basis der Lohnsteuerklasse VI neu erstellt werden. Entsprechendes gilt, wenn der Arbeitnehmer sein Geburtsdatum nicht mitteilt.

https://www.haufe.de/steuern/finanzverwaltung/bmf-zu-einzelheiten-der-nutzung-von-elstam/durchfuehrung-des-lohnsteuerabzugs_164_145710.html

Ich lege immer eine Kopie der zuletzt ausgegebenen Papier-Lohnsteuerkarte bei, da steht alles drin. ZAF/Firmen müssen wie oben beschrieben per Gesetz die VI berechnen, liegen die Daten dann vor wird korrigiert und mit der nächsten Abrechnung die richtige Lstkl. ausgezahlt.
 
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